Liebe Schreiberlinge und Schreiberlinginnen unter euch, wie geht i...

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savvy

vor 7 Jahren

Liebe Schreiberlinge und Schreiberlinginnen unter euch,
wie geht ihr daran, eine Geschichte zu schreiben? Habt ihr zuerst eine Idee zur Handlung, zu einer Person, einem Ort ...? Entwickelt ihr euch einen groben Verlauf oder schreibt ihr einfach und schaut was euch dazu noch einfällt? Was macht ihr wenn ihr nicht mehr weiter wisst - einfach erstmal liegen lassen und auf Inspiration warten oder zwingt ihr euch dazu weiterzuschreiben?
Ich hab nämlich das Gefühl, das nicht ganz richtig anzugehen. Ich hab immer wieder (wie ich finde) klasse Ideen und hab mir meist auch schon ein grobes Handlungsgerüst gebastelt, aber wenn's darum geht, die Lücken zu füllen, bleib ich irgendwie immer hängen...

Rumi

vor 7 Jahren

Hey!
Ich mach das meistens so, dass ich mir die Grundidee hernehme und dann schaue, wo ich damit hin will und wie ich dazu kommen mag. Dann versuch ich die Figuren passend dazu zu entwerfen und ihnen Macken und Stärken gebe. Dann fang ich einfach an zu schreiben, füg hier mal was hinzu und lass da mal was weg. Das kommt bei mir fast alles von allein!

KyraCade

vor 7 Jahren

Hi,
bei mir ist das unterschiedlich. Wenn ich für Literaturwettbewerbe schreibe, habe jongliere ich ein bisschen mit dem Thema und mache eine Liste mit Stichpunkten, die mir dazu einfallen. Die erste Assoziation verwende ich niemals, weil mir diese zu offensichtlich und platt erscheint. Nach dem Motto: Daran denkt jeder sofort.
Ansonsten kommt es drauf an, was mich inspiriert, zu schreiben. Ein Erlebnis, ein Satz, ein Buch, eine Szene aus einem Film... da ist dann ein grobes Gerüst vorhanden. Oder manchmal auch nur der erste oder letzte Satz, um den ich dann ad hoc eine Geschichte ranke.
Wenn ich nicht mehr weiter weiß, rede ich meist mit meinem Freund drüber (der schreibt auch) und wir tauschen unsere Gedanken und Ideen aus.
Was das Lücken füllen angeht: Gib doch einfach mal die Geschichte einer Freundin oder so zum Lesen. Sie wird Dir sagen, was ihr als Leser fehlt und vielleicht kommst Du dann auf den richtigen Gedanken, der eben diese Lücke füllt.

Fae

vor 7 Jahren

Heya (:
Bei mir ist es so, dass sich urplötzlich jemand in meinem Kopf bewegt, eine Szene, die passiert. Meist trag ich das dann ein paar Tage mit mir rum, ehe ich mich dazu entschließe dies aufzuschreiben und dann zu schauen, was es, und viel wichtiger, ob es etwas werden könnte. Nur noch selten schreibe ich aus meinen Träumen heraus. Was daran liegen mag, das die Charaktere (gefühlt) vor mir stehen und mir ihre Geschichte erzählen. Und dann schreibe ich einfach darauf los und schaue, was sich entwickelt. Wenn ich nicht weiterkomme, dann lass ich die Geschichte erst mal ein paar Tage ruhen. Schließlich lese ich sie mir durch. Da schaue ich dann, was ich bisher verarbeitet hab, was noch folgen könnte und wie ich das darin verarbeiten kann. Sollte das noch immer nicht reichen, um meiner Muse auf die Sprünge zu helfen, dann warte ich für meinen Teil immer erstmal ab. Denn sich selbst zum Schreiben zwingen geht selten gut. LG, Fae

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Hellöle,

ja, bei mir ist es auch so, ich hab wie einen Film im Kopf, den ich auf Papier bannen möchte, ;-) Irgendwas erfasst dich. Aber wenn dich eine Person in den Bann zieht, dann kannst du blöd gesagt, ihn ja ausfragen, dich auf ihn konzentrieren. Was mag er, was mag er nicht, und vielleicht taucht auf einmal seine Heimat vor dir auf, Freunde, Bekannte, und er führt dich durch seine Welt. Und am Ende staunst du darüber was du geschrieben hast. *gg* Und vor allem wie deine Person sich entwickelt hat.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Hallöchen. :)
Also bei mir ist das immer so: Ich bekomme zuerst eine Idee durch irgendetwas, das ich gerade aufschnappe oder so. Und eigentlich schreibe ich immer einfach drauf los. Manchmal schreibe ich auch erst diese eine Situation, die mir in den Sinn gekommen ist und überlege mir dann das Drumherum. Was helfen kann, ist, wenn du dir Charakterprofile erstellt. Schreib einen Steckbrief zu jedem wichtigen Charakter in deiner Geschichte.
Der könnte so aussehen:
Name:
Vorname:
Alter:
Geburtstag:
Familie:
Wohnort:
Job:
Haare:
Augen:
Größe:
Vorlieben:
Mag gar nicht:
Hobbies:
Sonstiges:
Nur mal so als Beispiel...du kannst alles ergänzen und auch einiges weglassen. Aber mir ist es eben schon oft passiert, dass ich mich gefragt habe, ob jemand nun braune oder blaue Augen hatte oder ob jemand 23 oder 24 war. Es ist nämlich nicht so praktisch, wenn du einmal das stehen hast und zwei Kapitel weiter dann was anderes. Eine Storyline schreibe ich wie gesagt eigentlich nicht. Aber manchmal

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

...schreibe ich Ideen auf Karteikärtchen. Was auch helfen kann, ist, wenn du bevor du ein neues Kapitel schreibst, erstmal ein paar Punkte aufschreibst, an die du dich halten kannst.
Ich plane meine Geschichten zwar nicht von Anfang bis zum Ende durch, aber in meinem Kopf überlege ich mir eigentlich dann doch immer, wann was passiert, wie alles endet und warum.
Wenn du mal eine kleine Blockade hast, würde ich mich mit etwas anderem beschäften. Hör Musik, die dich inspirieren könnte, male etwas oder lese ein Buch. Die Ideen kommen meistens von ganz allein. So eine Schreibblockade kann ja meistens auch mal länger anhalten, aber zwinge dich zu nichts.
Und noch ein Tipp: Wenn du selbst nicht zufrieden damit bist, was du gerade geschrieben hast, dann überarbeite es so lange, bis es dir gefällt. Denn, wenn es dir selbst nicht gefällt, wird es auch jemand anderes es nicht von den Socken hauen.
Allerliebste Grüße und ich hoffe, ich konnte dir helfen. (:
Noelle ♥

dramelia

vor 7 Jahren

Puh, das ist bei mir eigentlich recht einfach. Ich bekomm eine Idee und schreib die meistens erstmal kurz auf, also die Grundidee. Meistens bekomm ich meine Gedankenblitze in Situationen, wo ich nicht drauf los schreiben kann! Ich hab mir inzwischen sogar schon so ein Notizbuch angeschafft, wo ich das aufschreibe, wenn mir mal eine gute Idee gekommen ist.
Auf alle Fälle hab ich meistens eine Grundidee, den weiteren Verlauf kenn ich aber nicht. Auch nicht die Länge der Geschichte oder den Ausgang, sondern nur den Anfang. Dann kommt es noch drauf an: Schreibe ich eine FF und nehme schon vorhandene Figuren, oder schreibe ich mit eigenen Figuren. Bei eigenen Figuren habe ich eine Liste, welche alle wichtigsten Eigenschaften enthält und man so eine ausgeglichene Figur erschaffen kann. Also keine Mary Sue oder einen Gary Stue, was häufig dann passiert! Das ist so meine einzige Vorbereitung.

dramelia

vor 7 Jahren

@dramelia

Dann fang ich einfach an zu schreiben. Die Geschichte spielt sich in meinem Kopf ab und ich schreibe theoretisch nur, was die Figuren gerade machen, denken und fühlen. Ich habe meistens auch keine große Kontrolle darüber, was die Figuren machen, wie sie handeln oder was sie als nächstes anstellen, sondern ich schreibe es so auf, wie es gerade passiert. Ich mag es, von meiner eigenen Geschichte oder den Figuren überrascht zu werden! Dadurch wird das ganze eher zu einem reinen Improvisationstheater, aber meistens kommen dabei die besten Dinge heraus, weil neue Ideen oder ähnliches besser verarbeitet werden können als bei absolut festgelegten Storylines, weil diese wenig Spielraum bieten.

dramelia

vor 7 Jahren

@dramelia

Wenn du mal eine Blockade hast, dann kommt es bei mir auch auf die Blockade drauf an. Manchmal hab ich einfach keine Lust und die Figuren sitzen in meinem Kopf herum und spielen Poker oder so. Dann zwinge ich mich aber, weiterzuschreiben, denn meistens nimmt die Handlung dann automatisch wieder ihre Bahn und es wird wieder ganz einfach. Bei richtig schweren Schreibblockaden hilft, Abstand zu der Geschichte zu bekommen und sich erstmal anders zu beschäftigen. Fernsehen, Lesen, am PC spielen, Musik hören, mit Freunden etwas unternehmen, oder einfach mal einen schönen Spaziergang zu machen. Oft verschwindet die Blockade dann von alleine, auch, wenn die Blockade länger dauert. Wenn man einen gewissen Abstand hat, dann sieht man die Sache ganz anders und findet auch schneller die Lösung zu dem Problem!

dramelia

vor 7 Jahren

@dramelia

Weitere Tipps, wie man besser schreiben kann: Schreibe so, wie du es am liebsten lesen würdest. Sei aber dabei dein schärfster Kritiker! Hast du ein Kapitel fertig geschrieben, lasse es erstmal liegen und gucke ein oder zwei Tage später nochmal drüber. Man hat dann etwas Abstand gewonnen und kann dadurch Fehler im Handlungsverlauf oder ähnliches leichter erkennen! Wenn dir etwas nicht gefällt, schreibe es um und versuche es so zu schreiben, wie du es am liebsten hättest. Dazu ein Tipp: Lösche nicht den Ausgangstext, sondern schreibe weitere Versionen in andere Dokumente. Dann kannst du zum Schluss besser vergleichen und vielleicht auch einfach nur etwas ergänzen, bis es den richtigen Stil bekommen hat.

dramelia

vor 7 Jahren

@dramelia

Ein weiterer großer Tipp, um den eigenen Schreibstil zu üben: Textbasierende RPG! Diese RPGs sind Rollenspiele, in welchen du eine feste Rolle übernimmst und den Charakter selbst gestalten kannst, und durch die deine Fantasie und die deines/deiner Mitspieler wird die Geschichte nach und nach fortgesetzt. Eine recht gute Übung, um den Schreibstil zu üben! Man lernt fast unbewusst, spannende Szenen zu schreiben, Gedanken und Gefühle eines Charakters zu verfassen, indem man sich einfach (dank Kopfkino) in die Person hineinversetzt und dadurch das Handeln und Denken gewissermaßen versteht. Für weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Rollenspiel_%28Spiel%29

dramelia

vor 7 Jahren

@dramelia

So, jetzt hab ich sehr viel geschrieben und ich hoffe, ich konnte dir irgendwie weiterhelfen. LG Mareike :)

dramelia

vor 7 Jahren

@dramelia

Achso, falls Fragen auftauchen sollten.. keine Scheu, ich beiße eigentlich nicht ;)

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