LovelyBooks nachgefragt! mit Carsten Tergast - Journalist & Ghostwriter für die Winterhoff-Bücher

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DieBuchkolumnistin

vor 6 Jahren

Es ist wieder soweit: auch in dieser Woche dürft ihr jemandem aus der Buchbranche eure Fragen stellen und zwar Carsten Tergast. Er arbeitet bereits seit vielen Jahren in der Buchbranche, unter anderem als Redakteur, Blogger und Ghostwriter und steht euch bei LovelyBooks nachgefragt! Rede und Antwort. Selbstverständlich dürft ihr auch schon jetzt Fragen stellen.

Carsten Tergast ist ehemaliger Buchhändler und studierte Allgemeine sowie neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft an der Uni Paderborn. Bereits während des Studiums betrieb er journalistische freie Tätigkeit für eine Paderborner Lokalzeitung, u.a. mit Theaterkritiken, Filmkritiken etc.. Seit September 2000 ist er als Redakteur beim Branchenmagazin BuchMarkt, verantwortlich u.a. für die Themen Sortimentsbuchhandel, Fachinformationen Medizin, RWS, Architektur/Bauen, ab 2004 Chef vom Dienst beim BuchMarkt.
Seit August 2005 ist er freiberuflich tätig u.a. für BuchMarkt, BÜCHER, buch-pr.de, Goethe-Institut mit Artikeln über Branchenthemen, Rezensionen etc.. Mehrere Buchpublikationen unter eigenem Namen ("Willi will's wissen-Band über die Polizei sowie ein Buch über Horst Lichter, "Wer hier klaut, stirbt") sowie als Co-Autor (4x jeweils für die Bücher des umstrittenen Autors Michael Winterhoff über Kindererziehung). Im Social Web unterwegs auf Facebook, Twitter, XING und mit zwei eigenen Blogs unter www.durchschuss-blog.de und www.leer-meinung.de

Ihr könnt ihm nun alle Fragen stellen, z.B. wie wird man denn offiziell Ghostwriter und wie läuft das ab? Welche neuen Projekte stehen an? Warum arbeitet er nicht mehr als Buchhändler?
Wir freuen uns sehr, dass Carsten Tergast bei "LovelyBooks nachgefragt!" zu Gast ist und wünschen Euch viel Spaß mit der Fragerunde!

Themistokeles

vor 6 Jahren

Hallo Herr Tergast,

mich würde ehrlich interessieren, welche Art von Büchern man als Gohstwriter eher schreibt, fiktionale Geschichte oder nonfiktionale, wie Biographien und Sachbücher?
Zudem wüsste ich ehrlich gern, wie man zu dem Beruf des Gohstwirters kommt und warum sie nciht lieber für sich selbst veröffentlichen?
Viele Grüße,
Themis

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Hallo Herr Tergast,
mich würde interessieren, ob es manchmal nicht unbefriedigend ist, wenn der Name eines anderen auf dem Buch steht??
Lg
BigEyes

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Carsten_Tergast

vor 6 Jahren

@mabuerele

Hallo mabuerele,

die inhaltliche Analyse von Michael Winterhoff steht hinter allem, auch seine Begrifflichkeit und sein Sprachduktus. Ich bin dann eher für den sprachlichen Feinschliff verantwortlich.
Die Identifikation mit den Thesen ist in diesem Fall in relativ hohem Maße vorhanden. Ich denke, die Analyse ist stimmig und lässt sich im Alltag immer wieder verifizieren. Gerade auch das aktuelle Buch "Lasst Kinder wieder Kinder sein" behandelt ein Thema, das vor dem HIntergrund der Debatte um "Burn-Out", Depression etc. sehr interessant ist und diese Dinge auf stimmige Weise mit dem Thema Kindesentwicklung in Zusammenhang bringt.

mabuerele

vor 6 Jahren

Danke für Ihre Antwort. Ich finde die Thesen auch in der Praxis bestätigt, weiß aber, dass es auch andere Meinungen gibt. Den letzten Teil habe ich allerdings noch nicht gelesen.

Carsten_Tergast

vor 6 Jahren

@mabuerele

Klar gibt es andere Meinungen, und gerade aus der Diskussion über solche Thesen kann ja auch Erkenntnis entstehen... Wichtig ist doch, dass die Diskussion zugelassen wird und niemand für seine Meinung niedergemacht wird... Diese Haltung konnte man leider nicht bei allen Kritikern feststellen...

Charlousie

vor 6 Jahren

@Carsten_Tergast

Vielen Dank für die Antwort, das war sehr aufschlussreich.
Andersherum würde ich mir aber auch doof vorkommen, für etwas "gefeiert" zu werden (wenn es denn erfolgreich ist), was ich gar nicht geleistet habe und wenn dann Fragen kommen, wieviel Zeit man darin investiert habe, was sich bei einzelnen Aspekten gedacht wurde etc, entspricht es dann ja schon nicht der Wahrheit. Denn oft wird ja nicht offen damit herumposaunt, dass man einen Ghostwriter hatte, deswegen ja wohl auch "Ghost" ! ;)
Irgendwie ist es dann komisch in so einem Fall.

Wird denn nicht vertraglich festgesetzt, dass man unter einer Art "Schweigeklausel" steht, damit man sich nicht plötzlich meldet, falls dieses Werk auf einmal boomen sollte?

Und natürlich, für den Ghostwriter ist es sicherlich ein gutes, zweites Standbein!

Nochmals Danke für die Antwort!

Carsten_Tergast

vor 6 Jahren

@Charlousie

Hallo Charlie,

inhaltlich bleibt es ja das Werk desjenigen, der die Dienste eines Ghostwriters in Anspruch nimmt, das sollte man sicher nicht gering schätzen. Und wie gesagt: die Zusammenarbeit mit Co-Autoren/Ghosts wird immer häufiger auch offen ausgesprochen.

Solche vertraglichen Schweigeklauseln mag es geben, ich habe noch keine unterschrieben... :-) Dafür sollte allerdings im Vertrag stehen, dass man beteiligt, falls das Werk plötzlich "boomt"... :-)

Carsten_Tergast

vor 6 Jahren

Vielen Dank für die interessanten Fragen, ich hoffe, es hat allen Spaß gemacht und die gewünschten Infos gebracht!

Themistokeles

vor 6 Jahren

@Carsten_Tergast

Vielen Dank auch nochmal an Sie für die vielen Antworten und mir hat es auf jeden Fall etwas gebracht, weil ich mir unter einem Ghostwriter doch noch ein bisschen etwas anderes vorgestellt hatte.

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