Man kann ruhig darüber sprechen (Heinrich Spoerl)

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Terzel

vor 4 Jahren

Als ich Kind war, versuchten meine Eltern mit sehr viel Mühe, mich zum lesen zu bringen. Meine Schulnote in Lesen war 4 oder 5, weiß nicht genau. Darum sollte ich ein Buch lesen. Meine Eltern schenkten mir ein Kinderbuch mit wenig Bilder drin. Ich las dieses Buch, 2-3 Seiten, mannomann war das langweilig, ich blätterte einige Seiten weiter, las einige Sätze und blätterte wieder weiter, bis zur letzten Seite, die habe ich halb gelesen. Was soll am lesen so interessant sein? Natürlich merkten meine Eltern meine Schummelei, von wegen, Buch gelesen. Sie schenkten mir noch eins und noch eins...Ich habe sie alle nur durchblättert, nichts war für mich dabei. Sie fällten ihr Urteil: ,,Der ist lesefaul." Ich muß wohl 12 oder 13 Jahre alt gewesen sein, da sah ich im Bücherregal meiner Eltern ein kleines Buch, Titel: ,,Man kann ruhig darüber sprechen." Das machte mich neugierig, worüber kann man ruhig sprechen? dachte ich, also nahm ich das Buch und fing an zu lesen. Ich las das Buch von vorne bis hinten durch und habe gemerkt, es kommt nicht darauf an, irgend ein Buch zu lesen, sondern etwas zu lesen, was einen auch interessiert.  Meine Eltern haben es bei mir, um mich zum lesen zu kriegen, erzieherisch falsch gemacht, sie kannten meine Literaturinteressen nicht und meinten eben, ich müßte lesen. Darum, verschenke keine Bücher, sie stehen nachher nur im Regal ´rum und die Buchläden haben guten Umsatz gemacht.

Autoren: Hans Weigel,... und 1 weiterer Autor
Bücher: Man kann nicht ruhig darüber reden,... und 1 weiteres Buch
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