Massage für Tiere

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CarolinCaprano

vor 1 Jahr

Massage für Tiere

(von Carolin Caprano)


 Auch bei unseren Vierbeinern (vor allem Pferden, Hunden und Katzen) gibt es zahlreiche Erkrankungen des Bewegungsapparates. Diese reichen von einfachen Muskelverspannungen bis hin zu Arthrosen.

 Arthrosen bezeichnen dabei chronische Gelenkserkrankungen, in deren Verlauf vor allem in Gelenken Knorpelgewebe zerstört und zunehmend knöchernes Material zugebildet wird. Zu den chronisch degenerativen Veränderungen des Bewegungsapparates zählen zum Beispiel Spondylose, Hüftgelenksdysplasie (kurz HD) oder Osteochondrosis dissecans (kurz OCD), Spat oder Schale.

Durch die Veränderungen kommt es im Laufe der Zeit, genau wie bei Menschen, oft zu Schonhaltung und damit teilweisem Muskelschwund (Muskelatrophie) der entlasteten Bereich. Und/oder im Gegenzug zu Überbelastung anderer Körperzonen.

Neben schmerzlindernder und entzündungshemmender Therapie kann hier die klassische Massage viel Erleichterung bringen.

Die klassische Massage bei Tieren hat viele positive Eigenschaften: So bewirkt Sie zum Beispiel eine Veränderung des Muskeltonus, Gewebelockerung, Verbesserung von Stoffwechsel und Durchblutung. Auch eine Besserung des venösen und lymphatischen Stromes sowie psychische Beeinflussung sind möglich. So empfinden viele Tiere eine Entspannungsmassage einfach als angenehm und sie fühlen sich hinterher wohler.

Eingesetzt wird diese Therapieform deshalb vor allem zur Verbesserung des Allgemeinbefindens, bei Muskelermüdung und Muskelkater, bei Muskelverspannungen, sowie bei Narben und im Verlaufe anderer Grunderkrankungen wie eben auch Arthrosen.

Massiert werden können verschiedene Bereiche des Tierkörpers. Für wohlige Entspannungsmassagen können wir fast den gesamten Körper mit einbeziehen, während wir zur gezielten Behandlung von Verspannungen die betroffenen Muskelpartien schon genauer unterscheiden können müssen.

Anatomisch teilen wir hierzu ein Tier in Körperregionen auf, sowie die entsprechenden Muskeln der einzelnen Bereiche.

 Die Körperregionen:

  • Kopf
  • Hals
  • Vordergliedmaßen
  • Hintergliedmaßen und Beckenbereich
  • Rücken und Lendenbereich

Wichtigste oberflächliche Muskeln:

  • Kaumuskel
  • Brustbein-Kopf-Muskel
  • Kapuzenmuskel
  • Dreiköpfiger Armmuskel
  • Breiter Rückenmuskel
  • Zwischenrippen- und Bauchmuskeln
  • Kruppenmuskeln/Gesäßmuskeln
  • Zweiköpfiger Oberschenkelmuskel
  • Muskeln der Vorder- und Hintergliedmaßen

 

Wichtig: Es wird nie direkt auf einem Knochen massiert, vor allem nicht im Bereich der Wirbelsäule oder von Gelenken!

 Über spezielle “Pfoten”-Reflexzonen kann bei Hund und Katze zusätzlich über die gezielte Massage der speziellen Akupressurpunkten auf die einzelnen Organe im Körper Einfluss genommen und so die Körperfunktionen aktiviert werden.

 Weitere Möglichkeiten aus dem physiotherapeutischen Bereich sind außerdem Behandlungen mit Rotlicht oder auch die Magnetfeldtherapie.

Homöopathische Unterstützung bei chronischen Gelenkserkrankungen geben zum Beispiel je nach Krankheitsbild die Einzelmittel Rhus toxicodendron oder Symphytum.

Mehr zum Thema Wellness für Hunde gibt es in folgendem Buch:

"Hundewellness für Einsteiger" von Carolin Caprano

Autor: Carolin Caprano
Buch: Hundewellness für Einsteiger
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