Mythen um Heilpflanzen

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Antonia_Salomon

vor 3 Jahren

Früher, als es noch eine chemischen Analysen über die in den Heilpflanzen wirkenden Stoffe gab, war deren Heilkraft ein unerklärliches Mysterium, das man sich auf vielerlei Weise erklärte. Etwa durch spezielle Pflanzengeister, die in den einzelnen Pflanzen wirkten und eine ähnliche Form wie das Organ, auf das sie positiv wirkten, hatten. So ähnelt etwa der sich kraftvoll verästelnde Wuchs des Weißdorns mit seinen roten Früchten der sich verästelnden Form unserer Blutgefäße, was als Hinweis auf die stärkende Wirkung auf Herz und Kreislauf gedeutet wurde und sich als richtig erwiesen hat.

Wie spannend findet Ihr das Thema, und was wisst Ihr darüber?

 

 

Antonia_Salomon

vor 3 Jahren

@Antonia_Salomon

Und vielleicht mögen ja auch ein paar von Euch was über die Mythen von Heilpflanzen schreiben.

Sardonyx

vor 3 Jahren

Also, es scheint vielleicht ungewöhnlich für einen Teenager, aber mich interessieren Pflanzen und deren Wirkungen. Nicht nur, weil das, was heute oft ,,heilen" soll pure Chemie ist. Ich meine, wer ahnt, dass selbst schliches Unkraut Heilkräfte haben könnte?

Antonia_Salomon

vor 3 Jahren

Sardonyx schreibt:
Also, es scheint vielleicht ungewöhnlich für einen Teenager, aber mich interessieren Pflanzen und deren Wirkungen. Nicht nur, weil das, was heute oft ,,heilen" soll pure Chemie ist. Ich meine, wer ahnt, dass selbst schliches Unkraut Heilkräfte haben könnte?

Das finde ich wunderbar, wenn Du noch so jung bist und daran schon Interesse hast, dann hast Du ja noch alle Zeit der Welt, unendlich viel zu lernen. Und: Was Du da als "schlichtes Unkraut" bezeichnest, ist eben kein "Unkraut", dazu wurde es von Ignoranten gemacht, sondern es sind meist sehr wirkungsvolle Heil- und teilweise hochwertige Nahrungspflanzen. Wenn Du mal in meiner Bibliothek guckst, die ich noch kräftig erweitern werde, findest Du einige gute und einfache Einführungen, auch mit Rezepten zur eigenen Anwendung. Und wenn Du Fragen hast - jederzeit gern. :)

Sardonyx

vor 3 Jahren

Ich habe mal in Deiner Bibliothek gestöbert - die Werke von Hildegard von Bingen kenne ich aus dem Bücherregal meiner Mutter. Dort sind manche Ratschläge wirklich gut, besonders zu Heilpflanzen.
Aber von meiner Mutter weiß ich, dass es bei Hildegard ,,Sabber" auf bestimmten Edelsteinen auch heilend wirken soll. Irgendwie glaube ich persönlich nicht daran; ich halte nur zu physikalisch beweisbaren Heilpflanzen, denn alles andere erscheint mir als Placebo-effekt. Was meinst Du dazu?
So im Allgemeinen bin ich wie ein Amerikaner: ,,An apple a day keeps the doctor away" - das ist mein Prinzip :)

Antonia_Salomon

vor 3 Jahren

Sardonyx schreibt:
Ich habe mal in Deiner Bibliothek gestöbert - die Werke von Hildegard von Bingen kenne ich aus dem Bücherregal meiner Mutter. Dort sind manche Ratschläge wirklich gut, besonders zu Heilpflanzen. Aber von meiner Mutter weiß ich, dass es bei Hildegard ,,Sabber" auf bestimmten Edelsteinen auch heilend wirken soll. Irgendwie glaube ich persönlich nicht daran; ich halte nur zu physikalisch beweisbaren Heilpflanzen, denn alles andere erscheint mir als Placebo-effekt. Was meinst Du dazu? So im Allgemeinen bin ich wie ein Amerikaner: ,,An apple a day keeps the doctor away" - das ist mein Prinzip :)

Ein Apfel pro Tag ist eine feine Sache, allein schon wegen des darmschonenden Pektins im Apfel. :)
Das mit der Wissenschaft und der Wahrheit ist so eine Sache. Wie Du sicher weißt, müssen für wahr gehaltene wissenschaftliche Erkenntnisse, die als bombensicher galten, wegen wissenschaftlicher Gegenbeweise, die aufgrund neuer Messmethoden, Instrumente oder Erkenntnisse erst später geliefert werden können, immer wieder revidiert oder gänzlich aufgegeben werden. Wir stehen mit der Wissenschaft noch ganz am Anfang, und unsere Messmethoden und Nachweisverfahren sind äußerst grob und nicht annähernd geeignet, das komplexe Geschehen in der Natur und im menschlichen Körper mit all seinen Wechselwirkungen zu erfassen. Und gerade die klügsten Vertreter der Physik, der einzigen wirklichen Naturwissenschaft, haben die Angemessenheit der linearen Logik, auf der der Großteil unserer westlichen Wissenschaft basiert, massiv in Frage gestellt (lies mal ein wenig was über die jüngsten Erkenntnisse der Quantenphysik, dann weißt Du, was ich meine; im Web findest Du einige spannende Infos dazu). Das heißt nicht, dass nichts mehr gilt und alles, was wir wissen, Quatsch ist. Aber es heißt, dass wir erst sehr wenig wissen und unsere Fehlbarkeit und unser Unwissen bei allem, was wir tun, stets im Hinterkopf behalten müssen.
Das trifft übrigens auch auf die Heilpflanzen zu. Wir können inzwischen die einzelnen Wirkstoffe isolieren und bestimmen. Aber jede Heilpflanze beinhaltet eine große Fülle solcher Wirkstoffe, und in ihrer jeweiligen Kombination wirken sie ganz anders als wenn die einzelnen Wirkstoffe isoliert gegeben werden. Auch hier ist das Ganze also viel mehr als die Summe seiner Teile. Wir wissen das inzwischen, aber wir wissen nicht, wie und warum das so ist, denn dazu sind die vielfältigen Wechselwirkungen zu komplex. Wenn nun die Pharmaindustrie, was sie tut, einzelne Stoffe isoliert, und wir die dann einnehmen, können diese Stoffe in der isolierten Form schädlich oder wirkungslos sein, was sie aber in ihrer natürlichen Kombination in den Pflanzen nicht sind. Hier liegt - neben harten finanziellen Gründen - der Knackepunkt, warum es die Pflanzenmedizin innerhalb einer platt auf lineare Logik setzenden Pseudowissenschaft, die bei uns noch immer vorherrscht, so schwer hat. Denn was nicht verstanden wird und sich nicht linearlogisch (also in wenn-dann-Kausalketten) nachweisen lässt, wird geleugnet und nicht anerkannt. Nun ist es aber so, dass etwas, nur weil wir es nicht verstehen, nicht falsch oder ungültig ist.
Ich hoffe, ich konnte Dir die Problematik der "Wissenschaft" ein wenig erklären.
Zu Hildegard von Bingen: Sie hat durch Intuition und Meditation lange, bevor bestimmte Dinge verstanden wurden, komplexe Zusammenhänge in ihrer Wirkungsweise erahnt und relativ richtig zugeordnet. Das gilt für die gesamte Klostermedizin und für die gesamte Heilkunde alter Völker. Viele Erkenntnisse wurden durch Ausprobieren und jahrhundertelange Erfahrungen gewonnen. Das gilt auch für Hildegard. Und manches, wie im Falle von Hildegard, verdankte sich der Intuition. Sie hatte nicht immer, aber verblüffend oft Recht, und der Strehlow, selbst ein begnadeter Arzt, hat ihre für heutige Leser unverständlich und oft wirr wirkenden Schriften in eine verständliche Sprache übersetzt und ihre Erkenntnisse zu einem in sich schlüssigen System zusammengefasst. All das muss man natürlich kritisch und nicht blind aufnehmen, denn auch Hildegard war ein fehlbarer Mensch, aber die Marschroute stimmt.
Zu den Heilsteinen: Lange habe ich das für totalen Quatsch gehalten, bis ich durch mehrere Fälle, in denen ich nicht weiter wusste, von einer sehr heilkundigen Bekannten eines Besseren belehrt wurde. Auch hier sind weitere Kenntnisse erforderlich, denn das, was im Strehlow steht, zeigt nur eine grobe Richtung an. Aber dass diese Heilsteine beim Genesungsprozess eine stark unterstützende Wirkung haben können, bezweifele ich inzwischen nicht mehr, wobei ich mich da dann lieber auf den kundigen Rat der Bekannten verlasse, weil ich mich aus Zeitgründen noch nicht hinreichend eingearbeitet habe.
Für die Wirkungsweise der Heilsteine gibt es auch eine mögliche naturwissenschaftliche Erklärung: Wie Du weißt, besteht alles Sein aus kleinen und kleinsten Teilchen, die durch Schwingungen und Anziehung zusammengehalten werden und sowohl innerhalb ihrer stofflichen Verbände als auch nach außen hin wirken. Wenn wir nun krank werden, stimmt etwas mit der ebenfalls auf Schwingungen und Anziehung bzw. Abstoßung dieser kleinsten Teilchen, die unseren Körper bilden und zusammenhalten, nicht, und die größeren Verbände in unserem Körper, die Körperzellen, bekommen ein Problem, miteinander sinnvoll zu kommunizieren. Das kann unterschiedlichste Ursachen haben, "sichtbare" wie beispielsweise eine bakterielle Infektion oder eine Vergiftung ebenso wie seelische. In jedem Fall haben die Zellen ein Problem, weiter sinn- und nutzvoll miteinander zu kommunizieren. Und wenn man dann einen Stein mit einer passenden Schwingung nimmt, die geeignet ist, die Störschwingungen in den Zellen wieder in Ordnung zu bringen, kann das sehr förderlich für den Körper sein.
Draufspucken auf die Steine wird vermutlich wenig bringen. Jeder dieser Steine wird von meiner Bekannten anders verarbeitet und angewendet; manche werden erwärmt und pulverisiert, manche einfach aufgelegt, oft, nachdem sie zuvor direkt ins Sonnenlicht gelegt wurden (Lampenlicht scheint nicht zu funktionieren), manche lange in Wasser gelegt, und dann wird das Wasser getrunken etc. Und wie ich erfahren habe, muss man auch die Zeit der Anwendung beachten und darüber viel wissen. So darf man z.B. einen Rubin nicht zu lange und nie länger als eine Stunde anwenden, sonst entstehen Störfelder im Körper, die krankmachend sein können. Also Frauen mit Rubinketten, die sie achtlos stundenlang tragen, tun sich nichts Gutes. Steht übrigens auch im Strehlow. Wenn man seinen Anweisungen folgt, macht man sicher nichts falsch. Aber man erfährt da nur einen Bruchteil der möglichen Anwendungen.
Lange Erklärung und Antwort, aber vielleicht regt Dich das ja an, mal genauer hinzuschauen.

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