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KenaH

vor 1 Jahr

Ich mag die feindlichen Rezensionen.
Da sieht man erst einmal, wie weit wir sind, sich nahe zu sein. Seit 30 Jahren ist dies meine Philosophie.
50 Stunden wöchentlich als Freiberuflerin arbeiten zu müssen, um ab 2014 am Existenzminimum zu kleben, halfen mir raus. Was für eine Peinlichkeit, obwohl man täglich rund um die Uhr arbeitete,  das Jobcenter bemühen zu müssen, um sich dort noch "antreten" lassen zu müssen, wo doch gar keine Kapazität mehr frei war. Die freiberuflichen Jobs wurden immer und immer mehr unterbezahlt, und dafür musste ich mich rechtfertigen!  Obwohl ich jeden lausig bezahlten Job annahm, das Leben vergass!  Und dann gucken alle: Die macht ja nix! Dabei macht sie mehr als die anderen.

Rauskommen aus der Mühle. Den Mut haben, es zu ändern.
Haus in der Uckermark saniert (Eigenleistung), FeWos aufgebaut, hier den Job gefunden, den ich immer suchte (unscheinbare Zeitung. Interview mit Einheimschen, Touri-Infos etc.). Ist doch egal. Muss ja nicht auf dem roten Teppich laufen. Will ja nur Spaß mit Einkommen  verbinden, damit ich nicht wieder mein Haus verliere.
Nachbarn genial, hilfsbereit. Heute Bohnen, Petersilie, Früh-Äpfel, Salbei beim Nachbarn geerntet, dafür selbstgesiedete Seife getauscht. Kirschmarmelade von mir gegen Basilikum. Ich hab Holunderblüten-Sirup im Keller, mache sogar unsere Butter, den Wein und das Bier selbst. Gibt auch gute Tauschgeeschäfte. Habe im Kühlfach Kräuter für den Winter und haufenweise Treber für Brot.  Geschweige von dem Reh, das mir der Förster geschenkt hat.. :-)
Ich bin dort, wo ich in den 70er Jahren mal war. Angekommen, sozusagen. :-)
In meinem neuen Buch geht es um geistigen Konsum. Seminare, Workshops und all das Gedöns. :-) Als ehemalige Heilpraktikerin hab ich da ne Menge zu berichten.

Autor: Kena Hüsers
Buch: Mondsüchtig
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