Oksa Pollock - neuer Star am Jugendbuchhimmel oder übertriebener Vergleich mit Harry Potter?

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DieBuchkolumnistin

vor 6 Jahren

Ich habe bei n-tv einen kleinen Verriss von "Oksa Pollock - die Unverhoffte" entdeckt, Zitat: "Das alles ist humorvoll geschrieben, wobei die Sprache manchmal etwas zu schlicht bleibt. Ob der Vergleich zu Harry Potter taugt, mag dahingestellt bleiben."
http://www.n-tv.de/leute/buecher/Oksa-muss-es-schaffen-article3275646.html
Ich hab das Buch selbst nicht gelesen, aber die Leser scheinen ja geteilter Meinung zu sein. Vom Cover her würde es mich schon reizen - was meint ihr denn dazu?

Autor: Cendrine Wolf
Buch: Oksa Pollock - Die Unverhoffte

Spatzi79

vor 6 Jahren

Ich hab es als Leseexemplar vorab gelesen und fand den Vergleich zu H.P. himmelweit übertrieben. Eine "Pollockmania" kann ich absolut nicht nachvollziehen. Nicht nur, dass die Sprache doch sehr kindlich ist, auch die Story und Charaktere haben mich nicht überzeugt. War zwar alles sehr phantasievoll, aber auch diverse Wiederholungen, die Heldin Oksa fand ich eher nervig...

pudelmuetze

vor 6 Jahren

Ich glaube das es nur zwei Gruppen geben wird, entweder wird man dieses Buch lieben oder es hassen....

kleinfriedelchen

vor 6 Jahren

Ich fand das Buch ganz nett, aber von der Komplexität und Charaktertiefe her nicht annähernd wie HP, auch wenn sich die Autorinnen sichtbar bemüht haben, möglichst kreativ zu sein. Den zweiten Band muss ich jedenfalls nicht unbedingt lesen.

Spatzi79

vor 6 Jahren

pudelmuetze schreibt:
Ich glaube das es nur zwei Gruppen geben wird, entweder wird man dieses Buch lieben oder es hassen....

Ich hasse keine Bücher :-)
Und gerade die Oksa war mir viel zu trivial, um mir nach dem Lesen weitere Gedanken drüber zu machen...

Daniliesing

vor 6 Jahren

@kleinfriedelchen

Da möchte ich mich anschließen. Ich finde die Idee zum Buch und auch einige Ideen darin ganz nett, mehr leider nicht. Aber ich kann dem Buch durchaus zugestehen, dass es Kindern besser gefällt als mir und das ist ja die eigentliche Zielgruppe. Leider geht hier dann aber schon der Vergleich zu Harry Potter verloren, denn diese Bücher überzeugen eben Jung und Alt und das weltweit. Dass die Autorinnen möglichst kreativ sein wollten, ist mir auf aufgefallen, leider war mir das aber zu aufgesetzt und gewollt - manchmal ist weniger mehr. Stattdessen hätte ein roter Faden dem Buch gut getan ;-) In diesem Fall würde ich also eher von einem Coverkauf abraten - obwohl das Cover wirklich klasse ist, aber der Rest soll ja auch begeistern.

Mein Fazit ist also: Bei Oksa Pollock ist alles mit dem Zusatz 'zu' zu versehen - zu gekünstelt, zu gewollt, zu 'kreativ' und dadurch leider zu langweilig & unglaubwürdig. Und genau das ist es doch, was andererseits bei Harry Potter überzeugt: auch hier haben wir eine magische Geschichte, voller toller Ideen - liest man sie jedoch, glaubt man für eine Zeit, das alles könnte wahr sein. Bei Oksa Pollock dachte ich die meiste Zeit: "Oje, so ein Quatsch!"... aber vielleicht bin ich echt zu alt für das Buch.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

hmmm, was soll ich da jetzt noch zu sagen. Ich fand es gut. Da ich die Bücher zu Harry Potter noch nicht gelesen habe kann ich zum Vergleich nicht viel sagen, aber man sollte sich hier auch auf keinen Vergleich einlassen (denke ich).
Wieso muss man denn ein Mädchen was auch magische Kräfte besitzt automatisch mit Harry Potter vergleichen?
Also ich habe das Buch gern gelesen und gemocht.

Daniliesing

vor 6 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

Soweit ich weiß, kam der Vergleich zuerst vom Verlag selbst (bin aber nicht 100% sicher), aber seit ich das erste Mal vom Buch gehört habe, stand auch der Vergleich mit Harry Potter im Raum. Da muss es sich dann auch gefallen lassen, verglichen zu werden. Wobei ich die Bücher nicht vergleiche und dadurch Oksa Pollock abwerte, sondern das Buch an sich konnte mich einfach nicht überzeugen. Ich habe quasi nicht wirklich die Bücher verglichen, sondern nur gesagt, dass der Vergleich, den viele anstellen, hinkt ;-)

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Ich finde den Vergleich mit Harry Potter und auch die "Pollockmania" übertrieben. Mich hat das Buch nämlich überhaupt nicht überzeugt. Die Sprache war mir doch ein Tick zu einfach gehalten und, auch wenn die Autorinnen in die Geschichte sehr viel Kreativität hinein gesteckt haben, war die Story oft sehr mau. Außerdem sind mir die Hauptcharaktere nach einer Zeit irgendwie total auf den Senkel gegangen xD

Stundenblume

vor 6 Jahren

Es wird so viel über dieses Buch diskutiert, dass ich es mir jetzt einfach geholt habe und lese. für mich klingt die Geschichte interessant und es liest sich gut an. Mal sehen ob ich nachher "schlauer" bin.

jucele

vor 6 Jahren

Ich habe dieses Buch ebenfalls gelesen und war wirklich begeistert davon. Sicher ist der Sprachstil einfach gehalten, wir reden hier schließlich von einem Jugendbuch!

Diese Vergleiche bei Fantasy-Romanen alla "Der neue Harry" oder ,auch gerne genommen, "Der neue Tolkin" nerven ...
soweit ich mich erinnere hat auch nicht der Verlag davon gesprochen, da war eher von der "Pollockmania" die Rede.

Meiner Meinung nach ist hier ein guter Start einer Reihe geschrieben worden und ich freue mich auf die weiteren Teile :)

Tintenelfe

vor 6 Jahren

Ich habe das Buch vor ein paar Wochen angefangen zu lesen und bis heute leider noch nicht beendet. Den Vergleich zu "Harry Potter" halte ich absolut für unangemessen. Ich denke, hier sucht der Buchhandel nur nach einem neuen "Phänomen" und nachdem die "Oksa Pollock" -Leser sich für Autorinnen stark gemacht haben, hätte dies ja auch passieren können.
Mich kann das Buch nicht so richtig fesseln, auch wenn ich sehr gern Kinder- und Jugendbücher lese und mich an einfacher Sprache nicht störe.
Ich finde, dass die vielen magischen Wesen sehr gewollt und übertrieben sind - ich war ziemlich schnell satt. Die Ideen sind nicht wie bei Harry Potter überraschend und in liebevollen Details aufbauend eingestreut, sondern werden dem Leser geballt vor die Füße geworfen. Die Problematik, wie sie auch bei Harry und Ron ensteht, da einer der Freunde der Besondere/Auserwählte ist, ist hier auch gegeben, wird aber bei weitem nicht so sensibel behandelt wie von Rowling. Die Autorinnen von Oksa Pollock zeigen eher ständig plump mit dem Zaunpfahl darauf, was Guy zum Nörgler verkommen lässt. Oksa ist mir auch nicht sonderlich sympathisch, vielleicht auch weil sie mir sympathisch sein soll. Insgesamt ist mir das Buch zu aufgesetzt und gewollt. Schade eigentlich - ich hatte mich darauf gefreut.

muprl

vor 6 Jahren

Also mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist witzig, die Ideen sind gut, kreativ und witzig. Die Liebe zum Detail und das Herzblut beim Schreiben ist spürbar und macht Freude. Die äußere Spannung bleibt zwar gelegentlich auf der Strecke, da man deutlich (wie z.B. auch bei H.P. -Der Halbblutprinz!) merkt, dass hier eine Reihe angelegt wurde, also eine Grundlage geschaffen wurde, auf der die weiteren Bücher aufbauen werden. Und ich freue mich auf die weiteren Bücher. Dass die Spannung zwischendurch etwas nachlässt, macht diese Stellen aber nicht langweilig, den die Liebe zum Detail bleibt dabei erhalten. Und es sind gerade diese Stellen, die das bereits angesprochene Verhältnis zwischen Gus und Oksa doch leuchten lassen.
Einen Vergleich mit Harry Potter muss, und sollte, man nicht ziehen - aber nicht, weil das Buch besser oder schlechter wäre, sondern weil dadurch im Leser falsche Erwartungen geweckt werden. H.P. war ein ziemlicher Einzelfall - ich weiß bis jetzt nicht so genau, warum gerade dieses Jugendbuch zu einem solchen Hype auch bei Erwachsenen geführt hat.
Oksa Pollock ist eindeutig ein Jugendbuch - und zwar ein gutes. Dass Erwachsene diese Vielfalt an verrückten Gimmicks vielleicht nicht so sehr schätzen, wie es Kinder bestimmt tun, sollte nicht dazu führen, es als schlechtes Buch abzustempeln. Oksa Pollock kann sicherlich diverse Kinder und Jugendliche ab ca. 10 Jahren an sich fesseln und sie zum ausdauernden Lesen verführen.
Mir, als 30-Jährige, hat das Buch großen Spaß bereitet, aber ich habe es auch "vortestend" für Kinder und Jugendliche gelesen. Verrisse finde ich tatsächlich unangebracht.

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