Plausch zum Filmstart von "Die Vermessung der Welt"

Neuer Beitrag

Rowohlt_Verlag

vor 5 Jahren


Liebe Buch- und Filmliebhaber,

heute läuft die Verfilmung von Daniel Kehlmanns Bestseller "Die Vermessung der Welt" in den deutschen Kinos an. Der Film schildert das Leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß, gespielt von Florian David Fitz und Albrecht Schuch.

Hier gibt es den offiziellen Trailer zum Film:

https://www.youtube.com/watch?v=jdQsBYF1vxg&list=PL896B40AC53953F16∈dex=1&feature=plpp_video

Uns interessiert nun, ob ihr euch den Film ansehen werdet und wie euch die Verfilmung des Romans gefallen hat, falls ihr ihn schon gesehen habt.

Habt ihr die Romanvorlage von Daniel Kehlmann bereits gelesen?

Der Regisseur hat sich dazu entschieden, den Film ausschließlich in 3D zu verfilmen und in den deutschen Kinos zu zeigen. Was denkt ihr darüber?

Wer weitergehende Informationen zum Film sucht, findet hier das offizielle Buch zum Film mit wunderschönen Bildern, Informationen zum Cast und den Dreharbeiten sowie spannenden Interviews:

http://www.rowohlt.de/buch/Daniel_Kehlmann_Die_Vermessung_der_Welt.2771774.html



Autor: Daniel Kehlmann
Buch: Die Vermessung der Welt

IraWira

vor 5 Jahren

Lustig, vor Kurzem habe ich das Hörbuch erst bei meinem Vater im Nachlass gefunden, gedacht, dass das ja interessant klingt, habe es dann aber erst einmal verliehen an jemanden, der zur Zeit operationsbedingt nicht gucken und -noch schlimmer!- nicht lesen kann - und auf einmal finde ich überall etwas zu diesem Buch ;-)
Ich denke, da ich wirklich neugierig geworden bin, werde ich ihn mir angucken, allerdings könnte es daran scheitern, dass er in 3D ist. Ich lehne es eigentlich ab, wenn ein Film nur noch in 3D ist, weil ich diverse Leute kenne, die aus unterschiedlichsten Gründen damit nicht klarkommen. Aus genau dem Grund habe ich mich aber auch selbst noch nicht in einen 3d-Film getraut.

mecedora

vor 5 Jahren

Gestern erst habe ich die Vorschau zum Film im TV gesehen - und habe mir gleich gedacht: Den MUSST du sehen! Ich mochte das Buch unheimlich gerne und werde mir den Film mit großer Sicherheit anschauen.

elane_eodain

vor 5 Jahren

Ich schließe mich da IraWira an, was das 3D angeht. Ich habe zwar selbst kein Problem damit mir das anzuschauen, aber ich verstehe nicht, warum das sein muss und schaue mir lieber Filme in 2D an. Das ist für mich auch wirklich ein Entscheidungskriterium für oder gegen einen Film, ich brauche keine 3D Effekte und warum sollte ich dann auch noch mehr Geld dafür zahlen?!?
Das Buch habe ich bisher noch nicht gelesen, aber es interessiert mich, ich kenne und beobachte es schon länger und wenn ich es mal irgendwo günstig bekommen kann, werde ich es mir besorgen. Den Film werde ich aber aus besagtem Grund wohl erstmal meiden.

miss_mesmerized

vor 5 Jahren

Das Buch habe ich vor einiger Zeit gelesen, wobei ich die ganz große Begeisterung nicht nachvollziehen konnte. Es fing sehr stark und unterhaltsam an, lies dann aber sehr nach und war zum Ende für mich schon fast Qualerei.

3D Filme sind für mich als Brillenträger absoluter Mist. Ich hab es neulich erst wieder probiert und die Brille drüber schafft den nötigen Winkel nicht, alles ist verschwommen und man bekommt Kopfschmerzen. Leiser ist es für mich völlig unbrauchbar und ich vermute, dass es noch mehr Menschen mit Sehschwäche so geht.

simone_richter

vor 5 Jahren

Mein Lieblingsbuch ♥ ! Will unbedingt in den Film und bin schon mega gespannt, wie die Verfilmung ist!! Freue mich schon jedes Mal auf den Trailer... hat jemand das Plakat dazu gesehen...? Das find ich auch toll. Schön auch, dass Daniel Kehlmann beim Film migearbeitet und Detlef Buch Regie geführt hat. Die Beiden sollen gut miteinander gekonnt haben. Bestimmt auch eindrucks- und reizvoll gerade in 3D - habe da keine Probleme, obwohl ich Brillenträgerin bin.

Ocean-Blue

vor 5 Jahren

Witzig dass das Thema hier gerade auftaucht, denn ich habe den Film heute (also inzwischen eigentlich schon gestern) gerade im Kino geschaut. ^^
Der Film hat mir gut gefallen, ist aber andererseits kein Film, den ich mir direkt noch mal anschauen werde. Ich bin komplett unvoreingenommen an den Film herangegangen, zumal ich auch das Buch nicht gelesen habe. Ich fand Florian David Fitz und Albrecht Schuch sehr, sehr gut in ihren Rollen und mochte die Story. Die Leben der beiden Charaktere wird interessant und mit einer prise Humor beschrieben, zugegebenermaßen habe ich aber immer drauf gewartet, dass nun wirklich endlich was passiert, worauf der Film hinarbeitet. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass man heutzutage schon zu sehr von zu viel Action überflutet ist, oder ob ich einfach doch andere Erwartungen an den Film gestellt habe vom Eindruck des Trailers her. Für mich wurde es erst richtig spannend, als sich Humboldt und Gauß endlich treffen und genau da hört der Film auf... Total schade!
Zum Thema 3D muss ich sagen, dass ich es grundsätzlich tolle finde und mir auch gern 3D Filme anschaue, vorausgesetzt es passt zum Film. In meinen Augen hat "Die Vermessung der Welt" den 3D Effekt nicht nötig gehabt. Der Film funktioniert auch so bestens.
Alles in allem bin ich froh, dass ich den Film geschaut habe und bereue es nicht, das Geld dafür ausgegeben zu haben, aber die DVD wird vermutlich nicht in meinem Schrank landen...

MajaSchwarz

vor 5 Jahren

@Rowohlt_Verlag

Vermessen: Die Vermessung der Welt

Daniel Kehlmann liegt ja überall, an dem kommt man nicht vorbei. Beim Versuch, auch mal ganz schnell ganz viel zu lesen, gab ich irgendwann nach. Ich dachte: diese 300 Seiten sind ein Klacks, ditt jeht zackig. Ich packte den Kehlmann also auf die Leseliste.
Als ich, noch im Buchladen schlendert, dann die erste halbe Seite las, schwante mir Schlimmes: Hatte ich dem Debütanten Unrecht getan? Die ersten Worte, die Anfangsszene zog mich nämlich in den Bann, schlau, dachte ich, gewitzt.
Dann geht es los: Gauß, der, der nicht rechnen will, aber die Mathematik beherrscht, bricht übelgelaunt zu einer Reise auf, an deren Ende ihn Humboldt, der Kleinere, erwartet. Dann schwuppsdiwupps geht das Rückblicken los: Gauß, der (sonst) immer zuhause geblieben ist, quasi, und Humboldt, der überall hin reist, sich gegen Mücken wehrt. Was sie verbindet: Beide sind sie garstig, Humboldt am Ende auch noch schwul, eine im Nebensatz erwähnte Offenbarung, die dennoch ein kleiner Skandal ist, so sehr nebenbei eingeschoben ist sie.
Und schnell reiht sich ein Past-Tense-Satz an den nächsten, Erlebnisse, Ereignisse, doch etliche Gedanken werden genannt. Die sind spannend; Humboldt und Gauß, die fiktiven Freunde, sind ja nicht auf den Kopf gefallen. Dennoch ist das Ganze dann doch flugs vorüber; die Sätze so kurz, die Figuren, abgesehen von ihrem unvermeidlichen Alterungsprozess, ohne Entwicklung. Es fehlen die Verstrickungen, meinetwegen eine Intrige, vielleicht gar eine Liebschaft. Eben irgendwas mehr als nur die mit dem Alter noch wachsende Garstigkeit der beiden VIP-Wissenschaftler. Sicher – Humboldts Reise ist spannend, Teneriffa wird mehrfach genannt, und lesend entwickeln wir doch so was wie eine Vorstellung davon, dass es mal eine Welt vor dem Garmin-Navigationsgerät gab.
Aber wenn ich ins Navi die falsche Postleitzahl tippe, verfahre ich mich. Und ebenso können sich Wissenschaftler vertun, oder Literaten: Die „Vermessung der Welt“ ist nicht die letzte Wahrheit; bald nach Humboldt und Gauß gab es andere, deren Messgerät viel moderner, viel zuverlässlichlicher war. Kehlmanns Buch ist zweifelsohne modern. Aber es ist auch ungenau, es springt und lässt so viel aus.

Neuer Beitrag