Rezensionen... Deutsche Übersetzungen?

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Xallaya

vor 5 Jahren

Ich schreibe ja seit kurzen auch mal Rezensionen.
Und überlege grade, ich bewerte ja eig. den Schreibstil der Übersetzerin und nicht den der Autorin... Zumindest bei den Übersetzungen...

Habt ihr mal darüber Nachgedacht, wie seht ihr das? :D

Moonlightgirl

vor 5 Jahren

Kommt ganz auf das Buch an, also ich hab schon deutsche Bücher gelesen wo ich den deutschen Schreibstil richtig toll fand und im Orginal war das Buch ziemlich langweilig geschrieben, aber es gibt sicher auch Bücher wo das genau umgekehrt ist....

28horseshoe

vor 5 Jahren

@Xallaya

Wenn ich über den Übersetzer nachdenke, dann eigentlich nur wenn mir etwas negativ auffällt - z. B. weil ein Fachbegriff merkwürdig aus dem englischen übersetzt wurde, den man auch als eigenen englischen Begriff hätte übernehmen können. Manchmal sind auch Namen oder Bezeichnungen übersetzt worden und klingen dann komisch oder störend. Wenn es wirklich auffällig ist, dann würde ich das auch in einer Rezension erwähnen.

Dabei fällt mir gerade auf: etwas undankbar, denn wenn der Übersetzer einen guten Job gemacht hat, dann bemerke ich ihn nicht - und lobe ihn deshalb nicht...

Ich schaue auch gerne, ob der Originaltitel übersetzt oder komplett geändert wurde (bei Änderungen steckt wahrscheinlich eher der Verlag dahinter und nicht der Übersetzer).

Ein klein wenig verlieren Bücher für mich immer von ihren Stärken, wenn ich einen übersetzten Text lese, am liebsten lese ich darum englische Bücher im Original.

IraWira

vor 5 Jahren

Ich ahbe schon darüber nachgedacht, da ich auch oft im Original lese. Letztlich habe ich aber beschlossen, dass ich ja das deutsche Buch bewerte und das ist nun mal so übersetzt. Sollte ich einen Vergleich haben, der deutliche qualitative Unterschiede aufzeigt, würde ich das erwähnen und auch bei Klassikern achte ich selbst auch darauf, wer das wann und wie übersetzt hat, weil das einen großen Unterschied machen kann.

Paul-Henri

vor 5 Jahren

Xallaya schreibt:
Habt ihr mal darüber Nachgedacht, wie seht ihr das? :D

Ich finde es großartig, dass Sie ein Gespräch über Übersetzungen hier starten!

Ich denke ständig darüber nach. Nur ist es bei mir etwas anders, da ich bilingual schreibe. Es gibt also kein Original, sondern nur zwei Fassungen. Manchmal lasse ich auch nur eine englische oder nur eine deutsche Version in Druck gehen und unterdrücke die andere.

Ja - natürlich rezensiert man auch den Stil des Übersetzers. Aber der Übersetzer, wenn er im "normalen" Model irgendeinen Autor übersetzt .... dem Übersetzer sind durch die Konfiguration des Textes auch Grenzen gesetzt, die er respektieren muss oder selbst etwas schreiben sollte.

Schauen Sie sich doch einmal einen meiner Gedichtbände an "duktus operandi" (2010) oder "Space Race" (2012). Das wäre sicherlich etwas für Sie.

Was denken Sie?

Grüße, Paul-Henri

Autor: Paul-Henri Campbell
Buch: Space Race

Sarah_O

vor 5 Jahren

Ja, das ist eine gute Frage. Ich denke aber, dass der Autor schon einen Großteil des Stils vorgibt - jedenfalls fand ich den Anspruch eines Textes, wenn ich mal beide Versionen gelesen habe - immer sehr ähnlich, was Satzbau, Wortschatz usw. angeht. Deswegen denke ich - und gehe bei den Bewertungen auch eigentlich davon aus - das ein guter Übersetzer den Stil des Autors so gut es geht übernimmt.
Wenn mir dagegen die Wortwahl unpassend erscheint und diese irgendwie holprig ist, dann schreibe ich meistens dazu, dass dies wohl auch an der Übersetzung liegen kann. Allerdings ändert das ja nichts an der Bewertung des Buches selbst, wer's verbockt hat...

LaLecture

vor 5 Jahren

Hm, theoretisch hast du recht, obwohl es sicher auch Bücher gibt, deren Übersetzung nahe am Original ist.

Aber ich denke mal, die meisten, die deine Rezi lesen, würden auch eher die deutsche Version lesen, oder? :D
Wenn du ganz korrekt sein willst, kannst du ja schreiben "Der Schreibstil (der Autorin bzw.) der Übersetzerin..."

Deengla

vor 5 Jahren

Hatte mal mit einer Verlagsmitarbeitern genau über dieses Thema gesprochen. Und sie meinte, dass sie schon wert darauf legen, dass bei Übersetzungen auch der Name des Übersetzers/der Übersetzerin genannt wird. Wer selbst einmal übersetzt hat, weiß, dass vieles einfach nicht so eins zu eins zu übersetzen ist und gerade in bestimmten Sprachen durch die Grammatik ein ganz anderer Schreibstil möglich ist, den man nicht ins Deutsche übertragen kann. Es steckt also oft sehr viel vom Übersetzer in einem Buch.

Von daher würde ich den Schreibstil eines Autors immer nur dann erwähnen/beurteilen, wenn ich es auch in der Sprache lese, in der es verfasst wurde.

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