Selbsthilfebücher und Ratgeber - sind sie wirklich so hilfreich?

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SonnenBlume

vor 6 Jahren

Auf dem Markt wimmelt es ja nur so von Ratgebern und Selbsthilfebücher. Ich frage mich aber immer wieder, ob sie wirklich so eine große Hilfe sind, wie es immer heißt?

Denn nehmen wir einmal an, eine Person steht kurz vor einem Burnout. Ich glaube nicht, dass da solche Ratgeber alleine helfen. Denn ein Buch kann doch auch nicht so individuell auf den Betroffenen eingehen wie ein Psychotherapeut. Oder sehe ich das alles ein bisschen falsch?

Ich finde auch, dass solche Selbsthilfebücher oft viel zu viel versprechen. Wenn der Leser dann auch gute Hilfe dadurch erwartet, ist er häufig enttäuscht, weil es keine wirkliche Hilfe durch diese Bücher gibt. In meinen Augen, vielleicht habe ich aber auch nur immer die falschen Bücher gelesen, was dieses Genre betrifft? Und dazu noch von den falschen gehört?

Wie ist denn eure Meinung dazu? Ich stehe solchen Büchern nämlich oft noch sehr skeptisch gegenüber ...

abuelita

vor 6 Jahren

na ja, mehr als einen Denkanstoss - SELBST was zu verändern an einer unguten Situation - können diese Bücher auch nicht tun...aber das ist manchmal schon sehr hilfreich. Denn oft *sieht" man ja selbst gar nicht mehr, an was es liegen könnte...
Um bei Deinem Burn-Out Beispiel zu bleiben - wenn derjenige schon erkannt hat, dass er ausgebrannt ist, ist das ja schon mal gut. Ein Selbsthilfebuch kann ihm dann vielleicht zeigen, wie es so weit kommen konnte und gibt sicher auch Tipps zu Ver-Änderungen. Vielleicht tut es demjenigen schon auch mal nur gut zu lesen, dass es auch ANDEREN so gehen kann...

Ein BUch kann natürlich nie einen Therapeuten ersetzen, das ist klar. Und ebenso klar ist, dass es wirklich viel "Mist" auch gibt bei diesen Büchern - das ist nicht ganz so einfach, hier die Spreu vom Weizen zu trennen.

Was hast Du denn bisher gelesen, von was genau bist Du enttäuscht oder anders gefragt, was hast Du konkret von Buch.....xy....erwartet?

SonnenBlume

vor 6 Jahren

@abuelita

Ich persönlich habe bis jetzt noch keine solches Buch gelesen, das muss ich zugeben. Aber ich diskutiere oft mir meiner Psychologie-Lehrerin und der Chefin meiner Mama darüber, die beide solche Bücher lesen. Sie schimpfen oft über die unsinnigen Ratschläge, die sowieso nichts helfen und so weiter. Gerade jetzt, wo ich mich viel mit dem Thema Burnout beschäftige, habe ich mir das so überlegt.
Wobei Burnout, wenn es wirklich schon mit dem richtigen Ausgebrannsein zu beschreiben ist, vielleicht kein gutes, Beispiel ist, zumindest in meinen Augen. Denn meiner Meinung nach, sollt jemand, der richtig ausgebrannt ist, wirklich professionelle Hilfe annehmen.

Bezüglich des Denkanstoßes muss ich dir recht geben. Viel mehr kann so etwas wohl auch nicht sein? Vor allem, weil die Arbeit ja immer der Betroffenen selbst machen muss, Bücher, Familie, Freunde, etc. sind ja eigentlich nur Begleitung.

Obwohl, im Moment lese ich auch in gewisser Weise einen Ratgeber, wobei ich dazu sagen muss, dass das Buch ausgesprochen gut ist und, wenn man in der Situation ist, Magersuchterkrankte in der Familie oder im Umfeld zu haben, auch sehr hilfreiche Tipps gibt. Ich habe das Buch mal angehängt.

Autor: Caroline Wendt
Buch: Ich kann nicht anders, Mama
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