Thema Selbstjustiz in Lotte Hammer's Thriller Schweinehunde

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Thrillerline

vor 6 Jahren

Seit ein paar Tagen ist der Debütroman "Schweinehunde" von Lotte Hammer in deutscher Sprache erschienen. In diesem Thriller soll die Ermordung an fünf Männer aufgeklärt werden. Zu Allem Überfluss scheint es sehr wahrscheinlich, dass es sich bei den Opfern um Pädophile handelte. Das Mitleid der Bevölkerung hält sich in Grenzen was die Lösung des Falls der Polizei deutlich erschwert. Ferner besteht die Vermutung, dass sich vielleicht ein Missbrauchsopfer gerecht haben könnte. Bei den Wallander Verfilmungen wurde des öfteren das Thema Bürgerwehr und Selbstjustiz thematisiert. Ich frage mich jetzt was ihr grundsätzlich vom Thema Selbstjustiz haltet? Ist es nachvollziehbar oder nicht? Im Sonderfall Bürgerwehr ist es da nachvollziehbar oder gerechtfertigt, da es sich hierbei nicht um eine direkte Rache des Opfers handelt?

Autor: Lotte Hammer
Buch: Schweinehunde

Tami

vor 6 Jahren

http://www.lovelybooks.de/thema/Gewinnspiel-zu-Schweinehunde-von-Lotte-und-S%C3%B8ren-Hammer-624610619/?ov=aHR0cDovL3d3dy5sb3ZlbHlib29rcy5kZS8/ZmlsdGVyc29ydD1uZXU%3D&liste=modern

Yvi

vor 6 Jahren

Selbstjustiz kann ich verstehen, wenn auch nicht gutheißen. Von außen betrachtet kann man leicht darüber urteilen. Ich könnte mir schon vorstellen - unter gewissen Umständen - dafür zu sein. Eigentlich bräuchte man gar keine Selbstjustiz, wenn unsere Justiz mal das täte, wofür sie da ist, nämlich Verbrechen zu bestrafen und den Opfern Gerechtigkeit zukommen zu lassen. Da wir hier aber eher schon eine Art "Täterschutz" haben, ist das nicht immer leicht. Ich möchte nur in Erinnerung rufen, dass es momentan anscheinend eine Art Sport ist, Leute zu verprügeln und immer weiter drauzutreten, bis sie mehr oder weniger tot sind. Und dann sind es meist die armen Täter, die was getrunken hatten; die unter Drogeneinfluß standen; die eine schwere Kindheit hatten usw. usw. Irgendwas stimmt bei uns (oder mit uns?) nicht mehr!

allegra

vor 6 Jahren

Ich habe das Buch gelesen und habe mir natürlich auch meine Gedanken gemacht, ob ich eher der Polizei geholfen hätte oder ob ich ganz zufrieden gewesen wäre, wenn man den Täter nicht gefasst hätte.
Wenn einem nie etwas Schlimmes zugestoßen ist, kann man das glaub gar nicht wirklich beurteilen. Recht ist eben nicht immer das gleiche wie Gerechtigkeit. Recht ist es sehr wohl, wenn Menschen (Täter) beschützt werden vor dem Zorn der Bevölkerung bzw. der Opfer. Aber wenn man selber zu den Opfern gehört, dann ist es kaum erträglich, wenn man mit ansehen muss, mit was für einem Aufwand bei uns Täterschutz betrieben wird, während die Opfer nicht einmal damit rechnen können, dass ihre Traumata psychologisch aufgearbeitet werden, es sei denn, sie bezahlen selber dafür.

Autor: Søren Hammer
Buch: Schweinehunde
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