Thilo Sarrazin besucht Kreuzberg - Ärger vorprogrammiert?

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Johanna

vor 6 Jahren

Johanna

Gestern ging es ja durch etliche Medien: der vom ZDF und der Sendung "aspekte" organisierte und gefilmte Besuch von Thilo Sarrazin in Kreuzberg. Bekanntermaßen leben dort ja viele Muslime und sowohl dem Sender als auch Herrn Sarrazin hätte doch eigentlich bewusst sein müssen, dass es nur Ärger geben kann. Sei mal dahingestellt, ob nun sein Buch gelesen wurde oder nicht, von denjenigen, die sich über ihn aufregen. Tatsache ich doch, dass er in der Öffentlichkeit kein gutes Bild abgegeben hat und auch nicht gerade nett zu den Menschen dort gegangen ist. In seiner typischen, allwissenden und belehrenden Art ist er dorthin spaziert und wollte den Leuten auch noch erzählen, wie sie es richtig zu machen haben.

Was will er damit erreichen? Und vor allem: wie will er selbst sich denn in die Situation der Menschen einfühlen, hat er doch selbst noch nie drin gesteckt? Einen ernsthaften Selbstversuch hat er noch nicht gemacht und das ist ja auch gar nicht möglich. Wieso also solche vollkommen überflüssigen Auftritte?

Mir sind dadurch noch viel mehr die Muslime sympathisch geworden, die ihn zum Teil z.B. in ihrem Restaurant haben essen lassen. Für mich zeugt das von viel mehr Größe, als sie Herr Sarrazin hat, der sich nur an irgendwelchen Zahlen entlanghangelt, die natürlich - wie es bei Studien so ist - gern auch mal gefälscht sind. Kann sich dieser Mann denn nicht mal mit dem Menschen auseinander setzten, statt durch die Gegend zu poltern, ohne ein bisschen Gefühl und Menschenkenntnis?

Würde mich interessieren, was ihr generell davon haltet und auch, was die, die das Buch kennen, dazu sagen. Vielleicht gibt es ja eine unterschiedliche Art der Betrachtung.

Ich finde es einfach nur nervig, dass Sarrazin auf diese Weise wieder 'aus der Versenkung' aufgetaucht ist. Er kann es sich einfach nicht verkneifen...

Autor: Thilo Sarrazin
Buch: Deutschland schafft sich ab
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