Tierquälerei bei der Verfilmung zu "Wasser für die Elefanten"

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steffchen3010

vor 6 Jahren

Seit einiger Zeit kann man die Verfilmung zu Sara Gruens Roman "Wasser für die Elefanten" im Kino sehen. Neben Robert Pattinson, Reese Witherspoon und Christoph Waltz besetzt die Dickhäuter-Dame Tai eine sehr bedeutende Rolle im Film. All diejenigen unter euch, die das Buch gelesen haben, wissen dass der Dompteur August die Elefantendame regelmäßig mit dem Elefantenhaken transaliert, damit sie die von ihm gewünschten Kunststücke ausführt. Nun behaupten britische Tierschützer, dass Tai mit Elektroschocks und Schlägen zu ihren Kunststücken gezwungen wurde. Ist das für euch ein Grund, den Film nicht anzuschauen?
Ich habe begeistert das Buch gelesen und bin mir jetzt trotz des sehr schönen Trailers nicht mehr sicher, ob ich den Film überhaupt noch sehen will. Zumal die Sache mit den Elefanten der Autorin selbst ein persönliches Herzensthema zu sein scheint, sonst hätte sie sicher die Sache nicht im Nachwort erwähnt. Wie sie die Sache wohl sieht?

Seht selbst: http://www.heute.at/freizeit/kino/Elefant-in-Waltz-Film-Opfer-von-Tierquaelerei-;art6507,558442

Autor: Sara Gruen
Buch: Wasser für die Elefanten

Lilli33

vor 6 Jahren

Die Seite wurde wohl inzwischen gelöscht.

Daniela_Knor

vor 6 Jahren

Was soll man davon halten, dass die Seite gelöscht wurde? Es wäre schon wichtig, die Wahrheit zu erfahren, denn ich würde mir den Film nicht ansehen, wenn dieser Vorwurf stimmt.

Lilli33

vor 6 Jahren

Ich habe den Artikel jetzt doch gefunden:

Entweder den Link von steffchen anklicken, dann weiter auf Kino...

oder einfach den ganzen Link (inkl. die schwarze Zahl) in das Adressfenster des Browsers kopieren.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Ich denke, dass eigentlich klar ist, dass Elefanten Kunststücke nicht freiwillig machen - egal ob das Zirkuselefanten oder Filmelefanten sind. Insofern ist die ganze Geschichte verquer... Ich würde mir diesen Film nicht anschauen, genauso wenig wie ich in den Zirkus gehen würde. Der Film suggeriert, dass die Methoden, mit denen Zirkuselefanten die "Kunststücke" beigebracht werden, inzwischen ganz anders sind - aber das ist nicht so. Elefantenhaken etc. sind immer noch die gängige Methode... Und selbst wenn nicht, dann kann man bei einer Haltung in engen Käfigen wohl nicht von "artgerechter Haltung" sprechen (falls es so etwas überhaupt gibt). Ich habe den Roman nicht gelesen, aber bei dem, was ich bisher gehört habe, frage ich mich ehrlich gesagt, inwieweit die Autorin sich tatsächlich mit der Zirkuswelt und den Bedürfnissen von Elefanten auseinander gesetzt hat.

Mehr Infos z.B. hier:
http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1227&idcontent=4101&language=1
http://www.animalequality.net/news/water-elephants-animals-shocked-and-beaten-during-training

steffchen3010

vor 6 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

Also die Autorin hat sich sehr intensiv mit der Problemstellung Zirkus und der schlechten Behandlung von Tiere beim Zirkus auseinandergesetzt. Während der Geschichte selbst und besonders im Nachwort ist sie explizit auf dieses Problem eingegangen und dem Leser wird schnell klar, dass ihr das Ganze sehr am Herzen liegt.
Was ich mich allerdings frage, ist, warum die Autorin bei der Verfilmung ihres Romans zu einer ähnlichen Handhabung zugestimmt hat. In irgendeiner Weise muss das ja geschehen sein, sonst hätte man die Geschichte nicht filmtechnisch umsetzen können, wie sie niedergeschrieben ist. Vielleicht hätte sie sich gegen eine Verfilmung entscheiden müssen. Dann wäre allen klar gewesen, WIE SEHR ihr das Schicksal der Elefanten nahe geht.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Ja, das ist wirklich komisch - wenn ihr die Elefanten wirklich so sehr am Herzen liegen, hätte sie diese Verfilmung verhindern müssen, denn wie gesagt, Filmelefanten geht es nicht viel besser als Zirkuselefanten... Das ist wirklich seltsam.
Wie gesagt, ich habe das Buch ja nicht gelesen, aber mich persönlich nervt einfach nur der Hype um diesen Film, da alle begeistert von der Elefantenkuh sind, aber niemand (außer ausgewiesenen Tierschützern) mal hinterfragt, wie es ihr eigentlich geht und was mit ihr gemacht wurde. Dein Beitrag hier ist das erste Mal, dass mir das begegnet ist.
Du hast Recht, hätte sie sich gegen eine Verfilmung entschieden, hätte sie wirklich ein Zeichen gegen die Zirkusindustrie setzen können! Schade.

steffchen3010

vor 6 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

Ja, das finde ich auch schade.
Die schönen Bilder des Filmes hin oder her...wenn jemand leiden muss, ob Tier oder Mensch ist das einfach nicht zu unterstützen. Allerdings hören die meisten Leute immer weg, wenn es um so etwas geht und wollen damit nichts zu tun haben. :-(

Nordlicht21

vor 6 Jahren

Und um was zu deiner Ausgangsfrage zu sagen: Ja, das ist ein Grund den Film nicht zu schauen. Erstens um das nicht zu unterstützen und zweitens weil ich keine Freude daran habe, mir einen Film anzuschauen, für den Tiere leiden mussten - da sehe ich den Film dann einfach mit anderen Augen.

Jayzed

vor 6 Jahren

Habe mir gerade das Video angesehen. Was man dort sieht, ist nicht schön und macht mich sehr wütend, aber irgendwie ist es auch keine Überraschung. Es ist zwar nicht so, als würden sie wild auf die Tiere einprügeln, keine Ahnung, wie schmerzhaft diese Behandlung für das Tier ist, aber schon allein die Demütigung!
Elefanten gehören zu der Art Tiere, die eigentlich wild sind, denen ein Mensch wirklich jeden Willen aufzwingt. Bei beispielsweise einem Hund, der nunmal zu den wirklich gezähmten Tieren gehört, der sozusagen vom Mensch abhängig ist, kann man sogar Freude sehen, beim Kunststücke machen etc. Manche Hunde brauchen das sogar.

Egal ob Zirkus, Film oder Zoo, den Tieren würde es ohne das besser gehen.
Man kann da aber leider nicht viel machen.
Es gibt so viel Elend auf der Welt, auch gerade in diesem Moment, wenn ich das schreibe, wird ein Tier gequält, ein Mensch misshandelt. Man kann einfach nur für sich entscheiden, wie ich beispielsweise für mich:
Ich gehe nicht in den Zirkus und unterstütze auch sonst so etwas nicht. Dann spende ich lieber mal für den Tierschutzbund ( in der Hoffnung, dass es dort ankommt und auch für die Tiere verwendet wird ).

Liebe Grüße
Jayzed

Traeumeline

vor 6 Jahren

Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen und mich (wegen der Zirkusromantik, wie Steffi selbst schon sagte) auf den Film gefreut. Dass Rosie (bzw. Tai) misshandelt wird, kommt schon im Buch vor und ich habe damit gerechnet. Es ist leider schon immer so gewesen & wird sicherlich auch immer so bleiben, egal wieviele Tierschützer sich dagegen wehren.

Ich habe den Film geschaut und bei den Szenen, wo August mit dem Elefantenhaken auf Rosie einschlägt, kamen mir wirklich die Tränen. Das war schon hart. :(

ich war auch schon letzens im Zirkus, weil ich als Kind so gerne gegangen bin (da ist einem auch noch nicht bewusst, wie die Tiere eigentlich leiden) und war wirklich schwer mitgenommen, als ich den Direktor mit ebensoeinem Haken die Elefanten dirigieren sah. Noch schlimmer die Tiger (meine Lieblingstiere). Dreckig und abgemagert kamen sie in die Manege. Später recherchierte ich im Internet über diesen Zirkus (Universal Renz) und war schockiert darüber, wie viele Artikel bei peta über sie drin standen.

Und zu deinem Video: Natürlich wurde Tai misshandelt. Ein Tier hat seinen eigenen Willen, wie willst du ihm etwas beibringen, wenn Zeit Geld ist? Ich weiß nicht, wer damals im 17. Jahrhundert oder wann auch immer die Zirkus-Ära begonnen hat, sich das ausgedacht hat.

Ich weiß auch nicht, ob ich Zoo's gut finden soll. Ich sehe das alles nun mit anderen Augen, hilflos, weil wir nur tatenlos zuschauen können. Es wird immer zu wenig Tierschützer und mehr habgierige machtgeile Menschen auf der Welt geben, als dass man irgendetwas bewegen und anders machen könnte.

Ich seh das immer so: Die Tiere waren zuerst hier auf der Welt, dann kamen wir. Und wir sind nun dabei, unsere eigene Welt zu zerstören (wer hat wohl sonst Verschulden an den ganzen Naturkatastrophen?) und am Ende werden es wieder die Tiere sein, die hier leben können. So würde ich es mir wünschen.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Ja, leider wird es wohl immer weniger Tierschützer und mehr machtgierige Menschen geben - aber trotzdem gibt es Chancen, die Situation zu verbessern. Gerade beim Zirkus - in einigen Ländern in Europa (z.B. in Österreich) ist Wildtierhaltung in Zirkussen mittlerweile verboten. Wenn man solche Angebote nicht mehr besucht und gleichzeitig Druck auf die Politik macht, kann man was bewegen.
Wir können vielleicht nicht so viel machen, wie wir gerne machen würden, aber wir müssen diese Sachen auch nicht mit unserem Geld unterstützen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot - und wenn die Nachfrage ausbleibt, verschwindet das Angebot. Und man hat zumindest selbst das getan, was man für richtig hält!

Sookie89

vor 6 Jahren

ich habe den film auch gesehen und kenne die szene wo august rosie schlägt.(wirklich unschön:-()
Ich kann mir aber wirklich nicht vorstellen dass bei diesem film tiere zu schaden gekommen sind. Wenn das wirklich stimmen würde hätte es so einen wahnsinnigen aufstand gegeben dass könnt ihr mir glauben.
Hollywood könnte einpacken wenn sie ihre filme so produzieren dass dabei tiere gequält werden.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Ich habe den Film nicht gesehen und auch nicht das Buch gelesen, ich gehe auch nicht in den Zirkus... wer einmal die Tiere in freier Wildbahn erlebt hat, kann die traurigen Augen der eingesperrten Tiere nicht mehr ertragen.

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