Tina fragt vor etwa einer Stunde, wie man ans Lesen kam... Weil hi...

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LESE-ESEL

vor 6 Jahren

Tina fragt vor etwa einer Stunde, wie man ans Lesen kam... Weil hier immer wieder Fragen kommen, wie man denn leseunwillige BUBEN zum Lesen bringen kann, möchte ich hier mal gezielt die JUNGS und MÄNNER fragen: Was hat euch zu Lesern gemacht? Was könnt ihr "verzweifelten Müttern und Tanten" für Tipps geben?

Stephanie Hanel

vor 6 Jahren

...wie wäre es mit Percy Jackson? Für die Altersgruppe ab zehn Jahren.
Meinen Sohn hat "Asterix und Obelix" nicht nur zum Lesen gebracht, er hat es sich damit in den Sommerferien vor Schulbeginn beigebracht, das Lesen. Keine Ahnung wie ;-)...

silbereule

vor 6 Jahren

Tja - ich würde auch gerne mal wissen, wie man Jungs/Männer dazu bringt, sich in ein Buch zu vertiefen - ich bin bisher immer gescheitert, weder Männe noch die Herren Söhne interessieren sich einfach nicht für Literatur. Da kann ich ihnen vorschlagen was ich will.
Ich denke inzwischen, dass es nichts bringt, jemanden zum Lesen überreden zu wollen - der Betreffende muss schon selber den Wunsch haben, sich einem Buch widmen zu wollen.
Mit ständiger Nerverei wie *lies doch mal dies oder das..* oder regelmäßigen Bücherpräsenten zu jedem Geburtstag erreicht man höchstens das Gegenteil - es werden nur die Augen gerollt und das wars.

Mona_Lisa

vor 6 Jahren

Ich versuche schon lange meinem Freund das Lesen näher zu bringen - gebracht hat es aber dennoch nichts. Ich selbst war bis ich 14 war aber auch nicht vorbidlich, wenn es um Bücher ging. Aber dennoch bin ich der Meinung das JEDER, auch die Jungs, gefallen an Bücher finden können. Man muss nur diese ganzen miesen Erfahrungen mit Schullektüren und uninteressantes loswerden und ausgerechnet das Buch erwischen, das einem wirklich zu sagt. So ist es zumindest mir ergangen. Ich habe Bücher gehasst bis ich DAS BUCH lass, was mich umhaute und mich wirklich ansprach und seitdem bin ich lesesüchtig. Meinem Bruder konnte ich mit dem richtigen Thema und das richtige Buch auch die Welt das Lesens eröffnen. Ich denke es hängt wirklich davon ab, ob man ein Überzeugenedes auf sich zugeschnittenes Buch liest für einen guten Start. Ich mein wer liest schon gerne Bücher die einen nicht ansprechen und wenn das alles ist was man kennt ist es auch kein wunder das man dafür nicht offen ist.

Zara

vor 6 Jahren

Mein Mann hat auch nie gelesen. Das lag zum Teil daran, dass er eine Lese- und Rechtschreibschwäche hat, zum anderen aber, weil er Bücher langweilig fand. Zum Lesen fand er durch einen Berufswechsel. Durch seine Nachtschichten, in denen er viel rumsitzt und nicht weiß, was er machen soll, liest er nun. Und ist richtig Stolz *g*

FlorianTietgen

vor 6 Jahren

Ich habe auch als Kind schon viel gelesen, für mich waren die Helden immer Freunde, die ich auf einem Stück ihres Weges begleitet habe und die mich mit der letzten Seite wieder verließen. Ich kann also nicht sagen, was mich dazu gebracht hat.Mona Lisa hat aber einen wichtigen Punkt angesprochen, den ich häufig beobachte. Häufig ist es das eine Buch, das jemanden erwischt. Entsprechend wird der Weg zum Buch nicht über das Buch führen sondern über die Interessen der Jungen oder Mädchen. Über die Lebenswelten. Unter meinen kleinen Fußballern gibt es kaum einen Jungen, der nicht wenigstens die wilden Kerle oder die Teufelskicker in und auswendig kennt. Und selbst Verfilmungen können hilfreich sein, gerade bei Reihen, wenn die Kinder ungeduldig vielleicht doch schon vor dem nächsten Kinobesuch wissen wollen, wie es mit den dann schon bekannten "Freunden" weitergeht.

LESE-ESEL

vor 6 Jahren

@FlorianTietgen

Endlich ein MANN, der antwortet! :-) ...wenn ich Dich richtig verstehe, brauchen wir mehr Autoren, die Bücher mit echten Helden (und nicht nur männlichen Hauptpersonen) aus den Lebenswelten der Jungs verfassen, oder?

FlorianTietgen

vor 6 Jahren

@LESE-ESEL

Da wäre die Frage, was "echte Helden" sind? Die Jungen müssen sich mit ihnen identifizieren können. Einen 15-jährigen Jungen, der bis dahin nie gelesen hat, habe ich mal mit Peter Pohls "Nennen wir ihn Anna" erwischt. Da ist niemand ein Held, aber der Junge hatte eigene Mobbingerfahrungen und konnte sich so einfühlen. Schaue ich mir erfolgreiche Kinder oder Jugendbücher an, gibt es dort häufig Jungen, die etwas Besonderes können. Auch Detektivgeschichten mit jugendlichen Protagonisten kommen nicht von ungefähr, auch wenn das Feld in der Zwischenzeit eher den Fernsehserien überlassen wurde. Verallgemeinernd könnte man sagen: Wenn Kinder (Jungen) lesen sollen, müssen die Bücher sie in ihrer eigenen Welt abholen, um sie dann auf die Reise in die Welt des Buches zu begleiten. Jungen haben ein reales Leben und sie haben Träume. Und wenn die Welt eines Jungen zum Beispiel aus PC- oder Konsolenspielen besteht, schadet es ganz sicher nicht, ihn mit einem Protagonisten zu konfrontieren, dessen Welt auch daraus besteht, der sich aber dann vielleicht sogar mit daraus erlangtem Wissen in einer ganz anderen Welt behaupten muss. War jetzt etwas lang und sicher kein allgemeingültiges Rezept, aber meiner Erfahrung nach eines, das oft funktioniert.
Liebe Grüße, Florian

LESE-ESEL

vor 6 Jahren

@FlorianTietgen

Tolle Antwort - fast schade, dass sie in den Buchfragen bald nicht mehr aufzufinden sein wird... Danke.

Hedi

vor 6 Jahren

Ergänzend zum bereits Erwähnten: vorlesen, vorlesen, vorlesen - (fast) von Geburt an und dann auch nicht aufhören, wenn das Kind selber lesen lernt. Lesen ist erst einmal sehr anstrengend und diese Anstrengung nimmt ein Kind eher in Kauf, wenn es vom Vorlesen her weiß, wie toll und spannend oder witzig Buchinhalte sein können. Und dann ausprobieren...immer wieder, es gibt garantiert für jeden ein Buch, das ihn fasziniert. Damit das nicht so ins Geld geht gibts ja die (Schul-)Bibliotheken. Sind Lieblingsbücher gefunden aber auch einmal ein Buch kaufen, damit man es für sich hat und nicht immer wieder abgeben muss. Wäre toll, wenn jetzt auch noch ein paar Männer antworten würden, was sie zum Lesen gebracht hat.

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