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Unser Mitmachkrimi "Abwege" Teil zwei von Kapitel 15

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petersplitt

vor 7 Monaten

Plauderecke

Liebe Fb-Freunde:

Hier kommt der zweite Teil von Kapitel 15. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen...


Die junge Dame lächelte verlegen.

Diana? Sie müssen mich mit jemandem verwechseln. Ich heiße Rita.“

G…Großer Gott“, stammelte Bernadette. „Ja ist denn so etwas möglich? Sie sind nicht zufällig die Kellnerin von Mannis Rästaurang?“

Ich helfe dort manchmal aus. Sagen Sie, kennen wir uns?“ Rita schien verwirrt zu sein.“

Äh eigentlich nicht“, antwortete Bernadette schnell. „Ich erinnere mich nur daran, dass ich Sie dort schon einmal gesehen habe. Sie besitzen eine unwahrscheinliche Ähnlichkeit mit jemandem den ich sehr gut kenne. Daher wollte ich Sie schon anrufen, um mich zu vergewissern. Aber sehen Sie selbst…“

Bernadette nahm das Foto ihrer Schwester aus ihrer Geldbörse und zeigte es Rita.

Hey, warum hast du mir bis jetzt verschwiegen, dass du eine Zwillingsschwester hast, gurrte ihr Begleiter dazwischen. Wir hätten doch einmal zu dritt…“

Ferkel“, sagte Rita und kniff ihn in die Seite. Danach wandte sie sich Bernadette zu und meinte: „Ältere Männer können ja so zügellos sein.“

Bernadette spürte, wie sie rot wurde. „Nein, das ist nicht Diana, ganz bestimmt nicht!“

Und trotzdem, die Ähnlichkeit war verblüffend.

Also ich finde es ganz toll, dass ich jetzt eine Doppelgängerin habe“, sagte Rita und strahlte. Der Aufzug war mittlerweile im untersten Stockwerk angekommen. „Vielleicht lerne ich sie ja einmal persönlich kennen, ihre Diana. Würde mich wirklich sehr freuen. Auf Wiedersehen.“

Ja, auf Wiederehen.“ Bernadette war sprachlos. Sie sah den beiden mit offenem Mund nach, beobachtete wie sie zur Rezeption gingen, die Schlüsselkarte abgaben und Arm in Arm das Hotel verließen. Bernadette mahnte sich zur Ruhe. Am Empfang saß die Blondine von vorhin.

Bitte entschuldigen Sie...“ Bernadette begann ihr Anliegen vorzutragen, während sie ihr die Lochkarte reichte. Sie zeigte der Rezeptionistin das Foto ihrer Schwester.

Kennen Sie zufällig diese junge Dame? Der Page glaubt sie hier schon einmal gesehen zu haben.“

Die Blondine betrachtete gelangweilt das Foto. „So, glaubt er das“, sagte sie nach einer Weile. „Können Sie sich vorstellen, wie viele Gäste hier ein und aus gehen?“

Bernadette ließ sich nicht beirren. „Sie soll mit einem Mann hier gewesen sein?“

Ja und? Was bedeutet das schon. Wir leben doch in einem freien Land, oder etwa nicht?“

Ich möchte ja auch nur wissen, ob Sie sie kennen?“

Und wenn es so wäre, dann würde ich es Ihnen nicht sagen. Wir haben eine bestimmte Verpflichtung unseren Gästen gegenüber. Diskretion heißt das Zauberwort, wenn Sie verstehen, was ich meine?“

Bernadette verstand und schob ihr einen Obolus hin. Die Blondine steckte den Geldschein in ihren BH und grinste.

Das ist meine Schwester“, fügte Bernadette schnell hinzu.

Ach so. Das ist natürlich etwas anderes!“ Der Obolus tat seine Wirkung.

Ja, ich erinnere mich, sie hier schon einmal gesehen zu haben. Sie war in Begleitung eines älteren Herren.“

Also doch…“, dachte Bernadette. „Ist sie denn öfters hier gewesen?“

Was heißt schon öfters? Ein paarmal vielleicht.“

Bernadette überlegte. „War es denn immer der gleiche Mann, mit dem sie hier war?“

Sie können einen ganz schön ausfragen! Nein, manchmal ist sie auch mit einem anderen Herrn hergekommen. Der ebenfalls wesentlich älter war, als sie“, fügte sie hinzu. Bernadettes Magen verkrampfte sich. Ihre Schwester war ein Callgirl, oder so etwas ähnlich? Doch das wollte sie einfach noch nicht glauben. Dann fiel ihr noch etwas ein. „Wenn Sie so freundlich wären und mir noch sagen würden, ob es auch andere Studentinnen gibt, die mit älteren Männern hier ins Hotel kommen?“

Jetzt gehen Sie aber ein wenig zu weit, Frau Meyfarth. Darüber kann ich Ihnen nun wirklich keine Auskunft geben.“

Bernadette zog eine Schmollschnute. „Och bitte, bitte nur dieses eine Mal noch.“

Na schön, wenn Sie sich davon etwas versprechen. Ja, es kommen manchmal junge Damen mit älteren Männern her. Das Pärchen gerade eben, ist doch ein gutes Beispiel dafür. War`s das?“

Ja sicher. Und vielen Dank für die Auskunft.“ Der Obolus hatte sich bezahlt gemacht.

Stets zu Diensten.“

Die Blondine nahm ihr Handy hervor und tat schwer beschäftigt. Bernadette verließ das Hotel. Ihr Kopf arbeitete wie ein Uhrwerk, als sie sich in den kleinen Fiat setzte und losfuhr. Bis zum Polizeipräsidium brauchte sie nur zwanzig Minuten. Der Feierabendverkehr hatte noch nicht eingesetzt und sie kam zügig voran. Sie parkte in der Nähe der Metzgerei gegenüber und wartete darauf, dass Julia in dem gläsernen Portal auftauchte. Dabei sah sie sich die Fahrzeuge an, die vor dem Präsidium standen. Die meisten waren blau-graue Polizeifahrzeuge der Marken VW und Opel. Dann gab es eine Reihe von Privatwagen: BMWs, ein Mercedes, ein Japaner, ein grauer Geländewagen und ein alter Jaguar.

Wow, das ist vielleicht ein Auto.“ Sie wusste, dass Stefan auf klassische Automobile stand. Er kannte sämtliche Modelle. Wie oft hatte er davon geschwärmt.

Irgendwann…“, pflegte er immer zu sagen. „Irgendwann, wenn ich einmal Geld habe, dann kaufe ich mir auch einen Klassiker.“

Sei`s ihm gegönnt. Solch ein Auto hat ja auch wirklich einen ganz besonderen Charme. Ob er allerdings auch praktisch und wirtschaftlich ist, steht auf einem ganz anderen Blatt geschrieben.“

Dann sah sie wie Julia die Stufen hinunterkam. In den Händen trug sie ihren Motorradhelm. Bernadette betätigte zweimal die Lichthupe, Julia verstand sofort, winkte und kam auf ihren Wagen zu.

Bernadette...! Was machst du denn hier?“ fragte sie überrascht.

Ich wollte dich abholen, freust du dich nicht?“

Julia strahlte sie an. „Aber sicher, freue ich mich, ich habe nur nicht mit dir gerechnet. Aber gut dass du kommst. Ich hätte dich sowieso noch angerufen. Es gibt Neuigkeiten“, sagte sie ernst.

Was glaubst du denn, was ich habe?“ erwiderte Bernadette. „Wollen wir irgendwo etwas trinken gehen?“

Zu Manni?“

Ach nö! Lass und doch mal woanders hingehen. Köln soll doch tausende von Kneipen haben?“

Die gibt es hier auch. Ich dacht nur, weil Mannis Rästaurang so schön nahe bei deinem Hotel liegt.“

Ich wohne nicht mehr im Petit-Colonia, falls du das meinst. Ich bin umgezogen.“

Sag bloß und wo wohnst du jetzt?“

Im Rhine-Palace.“

Wow“, Julia pfiff durch die Zähne. „Das ist aber eine feine Adresse.“

Finde ich auch. Du solltest mal mein Zimmer sehen, und das Bad erst.“

Dann nichts wie hin! Etwas zu trinken bekommen wir doch sicher auch an der Hotelbar.“

Keine schlechte Idee. Warum eigentlich nicht. Wofür bezahle ich sonst die 150 Euro pro Nacht.“

150 Euro? Alter Schwede, hast du im Lotto gewonnen?“

Das nicht, aber nach den turbulenten Tagen im Petit Colonia war mir einfach danach.“

Mir brauchst du nichts zu erklären, Bernadette. Also dann fahre ich hinter dir her.“

Tu das, Julia, ich kenne den Weg.“

Diesmal benötigten sie fast eine Stunde. Der Feierabendverkehr hatte eingesetzt und die Straßen waren mit Autos vollgestopft. Es war kurz vor sechs, als sie auf den Parkplatz des Rhine-Palace-Hotels rollten. Julia stieg von ihrer Maschine und begutachtete das pompöse Gebäude. Sie war sichtlich beeindruckt und wartete bis Bernadette bei ihr war. Danach betraten sie gemeinsam das Foyer. Die Blondine am Empfang war immer noch dieselbe wie am Nachmittag, wahrscheinlich machte sie Überstunden. Sie zog ihre Augenbraue hoch als sie Bernadette und ihre Begleitung sah.

Was jetzt wohl in ihrem Kopf vorgehen mag? dachte Bernadette.

Na ja, wer bezahlt, bestimmt“, beruhigte sie sich, nahm die Lochkarte an sich, drehte sich um und deutete auf ein kleines Schild mit der Aufschrift Piano-Bar. Julia hakte sich bei ihr ein und ging einfach mit. Die Bar war erstaunlich gut gefüllt. Die Atmosphäre war relaxed und angenehm. Das Piano existierte tatsächlich. Eine Elton-John Imitation spielte gedämpfte Musik. Bernadette deutete auf zwei wuchtige Clubsessel. „Wollen wir?“, fragte sie. Julia nickte und setzte sich in das butterweiche Leder. Das Highlight war ein Fußhocker auf dem man sich chillig ausstrecken konnte. Sie studierten die Getränkekarte. Die Preise waren gesalzen.

Scheiß die Wand an“, sagte Bernadette, ich lade dich ein. Einmal ist kein Mal! Bestell was du willst!“

Für mich etwas ohne Alkohol“, sagte Julia. „Am liebsten wäre mir noch ein alkoholfreies Bier. Ich muss ja noch irgendwie nach Hause kommen.“

Einmal Polizistin, immer Polizistin, was? Aber das kannst du haben!“

Sie bestellte für sich ein Kölsch und für Julia ein Alkoholfreies. Ein elegant gekleideter Kellner lieferte ihnen die Getränke auf einem silbernen Tablett.

Auf Rotz und Protz“, sagte Julia und prostete Bernadette zu. „Also dann erzähl mal, was du für Neuigkeiten hast.“

Und Bernadette erzählte ihr alles, was sie an der Universität, beziehungsweise im Studentenwohnheim in Erfahrung gebracht hatte. Danach lästerte sie über Jochen Balzers nächtliche Aktion. Schließlich legte sie noch einen drauf.

Diana ist hier im Hotel abgestiegen“, erklärte sie. „Mit irgendwelchen alten Säcken“, fügte sie leise hinzu. Julia musste das soeben gehörte erst einmal verarbeiten. Sie nahm einen kräftigen Schluck aus der Flasche. Bernadette sah sie entsetzt an.

Was ist los?“, fragte Julia. „Am besten schmeckt es noch immer direkt aus der Flasche!“ Sie wurde wieder ernst.

Also dann gibt es keine Zweifel mehr! Deine Schwester hat sich für Liebesdienste bezahlen lassen!“

Bernadette spürte wie sie traurig wurde. „Alles spricht dafür“, entgegnete sie zögernd. „Aber sie ist nicht die einzige Studentin, die solch einer Tätigkeit nachgeht. Anscheinend ist das ein Volkssport an der Uni geworden und du glaubst nicht, wen ich am Nachmittag hier gesehen habe?“

Julia war ganz Ohr. „Einen Universitätsprofessor?“

Nein, diese Rita, in Begleitung eines älteren Mannes.“

Du meinst Mannis Aushilfskraft, die du vor dem Fenster gesehen hast?“

Genau die! Sie sieht meiner Schwester wirklich verdammt ähnlich obwohl, wenn sie den Mund auf tut…“

Also hätten wir das geklärt“, meinte Julia. „Das Hotel ist der Dreh und Angelpunkt für heimliche Schäferstündchen, du scheinst wirklich den richtigen Riecher zu haben.“

Von wegen Riecher. Das war pures Glück, erwiderte Bernadette.

Na, ob ich dir das glauben soll? Aber gut, damit wäre zumindest die Verbindung zwischen den beiden vermissten Mädchen hergestellt und was diesen schmierigen Anwalt Schürmann angeht, das hat sich bereits erledigt. Er ist Häppchenweise wieder aufgetaucht.“

Bernadette sah sie mit großen Augen an. “Häppchenweise?“, fragte sie.

Die Einzelheiten erspar ich dir lieber, die möchtest du ganz bestimmt nicht wissen. Nur eins noch. Schürmann soll ein gerngesehener Gast auf frivolen Sexpartys gewesen sein.“

Und nun ist er tot? Eben habe ich noch mit Stefan über ihn gesprochen.“ Bernadette schauderte.

So schnell kann es gehen. Aber da ist noch etwas. Unser Archiv hat einen ähnlichen Fall ausgespuckt. Der liegt 15 Jahre zurück. Damals verschwanden gleich mehrere Personen kurz hintereinander.“

Sag bloß?“ Bernadette war wieder ganz bei der Sache.

Ja, aber dann hat Kommissar Zufall den Fall gelöst. Die vermissten Personen wurden allesamt ermordet. Ein Bauarbeiter hat die Taten gestanden und die Kollegen eigenhändig zu den Leichen geführt. Ich habe mir die Akte kommen lassen und die Fotos gesehen. Kein schönen Anblick, das kann ich dir sagen. Wie aus einem Horrorfilm.“

Bernadette dachte darüber nach, was sie soeben gehörte hatte. Es beruhigte sie keinesfalls.

Glaubst du es gibt einen Nachahmungstäter?“ fragte sie vorsichtig.

Das kann ich zumindest nicht ausschließen“, entgegnete Julia. „Oder vielleicht hatte er einen Komplize, von dem meine Kollegen nichts gewusst haben, denn da ist noch eine seltsame Sache...“

Bernadette trank ihr Glas leer. „Noch etwas?“ fragte sie ungläubig. Julia nickte.

Stell dir vor, beim durchsehen der Akte von damals ist mir aufgefallen, dass ein paar Seiten fehlen.“

Bernadette starrte sie an. „Wie bitte? Du meinst die hat jemand vorsätzlich verschwinden lassen?“

Sieht ganz so aus. Bei den fehlenden Seiten handelt es sich um die ausführliche Tatbeschreibung der Verbrechen. Motive, Tathergang, Ausführung und so weiter...“

Bernadettes Augen wurden immer größer. „A…aber das ist doch unmöglich“, stammelte sie. „Woher hast du die Akte eigentlich?“

Na aus unserem Archiv natürlich.“

Ah, und aus einem Archiv der Polizei können so einfach ein paar Seiten verschwinden? Sehr seltsam!“

Das ist es ja, was ich nicht verstehe. Normalerweise hat dort keiner etwas zu suchen!“

Aber du bist ja auch daran gekommen.“

Ich bin ja auch bei der Polizei.“

Ihr stockte der Atem. Soeben hatte sie begriffen, was sie da gesagt hatte.

Heiliger Bimbam, Bernadette. Rein theoretisch kann sich nur ein Polizist Zugang zu den Akten verschaffen. Das darf doch wohl nicht wahr sein!“

Bist du dir sicher? Denk noch mal in Ruhe nach.“

Was denkst du, was ich die ganze Zeit mache? Ich kann schon nicht mehr ruhig schlafen, wegen diesem verdammten Fall.“

Glaubst du etwa ich kann gut schlafen?“

Diese Nacht bestimmt, bei dieser Luxusherberge!“ Sie machte eine Pause, bevor sie weitersprach.

Später war ich nochmals bei Günter unten im Archiv. Günter ist übrigens ein guter Bekannter von mir.“

Sowie Jochen Balzer von der Spurensicherung?“, lästerte Bernadette.

Julia lachte. „ Ja, so ähnlich, nur ein wenig älter. Günter hat sein Archiv perfekt im Griff und er ist sich sicher, dass in letzter Zeit niemand an der Akte Schubert gewesen ist. Und wenn, dann hätte er das schriftlich protokolliert.“

Bernadette überlegte. „Ich habe keinen Plan davon, wie das bei Euch abläuft. Kann sich jeder einfach eine Akte aus dem Archiv holen?“

Nein, so einfach ist das nicht. Um Akten einsehen zu können, muss man bei uns den offiziellen Weg gehen. Das bedeutet, du füllst einen orangen Zettel aus, lässt ihn von deinem Vorgesetzten abzeichnen und stiefelst damit zu Günter ins Archiv. Der prüft das Ganze und bringt dir dann die gewünschte Akte in dein Büro.“

Ach so ist das, aber genau diesen Vorgang kann man umgehen, wenn man eben diesen Günter persönlich kennt? So wie du zum Beispiel, oder nicht?“

Julia grinste frech. „Persönliche Beziehungen sind eben Gold wert, meine Liebe. Bleibt noch die Hoffnung, dass die Kollegen von damals eine Sicherheitskopie angefertigt haben. Das wurde in besonders umfangreichen Fällen so gehandhabt. Günter will mir so schnell wie möglich Bescheid sagen. Vielleicht kommen wir damit weiter. Ich muss wissen, was auf den fehlenden Seiten geschrieben stand.“

Du meinst Täterprofil, Motive und so weiter?“

Ja, ganz genau, das meine ich.“

Kurzes Schweigen, beide hingen ihren Gedanken nach, bis der Kellner auftauchte und unaufgefordert eine zweite Fuhre brachte. Die beiden Frauen sahen sich sprachlos an. Bernadette grinste und sagte „Hau weg, den Mist!“

Sie war auch die erste, die das Gespräch wieder aufnahm. „Also was meinst du, sind wir jetzt auf dem richtigen Weg oder nicht?“

Julia nippte an ihrem alkoholfreien Bier.. „Ich denke schon“, murmelte sie. „Nur leider können wir mit all den Infos noch nichts anfangen. Uns fehlen noch zu viele Bausteine in diesem Puzzle.“

Und wie soll es weitergehen?“

Wir müssen abwarten und sehen, ob Günter noch etwas ausgräbt. In der Zwischenzeit nehme ich mir noch einmal die Vermisstenliste vor. Da stehen ja auch noch andere Namen drauf. Vielleicht komme ich damit weiter.“

Jeder Tag ist ein verlorener Tag für Diana“, sagte Bernadette traurig. „Die Hoffnung schwindet von Stunde zu Stunde.“

Noch geben wir nicht auf! Mit den neuen Erkenntnissen sind wir ein einen gehörigen Schritt voran gekommen.“

Dein Wort in Gottes Ohr. Bring mir meine Schwester zurück, hörst du!“

Ich tue, was ich kann, Bernadette.“

Julia stand auf. „Ich mache mich jetzt vom Acker. War ein Langer Tag heute. Du kommst hier klar, oder?“

Aber sicher dat! Hier ist alles Supi! Aber halte mich bitte auf dem laufenden, egal was du herausfindest, hörst du?“

Aber klar, Herzchen!“

Bernadette drückte Julia einen Kuss auf die Wange, als sie ging und nahm sich vor endlich einmal früh schlafen zu gehen. Wie oft hatte sie sich das in letzter Zeit vorgenommen, doch hier und heute würde mit Sicherheit kein Jochen Balzer auftauchen und alles untersuchen wollen. Der Kellner kam und brachte die Rechnung. Bernadette machte einen Salto rückwärts, als sie den Betrag sah. 20 Euro für vier Flaschen Bier. Wenn das so weiter ging, würde ihre Urlaubskasse bald leer sein. Sie fuhr mit dem Aufzug nach oben. Dabei beschlich sie ein seltsames Gefühl und machte sie nervös. Irgendetwas hatte sie übersehen, eine winzige Kleinigkeit. Etwas, von dem sie zunächst nicht glaubte, dass es relevant sein könnte. Aber es war da gewesen....





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