Von Leserunden und Leserundenteilnehmern

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HUlrich

vor 1 Jahr

Da startet man eine Leserunde zu einem seiner Bücher und freut sich auf den Dialog mit den Lesern. Insgesamt melden sich elf Leser an. Einige kannte ich aus vorigen Leserunden.
Vier, fünf Leser beteiligen sich rege, liefern tolle und konstruktive Beiträge, weisen „unbarmherzig“ auf kleine Fehler hin und der Rest ... naja. Enttäuschend.

Zwei Teilnehmerinnen fällt plötzlich auf, dass es sich um ein Buch mit schwulen Charakteren handelt. Dagegen hat man zwar nichts, aber ... anscheinend irgendwie doch.
Komisch, ich als schwul lebender Mann lese auch Bücher mit Hetero-Charakteren, und ich lebe immer noch. Komme auch mit erotischen Szenen heterosexueller Charaktere klar, denn es gehört zum Wesen einer Beziehung, sei sie nun partnerschaftlicher oder freundschaftlicher Natur, dass auch Erotik und Sex eine Rolle spielen kann. Und zwei, drei Szenen in einem Roman von 460 Seiten sind wohl kaum ein Problem, zumal ich nicht im Stil von „Der gutbestückte Hengst stieß dem willigen Boy sein pralles Teil tief in den Rachen und gierig schluckte der junge Mann jeden Sahnetropfen“ schreibe. Verglichen mit dem, was mir manchmal auf dem Schreibtisch unseres Autorenportals Bundesamt für magische Wesen landet, übrigens immer von Autorinnen geschrieben, die anscheinend recht krude Vorstellungen von schwulem Sex haben, sind meine paar Szenen recht harmlos. Obiger Satz ist übrigens ein Zitat.
So eine „Entdeckung", dass es sich um Bücher mit teilweise schwulen Charas handelt,  ist schon verwunderlich, schließlich handelt es sich bei dem zur Verfügung gestellten Band um den vierten einer Reihe. Da sollte man meinen, ein interessierter Teilnehmer schaut erst einmal in die bereits vorgestellten Bücher, um zu entdecken, um was es geht. Aber nee ...

Eine Leserin gibt das Buch wenigstens zurück. Eine Leserin, Maria Götz, hat mittlerweile ihren Account gelöscht.

Und der Rest? Man hört und sieht nichts. Auch auf Nachfrage. Schade, das kommt einem dann schon so vor wie Buchschnorrerei.

Autor: Ulrich Hagen
Buch: Krieg der Vampire

Caspian

vor 1 Jahr

@HUlrich

Nunja das kommt nicht nur so vor das ist in meinen Augen auch so, sobald hier ne Leserunde startet gibt es ein paar Spezialisten die sich bewerben ohne sich mit dem Inhalt zu befassen, die Bewerbungen lauten dann aber auch echt so nach dem Motto: Ich bewerb mich mal.

MariMik

vor 1 Jahr

@HUlrich

Ohje. ich dachte bislang die anderen melden sich noch - brauchen länger zum lesen oder so. Aber, dass welche gar nicht schreiben oder das Buch einfach behalten - ist schon mehr als dreist. Immerhin ist es doch ein Vertrag: Leser nimmt an der Leserunde teil, dafür bekommt Leser das Buch. Und das noch gratis zum behalten. Das ist ein toller Vertrag insbesondere für Leute, die wenig Geld haben um Bücher kaufen zu können. Und sich zu beteiligen an einer Leserunde wo fast die ganze Welt nur in Social Networks rumhängen, ist doch wohl nicht zuviel verlangt.
Ich selbst fühl mich schon mies, dass ich in den letzten 2 Wochen so ruhig geworden bin. Aber mein neuer Job wurde um zwei Monate vorverlegt so hat mich der Umzugsstress plötzlich überrollt. So dass ich gerade 1 Kapitel am Sonntag schaffen konnte. Werde aber spätestens nächstes Wochenende wieder voll dabei sein. Und wenns gut läuft mit dem Packen, dann auch diesen Sonntag voll dabei. Ich hoffe das ist okay soweit.

MariMik

vor 1 Jahr

Caspian schreibt:
Nunja das kommt nicht nur so vor das ist in meinen Augen auch so, sobald hier ne Leserunde startet gibt es ein paar Spezialisten die sich bewerben ohne sich mit dem Inhalt zu befassen, die Bewerbungen lauten dann aber auch echt so nach dem Motto: Ich bewerb mich mal.

Aber wie kann man da die Heu vom Weizen trennen?
Der Autor hat enorme Ausgaben und bekommt nichts dafür.
Ich finde das nicht in Ordnung so.
Kann man denen nachträglich nicht eine Rechnung stellen? Aber das wird noch mehr Kosten verursachen oder?

coala_books

vor 1 Jahr

Wirklich traurig, dass es so läuft. Aber leider kommt das wohl oft vor, wenn man sich so Leserunden anschaut, und wie viele am Ende kommentieren. :(
Das mal etwas dazischen kommt, passiert. Dann sagt man Bescheid. Kein Problem. Einfach Buch absahnen und nicht mehr melden ist ne Frechheit.

Aber das sich viele sozusagen "blind" bewerben, ist auch ein Problem. Hauptsache kostenlos, egal was es ist. Wozu? Damit der Bücherschrank voll ist? Muss doch nicht sein, Bücher kosten doch heute (leider) nach kurzer Zeit nichts mehr und man bekommt sie für ein paar Cent. Verstehe ich nicht, das Verhalten.

Aber es tut mir schon Leid für die letzte Leserunde, dass sich doch einige nicht gemeldet hatte. Selbst auf Anfrage, was ich schon sehr frech finde. Dann kann man doch immer noch später einsteigen, ein paar zum mitdikutieren finden sich bestimmt noch, vor allem wenn es sogar vom Autor betreut wird. So eine Chance bekommt man doch nicht alle Tage.

Hach ja, ein Thema, über das man sich furchtbar gut aufregen kann, aber ne wirkliche Lösung gibt es wohl nicht. Außer eine Black-List schreiben fürs nächste mal oder so. Aber man ärgert sich einfach!

coala_books

vor 1 Jahr

MariMik schreibt:
Aber wie kann man da die Heu vom Weizen trennen? Der Autor hat enorme Ausgaben und bekommt nichts dafür. Ich finde das nicht in Ordnung so. Kann man denen nachträglich nicht eine Rechnung stellen? Aber das wird noch mehr Kosten verursachen oder?

Ich denke, das wird rechtlich nicht gehen. Denn sie haben es ja gewonnen und es gab keinen Kaufvertrag oder so. :(

MariMik

vor 1 Jahr

coala_books schreibt:
Hach ja, ein Thema, über das man sich furchtbar gut aufregen kann, aber ne wirkliche Lösung gibt es wohl nicht. Außer eine Black-List schreiben fürs nächste mal oder so. Aber man ärgert sich einfach!

Blacklist ist ne Idee - aber das wäre dann passender, wenn alle Lovelybooks-Autoren da bewerten. Denn so hat man eine größere Chance die Leute auszusieben. Wobei ich denke es nicht das größte Problem ist einen neuen Account zu erstellen - oder?!

Überhaupt ein Bewertungs- oder Aktivitäts-Feedback wäre gut.
Bsp: Leser hat sich für xy Leserunden beworben, hat bei xy Leserunden gewonnen, hat bei xy Leserunden geschrieben oder falls letzter Punkt zu ungenau ist, dann hat bei xy Leserunden aktiv teilgenommen (bedeutet Beitrag geschrieben bei 50% der erstellten Themen)

Falls das überhaupt möglich ist - bzw ein Sternsystem kann doch bestimmt drin sein oder - also wo der Autor dann die Aktivität bewertet.
Kein Stern - nichts
Ein Stern - wenig teilgenommen
Zwei Sterne - durchschnittliche Teilnahme
Drei Sterne - aktive Teilnahme

Archer

vor 1 Jahr

Man könnte zumindest mal diejenigen aussieben, die überhaupt nicht auf den Klappentext achten, indem man eine gezielte Frage zum Buch stellt (muss man natürlich eine Leseprobe zur Verfügung stellen oder es muss sich aus dem Klappentext ergeben). Ich kenne jetzt dein Buch nicht, aber angenommen, es ginge um zwei homosexuelle Charaktere, könnte man eine Frage aka "Warum lernen sich X und Y ausgerechnet im XYZ (z. B. eine Schwulenbar) kennen?"

coala_books

vor 1 Jahr

@MariMik

Ja, ein neuer Account ist immer schnell erstellt.
Die von Hagen angesprochene Dame hat bestimmt auch schon einen neuen mittlerweile.

Das mit dem Bewertungssystem finde ich allerdings sehr interessant, wenn es von den Autoren/Leserundenveranstaltungen gut und ordentlich genutzt wird. Würde neben ein paar Rezensionen im Profil auf jeden Fall den Bewerber noch ein bisschen transparenter machen. Denn ist ist doch am Ende immer ein geben und nehmen. Kostenloses (!) Buch? Dafür dann bitte aber auch eine rege Teilnahme, aus der der Autor auch ein bisschen was mitnehmen kann sowie eine Rezension, um Werbung für das Buch zu machen. Nur aus reiner Nächstenliebe kann ein Verlag/Autor die Bücher dann halt auch nicht verschenken, sie müssen immerhin davon leben. Ist ne Werbemaßnahme für das Buch, für die man eben mit dem Buch belohnt wird.

coala_books

vor 1 Jahr

@Archer

Ja, ist immer wieder lustig zu lesen, wie konsequent manche Fragen zum Buch ignorieren. "Klingt gut, würde ich gerne lesen." lässt leider schon vermuten, dass sich der Bewerber nicht wirklich mit dem Buchinhalt auseinander gesetzt hat. Rückschlüsse auf eine mögliche Leserundenteilnahme lasse ich jeden selber ziehen.
Aber ich habe keine Ahnung, inwiefern daraug bei der Bergabe der Bücher geachtet wird. Sind es wirklich reine Verlosungen nach dem Zufallsprinzip oder doch nach Inhalt?

Archer

vor 1 Jahr

@coala_books

Wenn Autoren oder Verlage nicht mal darauf achten, ob ihre Frage beantwortet wurde, dann habe ich kein Mitleid, wenn sie an Absahner kommen. Dann sind sie beim Lesen oder "In-den-Lostopf-werfen" auch nicht besser.

Schmusekatze69

vor 1 Jahr

Man braucht sich doch nur mal Leserunden und Buchverlosungen anschauen.
Wenige Bewerbungen gegenüber hunderte.
Die, die es ernst meinen, gehen meist leer aus. Mich fuchst es manchmal sehr.
Ich finde eine Blackliste auch toll.
Wenigstens sollte man sich melden, wenn mal was nicht so klappt.
Ich hoffe und wünsche mir eine Lösung.

HUlrich

vor 1 Jahr

@Archer

Hier hat es schon andere Leserunden mit meinen Büchern gegeben. Es war mit Klick auf das Buch und den Autorennamen nicht schwer, dazu eine Info zu finden.

Ponybuchfee

vor 1 Jahr

Das es sich um Schwule handelt war von vorne heirrein kla, deswegen versteh ich das ganze nicht. Und da ich das Buch für mich persönlich abgrebrochen habe, weil mir de Schreibstiel nicht zusagte (Sorry deswegen, aber ich denke dafür kann der Autor persönlich nichts), finde ich es selbstverständlich das Buch zurück zu geben, da man ja die Ausgemachte Gegenleistung(also die Rezensionen) nicht erbringen kann.

LadySamira091062

vor 1 Jahr

ich bekenne mich schuldig nicht so aktiv gewesen zu sein .Wir hatten eine Austauschschülerin aus Amerika da und ich muss ehrlich gestehen ,das ich mich körperlich total übernommen hatte.Durch meine massive Gehbehinderung,deren Ausmass im normalen Alltag relativ zu kompensieren ist kam dann noch hin zu ,das mein Mann ,der ebenfalls gesundheitliche Probleme hat gestürzt ist und ich danach vieles,was er normalerweise erledigt übernehmen musste und mir dadurch kaum Zeit zum lesen übrig geblieben ist. Dann musste noch der Lebensgefährte meiner Mutter ins Altenheim und so ein Umzug macht sich ja auch net alleine,wenn ich auch überwiegend die Behördendinge erledigt habe ,was ja auch nicht eingeplant war .Rezis habe ich geschrieben und bis auf meine beiden homepages überall veröffentlicht.
Die letzten 6 Wochen waren für mich teilweise der reinste Horror ( ausser der lieben Amerikanerin) an deren Folgen ich noch etliche Wochen zu lecken haben werde.

coala_books

vor 1 Jahr

@Archer

Da hast du auch wieder Recht!

MariMik

vor 1 Jahr

LadySamira091062 schreibt:
ich bekenne mich schuldig nicht so aktiv gewesen zu sein .Wir hatten eine Austauschschülerin aus Amerika da und ich muss ehrlich gestehen ,das ich mich körperlich total übernommen hatte.Durch meine massive Gehbehinderung,deren Ausmass im normalen Alltag relativ zu kompensieren ist kam dann noch hin zu ,das mein Mann ,der ebenfalls gesundheitliche Probleme hat gestürzt ist und ich danach vieles,was er normalerweise erledigt übernehmen musste und mir dadurch kaum Zeit zum lesen übrig geblieben ist. Dann musste noch der Lebensgefährte meiner Mutter ins Altenheim und so ein Umzug macht sich ja auch net alleine,wenn ich auch überwiegend die Behördendinge erledigt habe ,was ja auch nicht eingeplant war .Rezis habe ich geschrieben und bis auf meine beiden homepages überall veröffentlicht. Die letzten 6 Wochen waren für mich teilweise der reinste Horror ( ausser der lieben Amerikanerin) an deren Folgen ich noch etliche Wochen zu lecken haben werde.

nun aber vom Austauschschüler bis hin zu dem Umzug das weiß man für gewöhnlich nicht erst von heute auf morgen - das ist ein paar Wochen vorher bekannt!

Es muss also einem bereits bei deiner Bewerbung klar gewesen sein.

Mein Umzug wäre erst Mitte/Ende August gewesen (das wusste ich bereits im Mai) und ich hatte stark überlegt ob ich mich wirklich bewerben soll. Ob ich Hagen die Aufmerksamkeit an seinem Buch schenken kann, die er und das Buch verdienen. Ich tats, weil ich sicher war bis Anfang Juli durch zu sein.

Dass mein neuer Arbeitgeber mich nun statt am 1.9 schon am 18.7 einstellt und ich das erst seit 2 Wochen weiß, wurde es bei mir jetzt doch stressig. Aber dafür weiß ich - weil ich alles bis ins letzte Detail selbst organisiert habe bis auf jede sek. alles genaustens durchgeplant habe - dass ich nächsten Sonntag definitiv wieder Zeit um lesen habe! Und nur zur Info ich mache den Umzug ohne Firma komplett allein. Ist also nicht so, dass irgendwer das für mich erledigt. Und wer ein bisschen Organisationstalent hat und weiß was er wann wie und wo zu tun hat kriegt das ding gewuppt. Und auch ich bin gesundheitlich nicht fit. Ich kann und darf nicht länger als eine halbe Stunde laufen und stehen. Ich kann meine Schulter nicht bewegen etc. Und trotzdem habe ich innerhalb von 2 Wochen 60 Kisten gepackt und in den Keller deponiert. Meine Wohnung von A bis Z geputzt und nebenbei allerlei Behörden und Anwaltssachen erledigt. Und nebenbei versuchst Sonntag wenigstens ein Kapitel lesen zu können.

Heute ist es mir leider nicht gelungen und ich schäme mich abgrundtief.

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