Warum sind auch bei uns so viele erfolgreiche Autoren Amerikaner? ...

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Xaverino

vor 7 Jahren

Warum sind auch bei uns so viele erfolgreiche Autoren Amerikaner? Hat dies tatsächlich noch was zu tun mit der Erfüllung des American Dream?

ada

vor 7 Jahren

Wie kommst du auf den Zusammenhang?

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

@ada

Das habe ich mich auch gerade gefragt...

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Weil wir in Deutschland keinen Jonathan Franzen und keinen Jeffrey Eugenides haben; also Schriftsteller, die den ganz normalen Alltagswahnsinn in der nötigen Tiefe und gleichzeitig im Hollywood-Breitwandformat darstellen.

gra

vor 7 Jahren

Ich glaub das hat ganz einfach "praktische" Gründe: ersteinmal gibt es ziemlich viele Amerikaner, also auch viel mehr Schriftsteller als hier in Deutschland. zweitens sind wir hier aufgrund der vielen amerikanischen Serien und Kinofilme mit der dortigen Lebensweise sehr vertraut, sodass man die Bücher von dort direkt hier auf den Markt werfen kann. Im Gegensatz dazu haben zB chinesische oder arabische Autoren eine dermaßen andere Kultur, dass sie hier nur schwer Fuß fassen können. Schließlich dürfte es auch einfach mehr Übersetzer für englischsprachige Literatur als für jede andere Sprache geben. Und soweit ich weiß, wird an dortigen Unis das "kreative Schreiben" auch gelehrt, was die Zahl der Schriftsteller noch weiter steigert.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

warum sollten amerikanische Schriftsteller hier nicht erfolgreich sein. Es gibt zum Beispiel mehr Fantasy auf englisch als auf deutsch. Mit deiner Begründung kann ich nichts anfangen. Das ist totaler Schwachsinn. Nur deswegen mag ich noch lange nicht die Bücher. Sonst würde man ja alles an amerikanischen Büchern lesen nur wegen deiner Begründung. SIe schreiben einfach gut, die Amis (zumindestens einige).

Lilitu

vor 7 Jahren

@ada

Vielleicht ist der Zusammenhang so gemeint, dass sich möglicherweise mehr Amerikaner ihren (amerikanischen) Traum Schriftsteller zu werden, erfüllen als z.B. Deutsche...

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Bei deutschsprachigen (anspruchsvollen) Schriftstellern denke ich manchmal, dass nicht die Geschichte im Vordergrund steht, sondern die Problematik und die Befindlichkeit der Protagonisten. Das ist dann eher wenig unterhaltend. Bei trivialeren (ist nicht abwertend gemeint) Büchern ist manchmal die Sprache so schlecht, dass die eigentlich gute Geschichte keinen Spaß macht. In USA ist es viel selbstverständlicher zu Creative Writing Kursen zu gehen und dort das Handwerk guten Schreibens zu lernen. Dazu kommt eine gewisse Tradition im Geschichten erzählen.
Aber mir scheint, das ändert sich gerade ein wenig. In diesem Jahr habe ich viele Bücher gelesen, die unterhaltend und sprachlich anspruchsvoll ohne Bandwurmsätze waren.

nici.bani

vor 7 Jahren

Also ich kann nicht behaupten, dass ich mehr amerikanische Schriftsteller habe als Schriftsteller aus anderen Ländern. Ich habe zum Beispiel auch aus folgenden Ländern gute Autoren: England, Frankreich, Russland, Schweden, China, Schweiz, Indien.... oh und nicht zu vergessen Deutschland ;-). Ich glaube sogar, das ich mehr Bücher aus Deutschland habe als aus anderen Ländern. Komischer Weise habe ich aus Amerika aber mehr populäre und leichte Literatur, die im Grunde oft oberflächlich ist. Zum Vergleich dazu habe ich aus Russland wieder einige Bücher die anspruchsvoller sind und z.B. versuchen die Seele/Psyche eines Menschen genau wiederzugeben (diese genaue Beobachtung ist aber für einige Leser wohl ehr langweilig). Vielleicht greifen manche auch ehr zu amerikanischen Büchern weil man im Allgemeinen stark von der amerikanischen Kultur beeinflusst wird (siehe Filme, Musik, etc.) und dann natürlich auch in der Literatur oft über den Teich geschaut wird.

nici.bani

vor 7 Jahren

@nici.bani

Oh, noch eine Sache. Ich schaue ja nicht unbedingt immer darauf wo ein Schriftsteller herkommt. Vielleicht werden versehentlich auch einige Schriftsteller die einen englischen Namen haben und in englisch schreiben als Amerikaner gesehen? Gibt ja auch gute Schriftsteller aus England, Australien oder Kanada, etc. die in engl. schreiben und auch einen engl. klingenden Namen haben.

michael_greenguy

vor 7 Jahren

Vielleicht ganz banal auf Bevölkerungsdichte geschätzt wäre eher die Prozentzal interessant.
Oder weil in Amerika eher jeder sehen muss wo er bleibt, fangen mehr Leute an zu schreiben und *oh wunder* hat sich manch einer als talent herausgestellt.
Man müsste bei uns mal ein Deutschland sucht den Superschriftsteller DSDSS machen, was meinst du was dabei rauskommen würde. ;o)

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