Welche Bücher fändet ihr als Schullektüre toll?

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Magical

vor 6 Jahren

Hey, mir fällt immer wieder auf, dass ich bei uns in der Klasse fast niemand außer mir gern liest. Auch wenn die Schullektüren immer nicht sooo spannend sind, lese ich immer noch lieber, als irgendetwas anderes zu machen. Ich hab' mich gefragt, ob die anderen vielleicht mehr lesen würden, wenn wir andere Bücher lesen würden. Es gibt ja so viele tolle Jugendbücher. Welche denkt ihr, würden sich da eignen? Ich fände "Der Junge im gestreiften Pyjama", "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" oder "Tote Mädchen lügen nicht" interessant. Aber so richtig sicher bin ich mir nicht, ob die passen würden. Was meint ihr? Oder welche anderen fändet ihr mal gut?

Autoren: John Boyne,... und 2 weitere Autoren

merlin78

vor 6 Jahren

Das finde ich eine wirklich gute Frage... ich kann mich noch sehr gut an meine Schulzeit erinnern. Dank eines Schulwechsels innerhalb der siebten Klasse durfte ich gleich zweimal "Kleider machen Leute" lesen. Schlimm, wirklich. Ich habe es gehaßt.
Dann später mussten wir noch "Der Richter und sein Henker" lesen. War auch nicht viel besser.
Ich denke, den Kindern sollte mal aktuelle Literatur beigebracht werden. Jeden Monat erscheinen so viele gute Bücher mit aktuellen und historischen Themen, da sollte sich doch sicherlich etwas anderes finden lassen.
Aktuell kann ich "Es war einmal Indianerland" sehr empfehlen. Das Buch hat richtig Tiefgang und es läßt viel Stoff zum diskutieren.

Autor: Nils Mohl
Buch: Es war einmal Indianerland

Daniliesing

vor 6 Jahren

Ich finde, der Hanser Verlag hat hier auch immer tolle Jugendbücher, die zum Nachdenken anregen aber nicht langweilig sind. Sehr interessant als Unterrichtslektüre ist sicher "Nichts. Was im Leben wichtig ist" von Janne Teller! Da könnte man sehr viel drüber reden.

Autor: Janne Teller
Buch: Nichts

Lilitu

vor 6 Jahren

Lesen in der Schule hat ja nicht immer den Zweck, die Schüler zum Lesen zu bewegen, sondern auch ihnen etwas über Literatur beizubringen (deswegen auch das leidige Analysieren), aber natürlich auch wie man liest (deswegen wohl die Fragen zu den Büchern (die leider auch gern mal den Internetnutzern gestellt werden *rolleyes*).

Ich hatte in der Schule "Das Parfum" von Patrick Süskind gelesen und fand es toll (ich habe hier aber auch schon Kommentare gelesen, die gegenteilige Meinungen beinhalten). In den unteren Stufen hatten wir "Ronja Räubertochter", was ich und sogar ein paar eher lesemufflige Schüler gut fanden.
Als wir in Geschichte das Mittelalter durchgenommen hatten (10. oder 11. Klasse glaube ich), hatte ich freiwillig "Ritter, Mönch und Bauersleut" von Dieter Breuers gelesen und fand, das hätten wir ruhig alle lesen können. Das war auch eines der wenigen Jahren, wo ich eine eins in Geschichte hatte ;) Vielleicht lag es auch daran, dass ich das Thema Mittelalter interessanter fand als zum x-ten Mal über diverse Kriege zu reden oder dass der Lehrer, den ich leider nur dieses eine Jahr hatte, wirklich begeisterungsfähig war. das Buch hat jedenfalls bestimmt nich geschadet und interessant fand ich es auch noch, jedenfalls war es nicht so langweilig wie manch anderes Buch zum Thema.

Letzten Endes wird es in der Schule immer jemanden geben, dem die Schullektüre nicht passt; sei es aus Desinteresse am Thema oder aus Prinzip.

Autoren: Astrid Lindgren,... und 2 weitere Autoren
Bücher: Ronja Räubertochter,... und 2 weitere Bücher

Lilitu

vor 6 Jahren

merlin78 schreibt:
Ich denke, den Kindern sollte mal aktuelle Literatur beigebracht werden. Jeden Monat erscheinen so viele gute Bücher mit aktuellen und historischen Themen, da sollte sich doch sicherlich etwas anderes finden lassen.

Das Schulsystem ist aber leider nicht so flexibel und die Bücher, die in der Schule gelesen werden dürfen, müssen bestimmt auch von der Schulbehörde (o.ä.) abgesegnet werden und so bleibt man bei Altbewährtem ;)

merlin78

vor 6 Jahren

@Lilitu Da hast Du sicherlich recht. Trotzdem schade, denn durch gute Bücher kann man den Kindern das Leses schmackhaft machen. Viele sehen doch nur noch Fern oder spielen Computer. Dabei ist Lesen tausendmal schöner. Nur wissen es viele nicht.

Lilitu

vor 6 Jahren

merlin78 schreibt:
@Lilitu Da hast Du sicherlich recht. Trotzdem schade, denn durch gute Bücher kann man den Kindern das Leses schmackhaft machen. Viele sehen doch nur noch Fern oder spielen Computer. Dabei ist Lesen tausendmal schöner. Nur wissen es viele nicht.

Man kann ja auch mit älteren Büchern, Kindern das Lesen schmackhaft machen ;)
Nur weil Bücher alt sind, heißt das ja nicht, dass sie deswegen schlechter wären. Und neuere Bücher sind nicht unbedingt gut.

Fernsehen & Computerspielen schließen ja Lesen nicht aus. Man kann durchaus alle drei Dinge tun, auf's Maß kommt's an ;)
Auch bei Videospielen kann man etwas lernen (beim Fernsehen zweifle ich immer mehr...und gute Sendungen verschwinden im Meer des Schunds :( ) und es gibt durchaus auch Videospiele, die auf Büchern beruhen; "Metro 2033" ist so ein Beispiel oder "Dante's Inferno" (was auf Dante Alighieris "Götterliche Komödie" beruht und zugegeben etwas frei umgesetzt wurde). Vielleicht können diese Spiele Gamer dazu verlocken das Original zu lesen. Anders herum gibt es auch Bücher zu Spielen, was vielleicht auch den ein oder anderen weg vom Bildschirm, hin zum gedruckten Wort locken kann.
Jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen^^;

Zurück zum Thema:
"Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt hatte ich nach der Schule gelesen (in der Schule wurde es nicht durchgenommen) und war ganz begeistert, so sehr, dass ich gleich noch viel mehr von Dürrenmatt lesen wollte.
"Der Besuch der alten Dame", ebenfalls von Dürrenmatt, sollten wir in der Schule nur in Auszügen lesen, ich habe es aber gleich ganz gelesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Andererseits war ich in der Schule schon eine Leseratte ;)

nothanks

vor 6 Jahren

Das ist eine interessante Frage. Was ich als Schullektüre für geeignet finde ist „Der Joker“ von Markus Zusak. Bietet wirklich einiges an Diskussionsstoff, vorallem durch die Themen, die in dem Buch angesprochen werden, wie z.B. Zivilcourage. Oder aber auch Bücher von Jenny Valentine fände ich für geeignet.

Bis jetzt hat mir keine Schullektüre wirklich gefallen. Am schrecklichsten fand ich „Die schwarze Spinne“ oder „Das Geheimnis des siebten Weges“. Wäre ich ein Lesemuffel würde ich durch diese Bücher nie zum Lesen verführt werden. Am besten fand ich „Nichts: Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller. Das Buch durften wir sogar selbst aus einer Auswahl von Büchern aussuchen und ich muss sagen, dass es bisher die interessanteste Schullektüre war, vorallem durch die Diskussionen die über das Buch entstanden sind.

leserattebremen

vor 6 Jahren

Lilitu schreibt:
"Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt hatte ich nach der Schule gelesen (in der Schule wurde es nicht durchgenommen) und war ganz begeistert, so sehr, dass ich gleich noch viel mehr von Dürrenmatt lesen wollte. "Der Besuch der alten Dame", ebenfalls von Dürrenmatt, sollten wir in der Schule nur in Auszügen lesen, ich habe es aber gleich ganz gelesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Andererseits war ich in der Schule schon eine Leseratte ;)

Dem kann ich mich nur anschließen, ich finde viele Texte von Dürrenmatt eignen sich super für Schüler, gerade die Physiker lassen sich sehr gut auf die Gegenwart beziehen und sind keineswegs verstaubt.
Mich selbst hat in der Schule "Netzkarte" von Stan Nadolny begeistert, kein typisches Buch als Schullektüre, aber da haben bei uns auch die Lesemuffel ziemlich intensiv mitgelesen!

Icequeen

vor 6 Jahren

Ich fand "Die Blechtrommel" total super, aber da war ich auch die einzige im Deutsch-GK. Ich hatte das Buch ja auch vorher schon zweimal gelesen.

Autor: Günter Grass
Buch: Die Blechtrommel

arno

vor 6 Jahren

Ein Buch in der Schule lesen, sollte Wissen vermitteln, aber es sollte auch spannend oder wenigstens interessant sein. Meiner Meinung eignen sich dazu am besten Bücher über die Geschichte. Natürlich sollte die Buchauswahl dem Alter der Schüler angepasst sein. Ich würde sagen,"Desirée"wäre eine gute Wahl über Napoleons Zeit. Über das 3.Reich würde ich "Die Tagebücher der Anne Frank" ," Nackt unter Wölfen" vorschlagen.

Leiraya

vor 6 Jahren

Nach der Leserunde von Clay Carmichael kann ich auch "Zoe" wärmstens empfehlen! Ich glaube es würde den Schülern viel Spaß machen und gibt auch viel Raum für Diskussionen und Interpretationen.

Autor: Clay Carmichael
Buch: Zoë

nothanks

vor 6 Jahren

@Leiraya

Dem kann ich mich nur anschließen!

TheBelladonnaEyes

vor 6 Jahren

Ich finde "Tote Mädchen Lügen Nicht" wäre als Schullektüre sehr gut, denn es öffnet nicht nur Lehrern sondern auch Schülern die Augen, was sie damit erreichen einen Menschen so fertig zu machen. Es wird wenig darüber gesprochen, dass auch Lehrer schuld daran sind, dass Kinder nicht mehr Leben wollen. Wenn ein Kind zur Schule geht, muss der Lehrer es doch als erstes merken, ob es dem Schüler gut geht oder nicht.
Ich kenne das aus Erfahrung. Ich habe auch die Schule gewechselt, weil die Lehrer sich genau wie bei dem Buch benommen haben. Die Schüler haben mich nicht fertig gemacht, aber die Lehrer selbst.
Heute bin ich glücklicher denn je.
Es sollten meiner Meinung nach Bücher in der Schule gelesen werden, die die Schüler zum nachdenken bringen.
Wir haben damals mit meiner Klassenlehrerin (die leider gehen musste und an die sich jeder bei Problemen wenden konnte) "Unterm Rad" und "Wer stoppt Melanie Prosser" gelesen. Ich war so glücklich, dass sie mit uns solche Lektüren gelesen hat und nicht der Schimmelreiter.
Wir haben uns so gut über die Themen Mobbing und Familie unterhalten. Das ist wichtig und nicht das was irgendwelche Autoren vor hundert Jahren schrieben. Wir leben in einer ganz anderen Generation als Schiller, Shakespeare, Goethe ect. Wir sollten uns mit dem Alltäglichen beschäftigen und nicht was zwei verliebte Menschen füreinander tun.

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