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Margarete-van-Marvik

vor 1 Jahr

Winter in einem fremden Land

Autor: Margarete van Marvik
Buch: Sanft und anders

Margarete-van-Marvik

vor 1 Jahr

Margarete-van-Marvik schreibt:
Winter in einem fremden Land

Glitzernd fällt der Schnee
auf die Bank, auf der ich liege.
Um mich herum ist alles still
und die Schneekristalle fliegen.
Traurig nehme ich meine Decke.
die mich heute hat gewärmt.

Flocken fallen leise
auf die Bank, auf der ich sitze.
Ich weine!
Auf der Suche nach mir selbst
hab ich mich verloren.

Stumm schaue ich zu den Bäumen,
wie von Puderzucker geschmückt.
Mein Herz schlägt höher,
vergessen ist der Schmerz
und die Leere, die mich umgibt.

Kalt sind meine Hände und sie zittern,
die Füße heiß vom kalten Schnee.
Möchte gern was Warmes tragen,
doch niemand hat mit mir Erbarmen.
Hoffe, dass der Glanz des Schnees
die Herzen öffnet für uns, die Armen.
Ein neuer Tag ist angebrochen,
die Lichter gehen an.

Reges Treiben auf den Straßen,
doch jeder ist auf sich bedacht.
Suche mir ein warmes Fleckchen,
hier, in diesem fremden Land.
Die Hoffnung ist verschwunden
und meine Heimat fern.
Alle geh’n an mir vorüber,
den Blick zum Boden gesenkt.

Traurig, doch erhobenen Blicks,
geh ich in den Park zurück.
Leg mich in den weißen Schnee,
ein Schneeengel möchte ich werden.
Still tauche ich ab, um einzutauchen
in eine neue Welt auf dieser Erde.
Gefangen im Selbst , im Ich,
wie die Worte eines Gedichts.
Befreit vom körperlichen Leid
doch mit meinem Bewusstsein vereint.

Ein großer Stern lacht mir zu,
als wollte er mir sagen,
jetzt komm zu uns und strahle
für die Welt der Armen.
Deine Heimat ist so fern.
Hier, halte unsere Hände,
dein Leid hat nun ein Ende.

Die Bank im Park, die ist nun frei.
Ein anderer wird sich darauf setzen,
sich freuen, auf die Decke die dort liegt,
die jemand hat vergessen.

dreamlady66

vor 1 Jahr

@Margarete-van-Marvik

Hier meine Gegen-Antwort:

Das Gedicht ist sehr traurig,
viele Verse sind schaurig.
Am Ende steht der Tod,
wo bleibt das Nächstenliebegebot?

Unser Land gibt sehr viel,
das zeigt das Flüchtlingsbeispiel.
Ein fremdes Land muss hilfreich sein,
damit kein Mensch stirbt im Schnee allein.

Margarete-van-Marvik

vor 1 Jahr

@dreamlady66

Das ist ja richtig gut geschrieben. Wie du weißt gibt es beides! Die hinschauen und helfen, und die die wegschauen egal aus welchem Grund auch immer.

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