eBook vs. Printbook

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mir ein Kindle gekauft und bin inzwischen völlig verliebt in mein Kindle und bin regelmäßig enttäuscht wenn ich ein Buch nicht als E-Book finden kann. Das Kindle bietet unglaublich viele Vorteile: Es ist durch Größe und Gewicht ausgenommen praktisch, es ist im Gegensatz zum Lesen am Computer sehr angenehm für die Augen, es gibt ein riesiges Angebot an gratis Büchern im Internet und es ist dabei auch noch umweltfreundlich. Gegenargumente sind, dass eine haptische Erfahrung verloren geht, wer liebt nicht den Geruch eines Buches beim ersten Öffnen. Außerdem besteht die Gefahr, dass den Büchern bald dasselbe wie der Musik droht und alles illegal im Internet angeboten wird, mit dem Unterschied, dass Autoren häufig viel mehr auf die Einnahmen durch ihre Werke angewiesen sind als viele Musiker. Lasst mich wissen was ihr über dieses Thema denkt! Ich freue mich über jeden Kommentar!

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michelauslönneberga

vor 5 Jahren

Du scheinst ja ein E-Bookreader-Experte zu sein. Ich kenne mich da leider nicht so gut aus. Allerdings spiele ich (trotz meiner Liebe zu gedruckten Büchern) mit dem Gedanken mir Einen zuzulegen. Zum Reisen finde ich sowas einfach praktischer als die schweren Bücher die man herumtragen muss. Welchen E-Bookreader würdest du denn empfehlen?

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Also als E-Bookreader-Experten würde ich mich nicht bezeichnen, aber bevor ich mir mein Kindle angeschafft habe, habe ich mich schon relativ ausführlich mit den verschiedenen Modellen beschäftigt. Da ich mir ein Kindle von Amazon gekauft habe, verwundert es wahrscheinlich nicht, dass ich auch das Kindle empfehlen würde. Alternativen waren für mich der eBook Reader von Thalia und der von Sony. Der Sony Reader ist optisch und von Design zwar recht ansprechend, aber beim "Umblättern" weißt das Gerät einen sogenannten "Ghosting" Effekt auf. Der Ghosting Effekt ist ein kurzes Flackern beim Lesen, was durchaus störend wirken kann. Wobei Flackern vielleicht ein bisschen Missverständlich sein könnte, die meisten eBookreader funktionieren mit der sogenannten E-Ink-Technik, also nicht mit Beleuchtung sondern mit echter Tinte. Das Lesen ist also nicht vergleichbar mit dem Lesen Computer, sondern wie beim gedruckten Wort, am Ebookreader ist das Lesen also auch nicht so anstrengend wie das Lesen am Computer, sondern durch eine bestimmte Technik besonders Augenfreundlich. Um zu den Reedern zurück zu kommen - gegen den Thalia Reader habe ich mich entschieden, da ich das Kindle optisch ansprechender fand und das Angebot bei Amazon an eBooks einfach umfangreicher ist. Dennoch denke ich, du würdest auch mit dem Thalia Reader nichts falsch machen.

Deli

vor 5 Jahren

Mein persönlicher großer Minuspunkt: ich kann Bücher nicht mehr verleihen, ausleihen, teilen, vertauschen oder verkaufen.

Ebenso mindert sich das Angebot an gebrauchten Büchern, es gibt keine Mängelexemplare usw.

Das ist auch das was mich noch ewig, so lang es geht, vom e-book abhalten wird.

Sehr gute Vorteile sind für mich nur: der Umweltaspekt !
Und das geringe Gewicht.
Das wiegt aber gegen die Nachteile nicht auf =)

Sommerleser

vor 5 Jahren

Ich will mich der meinung von Deli absolut anschließen!
Und, so blöd wies klingt, das bücher lesen hat bei mir auch was mit der büchersammelleidenschaft zu tun. Es gibt nichts (naja doch) schöneres als ein blick auf ein ordentliches bücherregal. Und die tollen cover sind auch nicht ohne. Habe zwar such die kindle-app, aber eigentlich nicht wirklich in gebrauch.

Angelheart76

vor 5 Jahren

Ich lese neuerdings auch öfter mal ebooks. Ich lese sie meist via Kindleapp auf dem ipad. Besonders Abends im Bett find ich das unheimlich praktisch, da ich meine bessere Hälfte nicht durch zu helles Licht vom schlafen abhalte ;o)
Auch wenn wir wegfahren find ich es toll, da ich nicht x schwere Bücher mitschleppen muss und mir der Lesestoff dennoch nicht ausgeht. Ich würde mich aber nie ganz von meinen heißgeliebten Büchern trennen. Das Gefühl ein richtiges Buch in den Händen zu halten und das Geräusch beim umblättern echter Seiten ist nämlich durch nichts zu ersetzen. Einige sind außerdem so schön, die muss ich einfach ins Regal stellen :)

Kira_Licht

vor 5 Jahren

Ich hatte schon mal nen Kindle in der Hand und fand es sehr seltsam...und vermutlich würde ich mich immer wieder dabei ertappen, dass ich versuche "Eselsohren" in das arme Gerät zu quetschen ...
Ich weiß von einigen Kollegen, dass sie sich sehr darüber ärgern, dass die e-book Version ihrer Werke meist ein bis einige Euro billiger angeboten wird...und wer schon mal nen Autorenvertrag gelesen hat, weiß in welchen cent-Dimensionen sich die Zahlungen pro Buch bewegen.
Außerdem haben es im e-book Bereich besonders junge, bis dato unveröffentlichte Kollegen sehr schwer, da der Markt zur Zeit regelrecht überflutet wird von Bücher, da sich offenbar jeder (wenn schon nicht zum "Popstar", "Topmodel" oder "Supertalent) mindestens zum Autor berufen fühlt. Die daraus resultierende Skepsis der potentiellen Leserschaft mag verständlich sein, macht es aber in dem "Meer an Neuerscheinungen" jeden Monat schwer, als talentierter Jungschreiber mit reinem e-book-Vetrag nicht komplett unterzugehen.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Ich persönlich finde eBooks sehr gut. Wenn es möglich wäre, würde ich sofort einige meiner Bücher aus dem Regal gegen eBooks eintauschen.
Es ist viel angenehmer einen kleinen Reader in der Hand zu halten, als einen unhandlichen 1000Seiten Wälzer.

Es spricht auch für eBooks, dass darüber Autoren die Möglichkeit erhalten, Ihre Bücher direkt und ohne Verlag zu vermarkten. Dadurch werden vielleicht einige Perlen entdeckt, die sonst in Verlagsschubladen verstauben würden.

Was mich aber sehr stört, ist diese Format Unentschiedenheit und der DRM Schutz. Die Musik-Industrie hat gelernt und bietet endlich DRM freie Downloads an. Und jetzt geht es bei den Büchern wieder los. Ich hoffe sehr, dass sich in dem Bereich was tut.

Ich denke insgesamt gibt es viele Vor- und Nachteile auf beiden Seiten. Jeder muss für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist.
Ich für meinen Teil bin aktuell begeisterter eBook Leser. Trotzdem werde ich mir weiterhin Printbooks kaufen.

GOOMPI

vor 5 Jahren

Ein eBook Reader besitze ich zwar nicht, aber auf meinem HTC Flyer lese ich gern mal ein eBook. Mit eInk oder ähnlichem würde das lesen bei starkem Sonnenschein bestimmt mehr Spaß bringen als bei einem LC-Display, doch bei meinem HTC kann mann dich Leuchtkraft schön hoch drehen, sodass es lesbar ist.
Generell bevorzuge ich aber die gedruckte Variante eines Buches. In letzte Zeit vermehrt mit festem Einband. Das liegt wohl daran, dass es mir auch um das Sammeln von Büchern geht und ein qualitativ hochwertiges Buch macht sich einfach besser in meinem Bücherregal. Ein Reader sehe da minderbemittelt aus. :)
Ich sammle auch Schallplatten, dort gibt es ja vergleichbare Debatten, zwischen MP3 und Vinyl wie zwischen eBook und Print. Ein Argument ist dann auch die Umweltverschmutzung. Ich verstehe nur nicht was an Papier so schlecht sein soll, ist doch ein nachwachsender Rohstoff. Mittlerweile gibt es auch schon Papier aus organischem Kunststoff, überwiegend in den USA. Damit geht die Verschmutzung der Umwelt gen Null. Und giftige Phthalate, wie in Readern enthalten, sind bei einem gedruckten Buch auch kein Thema.

Ich denke im großen und ganzen wird sich digital und Print die Wage halten, wie auch bei Vinyl und CD/MP3. Taschenbuchverkäufe sinken zwar und werden vielleicht bald überflüssig, Hardcover wird aber stagnieren und genauso wie die Schallplatte für Sammler, Liebhaber und dergleichen trotzdem im Vordergrund stehen. Bei Schallplatten haben die Verkäufe übrigens wieder zugenommen.
Für mich ist ein eBook momentan auch nicht so interessant, da die Preise sich nicht nennenswert von den Printausgaben unterscheiden. Da macht das Verlagswesen die gleichen oder vergleichbaren Fehler, wie auch die Musikindustrie schon gemacht hat.

GOOMPI

vor 5 Jahren

Ein LovelyBooks-Nutzer schreibt:
Es spricht auch für eBooks, dass darüber Autoren die Möglichkeit erhalten, Ihre Bücher direkt und ohne Verlag zu vermarkten. Dadurch werden vielleicht einige Perlen entdeckt, die sonst in Verlagsschubladen verstauben würden.

Diesen Aspekt finde ich auch wunderbar. Habe auch schon überlegt ein eigenen "eBook-Verlag" zu starten, ähnlich wie die Netlabels in der Musikbranche.
Allerdings hat die Möglichkeit jedes beliebige Buch zu veröffentlichen, den Nachteil, dass der Markt dann von eBook überschwemmt wird und die sogenannten Perlen dann wieder nicht gefunden werden. Ein Teufelskreis.

Minni

vor 5 Jahren

Sommerleser schreibt:
Und, so blöd wies klingt, das bücher lesen hat bei mir auch was mit der büchersammelleidenschaft zu tun. Es gibt nichts (naja doch) schöneres als ein blick auf ein ordentliches bücherregal. Und die tollen cover sind auch nicht ohne.

Geht mir auch so. Ein Kindle kann noch so viele Vorteile haben; ich bin einfach eine zu besessene Büchersammlerin und neben dem Lesen an sich ist es für mich das Schönste, ein Buch in mein Regal stellen zu können. Mein eigentliches Bücherregal ist immer noch bei meinen Eltern, obwohl ich schon lange ausgezogen bin und jedes Mal wenn ich sie besuche, setze ich mich erst mal vor das Regal und betrachte die Bücher. Das klingt ziemlich krank :D :D

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Zunächst mal finde ich phantastisch wie angeregt und intelligent hier diskutiert wird. Natürlich hänge auch ich sehr an der haptischen Erfahrung des Lesens, ein neues Buch aufzuschlagen und die Seiten zwischen den Fingern zu haben und zu riechen oder auch in einer Bibliothek durch die langen Regalreihen zu laufen und zu stöbern ist einfach unersetzlich. Und bei der Vorstellung das ich in Zukunft anstatt durch Buchhandlungen zu gehen am Computer sitze und scrolle, gruselt es auch mich. Besonders gefallen hat mir auch der Aspekt von Deli, das es nicht mehr möglich Bücher zu verleihen, zu tauschen und zu teilen. Dennoch finde ich das Ebookreader Vorteile haben die nicht wegzudiskutieren sind und teilweise ein neues Leseerlebnis bieten. Alle die schonmal ein 1200 Seite Werk gelesen haben, werden wissen wie anstrengend es teilweise sein kann die richtige Leseposition zu finden und wie viel Platz und Gewicht ein solches Gerät in einem Koffer bei Reisen einnimmt. Das Gegenargument von Kira lasse ich auch nicht gelten, zum einen schließe ich mich Caladan an und sage das ebooks schon vielen talentierten Schriftstellern großen Erfolg gebracht haben und wenn der neue ebook Markt finanzielle Schäden für die ohnehin schon viel zu schlecht bezahlten Autoren mit sich bringt, so ist dies ganz klar Schuld der Verläge und nicht des Mediums. Was die Sache mit der Umweltverschmutzung angeht, so werde ich mich ein bisschen schlau machen und euch dann an meinen Ergebnissen teilhaben lassen oder vielleicht weiß ja jemand bereits etwas genaueres?

GOOMPI

vor 5 Jahren

Ein LovelyBooks-Nutzer schreibt:
Was die Sache mit der Umweltverschmutzung angeht, so werde ich mich ein bisschen schlau machen und euch dann an meinen Ergebnissen teilhaben lassen oder vielleicht weiß ja jemand bereits etwas genaueres?

Ich bin mal so frei und empfehle dir ein herausragendes Buch, dass in dieser Richtung recht neue und teilweise simple Errungenschaften vorstellt, bzw. erörtert: Einfach intelligent produzieren von Michael Braungart. (Der Autor hat in den USA eine Firma die Unternehmen Wege zeigt, umweltbewusst zu agieren.)

Selbst 1200 Seiten lese ich gerne in gedruckter Form. Unendlicher Spass von Foster Wallace hat ein paar Seiten mehr und ich habe es auch mit festem Einband genossen. Allerdings habe ich es nur zuhause gelesen, da ich den Einband nicht beschädigen wollte. Vielleicht wäre eine eBook-Ausgabe als Zweitbuch sinnvoll. :)
Soll jetzt aber nicht heißen, dass ich Anti-eBook bin. Ich lebe, genauso wie mit meinen Schallplatten, in friedlicher Koexistenz mit dem eBook und der MP3-Datei. :)

Autor: Michael Braungart
Buch: Einfach intelligent produzieren

Poesiesoso

vor 5 Jahren

Seit etwa drei Monaten lese ich auch ab und ein eBook auf meinem ipad. Aber das ist absolut nicht zu vergleichen mit einem Printbook. Bücher, bei denen ich es kaum abwarten kann sie zu lesen und höchst wahrscheinlich auch noch ein weiteres Mal in meinem Leben lesen werde, kaufe ich mir weiterhin als Printbook. Und die meiner liebsten Autoren sowieso. Bücher, bei denen ich mir einfach denke, ich könnte sie ja mal lesen oder mir nicht sicher bin, ob sie mir wirklich gefallen, lese ich auf dem ipad mit skoobe. Damit lese ich auch das ein oder andere Sachbuch, die ich mir in gedruckter Form eher selten kaufe. Für mich ist das ipad hauptsächlich auf Reisen wichtig, oder auch in der Uni. Jede Woche muss ich so viele Texte lesen und brauch dann nicht jeden Tag 4 oder 5 Bücher mitnehmen, sondern einfach mein ipad. Daheim oder in der Bibliothek hingegen ist es viel schöner und produktiver den Schreibtisch voller Bücher liegen zu haben und dann gleichzeitig quer lesen zu können oder schnell nochmal eine Textstelle in einem anderen Buch nachlesen zu können.
@Gregorowitch: Ich liebe es, in älteren Ausgaben von einzelnen Autoren zu lesen, die dann aussehen wie auf deinem Foto und das ist als eBook einfach nicht möglich.
@Goompi: "Unendlicher Spaß" hätte ich niemals als ebook lesen können. Ich fand es teilweise wahnsinnig anstrengend zu lesen und habe ständig wieder nach vorn oder zu den Fußnoten blättern müssen. Glaub auf einem ebook Reader hätte ich das nicht durchgehalten...

Deli

vor 5 Jahren

Ich sehe jeden Tag einen Herrn mit Kindle in der Bahn, mich ärgert immer das ich so gar nicht sehen kann was er liest, heute fiel mir dieser Thread hier ein.

Und da dachte ich mir, ist ja irgendwie auch ein Vorteil wenn niemand sehen kann was man liest wenn man das aus irgendwelchen Gründen "verheimlichen" will (erotische Literatur, die neue Biographie von Daniela Katzenberger...)

Joa, wiederum nachteilig ist das wir so nicht ins Gespräch kommen werden, wie letztens mit dem anderen netten Herrn, der Rumo gelesen hat...

Mir ist übrigens doch noch eine Verwendung eines E-book Readers für mich persönlich eingefallen... die wenigen E-books die ich mal kostenlos bekommen habe würde ich dann wohl endlich mal lesen, so lese ich sie im Moment nämlich nicht, weils mir am PC nicht gefällt und auf dem Smartphone ist es zu unbequem.
Da das aber wirklich nur wenige sind lohnt sich dafür niemals die Anschaffung eines Readers.

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