gemeinsame Geschichte - willkommen zum Weiterschreiben :-)

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bkeymusic

vor 3 Jahren

Heute war ein schöner Tag, die Sonne schien, die Vögel sangen, der Kaffee war heiß, nur ich- ich- ich- ich war es nicht für mich. „Warum? Was war?“ – „Nichts, nichts war.“ Aileen blickte betreten, sie wusste nicht, wie sie mich aufheitern sollte, ich wollte auch gar nicht, ich war heute nicht zu munter. „Morgen, morgen wieder- „ und ich lachte. Wir gingen still nebeneinander, dann essen, still, jeder für sich stocherte in seinem Essen, das war schade. Essen gehen, wenn man muffelig ist, ist einfach zu schade. „Guten Appetit!“ – „Danke, dir auch!“ ------------- „Und? War‘s gut?“ – „Ja, gut ja, danke und deins?“ – „Hat sehr gut geschmeckt, danke für die Einladung!“ Als wir uns verabschiedeten, war ich nicht so sicher, ob das eine gute Idee gewesen war, heute.

 

Wieso – sage mir einer, wieso – wieso zum Kuckuck kann man so unzufrieden sein? Wieso? Es ist alles gut, alles ok, es ist nichts- das ist es ja gerade, es ist nichts. Und dabei unzufrieden zu sein, macht ein dermaßen schuldiges Gefühl, viel mehr, als wäre etwas. Diese Langeweile, die mir folgt auf Schritt und Tritt wie der Schatten des Lichts – diese Öde, innerlich, dieses nie zufrieden sein, ach, wäre ich doch eine Kuh! Aber wer weiß schon was über die Kuh – wir bilden uns ein, so viel zu wissen! Zu Wissen, ob Tiere Sprache haben, zu wissen, ob und wie sie kommunizieren, als wären wir allmächtig und könnten alle Sprachen der Welt sprechen. Und je mehr wir uns das einbilden, je mehr glauben wir selbst dran. „Ja bitte?“ – „Hey, Du, warum so muffelig? Gehen wir mal wieder miteinander weg?“ – „Ja, schon, können wir gern machen.“ – „Ok, wann? Und Wohin?“ – „Weiß nicht, mach einen Vorschlag.“ – und so ging es hin- und her und weder die eine, noch der andere wollte sich entscheiden, wartend, erwartend, dass der andere einen Vorschlag macht, entscheidet, was man selbst nicht entscheiden mag. Ewig- völlig deppert- wir machten nichts aus! Nicht! Ist das zu fassen? „Ich ruf dich an.“ – „Ja, ok, ich freu mich!“ –

Dann kam er. Er fragte nicht und Sally stellte keine Fragen. Das war ungewöhnlich, zumindest für Sally ganz und gar ungewöhnlich. Niemals hätte sie gestattet, dass jemand kam, sie mitnahm und auf und davon. Aber dieses eines Mal, dieses sichere Fühlen, obwohl sie ihn zuvor nur zwei Sekunden lang gesehen hatte. „Pack deine Sachen, wir fahren in zwei Stunden los.“ Sally packte und kurz darauf fuhren sie – lange lange Stunden und sie wusste nicht, wohin sie fuhren, sie fuhren lange.

 

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wie alles angefangen hat, wird mir schwindelig. Wo ich gelandet bin, ist unglaublich, ich weiß es noch nicht einmal genau. Ich weiß nur, dass ich froh bin, hier zu sein. Was mich bewogen hat, mit ihm zu gehen, und alles hinter mir zu lassen und außer mir selbst nichts mitzunehmen, das weiß ich nicht, ich weiß nur, dass ich froh bin, hier zu sein. In der Ferne brennt Feuer, man hört Schüsse, es ist weit weg, aber ich sehe es. Es ist kalt in der Wüste in der Nacht und am Tage viel zu heiß. Alles das stört mich nicht, weil ich weiß, dass ich da, wo ich bin, sein soll, sein will. Alles weitere wird sich finden. 

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