preisreduzierte Mängelexemplare

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silbereule

vor 5 Jahren

Bisher war es so, dass preisreduzierte Mängelexemplare durch einen Stempel am unteren Buchschnitt gekennzeichnet wurden - das ist ok und stört weiter nicht, finde ich jedenfalls, denn ansonsten sind die Bücher ja meistens einwandfrei.

Seit einiger Zeit muss ich aber feststellen, dass zusätzlich von den Händlern noch der hintere Buchdeckel beschädigt wird, und zwar auf sehr üble Art und Weise. Nicht selten gehen tiefe Schnitte hindurch, die auch die darunter liegenden Seiten beschädigen und ich frage mich: MUSS das sein?

Als Bücherfreundin sträuben sich mir da die Nackenhaare!

kaenguruhs

vor 5 Jahren

@silbereule

Ja, es muss leider. Irgendwo habe ich mal ein Urteil dazu gelesen, dass Bücher, die nur den Stempel tragen, sonst aber nicht beschädigt sind, keine Mängelexemplare sind und daher die Buchpreisbindung unrechtmäßig umgangen wird.
Seit dem werden Bücher scheinbar absichtlich beschädigt.

Stephanus

vor 5 Jahren

@silbereule
Wegen der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung müssen Mängelexemplare (oder Bücher die als solche günstiger verkauft werden) auch tatsächlich Mängel enthalten. Daher werden die Mängelexemplare, die als solche gestempelt sind noch zusätzlich an irgendeiner Stelle beschädigt (meist am Einband).
Nach mehreren Gerichtsurteilen ist der Verlauf von Büchern mit reduziertem Preis, nur weil sie den Mängelstempel enhalten ein Verstoß gegen die Buchpreisbindung.

Malajube

vor 5 Jahren

Ist zwar schon etwas her die Frage, muss aber auch noch meinen Senf dazu abgeben. Ich hab bis vor kurzem selbst als Buchhändlerin gearbeitet und die Bücher werden bereits vom Verlag mit diesem Ratscher geliefert. Ansonsten ist alles so wie die zwei Vorschreiber sagen.

Also bei den typischen MEs macht der Buchhändler nur die Pallette auf und legt die MEs auf den Tisch/die Schütte/den Korb.

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