Alisha & Laura-Marie Schulz Glampain

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Inhaltsangabe zu „Glampain“ von Alisha & Laura-Marie Schulz

Nachdem ihre große Liebe sie verlassen hat, kann Torina es kaum erwarten, mit der Arbeit an der neuen Parfum-Kampagne "Dangerous Temptation" zu beginnen. Der Duft soll der Firma "Rose’s Heart" endlich den internationalen Durchbruch bringen. Als Kampagnengesichter werden keine Geringeren als das Model Olivia Livington und der Skandalrockstar Luke Flynt engagiert. Was als vielversprechendes Projekt beginnt, entwickelt sich bald zu einer Katastrophe. Denn die beiden Berühmtheiten leben ihre Exzesse und Überheblichkeiten rücksichtslos aus und nehmen es auch mit der Wahrheit nicht so genau. Torinas Glaube an das Gute im Menschen wird so auf eine harte Probe gestellt. Und Olivia wird schmerzhaft bewusst, dass ihr Leben im Glamour mehr als nur eine Schattenseite hat. Eine Geschichte von Liebe, Schmerz und Niedertracht auf dem roten Teppich der Eitelkeiten.

Großartig! Dringende Empfehlung!

— kirailarya
kirailarya

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    Glampain
    jaymixtape

    jaymixtape

    24. April 2017 um 11:02

    Meine MeinungHandlungDie Handlung wird uns von den Protagonisten Torina Dawn und Olivia Livington erzählt. Torina Dawn kämpft noch immer mit der Trennung von ihrer großen Liebe Riley, als die Firma ihres Vaters eine neue Kampagne startet. Die Kampagnengesichter sind niemand anderes als der Rockstar Luke Flynt und das Symmetriewunder Olivia Livington. Eine vielversprechende Kampagne wird von Skandalen überschattet, denn das Leben im Glamour ist nicht immer einfach. Torina und Olivia stehen vor einem Scherbenhaufen und müssen lernen, darüber zu laufen.Die Geschichte konnte mich ziemlich schnell in den Bann ziehen. Die Autorinnen haben einen Weg gefunden, die Welt ihrer Promis authentisch zu beschreiben. Die Betonung liegt hier auf authentisch. Es ist nicht schön, sondern eigentlich ziemlich hässlich. Sie schaffen es, die Schattenseiten an den Leser heranzutragen und ihn fühlen zu lassen. Es geht auch um mehr als nur die Liebesgeschichte. Wir begleiten die Protagonisten in alle Bereiche ihres Lebens und nicht nur die Protagonisten. Zahlreiche Charaktere bekommen ihren Auftritt und der Leser findet bestimmt jemanden, mit dem er sich identifizieren kann. Auf den Titel möchte ich auch noch eingehen, denn ich finde ihn einfach nur gelungen gewählt. Ich kenne den ersten Arbeitstitel des Projekts, aber ich finde dieser hier trifft das Werk perfekt.CharaktereWie ich oben erwähnt habe, gibt es zahlreiche Charaktere. Anfangs fiel es mir etwas schwer, jeden wiederzuerkennen. Nachnamen und Vornamen zusammenzubringen. Die Verbindungen herzustellen. Doch die Hauptcharaktere treten schnell in den Vordergrund. Die Autorinnen schaffen es, die Charaktere authentisch zu zeichnen. Die Beziehungsentwicklungen und –beschreibungen passieren viel zwischen den Zeilen. Wie ihnen das gelungen ist, ist unbeschreiblich.Dennoch fiel es mir manchmal schwer, Torinas und Olivias Handlungen nachzuvollziehen. Nicht, weil es schlecht geschrieben war, sondern weil ich mich einfach nicht mit ihrer Situation identifizieren konnte.Daher waren sie mir auch oft nicht so sympathisch. Torina weint so viel und ist unentschlossen, Olivia gibt sich jedem hin und hält an ihrer perfekten Fassade fest.Doch das wiederum spricht für die Authenzität der Beschreibungen. SchreibstilIch mag den Schreibstil der Autorinnen. Besonders, dass so viel zwischen den Zeilen steht. Im Weißen zwischen den schwarzen Worten. Dem Leser wird dadurch viel Platz zur Interpretation gelassen. Außerdem möchte ich noch einmal auf die Authenzität eingehen.Mich persönlich hat die wörtliche Rede einiger Charaktere etwas gestört, aber das gehört wohl zu den Charakteren. Mein Fazit:„Glampain“ ist ein gelungenes Debüt, das dem Leser die Schattenseite des Promi-Lebens näher bringt. Authentische Charaktere treffen eine Handlung, die sich auf die Entwicklung der Charaktere konzentriert. Der Schreibstil der Autorinnen lässt viel Raum für Interpretation. Wirklich gelungen!4,5 Sterne

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  • You'll be with them till the end of the line. ♥

    Glampain
    kirailarya

    kirailarya

    05. April 2017 um 16:38

    Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann meine Reise mit und zu GLAMPAIN beginnt. Der Roman heißt nicht GLAMPAIN, als sie beginnt, und er hat auch wenig bis nichts mit dem Produkt zu tun, das man in den Händen hält, folgt man dem Link zum Einkaufswagen. Was gleich geblieben ist, ist die Großartigkeit der Autorinnen und ihr unstillbarer Anspruch, besser zu werden, und damit zu meinen, immer noch authentischer zu werden.Und Authentizität ist genau das, was Glampain zu dem Meisterwerk macht, das es ist.Wenn man einen Roman über die Reichen und Schönen liest, dann erwartet man von Geld zu lesen und von Ruhm, vom Scheinwerferlicht, von dem Glanz und der Glorie eines Lebens, das unserem eigenen mindestens so fremd ist, wie es das eines Elfs oder eines Zwergenkönigs wäre. Wir haben den ganzen Kopf voller Vorstellungen, wenn uns jene Assoziation angeboten wird, und wir verzerren uns nach eben diesen, weil ja alles, was wir von dieser Subkultur kennen, auf Vorstellung beruht. Also wollen wir sie bestätigt wissen, unsere Weltsicht.Glampain gewährt uns Bestätigung. Hier wird angehimmelt, dort gnädig gelächt. Paparazzis bieten den Maßstab für anbetendene Liebe. Media-Outlets können nicht genug bekommen von ihren Subjekten. Man fährt schnelle, teure Wagen. Man lässt sich sehen, wo die Normalsterblichen unter uns nie zu entdecken sein werden. Man schlürft Champagner und gibt Interviews.Und dann macht Glampain uns das Geschenk einer Bewusstseinserweiterung. (Die Abhängigkeit, die daraus entwächst, ist auch gar nicht so schlimm, nach Literatur kann man nie süchtig genug sein.) Wir werden nicht gefragt, ob wir erfahren wollen, dass es mehr gibt. Dass unsere Vorstellungen es sich einfach machen, weil sie nur ins Licht blicken, weil sie die Schatten, ganz wie von den Schatten beabsichtigt, aussparen. Glampain sagt: Aber es gibt sie. Es gibt Schatten und du wirst jetzt hinsehen. Du wirst es dir nicht auf Kosten von Menschen leicht machen, die genauso "normalsterblich" sind wie du.Dafür entschuldigt es sich nicht - und sollte es sich auch niemals entschuldigen. Authentizität über Komfort zu stellen, ist die grundlegendste Aufgabe von Literatur, gerade von gesellschaftskritischer. Wo Licht ist, gibt es Schatten. Und dort wartet die Tiefe, die Relevanz, die Bedeutsamkeit von Literatur. Glampain schöpft diese voll aus.Die Hauptcharaktere sind in ihren Ausprägungen, in ihren Ausgangspunkten und Endzuständen so unterschiedlich, dass der Roman durch den Fokus auf die beiden Frauen, aber auch auf die Männer an ihrer Seite einen enormen Reichtum erhält. Mit Ziele und Motivationen, die ausnahmlos echt wirken, steuern sie in den knapp 300 Seiten dieses Romans aufeinander zu und voneinander weg, aber das auf gerade eine solche Art, die den Leser bei keinem Richtungswechsel verliert. Immer ist klar: Man wird den Weg mit ihnen zu Ende gehen. Nicht immer sind sie sympathisch, die Charaktere. Nicht immer guckt man gerne hin, aber man guckt hin und man geht mit. Man geht mit an all die schrecklichen Orte, die wir uns nicht vorstellen wollen, obwohl wir in unserem Hinterkopf von ihnen wissen.Und neben einer zügigen Handlungsabfolge und einem wunderbar tragfähigem Spannungsbogen ist das größte Kapital des Buches der unfassbar gute Schreibstil der Autorinnen. Poetisch, ohne sich in elitären Stilzwängen zu verlaufen, authentisch und ehrlich in Beschreibung und Figurenrede. Direkt, ohne dem Leser den Freiraum zu nehmen, eigene Schlüsse zu ziehen. Schmerzlich und zauberhaft. Gehaltvoll, ohne auszubremsen.Glampain ist das Tor in ein ganzes Universum, in dem sich Geschichten verstecken und abspielen, die die Handlungsstränge dieses Romans weit überschreiten, sodass der Leser mit seinem unstillbaren Verlangen nach Mehr, Immer Mehr nicht hängen gelassen werden wird. Wenn man diese Charaktere bis ans Ende begleiten will, dann muss man einfach darauf hoffen, dass die Autoren die Straßen, auf denen sie wandeln, noch weiter ausbauen, weil das Ende noch nicht erreicht sein darf.Um es abschließend mit Ron Weasleys Worten zu sagen: Liest man Glampain, wird man (mit-)leiden, aber man wird sich darüber freuen. Und wenn man Glück hat, ist man am Ende der Lektüre sogar ein bisschen zu einem besseren Menschen geworden, weil man in den Schatten jener Figuren etwas gefunden hat, das sich auf die Schatten unserer eigenen Leben übertragen lässt. Stellvertretend sei da der ganz wunderbare Ratschlag genannt, an die zu denken, die einen zurücklieben. Dringende Empfehlung an alle, die ein schlauen, ehrlichen Roman über die Schattenseiten einer Welt lesen wollen, die sich mit ihrem strahlenden Glanz brüstet! ♥

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