Andréa del Fuego Geschwister des Wassers

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Inhaltsangabe zu „Geschwister des Wassers“ von Andréa del Fuego

Eines Nachts schlägt der Blitz in das Haus der Familie Malaquias ein. Die Kinder Julia, Nico und Antonio schlafen friedlich weiter - doch ihre Eltern stehen nie wieder auf. Julia und Antonio kommen in ein Waisenhaus. Nico, der ältere Bruder, bleibt auf dem Land als Handlanger in einer Fazenda. Ihre Wege trennen sich, doch eine geheime Anziehungskraft treibt sie Jahre später zum Ort ihrer ersten Geborgenheit zurück, dem Haus in der Serra Morena. Noch einmal brechen die Geschwister zu neuen Ufern auf, in der Hoffnung in einem neuen Leben zusammenzukommen. Andréa del Fuegos Debütroman ist von einmaliger poetischer Schönheit. Eine magische Geschichte aus Brasilien, die ins Herz der Gegenwart trifft.

Die surrealen Momente sind irritierend, aber die Geschichte ist lesenswert. Sehr malancholisch mit aufblitzendem Zauber.

— Poesiesoso

Bisschen spookyhafte Geschichte einer gebeutelten armen brasilianischen Famile. Lesenswert.

— wandablue

Die reduzierte, gefühllose Erzählweise zeichnet das Porträt eines Landes. Der Leser lernt das harte Leben in der Serra Morena kennen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • [Rezension] Ganz große Erzählkunst!

    Geschwister des Wassers

    Schneekatze

    Kennt ihr das? Ihr habt einen Roman durch, klappt gerade die letzte Seite um und haltet einfach noch einen Moment inne? Weil ihr in einer gewisser Weise sprachlos seid? Genau so ein Buch ist „Geschwister des Wassers“ von Andréa del Fuego. Am Anfang war ich gar nicht begeistert: nur Beschreibungen, Dialogfetzen ohne charakteristische Merkmale, keine Gefühle. Dann gewöhnte ich mich trotzdem relativ schnell an den Schreibstil. Und es lohnte sich weiterzulesen. Den Sinn der Beschreibungen, die mir anfangs negativ auffielen, verstand ich erst, als ich mich an den Stil gewöhnte: Man lernt die Charaktere durch ihre Handlungen kennen. Die Gefühle kennt man nicht, aber durchs „Beobachten“ ergeben sich nach und nach die Persönlichkeitsbilder, wie Bruchstücke, die man Teil für Teil zusammen legt. Die Autorin verwendet Bilder, die nicht einfach nur Sachverhalte beschreiben, sondern eine weitere Ebene dahinter haben, sehr viel mehr in die Tiefe gehen, wie beispielsweise auf Seite 25: „Das Gesicht lag nie ganz auf dem Kissen auf, zwischen ihr und der Umwelt stets eine kleine Lücke.“ Es ist also kein Buch, das man mal so nebenbei lesen könnte. Wenn man nicht mit allen Sinnen liest, verpasst man die Hälfte der Geschichte. Der Erzählstil von Andréa del Fuego erinnerte mich an Alex Capus und die lyrischen Bilder, der poetische Ton, an Frances Greenslade. Wer also „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ und „Der Duft des Regens“ verschlungen hat, kommt an Fuegos „Geschwister des Wassers“ nicht vorbei. Genau wie bei den beiden Autoren hat man auch hier das Gefühl, dass man wirklich mal was Neues liest. Denn in welchem anderen Roman welken schon die Wolken, wenn sie regnen? Fazit: Ganz große Erzählkunst!

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  • Verblüffend, fremd, spooky

    Geschwister des Wassers

    wandablue

    14. December 2013 um 14:02

    Die Serra Morena, in dessen Landschaft die vorliegende Geschichte spielt, muss in Minas Gerais liegen, es handelt sich nicht um die Sierra Morena im südlichen Teil Spaniens. Abgesehen von einigen grossen Städten wie Belo Horizonte u.ä. ist dieser Landstrich noch genau so unwirtlich und lebensfeindlich wie zu den Zeiten als die Familie Malaquias dort lebte und versucht, sich mit Hilfe des Patrons Geraldo und seiner Mutter Geraldina, den ansässigen Grossgundbesitzern, durchzuschlagen. Das Leben ist hart und Fantasien, Mythen und Aberglauben vermischen sich im Blut der Bewohner mit einer engen Form des Katholizismus. Das Leben wird zusätzlich durch ein städtisches Elektrizitätswerk bedroht, das das Tal flutet und die Famile und was von ihr übrig geblieben ist an den Rand des Existenzminimums bringt. Übrig sind der zwergwüchsige Antonio und sein älterer Bruder Nico. Die Eltern wurden vom Blitz erschlagen und die Schwester von katholischen Nonnen verschleppt. Von da an verliert sich ihre Spur für die Brüder, nicht für den Leser. Dieser Roman ist in lyrischer, wunderschöner Sprache verfasst, doch der Leser muss sich darauf gefasst machen, dass sich, irritierenderweise, die Materie der verstorbenen Patrona und des Patrons nie ganz verliert und sich ihm wie dem armen Zwerg Antonio immer wieder um die Füsse schlängelt. Fazit: Verblüffend und spooky! Doch es fiel mir schwer, mich ohne jegliche Erklärung (der Autorin) zu den örtlichen und zeitlichen Gegebenheiten, zurecht zu finden.

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