Carlos Ruiz Zafón Das Spiel des Engels

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Inhaltsangabe zu „Das Spiel des Engels“ von Carlos Ruiz Zafón

Barcelona in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät – und in welchen Strudel furchterregender Ereignisse …

Mit unwiderstehlicher erzählerischer Kraft lockt uns Carlos Ruiz Zafón wieder auf den Friedhof der Vergessenen Bücher: mitten hinein in einen Kosmos voller Spannung und Fantastik, Freundschaft und Liebe, Schrecken und Intrige. In eine Welt, die vom diabolischen Wunsch nach ewiger Schönheit regiert wird.

Wunderschön geschrieben. Tolle fortsetzung.

— iareyesp

Ein wundervolles Werk!

— TheCoon

Das beste Buch, das ich je gelesen habe! Sehr cineastische und lebendige Sprache und spannend bis zur letzten Seite!

— JohnnyLuke

Wow, was für ein Buch!!! Sehr mystisch, spannend aber auch etwas sarkastisch.

— Buechereule28

Sehr viele Fragen die aufkommen und zum Schluss kaum beantwortet werden Das Mysthische begleitet uns jedoch während des ganzen Buches hinweg

— fliflaless

Spannendes, gruseliges Buch, das mich am Ende etwas verwirrt, jedoch fasziniert zurücklässt.

— papaverorosso

Ein Nachfolger, der dem Auftakt der Serie in Nichts nachsteht! (*****)

— Insider2199

Meisterhaft verknüpft Zafón Motive aus "Das Bildnis des Dorian Grey" und Goethes "Faust" zu einer eigenen großen Geschichte.

— Ro_Ke

Wunderbare Fortsetzung, mysteriös und packend, toller Schreibstil -> diskussionswürdig

— MadameEve1210

Wortgewaltiger Schreibstil, mystisch und m.E. etwas verwirrend. Aber auf jeden Fall lesenswert.

— Donnas

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    Das Spiel des Engels

    Webbee

    05. January 2018 um 15:11

    Zafón ist einer der wenigen Autoren bei dem ich die Liebesgeschichten in seinen Romanen ertragen kann, denn sie wären ohne die Liebe nicht umsetzbar. Die Liebe ist bei ihm der Anfang und das Ende, die Handlung dazwischen – immer mysteriös, kompliziert und tragisch. Das Spiel des Engels ist Teil 2 der mittlerweile 4-teiligen Roman-Reihe zum „Friedhof der vergessenen Bücher“. Zunächst hatte ich den ersten Teil Der Schatten des Windes noch mal gelesen, um die Erinnerung aufzufrischen. Doch das wäre gar nicht nötig gewesen, da sich in dem Roman zwar Figuren und Orte aus dem ersten Teil wiederfinden, jedoch keine Zusammenhänge bestehen, die man für das Verständnis der Geschichte benötigen würde. Zum Inhalt: David Martin ist scheinbar am Ziel seiner Träume. Er ist professioneller Autor und schreibt unter Pseudonym eine sehr erfolgreiche Romanserie. Der Exklusivvertrag mit einem Verlag sichert ihm regelmäßige Einkünfte und erlaubt es ihm sogar, sich jenes unheimliche, abweisende Haus inmitten Barcelonas zu leisten, das andere wegen seiner düsteren Vergangenheit abschreckt aber ihn schon immer faszinierte. Doch der Drang, sich – abseits des Pseudonyms – selbst als Schriftsteller zu verwirklichen, wird immer größer. Als schließlich, kurz nachdem bei ihm eine tödliche Krankheit mit nur wenigen Monaten Lebenserwartung diagnostiziert wird, ein französischer Verleger an ihn herantritt und ihm die Chance bietet, genau dies zu tun, gerät seine Welt ins Wanken. Zunächst zögert er, seinen Exklusivvertrag zu brechen – doch dann löst sich das Problem quasi von selbst und er ist frei. Bereits mit einem mulmigen Gefühl beginnt er die Auftragsarbeit an einem Buch, welches nicht weniger bewirken soll, als die Menschen in seinem Bann zu ziehen und für eine Sache zu entflammen. Die Vorstellungen seines Auftraggebers beginnen, ihm mit der Zeit Angst einzuflößen. Immer mehr fühlt er sich von dem Mann, der ihn mit Reichtum überhäuft, überwacht und bedroht. Da er geschworen hat, Stillschweigen über die Art seines Auftrags zu bewahren, muss er seine engsten Freunde belügen. Er kann seine Ängste bezüglich des Werkes und Verlegers mit niemandem teilen. Als er in seinem eigenen Haus auf Hinweise stößt, die auf eine Verbindung des verstorbenen Vorbesitzers zu seinem neuen Auftraggeber deuten, beginnt er mit Nachforschungen. Ab diesem Zeitpunkt ist sein Weg gepflastert mit Toten. Fast jeder, den er ausfindig macht, wird ermordet. Schnell gerät er so ins Visier der Polizei und findet sich einem Spiel wieder, welches offenbar dazu erdacht wurde, ihn und alle die ihm etwas bedeuten, zu vernichten. Die besagte Liebesgeschichte, rahmt das ganze noch ein, doch es würde die Inhaltsangabe zu sehr aufblähen. Zafóns Roman ist sehr komplex und somit schwer in nur wenigen Zeilen zusammenzufassen. Die Geschichte fesselte mich schnell, da sie feinfühlig und überzeugend die tragische Lebensgeschichte mehrerer Figuren beschreibt und dabei immer am Rande des Fantastischen balanciert. Dramaturgisch ist der Roman (wie auch schon sein Vorgänger) sehr geschickt aufgebaut. Der Leser erlebt die Hauptpersonen in fortwährenden, zunächst kleineren, dann immer komplizierter und gefährlicher werdenden Konfliktsituationen, die mehr und mehr auf die unvermeidliche Katastrophe zusteuern. Wer den Autor kennt weiß, dass diese Katastrophe auch eintritt, nur irgendwie anders, als der Leser es erwartet. Fazit: Ein berührendes und atmosphärisch wunderschönes Buch, das Herz und Verstand des Lesers gleichermaßen beansprucht. Düster und mysteriös entführt es in das Barcelona Anfang des 20. Jahrhunderts mit all den Konventionen und Repressionen, die diese Zeit mit sich brachte. Der Schluss ist leider nicht ganz leicht verständlich. Entweder wollte der Autor es sich leicht oder dem Leser schwer machen. Ich selbst fand ihn erst nach ein paar Nächten „darüber schlafen“ zufriedenstellend. Trotzdem gibt es für das Buch eine klare Leseempfehlung. Diese Reihe ist übrigens insbesondere ein Leckerbissen für alle Bibliophilen unter Euch!

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  • Friedhof der vergessenen Bücher, Teil 2

    Das Spiel des Engels

    TheCoon

    17. December 2017 um 20:54

    David Martin ist ein begabter aber leider recht erfolgloser Schriftsteller. Zudem ist er todkrank und sein Mentor stielt ihm die Liebe seines Lebens. Doch dann trifft er Andreas Corelli, einen Verleger, der ihm ein Angebot macht, das er nicht ablehnen kann. Worauf er sich damit eingelassen hat enthüllt sich erst nach und nach. Obwohl dies der zweite Band über den Friedhof der vergessenen Bücher ist spielt er zeitlich vor dem ersten Band. Daniel Sempere, der im ersten Band die Hauptrolle spielt ist noch nicht einmal geboren, wir sehen allerdings seinem Vater beim Aufwachsen zu. Ich fand es sehr schön, dass die Buchhandlung der Semperes hier wieder eine feste Rolle spielt, die etwas sehr Herzliches ausstrahlt. Wie für den Autor üblich sind die Geschichte und die Charaktere unglaublich vielschichtig. Die Handlung entwickelt sich auf den über 700 Seiten so sehr, dass man sie unmöglich in wenigen Sätzen und ohne zu spoilern auch nur annähernd wiedergeben kann. Die Charaktere werden von oben bis unten ausgeleuchtet und auch die Umgebung wird so detailliert beschrieben, so dass man fast das Gefühl hat inmitten von Barcelonas Straßen zu stehen. Die Geschichte ist unglaublich spannend und mystisch. Man wird als Leser immer wieder überrascht und kann nicht einschätzen was als nächstes kommt. Bei so mancher Seite, war mir die Geschichte ein einziges Rätsel aber deswegen nicht weniger aufregend. Der Schreibstil von Carlos Ruiz Zafon ist mal wieder ein einziges Gedicht. Obwohl sehr viel beschrieben und herum erklärt wird, entstehen keine lästigen Längen. Die Geschichte gleitet entlang der Seiten und man kriegt kaum genug. Es war mir wieder ein absolutes Vergnügen eines der Bücher dieses Autors zu lesen!

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  • Das Spiel des gefallenen Engels

    Das Spiel des Engels

    Ro_Ke

    31. August 2017 um 09:35

    Klappentext (Lovelybooks): Barcelona in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät – und in welchen Strudel furchterregender Ereignisse … Mit unwiderstehlicher erzählerischer Kraft lockt uns Carlos Ruiz Zafón wieder auf den Friedhof der Vergessenen Bücher: mitten hinein in einen Kosmos voller Spannung und Fantastik, Freundschaft und Liebe, Schrecken und Intrige. In eine Welt, die vom diabolischen Wunsch nach ewiger Schönheit regiert wird. Meine Meinung: Schon nach dem Lesen der ersten Zeilen hat mich der „Zauber“, der in den Werken von  Carlos Ruiz Zafón innewohnt, sofort wieder für sich einnehmen können.  Der Autor versteht den kunstvollen Umgang mit Sprache und konnte mich 800 Seiten lang fesseln ohne dass es zu spürbaren Längen kam. Egal, ob die Darstellung von Innen- oder Aussenwelt - es ist ein Genuss, ganz in dieses Buch zu versinken. Seinen Charakteren verleiht er auch im zweiten Band seiner „Friedhof der vergessenen Bücher Buchreihe“ wieder eine Tiefe, die es dem Leser leicht macht, eine ebenso tiefe emotionale Verbindung zu ihnen aufzubauen. Figuren, die man bereits aus dem ersten Band kennt, bekommen eine Rolle zuteil, die einen ganz besonderen Bogen zu dem Vorgänger spannt.  Die beinhaltenden „Fantasyelemente“ waren keine „Liebe auf den 1. Blick“ für mich aber der Austausch in einer Leserunde hat mit dafür gesorgt, dass ich mich beim zweiten Blick dann unsterblich in die Geschichte verliebt habe.  Fazit: Ein weiteres Meisterwerk aus der Feder Zafóns, das auch durch seinen großen Spielraum zur Interpretation eine ebensolche Faszination auslöst

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    • 6
  • Ein Nachfolger, der dem Auftakt der Serie in Nichts nachsteht!

    Das Spiel des Engels

    Insider2199

    31. August 2017 um 01:21

    Ein Nachfolger, der dem Auftakt der Serie in Nichts nachsteht! Der 1964 in Barcelona geborene Autor war zunächst als Werbetexter tätig, dann 10 Jahre lang Drehbuchautor und Journalist in Los Angeles. Der erste Band dieser Reihe „Der Schatten des Windes“, der in 30 Sprachen übersetzt wurde, ist zwar nicht sein Debüt, verhalf ihm aber 2001 zu internationalem Durchbruch. Der vorliegende Roman ist der 2. Band in der Reihe „Der Friedhof der vergessenen Bücher“. Zum Inhalt: Barcelona, 1930, in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: der junge David Martín, als ernsthafter Schriftsteller verkannt, fristet sein Dasein als Groschenheftschreiber unter Pseudonym. Hinzu kommt, dass sein bester Freund ihm die Liebe seines Lebens wegschnappt und er noch erfahren muss, dass er unter einer tödlichen Krankheit leidet. Doch ein Anhänger glaubt beständig an sein Talent: der mysteriöse Verleger Andreas Corelli, der ihm ein ungewöhnliches Projekt vorschlägt. David kann nicht widerstehen und ahnt noch nicht, auf was er sich da eingelassen hat ... Meine Meinung: Vielleicht sollte ich gleich vorab erwähnen, dass ich ein großer Fan des Genre „Magischer Realismus“ bin und sowohl Autoren wie Murakami und Mitchell als auch südamerikanische Autoren wie Márquez und Allende zu meinen Lieblingsautoren gehören. Somit gefiel mir, dass der Autor das Mystisch-Magische aus dem ersten Teil hier noch weitaus verstärkter zur Geltung bringt – ich kann davon nie genug bekommen. Inhaltlich ist dieser Band 15 Jahre vor dem Auftakt der Serie angesiedelt, somit erfahren wir hier etwas über das Leben der Eltern von Daniel Sempere, dem Helden aus „Der Schatten des Windes“, vor allem seiner früh verstorbenen Mutter Isabella, die eine Zeitlang mit dem Helden dieses Teils zusammenlebt. Wie auch beim Vorgänger besticht dieser Roman durch seine Figuren, seine Sprache, die einen unheimlichen Sog entwickelt und dem gut durchdachten mystisch-magisch angehauchten Plot, der viel gruselige Atmosphäre und Spannung verströmt. Einziger kleiner Kritikpunkt für mich: der „Friedhof der vergessenen Bücher“ kam in diesem Band ein wenig zu kurz. Ich war sogar geschockt darüber, was David mit dem Buch macht, das er dort abholt. Am Ende bleibt viel Raum für eigene Gedanken und Interpretationen und wer meine nicht lesen will, sollte jetzt gleich zum nächsten Absatz wechseln: [SPOILER-ALARM: für mich war Corelli kein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern ein Engel aus dem Jenseits – daher auch der Titel des Buches und die Engelsbrosche, die er mit sich trägt – , der David heilt und ihn selbst zum Engel macht (ihm somit auch Unsterblichkeit verleiht), sodass dieser in der Zeit zurückgehen kann und eine zweite Chance auf Liebe und Glück erhält (ein Indikator dafür ist auch der eigene Grabstein, den David sieht, denn nun ist er selbst ein Engel und kein Mensch mehr)]. Fazit: Ein Nachfolger, der dem Auftakt der Serie in Nichts nachsteht! Man kann die beiden Bände gar nicht wirklich miteinander vergleichen, genauso wenig wie Äpfel mit Birnen (beides sind Früchte, die aber unterschiedlich schmecken): dieser Band geht auf jeden Fall mehr ins Mystisch-Magische und wer das nicht mag, dem wird Teil 1 besser gefallen. Aber Leser, die wie ich das Genre „Magischer Realismus“ lieben, werden diesen Band ebenso zu schätzen wissen. Für mich ganz klar 5 Sterne, unbedingte Leseempfehlung und Jahres-Highlight. Hier geht es zum Band 3 ...

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    • 3
  • Das Ende des Zaubers Barcelonas

    Das Labyrinth der Lichter

    TamiraS

    27. August 2017 um 10:54

    Selten war ich so traurig und glücklich zugleich, als ich ein Buch zuschlug, die letzten Wörter noch immer im Kopf, die, wie sie es am Ende eines Romans immer machen sollten, zwar das Ende einer Geschichte, jedoch nicht deren Personen verheißen.Denn Zafon hat es wie kaum ein anderer geschafft, Protagonisten so lebendig werden zu lassen, dass man von der ersten Seite an felsenfest davon überzeugt ist, dass diese Menschen, sofern es einen gnädigen Gott gibt, wirklich existieren müssen, um der Welt ihren Stempel aufzudrücken und sie zu einem, wenn nicht besseren, so doch spannenderen Ort zu machen.Doch beginnen wir von vorne.Dem beginnenden Leser und, sofern nicht schon geschehen, zukünftigen Jünger Zafons sollte bewusst sein, dass er, einmal mit einem Roman von ihm begonnen, sich dem Zauber nicht mehr wird entziehen können. Doch um in den vollen Genuss dieser Reise zu kommen, sollte man tatsächlich - auch wenn das Vorwort es erlaubt, es beliebig zu tun - mit dem ersten Roman der Reihe beginnen: nämlich mit dem Schatten des Windes.Wir folgen in dem kompletten Zyklus, der mit dem vorliegenden Band aus vier Teilen besteht, der Familie Sempere, die seit vielen Generationen eine Buchhandlung in Barcelona besitzt. Wir lernen jedes der Familienmitglieder kennen und lieben und begleiten sie auf ihren Reisen durch die dunklen und auch hellen Seiten Barcelonas. Hier liegt auch die besondere Stärke des Romanciers Zafon: Er legt einen Schleier aus Zauber und Schatten über die Stadt Barcelona und lässt seine Figuren - die guten, sowie die bösen - darin, wie mit Spinnweben verwoben, dramatische und immer düstere Stücke aufführen, wobei man als Leser sich jedoch nicht in der sicheren Entfernung von der Bühne in einem Theatersitz wähnt, sondern selbst als dunkler Schatten jedem der Charaktere durch Gassen, alte Häuser, Gefängnisse und, immer wieder ein Höhepunkt, in den Friedhof der vergessenen Bücher folgt.Jedes der Bücher umfasst einen anderen Teil der Geschichte der Semperes, sowie deren besten Freunden und wichtigsten Personen in deren Leben.Teil 1: Der Schatten des WindesIn der Schatten des Windes lernen wir Daniel kennen, der zu Beginn der Geschichte, verstört dadurch, dass er das Gesicht seiner verstorbenen Mutter Isabella vergessen hat, von seinem Vater in den Friedhof der vergessenen Bücher geführt wird. Ein Ort, an dem jeder das eine Buch, das für ihn bestimmt ist, adoptiert und bewacht, damit alle Bücher und Geschichte, die der Vergessenheit anheim gefallen sind, für immer einen Ort besitzen, an dem zumindest die wenigen, die davon wissen, sich ihrer erinnern.Der Roman, den Daniel erwählt, ist Der Schatten des Windes von Julian Carax. Einem Autor, der wie ein Geist über der kompletten Romanreihe liegt.Daniel beginnt im Leben von Carax zu graben und erfährt dabei teilweise auch die Vergangenheit seiner eigenen Familie.Teil 2: Das Spiel des EngelsIn diesem Teil folgen wir dem verfluchten Schriftsteller David Martin. Die Handlung spielt in der Generation vor Der Schatten des Windes und ist, wie ich finde, zusammen mit Teil 4 der beste Roman des Zyklus'. Wir erfahren hier, wie Martin seine Seele verkauft und sein Glück verdammt, um seinen Traum, ein Romancier zu werden, zu verwirklichen.Teil 3: Der Gefangene des HimmelsHier erfahren wir die Hintergrundgeschichte Fermins - eines Männchens, der tausend Leben nach seinen bereits tausend gelebten noch übrig zu haben scheint. Er ist eine schillerende Persönlichkeit - wir haben ihn bereits in den vorgegangenen Romanen kennengelernt - und begleiten ihn in seiner Zeit, als er während des Kriegs, wie so viele, im Gefängnis versauerte und dort auf David Martin trifft.Teil 4: Das Labyrinth der LichterIm letzten Band scheinen sich alle losen Enden zu verknüpfen, wobei jedoch anzumerken ist, dass die einzelnen Bände an sich nicht viele lose Enden zurücklassen. Man hat immer das Gefühl, einen vollständigen, für sich stehenden Roman gelesen zu haben und nicht, dass man noch immer auf das Ende der Geschichte warten muss. Vermutlich liegt es daran, dass jeder Band seinen ganz eigenen Teil der Geschichte um seine eigene Person erzählt.Wir folgen hier größten Teils Alicia, die einen ungenannten und nicht wirklich erklärten Beruf ausübt, dem einer Spionin, gemischt mit einer Mafiosi, wohl am nächsten kommt. Sie folgt der Spur des verschwundenen Politiker Valls, den wir zu genüge bereits in Teil 2 der Reihe kennen gelernt haben, und trifft hierbei wieder auf unsere Familie Sempere, auf Fermin und noch viele weitere, wunderbare Gestalten.Jeder Roman wird vom Schatten eines Bösewichts überdeckt, der, ganz der alten Schauerliteratur des vergangenen Jahrhunderts getreu, so düster ist, dass einem als Leser ein wohliger Schauer über den Rücken läuft. Egal ob Corelli, Valls oder Hendaya: Sie alle sind in ihrer Bosheit oder Verschlagenheit so einzigartig, dass man als Leser sich niemand geringeren als einen solchen Gegner für die geliebten Personen wünschen möge. Denn diese klassischen Bösewichte fordern unsere Protagonisten so sehr, dass sie sich jedes Mal erneut selbst übertreffen.Gerade dieses so klassische Elemente der alten Schauerliteratur oder des Gothic Novels machen diese Reihe so besonders.Und dass Zafons leicht schwadronierender, leicht blumiger Schreibstil einen Sog ähnlich in die Geschichte zieht, tut sein übriges.Welcher Leser also noch immer nicht den Friedhof der vergessenen Bücher besucht und sein persönliches Lebensbuch aus Zafons Werken daraus mitgenommen hat, sollte dies möglichst schnell nachholen. Denn nur selten schafft es ein Autor, dass man auch noch Jahre nach dem Genuss seiner Romane mit einem Lächeln und einem Frösteln an ihn zurückdenkt. 

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  • Der dunkle Schatten des Señor Corelli

    Das Spiel des Engels

    jenvo82

    09. August 2017 um 10:35

    „Mein Vater hat immer gesagt, das Leben gibt niemanden eine zweite Chance. Es gewährt sie nur denen, denen es nie eine erste gegeben hat. Eigentlich sind es Chancen aus zweiter Hand, die jemand nicht wahrzunehmen verstand, aber sie sind besser als gar nichts.“ Inhalt David Martín ist ein begnadeter, wenn auch vollkommen unterbezahlter Autor, der nach jedem Strohhalm greift, um endlich die Geschichte auf den Markt zu bringen, die ihm wirklich entspricht. Doch immer sind es die Geldgeber, die am längeren Hebel sitzen und er fungiert als ihr Sklave mit der Schreibfeder. Nur das Angebot eines interessanten, doch unbekannten Verlegers, namens Andreas Corelli reizt ihn noch, doch er wird es nicht mehr annehmen können, da ein Gehirntumor sein baldiges Lebensende einläuten wird. Als er sich Corelli anvertraut scheint plötzlich alles wieder machbar zu sein und am Morgen nach seinem Besuch spürt er weder Schmerz noch Nebel in seinen Gedanken. Voller Euphorie setzt er sich an die Schreibmaschine und beginnt mit seiner Auftragsarbeit, einem Roman über die Religion. Doch seine Freude währt nur kurz, denn schon bald muss er feststellen, dass Corelli viel mehr bekommen hat, als Martín ihm versprach. Und fortan säumen dunkle Geheimnisse, schwarze Schatten und viele Opfer den Weg des Schriftstellers. Martín befürchtet, seine Seele verkauft zu haben und will sie nun um jedem Preis zurück! Meinung Nach dem Genuss dieser Lektüre möchte sie auch entdecken: die ganze Welt des Carlos Ruiz Zafón und insbesondere die Fortsetzung seiner Reihe vom „Friedhof der vergessenen Bücher“, die mit zwei weiteren Werken schon auf mich wartet. Der Autor selbst hat mich bereits mit seinen Jugendbüchern, denen es an Mystik nicht mangelt überzeugt und erreicht diesen Status auch bei seinen Romanen. Besonders die opulente Ausgestaltung des Schauplatzes, die intensive Personenbeschreibung und die vielen kleinen Schauerdetails sind es, die einen enormen Lesesog hervorrufen und selbst ein Buch mit über 700 Seiten, zum absoluten Vergnügen machen. Dieser Roman überzeugt mit einer sehr latent und verborgenen Spannung, mit so vielen dunklen Geheimnissen und spielt gekonnt mit den Überlegungen des Lesers. Gerade die Mischung aus Thriller und Fantasy-Roman gewürzt mit einer Prise Bedeutsamkeit konnte mich überzeugen. Und so wirkt dieses Buch auf mich absolut mitreißend, weil es zwar einerseits eine Geschichte erzählt, die es natürlich nicht geben kann aber andererseits so glaubwürdig agiert, dass mir der Umstand der Realitätsferne nichts mehr ausmacht. Der Hauptprotagonist agiert wie erwartet, wahrscheinlich so, wie man stellenweise selbst gehandelt hätte und gerade dieser Fakt macht ihn zum Verbündeten gegen das Böse. Nur erkennt man selbst nicht, welche Dimension die Bösartigkeit annehmen wird und wie stark sich das auf das Geschehen auswirkt. Besonders hervorheben möchte ich auch die Tatsache, dass es sich zwar um den zweiten Band einer Reihe handelt, die Geschichte aber zufriedenstellend aufgelöst und auch mit älteren Vorkenntnissen lesbar ist. Fazit Ich vergebe volle Punktzahl und damit 5 Lesesterne für dieses opulente Werk der schriftstellerischen Vorstellungskraft. Jedes Kapitel, jeder Satz und jede Entwicklung sind nicht nur spannend und in sich schlüssig, sondern auch wahnsinnig interessant und voller Mystik. Und das sage ich, obwohl ich eigentlich kein Fan von Schauergeschichten und Fantasy-Romanen bin. Doch Carlos Ruiz Zafón erzeugt einen sprachlich dichten Text, vor einer historisch inspirierten Kulisse und mit greifbar menschlichen Protagonisten, so dass ich hier wirklich nur ins Schwärmen geraten kann. Für mich ist dieses Buch, ebenso wie „Der Schatten des Windes“ ein absolutes Lesehighlight und ich war ausgesprochen gern mental in der „Stadt der Verdammten“ - in Barcelona.  

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    • 6
  • Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels

    Das Spiel des Engels

    wortkaefig

    08. May 2017 um 22:09

    Also gut, springen wir doch gleich in die Mitte des Geschehens. Lange hatte ich nicht mehr das Gefühl, meine Literaturlehrerin aus dem Gymnasium solle mir doch bitte ein Buch erklären. Jetzt aber. Ich versuche meist spoilerfrei über diesen Roman zu schreiben, ob es mir gelingt kann ich nicht garantieren. Also eine unterschwellige Spoilerwarnung vorab. Der Schatten des Windes ist eines meiner Lieblingsromane. Spiel des Engels ist auch ein Teil der Saga um den Friedhof der vergessenen Bücher. Auf meinem Regal gesessen hat es seit ca. Januar diesen Jahres und da ich momentan meinen ungelesenen Bestand abarbeite, kommt alles früher oder später an die Reihe. Über die Story: Junger Schriftsteller David Martín ist auf dem Weg zum literarischen Erfolg. Oder er arbeitet sich nur buchstäblich zu Tode. Ein mysteriöser Fremder bietet ihm die Chance seines Lebens, doch der Preis dafür könnte seine Seele sein. Im Hintergrund dient unserem Protagonisten die uns allen wohl bekannte Buchhandlung Sempere und Söhne als zweites Zuhause. Liebe, Abenteuer und eine Prise Wahnsinn. Was mir gefiel: Zafón hat diese Art zu schreiben. Zu erzählen. Und hier lebt er sich darin aus uns den Akt des Erschaffens zu demonstrieren. Es erinnert mich alles an mein Lieblingszitat von Ernest Hemingway: „There is nothing to writing. You just ist at a typewriter and bleed.“ Das Tempo der Erzählung variiert zwar etwas, ist aber trotzdem spannend und angenehm. Die Geschichte selbst. Chaotisch, rasant. Es ist nicht Schatten des Windes, aber es hält mich in Atem. Wieder sympathische Protagonisten. Nicht ganz detailliert aufgebaut, dennoch liebenswürdig. Was mir nicht gefiel: JETZT SPOILER ALERT Aber so richtig. Was sollte das denn bitte? Dieses Ende? Ich weiss, ich habe meine Fehler. Vielleicht ist mein abstraktes Denken in meinen realitätsnahen Jahren in der Medizin zusammengeschrumpft und ich muss wiedermal einen Kurs belegen. Denn ich bin mir sicher (na ja ich hoffe es zumindest), dass nur ich es nicht verstanden habe. Diese ganze Dorian Gray-esce Szene am Ende mit dem Teufel. Und ist es echt nur an mir vorbeigegangen, was er von dem ganzen Humbug halluziniert hat und was nicht? Und wenn es so gedacht war und ich selbst entscheiden soll, dann sorry Señor Zafón, aber das ist doch einfach Faulheit von Ihrer Seite. Denn wenn ich es richtig verstanden habe (was ich nicht hoffe), sind die ganzen soliden Grundmauern ihrer Geschichte in einem kolossalen surrealistischen Scheiterhaufen zusammengefallen. Milde gesagt, ich habe mehr erwartet. Eine kohärente Konklusion. Und wenn es magischer Realismus sein soll, so scheiss drauf, dann eben mit dem Teufel. Aber wenigstens rational. Entschuldigung, die Gefühle sind etwas mit mir durchgegangen. SPOILER ZUENDE Für wen und für wann: Lest es doch bitte alle. Einfach jeder und wenn ihr Lust habt, erklärt es mir. Unglaublich dankbar wäre ich natürlich für die Interpretation meiner Literaturlehrerin vom Gymnasium. Aber ich glaube sie spricht kein Deutsch…

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  • Ein schauriges Märchen

    Das Spiel des Engels

    LadyIceTea

    26. March 2017 um 11:33

    Barcelona in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät – und in welchen Strudel furchterregender Ereignisse.Eigentlich schreibe ich bei Rezensionen einen eigenen kleinen Klappentext. Doch bei Zafón ist es mir nahezu unmöglich, die Ereignisse in meine Worte zu fassen.Ich habe zuvor „Der Schatten des Windes“ gelesen und nun „Das Spiel des Engels“ und bin wieder sehr zwiegespalten. Carlos Ruiz Zafón hat einen außergewöhnlichen, fantastischen und sehr komplexen Schreibstil. Seine Geschichten erinnern mich an alte, knorrige Bäume, mit einem weit verzweigten Wurzelwerk. Denn genauso verlaufen seine Erzählungen. Es gibt einen Hauptstrang und von dem weichen auf verworrene Art und Weise immer weitere Nebenhandlungen und Informationen ab, die immer mehr Figuren und Gedankengänge hervorbringen.Zu diesen ganzen Abzweigungen bringt Zafón immer wieder sehr philosophische und schwere Gedanken mit ins Spiel.Leider ist es für mich wieder so gewesen, dass der erste Teil des Buchs sich sehr hinzog. Die Geschichte war durch diese ganzen vielen Nebenhandlungen und die vielen komplexen und philosophischen Gespräche, sehr langatmig. Faszinierend zwar, aber doch sehr langatmig.Erst gegen Ende, wenn sich die Geschichte dem Showdown nähert, verweben sich alle Stränge und Fäden zu einem Weg, so dass die Erzählung Fahrt aufnehmen kann und mal wirklich was passiert.Dieses Buch wirkte zwischendurch wieder wie ein Märchen oder eine Fabel. Schon im „Schatten des Windes“ war ich mir oft nicht sicher, was nun Wirklichkeit ist, was ein Hirngespinst der Figuren und was einfach Fantasie des Autors. Dieses Gefühl wurde im „Spiel des Engels“ nur noch verstärkt.Dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Wem „Der Schatten des Windes“ gefallen hat, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.

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  • Kleine Enttäuschung nach dem wundervollen "Der Schatten des Windes"

    Das Spiel des Engels

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. April 2016 um 08:31

    Dieser Band ist deutlich düsterer als der erste. Es geht um Bücher, klar, aber auch um Religion oder besser gesagt um den Glauben oder Nicht-Glauben, um Fanatismus und um verdammte Seelen. Diese Themen sind mit so fremd, dass ich große Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzukommen. Außerdem konnte ich mich mit der Hauptfigur, David Martín, überhaupt nicht anfreunden. Er ist total blasiert und sehr zynisch, zu viel für meinen Geschmack. Die Familie Sempere dagegen, ist genauso lieb wie im ersten Band, obwohl wir hier mit der vorigen Generation zu tun haben.Ansonsten ist der Schreibstil von Carlos Ruiz Zafón sehr schön und angenehm, was mir hier einen dritten Stern Wert war.

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  • Sehr schönes Buch

    Das Spiel des Engels

    lisaaafr

    08. March 2015 um 12:13

    Im Jahr 2011 bin ich durch eine Arbeitskollegin von meiner Mama an dieses Buch geraten. Sie hat es mir wärmstens empfohlen. Ich hab es mir dann gekauft und ich habe es nicht bereut. Der Schreibstil ist mal etwas anders, was ich auch gut finde. Da es die ganze Geschichte erst interessant macht. Auch die Geschichte an sich ist wirklich gelungen. Ich habe sie genossen und die Spannung war da. Ich war auch enttäuscht, als das Buch dann zu Ende war.  Die Charaktere sind so gut beschrieben und auch dargestellt worden, das "Das Spiel des Engels" süchtig gemacht hat.

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  • Das Spiel des Engels

    Das Spiel des Engels

    Coconelle

    12. December 2014 um 12:11

    Wieder nimmt Zafón den Leser mit in das alte Barcelona zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Und wieder gelingt es ihm mit seinen Beschreibungen, dem Leser das Gefühl zu geben, selbst durch die Strassen und Gässchen dieser eindrucksvollen Stadt zu wandeln. Sein Erzählstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Athmosphäre war wieder düster, gruselig und geheimnisvoll. Die Geschichte war zu Anfang und von der Idee her erst mal spannend. Sie handelt von dem jungen Schriftsteller David Martin, der seinen Lebensunterhalt mit wenig erfolgreichen Romanen verdient. Als er in ein altes, seit langem leerstehendes Haus zieht beginnen für ihn die mysteriösen Ereignisse, die alle irgendwie mit einem Buch und mit dem Schreiben zusammenhängen. In der Mitte des Romans verliert sich der Autor allerdings irgendwie. Die Geschichte geht über ins Übersinnliche, Spirituelle, Religiöse. Hier hatte ich teilweise Probleme den Gedankengängen des Autors zu folgen und hier wurde die Lust am Weiterlesen auch sehr auf die Probe gestellt. Zum Glück fand der Autor im letzten Drittel wieder zur gewohnten Spannung zurück, die sich bis zum Schluss hin steigerte. Allerdings blieb dann hier die Auflösung der ganzen rätselhaften Ereignisse aus, was mich doch schon sehr enttäuscht hat. Letztlich bleibt es dem Leser selbst überlassen wie er die Ereignisse deutet. Er muss sich selbst die Zusammenhänge erklären und  seine eigene Version zurechtlegen, was wie gemeint sein könnte, was überhaupt stattgefunden hat oder nur einTrugbild war. Für mich bleibt dieser Roman ein wenig hinter "Der Schatten des Windes" zurück, ist aber auf jeden Fall lesenswert auch wenn sich die 700 Seiten zwischendrin endlos ziehen. Der Schreibstil und die Athmosphäre sind wieder absolut beeindruckend und einzigartig. Die Themen Bücher, Papier und Schreiben ziehen sich quer durch den ganzen Roman, was für Bücherliebhaber ein Genuss ist. Ich habe nach diesem Buch große Lust bekommen nach Barcelona zu reisen und mir die ganzen Schauplätze anzuschauen. 4,5 Sterne gibt`s von mir.

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  • Was ist das für Ende?!

    Das Spiel des Engels

    SophieLang

    30. November 2014 um 14:54

    + Faszinierender Schreibstil
    + Spannend bis zum Ende
    + tolle Charaktere
    - ungelöste Rätsel
    - Ende regt entweder zum Nachdenken oder zur Enttäuschung an

  • Ein Buch mit Liebe zum Detail

    Das Spiel des Engels

    Vanille

    28. November 2014 um 18:37

    Das Spiel des Engels ähnelt sehr dem Vorgänger und Bestseller Roman Der Schatten des Windes. Es sind nicht nur durch die Verwobenheit der beiden Geschichten Parallelen zu finden, sondern auch durch Symbole und Gegenstände, die in den Romanen immer wiederkehren. So liebt Carlos Ruiz Zafón das Spiel mit Büchern, Schatten und religiösen Einflüssen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht David Martìn, dessen Charakter mir bis zum Schluss undurchschaubar bleibt. Am Anfang zieht sich das Buch etwas, um so schneller und spannender ist jedoch das Ende. Im Nachhinein muss ich sagen, gefällt mir besonders der Titel des Buchs, den man nur nach Lesen des Buches nachvollziehen kann. Einen Abzug in meiner Bewertung gibt es, da ich auch nach langem Grübeln das Ende des Romans nicht so ganz verstehe. Auch war ich während des Lesens von einemanderen Ende überzeugt und hätte mir ein anderes auch gewünscht. Wer Carlos Ruiz Zafón mag, wird jedoch auch dieses Buch sehr schätzen. Ihm ist meiner Meinung nach wieder ein sprachlich raffiniertes und detailverliebtes Buch gelungen.

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  • gute Geschichtserweiterung ...

    Das Spiel des Engels

    pia_lunge

    "Das Spiel des Engels" ist eine spannende Geschichtserweiterung rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher. Wenn man den "Schatten des Windes" liebt, kann "Das Spiel des Engels" stellenweise etwas schwerfällig sein. Man hat bei diesem Buch immer das Gefühl, dass der letzte Schliff, die letzte Enthüllung fehlt und einige Begebenheiten werden nicht wirklich aufgeklärt und bleiben zwischen den Zeilen stehen. Ich persönlich mag diese Tatsache, da sie die eigene Phantasie auch nach dem Zuklappen immer noch anregt. Man schweift mit seinen Gedanken noch lange zu der Geschichte und diesem Buch. Carlos Ruiz Zafon schildert die Straßen Barcelonas so authentisch, dass man den Dunst und das pulsieren der Stadt schon fast selbst spüren kann.  Fazit: Wer Carlos Ruiz Zafon liebt, muss dieses Buch einfach gelesen haben.  Und sieht man die Geschichte, als eigene, ohne den Vergleich mit dem vorausgegangenen Bestseller, so ist es ein guter Schmöker für dunkle Wintertage. Voller Spannung und Kuriositäten ...

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  • Konnte nicht überzeugen - Schade!

    Das Spiel des Engels

    bookaholic_

    Das “Spiel des Engels” ist nun das zweite Buch, das ich von dem Autor lesen durfte. Wie schon in “Der Schatten des Windes” wandern wir durch die Schauplätze des alten Barcelonas und zum Friedhof der vergessenen Bücher. Besonders gut gefällt mir die Art, wie Carlos Ruiz Zafón Orte, Räumlichkeiten und generell Dinge beschreibt, die so reell wirken, dass man glauben könnte, selbst dort zu sein. Auch die Geschichte war spannend, mysteriös und keinesfalls durchschaubar. Trotzdem konnte mich das Buch nicht vollkommen überzeugen. Es hat mich gut unterhalten, aber nicht gepackt – so wie ich es von einem genialen Buch erwarte. Der Schreibstil war ebenso nicht permanent mein Fall und mit dem Ende konnte ich mich auch nicht sonderlich anfreunden. Überhaupt hatte ich nicht allzu viel übrig für diesen übersinnlichen Touch, der sich durch die gesamte Geschichte zog. Zudem muss ich gestehen, dass ich teilweise den Handlungsablauf nicht immer verstand und mit der Zeit die Konzentration auf die wesentlichen Aspekte verlor. Sehr Schade, denn der Klappentext klang sehr vielversprechend. Fazit Nettes Buch, dass mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Meinen Geschmack hat es nicht getroffen.

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