Curt Goetz , Valérie von Martens Wir wandern, wir wandern ...

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Inhaltsangabe zu „Wir wandern, wir wandern ...“ von Curt Goetz

»Das war das Geheimnis der beiden, der Dialog zwischen Kopf und Herz, der in Charme aufging«, schreibt ein Kritiker über Curt Goetz und Valérie von Martens. Das gilt für ihr Zusammenspiel auf der Bühne, und das gilt ebenso für ihr Zusammenspiel bei der Niederschrift ihrer Memoiren.
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Auch in diesem dritten, abschließenden Band kommen - wie im zweiten - beide zu Wort: Curt Goetz mit hinterlassenen Erinnerungen, vor allem an seine amerikanischen Jahre, und Valérie von Martens, die das ausfüllt, was er selbst nicht mehr beschreiben konnte, von seinem Geist, seinem Vorbild, seinen Stichworten inspiriert, gleichsam, wie sie es im Prolog ausdrückt, auf seine Stimme lauschend.

Es sind bewegte Jahre, die hier geschildert werden, Jahre der Wanderschaft, zuerst von einer deutschen Bühne zur anderen, dann hinüber nach Amerika, nach Hollywood, an den Broadway und wieder zurück in die Schweiz, nach Deutschland. Es sind Jahre harter Kämpfe und strahlender Erfolge, die Jahre, in denen »Das Haus in Montevideo« und »Dr. med. Hiob Prätorius« entstanden und Curt Goetz seine erzählerischen Werke schrieb. Was sonst noch geschah, zwischen 1929 und 1960 - wir wissen es alle. Auch der Politik wird der Goetzsche Eulenspiegel vorgehalten, und in ihm darf sich das Komische mit dem Tragischen vermischen. Curt Goetz hatte Grund, die Mikrobe der menschlichen Dummheit zu bekämpfen, wie sein Dr. Prätorius, und er tat dies mit vielen Mitteln: auch in seinen Filmen, auch wenn er in Hollywood das Filmstudio mit einer Hühnerfarm vertauschte. In den Stücken, die er aus Amerika mitbrachte oder nach dem Krieg schrieb und die zum Teil jetzt erst veröffentlicht werden, ging er ihr mit dem Seziermesser der Ironie zu Leibe, in seinen letzten Einaktern, den »Miniaturen«, kurierte er die von ihr infizierten Menschen mit Nachsicht und Güte. Diese »Miniaturen« waren sein Schlußwort; solange er sich noch aufrecht halten konnte, spielte er sie mit seiner lebenslangen Partnerin, landauf, landab, und brachte sein großes Publikum zur Rührung und zum Lachen.
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»Goetz und Martens« schreibt der Evangelische Buchberater, »das bedeutet mehr als Komödie, schlagfertiger Witz, Theater ohne Pose, das war und bleibt heilsames Gelächter über alle falsche Moral, über Selbstgerechtigkeit und Lieblosigkeit.«

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