Dolly Hüther Dolly, ess dei Supp

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Inhaltsangabe zu „Dolly, ess dei Supp“ von Dolly Hüther

Dolly Hüther ist zu beneiden. Wo andere mühsam recherchieren, reagiert sie aus der Situation heraus, spricht an, was ihr nicht passt und erhält manches Mal überraschende Antworten, die sie an uns weiterreicht. Ganz sicher hat diese unbekümmerte, frische Art, in der sie auch schreibt, damit zu tun, dass sie aus einer langen Lebenserfahrung heraus schreibt und dass sie ihre unverwechselbare Sicht auf das Leben hat. Der Urgrund, auf dem sie steht, ist ein Feminismus, der sich aus dem Protest gegen Ungerechtigkeiten speist und fernab aller modischen Attitüden nach dem fragt, was wichtig ist für ein menschliches Leben. Sie braucht keine ausgeklügelte Gesprächstechnik um ihr jeweiliges Gegenüber dahin zu bringen die eigene ehrliche Meinung zu offenbaren, denn sie provoziert den Widerspruch. Xanthippe wäre vielleicht zufriedener mit ihr als Sokrates, denn das Fragen schließt bei ihr das Handeln, das Stellung nehmen und auch das Schimpfen, wo es am Platze ist, gleich mit ein. Sie darf für sich beanspruchen, es mit Xanthippe in punkto Streitbarkeit und mit Sokrates in punkto Offenheit aufzunehmen. Ich habe Dolly Hüther bei einer Autorinnentagung des Jahres 1998 im idyllischen Rheinsberg kennen gelernt. Es war nicht möglich sie zu übersehen, geschweige denn zu überhören. Ihre fröhlich unbekümmerte und sehr direkte Art, die Dinge beim Namen zu nennen, fiel auch in einer Runde von schreibenden Frauen auf, die es gewohnt sind auszuleuchten, was hinter dem Offensichtlichen hervorscheint. Eine Männerfeindin ist Dolly Hüther nicht, dazu liebt sie Mann und Söhne viel zu sehr und dazu ist sie auch viel zu begierig geistige Anregungen zu erhalten. Sie schließt keine mögliche Quelle aus. Sie hat - offiziell schon im Rentenalter - ein Soziologiestudium aufgenommen, gehört zum Urgestein Saarbrücker politischen Lebens und strahlt durchaus auch auf das Leben der französischen Nachbarinnen und Nachbarn aus, wie ihren Geschichten zu entnehmen ist. Ihre Geschichten bieten Spaß und die Anregung, selbst ein bisschen mutiger zu sein. Vielleicht braucht es weniger Medizin, wenn wir es schaffen, uns mehr mit uns auseinander zu setzen. Dolly Hüther hat sich den Zugang zur Welt des Wissens und der Poesie erschlossen und nutzt dies für ihr Reden und Schreiben. Begleiten wir sie auf ihrem Weg und schärfen dabei den eigenen Blick in Zustimmung und Widerspruch. Es Iohnt sich. Dr. Dorle Gelbhaar, Berlin
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