So viele Bücher

von Gabriel Zaid 
3,1 Sterne bei19 Bewertungen
So viele Bücher
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Inhaltsangabe zu "So viele Bücher"

Alle 30 Sekunden wird auf der Welt ein Buch veröffentlicht. Obwohl das Medium Buch in seiner Geschichte schon einige Male totgesagt wurde, steigt die Anzahl der Neuerscheinungen pro Jahr schneller als die menschliche Geburtenrate. Und wir können kaum Schritt halten.Gabriel Zaid ertappt uns dabei, wie wir ungelesene Bücher horten, weil es gar nicht mehr anders geht, und schildert mit viel Witz und Charme Wissenswertes und Kurioses aus der wundersamen Welt der Bücher.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783593376561
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:141 Seiten
Verlag:Campus Verlag

Rezensionen und Bewertungen

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    sameas avatar
    sameavor 5 Jahren
    Dieses Buch wurde nichr für mich geschrieben

    Alle 30 Sekunden wird auf der Welt ein Buch veröffentlicht. Obwohl das Medium Buch in seiner Geschichte schon einige Male totgesagt wurde, steigt die Anzahl der Neuerscheinungen pro Jahr schneller als die menschliche Geburtenrate. Und wir können kaum Schritt halten.

    Ich hatte eine humorvolle Abhandlung über Leser, Autoren und Bücher erwartet. Leider empfand ich dieses Buch als furchtbar trocken und langweilig. Auch waren meiner Meinung nach nicht viele wirklich neue Informationen im Buch enthalten. Schade, ich hatte hohe Erwartungen an das Buch.

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    rumble-bees avatar
    rumble-beevor 9 Jahren
    Rezension zu "So viele Bücher" von Gabriel Zaid

    Mein Buch Nr. 5 in meiner Rubrik "Bücher über Bücher, Bücher über das Lesen". Es ist nicht das Beste, was zu diesem Thema erschienen ist, aber belegt doch einen Platz auf den vorderen Rängen.
    Warum?

    roseF hat es schon angedeutet, dieses Buch ist klein aber fein, anekdotisch - und leider wiederholt es sich ziemlich oft, besonders ab der Hälfte. Zwar nicht innerhalb eines Kapitels - aber man merkt doch bisweilen, dass man diesen oder jenen Gedanken schon anders formuliert in einem anderen Kapitel gelesen hat.

    Meine Vermutung ist, dass das Buch ursprünglich nicht als ganze Buchveröffentlichung geplant war. Jedes Kapitel für sich genommen, ist wunderbar, sehr leicht und erfrischend. Erst wenn man alle hintereinander liest (was man vermutlich nicht tun sollte), merkt man die Redundanzen. Ich denke, es werden ursprünglich Rubriken, Kolumnen, Glossen gewesen sein, die dann irgendwann vom Verlag zu einem Buch zusammengefasst wurden.

    Die thematische Breite allerdings, und auch der Schreibstil des Autors, haben mich durch und durch begeistert! Hier wird Unterhaltung gekonnt mit sachlicher Beobachtungsgabe verbunden.

    Der Autor versucht sich auf so unterschiedlichen thematischen Gebieten wie Psychologie (Warum lesen bzw. kaufen Menschen so viele Bücher?), Soziologie (Bücher und Prestige), Verlagswesen, Buchvertrieb und -verkauf, Buchmarkt (Warum es die Ketten doch nicht geschafft haben, die Buchhändler zu verdrängen), Buch und elektronische Medien, sowie Autoren. Ein beeindruckendes Panorama, das innerhalb des jeweiligen Kapitels mit erfrischenden Details, die augenscheinlich aus der persönlichen Erfahrung des Autors stammen, aufgepeppt wird.

    Das ganze Buch vermittelt den Eindruck einer gewissen Tragikomik. Der Autor beschreibt das paradoxe Verhältnis zwischen ständig veröffentlichten Büchern und Weltbevölkerung (das sehr ungleich ausfällt), schreibt aber dennoch selber ein Buch! Er bestätigt somit seine eigene These: Bücher zu schreiben und zu lesen scheint eine Art Drang zu sein, dem nur bestimmte Menschen anheim fallen, und der zu den schönsten Süchten gehört, die die Menschheit kennt.
    ***
    Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die an Insider-Informationen aus dem Verlagswesen interessiert sind, die einen sachlichen und gleichzeitig humorvollen Schreibstil lieben, und die ein wenig Zeit mitbringen. Denn zum "Verschlingen" ist dieser Band sicher nicht geeignet! Eher zum häppchenweisen Genuss.

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    roseFs avatar
    roseFvor 11 Jahren
    Rezension zu "So viele Bücher" von Gabriel Zaid

    Diese kleine aber feine interessante Büchlein enthält kleine Anekdoten und viele interessante Fakten aus dem Buchhandels- und Verlagswesen. Da es sich jedoch oft wiederholt, kann ich nur vier Sterne dafür vergeben,aber ansonsten fand ich es toll und informativ!!

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    metalmels avatar
    metalmelvor 11 Jahren
    Rezension zu "So viele Bücher" von Gabriel Zaid

    „Bücher zu lesen ist eine nutzlose Beschäftigung: ein Laster, reines Glück.“ Da kann ich nur sagen: So ist es! Das stimmt. So eine Behauptung macht natürlich neugierig auf den Rest des Buches. Mit Recht. Es lässt sich einiges erfahren und lernen. Es lässt sich staunen und wundern und auch prima mit dem Kopf schütteln. Der Untertitel lügt nicht, wenn er behauptet: Erstaunliches, Kurioses und Nachdenkliches rund ums Lesen.
    Ich kenne das Gefühl, Tausende ungelesener Bücher zu Hause zu haben und dennoch immer weitere anzuschaffen. Ich kann nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die nicht so denken, ja, die so gar kein Verlangen nach Büchern haben! Wie machen die das? Warum sind sie so? Der Autor hat völlig recht, wenn er schreibt: „Wer dieses ansteckende Gefühl von Freiheit und Beglückung erlebt, die das Lesen entzündet, der möchte es nie mehr missen.“ Und dennoch hat die Stiftung Lesen im Jahr 2000 festgestellt, dass jeder Bundesbürger im Schnitt nur 17 Minuten am Tag liest, 45% nehmen nie ein Buch zur Hand, 5% sind Analphabeten und 15% funktionale Analphabeten, das heißt, sie können keine Fragen zu einfachen Texten beantworten! Wozu dann all die vielen Veröffentlichungen jedes Jahr? Wer soll das alles lesen? Jedes Jahr gibt es über 1.000.000 Neuerscheinungen. Man bräuchte 20 Kilometer Regal, um alle Bücher unterzubringen, die im Laufe eines Jahres erscheinen (und ca. 30 Millionen Euro um sie zu bezahlen). Wenn wir jeden Tag in Buch lesen würden, dann könnten wir immer noch 4.000 weitere nicht lesen, die am selben Tag veröffentlicht werden. Ein einzelner Mensch benötigt ungefähr 250.000 Jahre um alles zu lesen, was es derzeit auf dem Markt gibt! Beängstigend, oder?
    Da kommt mir schon mal der Gedanke, ob ich nicht einfach Karriere mache und eben nichts mehr lese. Viele sehr erfolgreiche Menschen lesen nie. Lesen ist für sie eine Tortur, da sie den Umgang mit Büchern nie richtig gelernt haben. Lesen hat ihnen nie Freude bereitet. Wie schrecklich!
    Und trotzdem bleibt die Frage: Warum wird so viel veröffentlicht? Die Antwort ist leicht: Wir wollen nicht lesen, sondern gelesen werden!
    Viele Autoren schreiben nicht für den Leser, sondern um ihr Ego aufzupolieren! Da wundert es nicht, wenn sich ein Autor bitterlich beklagt, dass sich sein Werk zur Dekonstruktiven Hermeneutik nur 50 Mal verkauft und er natürlich eine Verschwörung wittert, dass ja die bösen Verlage und Buchhändler nur noch Bestseller verkaufen wollen. Das Mitteilungsbedürfnis der Menschen ist enorm. Die Zeitschrift Poetry mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren erhält pro Jahr 90.000 Gedichte von Lesern. Aber wer liest schon Gedichte? Die verkaufte Auflage von Lyrikbänden liegt bei einigen Hundert. Auch der Dichter kauft kaum Lyrik... Tragisch.
    Doch Totgesagte leben länger. Wie oft wurde das Buch schon abgeschrieben. Das Fernsehen, dachte man, löst das Buch ab und in letzter Zeit natürlich der Computer und das Internet. Ha ha, immer noch gibt es zu jedem elektronischen Gerät eine gedruckte Anleitung, aber hat schon mal jemand ein Buch gesehen, dass mit einer elektronischen Anleitung kommt? Außerdem ist es ein gewaltiger Unterschied, ob man eine kurze Information auf dem Bildschirm liest oder ein ganzes Buch. Der Inhalt mag derselbe sein, doch wo bleiben da die Sinne? Die Gestaltung des Covers, die Oberflächenstruktur und der Geruch – das alles geht verloren. Ein Buch ist praktisch. Es braucht keine Steckdose, kein Betriebssystem und keinen Empfang. Es kann jederzeit und überall gelesen werden und es passt sich dem Tagesablauf des Lesers an. Im Übrigen wird ein Buch auch seltener gestohlen als ein Computer.
    Ich jedenfalls bin und bleibe Buchbesitzer, kein Ausleiher und halte es da ganz mit Nietzsche:
    “Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.“

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    Peachesvor 9 Monaten
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    Bolzivor 2 Jahren

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