In diesem Band steht Asia, die tödliche Prinzessin von Delphi, im Mittelpunkt. Ihr Vater hat durch seinen Verrat an Sparta den Zorn des Kriegsgottes Ares auf sich gezogen. Gedemütigt und zum Sterben zurückgelassen, schwört Asia blutige Rache – gegen Ares selbst und seine Generäle. Auf ihrer Reise durch Griechenland erfährt sie von einem Titanen, der die Macht besitzt, sein Aussehen zu verändern. Mit dieser Fähigkeit hofft sie, ihre Feinde zu täuschen und ihre Vergeltung bis zum bitteren Ende zu vollziehen.
Nachdem ich bereits Titans – Iris gelesen hatte, war schnell klar, dass mich diese Reihe völlig in ihren Bann zieht. Doch im zweiten Teil wird uns mit Asia eine Protagonistin präsentiert, die alles andere als einfach ist.
Schon als Kind wusste Asia, dass sie anders ist: gefühllos, skrupellos und tödlich. Menschen zu töten bereitet ihr keine Reue – im Gegenteil, sie empfindet Gefallen daran. Ihrem Lehrmeister ist es zu verdanken, dass sie zumindest lernt, Emotionen zu zeigen und ihre Mordlust in „sinnvolle Bahnen“ zu lenken – indem sie nur diejenigen tötet, die es wirklich verdient haben. So zieht sie als gnadenlose Rächerin durchs Land. Doch ausgerechnet Asia soll nun zur Heldin mit Titanenkräften werden?
Als ihr Vater im Krieg zwischen Sparta und Rom eine folgenschwere Entscheidung trifft, zieht er Ares’ Zorn auf sich – und mit ihm auf ganz Delphi. Ares vernichtet und versklavt das Volk, quält und erniedrigt auch Asia. Doch sie überlebt – und beginnt ihre gnadenlose Suche nach dem Titanen und dessen Kräften.
Am Ende muss ich sagen: Das funktioniert erstaunlich gut. Asia ist sicher nicht die klassische Heldin, die man sich anfangs wünscht, aber genau die, die diese Geschichte braucht. Das düstere Setting, die mythische Atmosphäre und der ewige Konflikt Götter gegen Titanen entfalten erneut eine starke Sogwirkung.






