Gisela Fempel Peter Hebeisen

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Inhaltsangabe zu „Peter Hebeisen“ von Gisela Fempel

Den Schrecken des industriellen Krieges darstellen: Wie nahe muss man herangehen? Wie viel Elend und Tod muss man zeigen? Der Schweizer Peter Hebeisen (* 1956) wählte für seine Serie über europäische Schlachtfelder des 20. Jahrhunderts den konträren Weg, er trat einen Schritt zurück: Großformatige, in der Tradition der romantischen Landschaftsmalerei stehende Tableaus von Verdun, Stalingrad oder Sarajewo zeigen die Sicht des Schlachtenlenkers hoch zu Ross auf militärstrategische Schlüsselpositionen. Um die Feldherrnperspektive einzufangen, wurde die Kamera etwa 3 Meter über dem Erdboden postiert, symbolhaft distanziert - die Generalität agierte brutal, mit traumatischen Folgen für Generationen. Über 40 000 Kilometer legte Peter Hebeisen zurück, um zu den Kampfplätzen mit den größten Opferzahlen zu gelangen, von der französischen Atlantikküste bis weit nach Russland hinein. Seine Neuvermessung Europas ruft die Unfassbarkeit der Geschehnisse in Erinnerung und bewahrt die historische Erfahrung, die diese Orte bergen.

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  • „Peter Hebeisens Bilder sind komplexe Akte der Erinnerung und des Mitgefühls"

    Peter Hebeisen

    WinfriedStanzick

    02. December 2014 um 09:43

      Der 1956 geborene Schweizer Fotograf hat innerhalb von acht Jahren auf vielen Reisen durch Europa die ehemaligen Schlachtfelder des Ersten und des Zweiten Weltkriegs besucht, aber auch die Orte des Jugoslawienkriegs und des Nordirlandkonflikts.   Entstanden sind dabei eindrucksvolle Tableaus von Verdun etwa, Stalingrad oder Sarajewo. Die Fotografien stehen in der Tradition der romantischen Landschaftsmalerei und inszenieren perfekt Licht, Farbe und Perspektive. „Tragende Elemente seiner Inszenierungen sind Gegenlichtaufnahmen, die den Blick auf die Details der Landschaften verweigern und stattdessen die früheren Kriegslandschaften in ein auratisches Licht eintauchen“, schreibt Gerhard Paul in seinem instruktiven Vorwort zu diesem Band.   Seiner Zusammenfassung kann ich voll zustimmen: „Peter Hebeisens Bilder sind komplexe Akte der Erinnerung und des Mitgefühls. Seine Fotografien sind zutiefst kontemplative Bilder, die genau hierzu auffordern: zum Verweilen und Nachdenken, zum Erinnern und zum Mitfühlen. Was will Fotografie mehr?“  

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