Janna Rakowsky Ilija Trojanows "Der Weltensammler" - ein postkolonialer Roman?

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Inhaltsangabe zu „Ilija Trojanows "Der Weltensammler" - ein postkolonialer Roman?“ von Janna Rakowsky

Ilija Trojanow wählt für den rätselhaften Protagonisten seines Romans Der Weltensammler den kulturellen Grenzgänger Richard Francis Burton (1821-1890) als historisches Vorbild. Er gesellt sich damit zu einer ganzen Reihe deutschsprachiger Autoren, die sich in den vergangenen Jahren mit dem Sujet der europäischen Abenteuer- und Entdeckungsreisen beschäftigt haben. Angesichts dieses offenbar breiten Interesses an dem Themenkomplex „interkultureller Kontakt“ analysiert Janna Rakowski die Spezifik, mit der Trojanow „über die (Un)Möglichkeit, sich in die Fremde hineinzuleben“, schreibt. Im Kontext der postkolonialen Theoriebildung wird untersucht, in welcher Weise sich Der Weltensammler mit dem Genre des klassischen Reiseberichts auseinandersetzt, seine Klischees sichtbar macht, sie subtil revidiert und anhand ausgefeilter narrativer, sprachlicher und formaler Mittel eine neue Art des Schreibens hervorbringt, das die traditionelle Grenzziehung zwischen ‚Eigenem‘ und ‚Fremden‘ aus den Fugen zu heben vermag. Rakowski setzt Trojanows Roman in diesem Zusammenhang nicht nur in Beziehung zur europäischen und nichteuropäischen Erzähltradition und zu Werken zeitgenössischer Autoren, sie stützt ihre Untersuchung auch auf die fundierte Kenntnis theoretischer Beiträge zur Inter- und Transkulturalität sowie der aktuellen narratologischen Forschung. Komplettiert wird diese gründliche Auseinandersetzung durch ein im Anhang abgedrucktes Gespräch, das die Autorin mit Ilija Trojanow führte. So wird in dieser Abhandlung sowohl Trojanows generelles Verständnis von Kultur und Reise deutlich, als auch eine hochinteressante literaturwissenschaftliche Annäherung an den Weltensammler geboten, die der Autor selbst mit großem Lob ehrte: „Kompliment! Sie gehört zu den besten Auseinandersetzungen mit meinem Werk, die ich bisher gelesen habe.“ (Ilija Trojanow)

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