Jean-Marie Gustave Le Clézio Fisch aus Gold

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Inhaltsangabe zu „Fisch aus Gold“ von Jean-Marie Gustave Le Clézio

'Ein vielschichtiger Roman über Entfremdung und Freiheit, der politischste, den Le Clézio je geschrieben hat.' Le Monde des Livres Laïla heißt auf Arabisch die Nacht, und die dunklen Seiten der Welt erfährt die junge Afrikanerin ohne Wurzeln und Identität auf ihrer Odyssee durch Frankreich und Amerika. Le Clézio, der große französische Autor, erzählt die bewegende und aktuelle Geschichte Laïlas, einer illegalen Einwanderin. Als kleines Kind wird Laïla, die aus dem Süden Marokkos stammt, geraubt und nach Rabat verkauft. Von ihrer Vergangenheit bleiben ihr nur zwei Ohrringe in der Form einer Mondsichel, dem Zeichen ihres Stammes, den Hilal. Nach dem Tod ihrer ersten 'Herrin', die dem Kind eine liebevolle Großmutter war, beginnt Laïlas Flucht, die sie nach Paris führt, wo sie untertaucht und sich mit Gelegenheitsjobs und kleinen Diebstählen durchschlägt. Durch ihre fremdartige Schönheit übt sie eine ungewöhnliche Faszination auf andere aus, findet schnell Kontakt, aber kommt sich auch vor wie ein Fisch, der anderen ins Netz geht. Doch sie schafft es, sich durchzubeißen, dank ihrer Lernbegier und vor allem ihrer großen Musikalität, durch die sie nach langem Herumirren in Amerika eine Karriere als Sängerin beginnen kann. Aber sie kehrt auch noch einmal nach Afrika zurück, eine Hilal, aus dem Volk der Mondsichel.

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  • Rezension zu "Fisch aus Gold" von Jean-Marie Gustave Le Clézio

    Fisch aus Gold

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. February 2010 um 21:23

    Ein sehr einfühlsames Buch über eine junge illegale Einwanderin, auf ihrer Reise von Marrokko, über Frankreich bis in die USA.

  • Rezension zu "Fisch aus Gold" von Jean-Marie Gustave Le Clézio

    Fisch aus Gold

    Beagle

    25. August 2009 um 09:06

    Ein Buch, das die Odyssee der jungen Afrikanerin Laila schildert, deren Weg, der sie von Afrika über Frankreich schließlich nach Amerika führt. Und trotz der anhaltenden Probleme durch Heimatlosigkeit, Hunger, Gewalt und Abgrenzung, lernt Laila, das Leben zu nehmen, wie es ist, scheint sich niemals ernsthaft über ihre Situation zu beklagen. Le Clézio wurde als Erzähler gelobt - und genau dies tut er in diesem Roman. Er erzählt die Geschichte, wie sie wirklich hätte passieren können, ohne dabei einen großen Spannungsbogen zu kreieren. Aber dies wäre hier auch gänzlich fehl am Platz. Ein klassische Erzählung, die die Geschichte schildert, wie sie geschehen ist. Und doch konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen, es war einfach so, dass ich wissen musste, wie es weiter geht.

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  • Rezension zu "Fisch aus Gold" von Jean-Marie Gustave Le Clézio

    Fisch aus Gold

    Thora

    24. October 2008 um 22:36

    Das Buch habe ich in einer Buchhandlung für schlappe 3,95 Euro gekauft. Ich war auf die Prosa von Le Clézio sehr neugierig, da ich bisher von ihm nicht ein einziges Mal gehört habe. Ich habe angefangen gestern Abend zu lesen und konnte gar nicht aufhören. Der Autor beschreibt die Geschichte eines afrikanischen Mädchens, das mit etwas sechs Jahren geraubt wird. Sie wird in einen schwarzen Sack gesteckt und entführt. Lalla Asama, eine ältere Frau, kauft sie und wird zu ihrer Großmutter. Das Mädchen bekommt den Namen Laila. Sie liebt die alte Dame, verlässt sie nicht und lässt sich von ihr unterrichten. Als Lalla Asama stirbt, wird das Mädchen durch ihre Schwiegertochter "übernommen". Die neue Herrin ist jedoch sehr grob zu Laila, ihr Mann möchte sie vergewaltigen und sie flieht. Sie kennt die Welt nicht, sie hat keine Bekannte und so muss sie sich auf Leute verlassen, die ihr Vertrauen wecken. Zuerst lebt sich mit vielen Prostituierten zusammen, die sie wie ein Maskotchen betrachten, dann zieht sie mit zwei von ihnen in ein kleines Häuschen am anderen Flussufer ein. Schließlich reist sie illegal nach Frankreich ein. In Paris lernt sie illegale Immigranten aus vielen Ecken der Erde kennen. Laila kann ihr Leben nicht selbst in die Hand nehmen, sie wird von einen Händen zu den anderen überreicht, sie bleibt dort hängen, wo sie auf nette Personen trifft. Oft wird sie ausgenutzt - psychisch und sexuell. Sie fühlt sich in einem Netz gefangen, wie ein Fisch. Sie möchte sich lösen, frei sein aber sie ist ständig von anderen Personen abhängig - von Personen, die legal in Frankreich wohnen, die ihr Arbeit oder Essen geben, die ihr beim lernen helfen. Die fehlenden Wurzel, die Unkenntnis über ihre Eltern und ihren Geburtsort verursachen dass sie sich ständig desorientiert fühlt. Ihr fehlt das Gefühl die Zugehörigkeit, nach dem sie ständig sucht. Sie fühlt sich nur mit Musik besser - sie gibt ihr die Möglichkeit zu vergessen, sie ermöglicht ihr in sich zu schauen. Laila hat die Fähigkeit mit der Musik zu verschmelzen und entdeckt ihr Talent. Le Clézio beschreibt auch Immigranten aus den Antillen, Zigeuner aus Rumänien, Immigranten aus Mexiko und Indianer, die in den USA leben. Er zeigt die Unterschiede auf und weist gleichzeitig auf die Ähnlichkeit der Schicksale hin. Die Themen, die Le Clézio aufgreift, interessieren mich sehr. Sein Buch hat mich dazu gebracht verstärkt an die Identität, an das Schicksal der Immigranten, an die Integrationsprobleme zu denken. Erst sein Buch hat es mir sehr deutlich bewusst gemacht wie wichtig eigene Wurzeln für erfolgreiches Leben, für das Identitätsgefühl sind. Ich bin von Le Clézios Stil begeistert. Seine Sätze sehen unspektakulär aus, trotzdem haben sie auf mich eine große Anziehungskraft ausgeübt. Sie haben mich berührt und haben vor meinen Augen die Straßen und Bewohner von Paris oder Rabat erscheinen lassen. Le Clézio widmet viel Platz detaillierten Beschreibungen, die jedoch das Buch nicht langweilig machen. Ich war fasziniert und habe jede Zeile des Buches verschlungen. Am Montag renne ich in die Buchhandlung, um zu schauen, ob das zweite ("Die Revolutionen") heruntergesetzte Buch noch da ist.

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  • Rezension zu "Fisch aus Gold" von Jean-Marie Gustave Le Clézio

    Fisch aus Gold

    Wolkenatlas

    17. October 2008 um 08:55

    Jean-Marie Gustave Le Clézio – Fisch aus Gold Jean Marie Gustave Le Clézio, der mir bis vor einigen Tagen und zur Vergabe des Nobelpreises für Literatur leider noch absolut unbekannt war, hat in seinem Roman „Fisch aus Gold“ ein wunderbares Frauenportrait gezeichnet. Ein Frauenportrait, aber auch ein politischer Roman, ein Entwicklungsroman, ein Roman der Entfremdung, eine Liebeserklärung an Afrika. Er lässt Laila, die mit sechs Jahren geraubt wird (die Hintergründe erfährt man erst kurz vor Schluss), ihre Geschichte erzählen, vom Unwissen über die Identität ihrer Eltern, vom Dasein als Hausmagd, von „Prinzessinnen“, von ihrer aufkeimenden Liebe zur Literatur, von guten und schlechten Männern, von ihrer Flucht nach Frankreich, von den Personen, die alle in Erwartungshaltung ihren Weg begleiten, von Erfolgen und Misserfolgen, bis hin zum sich schließenden Kreis. Eine spannende Lebensgeschichte, der man nur zu gerne folgt. Er tut das in wunderbar poetischer Prosa, lakonisch, präzise; hier ist kein Wort fehl am Platz, kein einziger Satz klingt wie Zufall. „Klingt“, weil man Jean-Marie Gustave Le Clézios Prosa einfach auf der Zunge zergehen lassen muss, weil diese Prosa musikalisch ist, weil sie nachklingt, weil es ein Genuss ist, diesen Autor zu entdecken. Ich habe mir beim Lesen immer wieder kopfschüttelnd die Frage gestellt, wieso dieser Autor bis zur Vergabe des Nobelpreises nie wirklich bekannt war. Eine faszinierende Entdeckung.

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