Jill A. Möbius Der Gesang des Windes

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Inhaltsangabe zu „Der Gesang des Windes“ von Jill A. Möbius

Die Freiheit der Seele, eine große Liebe und die Suche nach der Wahrheit: Als Omar, ein junger Hirte auf der Suche nach Wahrheit, Freiheit und dem Sinn des Lebens einem wandernden Weisen begegnet, beginnt eine spannende Reise, umrahmt von der magischen Welt des Orients. In sternklaren Nächten, in der Einsamkeit der Berge, erhält er überraschende Einblicke in die tiefsten Geheimnisse der Schöpfung. Geleitet von der Kraft der Liebe lernt er, der Führung und Weisheit seiner Seele zu vertrauen, entdeckt er den Zauber des Universums und findet zu tiefstem inneren Glück. Eine zeitlose Erzählung voller Weisheit, Poesie und Schönheit.

Hm, ich weiß nicht. auf den ersten Blick würde ich sagen: eine dreiste Kopie des "Alchemisten"...

— rumble-bee
rumble-bee

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  • Rezension zu "Der Gesang des Windes" von Jill A. Möbius

    Der Gesang des Windes
    rumble-bee

    rumble-bee

    15. September 2010 um 11:55

    Diese Rezension fällt mir, zugegeben, sehr, sehr schwer. Denn einerseits habe ich dieses Buch "als Leser" gelesen, andererseits aber auch als "Insider", als Mensch, der selber viel mit Spiritualität und diversen Praktiken befasst ist. Der Insider urteilt anders als der Leser, und somit muss ich versuchen, die beiden Perspektiven irgendwie unter einen Hut zu bekommen... Fangen wir fairerweise damit an, was mir an diesem Buch gut gefallen hat. Die Aufmachung hat zweiffellos zur schönen Atmosphäre beigetragen! Ein stimmungsvoller Schutzumschlag, sehr einfühlsam ausgesuchte Farben. Ein Lesebändchen hätte allerdings den Eindruck noch vervollständigt! Zweitens haben sich gottlob Autorin oder Verlag dazu entschieden, das Ganze eben nicht als "Roman", sondern als "Parabel" zu bezeichnen, und es auch nicht in den belletristischen Teil des Verlagsprogramms aufzunehmen, sondern es in der Reihe "Mens Sana" zu veröffentlichen. Das muss ich ihnen wahrlich zugute halten. Denn es ist eben kein Roman, nicht einmal eine stringente Erzählung. Es vermischt viele Ansätze, Themen, Erzähltechniken und Erkenntnisse, die schon von anderen Autoren her bekannt sind. Wäre es als Roman veröffentlicht worden, hätte man zweifelsohne nicht immer schmeichelhafte Parallelen zu bekannten Büchern gezogen. So hat man diese Klippe taktisch umschifft. Drittens. Ich muss zugeben, dass viele der Abschnitte (es sind nämlich auch keine "Kapitel" im eigentlichen Sinn) sehr poetisch auf mich wirkten. Naturschilderungen nehmen einen breiten Raum ein, ebenso wie die Gepflogenheiten von Nomaden und Bewohnern arabischer Länder. Man kann den Tee, die Salben, Kräuter und Gewürze fast riechen! Für die Atmosphäre allein würde ich eine "Eins" verleihen. So, und nun kommen wir zum etwas "unwegsameren" Teil der Rezension... Worum geht es eigentlich? Ort und Zeit spielen in diesem Buch eine bemerkenswert geringe Rolle. Auch werden die Charaktere nicht wie in "Romanen" üblich eingeführt; es sind eher Ankerpunkte als Personen, an denen sich die Handlung entlang voran arbeitet. Vorrangig geschildert wird Omar, ein armer Hirtenjunge, der schon immer den Wunsch nach "mehr" in sich verspürte, mehr Weisheit, mehr Liebe, mehr Wissen. Er begegnet in seinem Dorf einem wandernden Mystiker, und in ihm wächst der Wunsch, sich diesem anzuschließen. Eines Tages ist es soweit. Der Mystiker akzeptiert Omar als seinen Schüler, und beide begeben sich auf eine Reise durch die Wüste, die eigentlich eher eine "spirituelle Ausbildung" für Omar ist. So weit, so gut. Doch, wie schon gesagt, man sollte keine eigentliche Geschichte erwarten. Zunächst einmal ist die Chronologie am Anfang sehr "aufgebrochen". Die Autorin springt etwas hin und her zwischen Omar früher, und Omar in Begegnung mit dem Mystiker. Erst nach einigen Abschnitten wird klar, dass die beiden nun unterwegs in der Wüste sind. Was nun folgt, nimmt den breitesten Raum des Buches ein. Omars spirituelle Ausbildung wird geschildert, die das ganze Buch über andauert, um in einem bemerkenswert kurzen Epilog zu enden. Die "erzählte Zeit" ist nahezu aufgehoben, man wird als Leser von Episode zu Episode versetzt, ohne genau zu wissen, wie lange das alles dauert. Omar lernt immer wieder Neues, unter anderem tiefgehende Meditationspraktiken, heilige Orte, Rituale, Beschwörungen, und allerlei mehr. Zum Schluss schließt er seine Ausbildung ab, und wird selber Mystiker. Und genau hier beginnen sich in mir der "Leser" und der "Insider" zu streiten. Für einen reinen "Leser", so könnte ich mir das durchaus vorstellen, ist das ganze Buch wunderschön. Immer wieder werden neue Erkenntnisse vermittelt, die aus allen möglichen Traditionen und Religionen stammen. Alles ist leicht verständlich, und leitet sich unmittelbar aus Omars persönlicher Erfahrung her. Sicher ist in der heutigen Zeit religiöse Toleranz wichtiger denn je, und es gibt keine an sich "richtige" Religion oder Praktik. Aber, aber, der "Insider" erhebt seine Stimme... wie soll ich nur sagen. Was mich an diesem Buch ein wenig stört, ist nicht die Vielzahl der erwähnten Einsichten und Praktiken, sondern der Eindruck der Beliebigkeit, der dadurch entsteht. Der Leser könnte den EIndruck gewinnen, alle Religionen seien sowieso "gleich", oder zumindest "gleich richtig und wichtig". Was sie defintiv nicht sind! Oh weh, hoffentlich versteht man mich nicht falsch... Natürlich bin ich nicht der Meinung, die Wahrheit gepachtet zu haben, oder dass es überhaupt so etwas wie "die richtige" Religion gäbe. Aber alles, was hier geschildert wird, stammt aus derart unterschiedlichen Richtungen (Sufismus, Schamanismus, Druidentum, Wicca, Buddhismus, Bön, etc.), dass dabei leider völlig unter den Tisch fällt, dass eben jede geschilderte Praktik oder Methode in ihrer eigenen Tradition einen ganz bestimmten Sinn, ein Ziel hat! Und dass sie eben nicht nur dazu dient, die persönliche Weisheit oder den "Sinn des Lebens" zu finden. Und das finde ich einfach sehr, sehr schade! Ein Beispiel möchte ich nennen. Omar bekommt im Laufe des Buches von einem Handlungsreisenden eine offenbar sehr wertvolle tibetische "Mala" geschenkt, eine Gebetskette, die wohl einmal einem hohen Lama gehört haben muss. Anhand der Andeutungen (ein weiterer Punkt, es sind nur Andeutungen!), konnte ich das "Om" als Anhänger zweifelsfrei identifizieren. Und da sträubt sich in mir einfach etwas! Eine solche Mala würde niemals einfach verschenkt, ohne dass der Betreffende ein wirklicher Schüler innerhalb genau dieser tibetischen Tradition gewesen wäre! Und sie dient auch nicht nur dazu, "glücklich zu machen" oder "geheime Einsichten" zu ermöglichen. Natürlich führt das hier alles viel zu weit, und es tut mir leid, falls ich den Leser verwirren sollte. Aber mein Ansatz sollte klar geworden sein: Micht stört, dass so Vieles aus dem Zusammenhang gerissen und völlig verkürzt dargestellt worden ist. Es wird wieder einmal, wie so oft, darauf hinaus laufen, was man von diesem Buch erwartet hat. Bleibt man "Leser", dann ist es wunderhübsch, sehr atmosphärisch und poetisch. Ist man jedoch "Insider", dann wird man mehr als einmal ein Auge kräftig zudrücken müssen.

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  • Rezension zu "Der Gesang des Windes" von Jill A. Möbius

    Der Gesang des Windes
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    12. September 2010 um 16:26

    Ein kleines, sehr feines Büchlein aus der MensSana Abteilung von Knauer/Droemer. Eine Parabel vom Leben und der Liebe, so lautet der Untertitel. Es handelt in einer unbestimmten Zeit an einem unbestimmten Ort von einem jungen Hirten, der auszog, sprich mitzog mit einem Mystiker, um die grosse weite Welt kennenzulernen, den Sinn des Lebens zu ergründen, um erwachsen zu werden, oder auch: Die Alchemie des Lebens zu finden. Gleichzeitig wird er in die Heilkünste der Pflanzen und Kräuter eingewiesen, was dem Leser aber nicht näher erläutert wird, schade. Ich habe das Buch heute in wenigen Stunden durchgelesen, es ist also sehr flüssig geschrieben, nicht schwierig und durchaus auch spannend. Ich habe natürlich das Lesebändchen vermisst, das zu so einer schönen gebundenen Ausgabe -meiner Meinung nach -unbedingt dazu gehört! Zum Inhalt möchte ich sagen, dass ich anfangs sehr verwirrt war, ich hatte den Eindruck, Coelhos "Der Alchimist" als Nacherzählung vor mir zu haben, der Eindruck verschwand nach der 40 igsten Seite: Es ist ein schöner Ratgeber, verpackt in eine nette kleine Geschichte, die irgendwo zwischen dem Gestern und Morgen spielt. Ein weiser Mystiker führt einen jungen Mann in die Grenzen des UIniversums ein, die wichtigste Frage lautet: Wer bin ich? Er gibt ihm Einsichten in die menschliche Psyche, besonders: Was ist Glück? Wie werde ich glücklich? Wie sehe ich mit dem Herzen? Warum soll ich mir keine Sorgen machen? Woher nehme ich den Mut und die Kraft, meinem Schicksalsweg zu vertrauen und mich von allem zu lösen? Wie kann ich das Leben lebensbejahend, positiv annehmen bei all den Sorgen, Unglück und Krankheiten um mich herum? Bis hin zur Frage: Wer oder was ist Gott, resp. Allah? Wie oder wodurch kann ich ihn erfahren/finden? Es war sehr schön zu lesen, es hat mir einige Stunden absoluter Ruhe geschenkt, das Gefühl, Vertrauen haben zu können, das Leben geniessen zu dürfen, sogar zu sollen und die Bestätigung, dass Liebe, egal in welcher Form das Lebenselixier beinhaltet, das wir so dringend benötigen und das uns Allah zukommen lassen möchte. Ich schreibe hier bewusst Allah, weil im Buch nicht von Gott die Rede ist. Das hat mich auch zum Innehalten gebracht, da unser christlicher Glaube ja auch eher von einem "überwachenden, bestrafenden" Gott ausgeht, der hier so völlig fehl am Platze ist. Wie ich die Botschaft der Autorin jetzt auch auf meine persönliche Situation übertragen bekomme, sprich in einer völlig hektischen Zeit, in welcher ich mich nicht auf ein Pferd setzten kann, rausreiten und dem Wind lauschen kann, mich der bedingungslosen Liebe und dem Vertrauen hingeben soll, es werde alles gut, hauptsache ich bin glücklich, dann fehlt´s mir an nichts, dies ist mir wohl entgangen.

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  • Rezension zu "Der Gesang des Windes" von Jill A. Möbius

    Der Gesang des Windes
    Sophia!

    Sophia!

    10. September 2010 um 12:30

    „Denn die Seele des Menschen ist für die Liebe bestimmt.“ _ Der Untertitel „Eine Parabel vom Leben und von der Liebe“ bietet eine gute Beschreibung des Textes. Omar, ein junger Hirte, trifft eines Tages einen Mystiker und ist sofort sehr fasziniert von diesem außergewöhnlichen Mann. Das Angebot, ihn auf seinen Reisen zu begleiten, nimmt Omar darum gerne an. Er ist auf der Suche nach der Wahrheit, dem Ursprung, dem Sinn allen Seins und erhofft sich Antworten durch die Lehre bei seinem neuen Meister. Natürlich gerät er dabei auch oft an seine Grenzen. Eine spannende Reise voller Überraschungen wartet nicht nur auf den Protagonisten des Buches, sondern auch auf den Leser. _ Die Hauptfigur des Stücks kann als ein sehr leidenschaftlicher, sinnlicher Mensch charakterisiert werden, der durchaus offen ist für das Schöne im Leben: „Er liebte die gelben Blumen, die im Frühling, wenn der Regen kam, wie tausend kleine Sterne aus dem Boden emporsprossen.“ Als Leser ist man sehr gespannt auf den Einfluss des Mystikers auf den jungen Hirten und dessen Entwicklung. _ Der Text ist sehr philosophisch – poetisch und dennoch leicht zu lesen. Die Landschaften werden durch den sinnlichen Schreibstil der Autorin regelrecht lebendig vor dem inneren Auge. Fast schon meint man, Geräusche und Gerüche wahrnehmen zu können. Auch Omars Emotionen sind sehr gut zu verstehen. Viele Wahrheiten und Weisheiten werden durch das Buch vermittelt. Am Ende steht die Aufforderung, das Glück bewusster wahrzunehmen, den Alltag mit all seiner Schönheit zu erkennen und die Schattenseiten des Lebens zu verdrängen. Omar erkennt die Wahrheit und erklärt sie am Ende des Buches. Die Leser sind also eingeladen, herauszufinden, was nun dieser Sinn allen Seins eigentlich ist. Fazit: Empfehlenswert für uns alle. Denn schließlich ist jeder früher oder später auf der Suche nach dem Sinn des Lebens!

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