Jonathan Levine

 4 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Warm Bodies, 1 DVD, Warm Bodies, 1 Blu-ray und weiteren Büchern.

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Erschienen am 11.07.2013

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Rezension zu "Warm Bodies, 1 DVD" von Jonathan Levine

Der Zombie und die ganz ganz große Liebe
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Die Geschichte beginnt auf einem verlassenen Flughafen, auf dem eine Schar von Zombies wohnt – wobei der Begriff „Wohnen“ hier sicherlich nicht überstrapaziert werden darf. Unter ihnen befindet sich auch der Zombie R, Protagonist und Ich-Erzähler in Film und Buch gleichermaßen. Entgegen seiner Natur hat R ein eigenes Bewusstsein entwickelt, denn er merkt, dass etwas mit seinem Dasein nicht stimmt. Langsam zweifelt er das Durch-die-Gegend-Schlurfen, Stöhnen und Rollbandfahren der Zombies an. Seine Zweifel gehen jedoch nicht so weit, dass er auf menschliches Fleisch verzichten und vegetarisch leben würde. Auf einem seiner Streifzüge, auf der Suche nach Essen, trifft R schließlich auf eine Gruppe Jugendlicher, über die er und seine Gefährten herfallen. Doch einmal in das Gehirn eines jungen Mannes gebissen, ändert sich für ihn alles, hat er doch plötzlich Einblick in dessen Erinnerungen und Gefühle. Dann steht Julie, die Freundin des Jungen vor ihm und er weiß sich nicht anders zu helfen, als sie mit zunehmen um sie vor dem sicheren Tod zu bewahren.

Auch wenn Film und Buch dem gleichen Story-Ablauf folgen, mussten Einzelheiten geändert werden, um einerseits die Geschichte auf eine Filmlaufzeit von knapp 100 Minuten zu kürzen, und andererseits, um eine größere Zielgruppe anzusprechen und somit massenkompatible Unterhaltung zu bieten. Ersteres gelingt mit Bravur. So bleiben die wichtigsten Szenen im Film erhalten und der Erzählfluss wird nie unterbrochen, sodass Kürzungen überhaupt nicht auffallen. Die Geschichte bleibt in sich schlüssig und schafft es so, sowohl Kenner des Buches, als auch den einfachen Kinogänger zu unterhalten.
Die Charaktertiefe, die sich als eine der großen Stärken des Buches erweist, muss im Film aber vor allem der Spannung und der Komik weichen. Wer existentielle Fragen erwartet, wird somit enttäuscht, stattdessen ist die Unterhaltung vordergründig. Und somit betrachtet sich der Film selbst mit einem Augenzwinkern, sicherlich auch im Hinblick auf den derzeitigen Trend von paranormalen Liebesgeschichten auf Buchseiten und Leinwänden.

Das geänderte Charakterdesign fällt jedoch deutlich auf. Im Film ist R, gespielt von Nicholas Hoult (About a boy – Der Tag der toten Ente, Skins), deutlich als Teenager dargestellt, während Julie (Teresa Palmer, December Boys) langes, blondes Haar hat. Nur Rob Corddry in der Rolle von M, einem weiteren Zombie, könnte man vorwerfen, dass er beinahe zu gut für seine Rolle spielt, kann man ihm doch Emotionen bereits vom Gesicht ablesen, was man von einem Zombie eher weniger erwartet.
Der Film bietet kurzweilige Unterhaltung im Kinosessel und das Erstaunen darüber, dass die Romanze mit einem Zombie doch funktioniert.

Daniela

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