Marc Späni Der Heiland aus dem Glasturm

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Inhaltsangabe zu „Der Heiland aus dem Glasturm“ von Marc Späni

Die klare und schnörkellose Sprache der Kurzgeschichten von Marc Späni erlaubt es den Lesern, sich ganz auf die Handlung zu konzentrieren. Sie finden sich in media res und werden förmlich dazu gezwungen, über das Geschehene nachzudenken: über Schuld und Sühne, über Sein oder Nichtsein, über Segen und Verdamnis der Liebe, über Zeit, die unaufhaltsam verstreicht und als Spur die einzige wichtige Frage hinterlässt – die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens.

Intensives Leseerlebnis dass Zeit braucht!!!

— kingofmusic
kingofmusic

Durchwachsen, für meinen Geschmack teilweise zu durchgeknallt.

— Gwennilein
Gwennilein

Verschiedenartige Kurzgeschichten- für ist jeden eine Lieblingsgeschichte dabei

— lieberlesen21
lieberlesen21

Erzählungen von 1 - 5 Sterne

— SaintGermain
SaintGermain

Thematisch heterogene Sammlung mit einigen Perlen

— tob82
tob82

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  • Rezensionen
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  • Langanhaltendes Lesevergnügen

    Der Heiland aus dem Glasturm
    kingofmusic

    kingofmusic

    26. May 2017 um 12:24

    Lang lang ist´s her, dass ich die Geschichtensammlung „Der Heiland aus dem Glasturm“ von Marc Späni angefangen habe zu lesen. Genauer gesagt: im Januar diesen Jahres. Nun hab ich (mit etwas Abstand und Pause aus persönlichen Gründen) das Buch beendet und bin begeistert. Nicht unbedingt von jeder Geschichte gleichermaßen, was aber bei dem Facettenreichtum der Geschichten (von Krimi über eine Phantasiereise zum Mond bis hin zu einer mit philosophischen Gedanken über Tod und Vergänglichkeit gespickten Reiseerzählung kein Wunder ist). Die teils mit autobiografischen Sequenzen des Autors durchzogenen Geschichten „Abfall“ und „Die Honiginsel“ sind für mich dann auch die beiden Highlights des Bandes; dicht gefolgt von „Die Galluskonferenz“ sowie „Übungsstunde in norwegischer Konversation“. In Sternen ausgedrückt wären das: 5* für „Abfall“ und „Die Honiginsel“4* für „Die Galluskonferenz“, „Das Zwergenzimmer“ sowie „Übungsstunde in norwegischer Konversation“3* für „Der Heiland aus dem Glasturm“2* für „Der Mann im Mond“ Alle Geschichten haben gemeinsam, dass philosophische, religiöse, spirituelle, aber auch Gedanken über das Leben im Allgemeinen oder unsere Träume und Ängste einen großen Raum einnehmen. Und so erwischt man sich als Leser in jeder Geschichte, wie die Gedanken anfangen zu fliegen (Was wäre wenn, Wie würde ich reagieren/handeln) und das ist mit ein Grund dafür, dass ich so lange gebraucht habe, um dieses Buch zu beenden. Man muss die Geschichten bzw. die Geschichte hinter den Geschichten auf sich wirken lassen, muss sie sich entfalten lassen, muss ihnen Platz geben, muss einzelne Passagen immer wieder lesen, um die Bildgewalt der Sprache zu ermessen (oft hat mich das ein bisschen an Franz Kafka erinnert) usw. Der Leser oder die Leserin muss sich also von Beginn an von dem Gedanken verabschieden, dass „Der Heiland aus dem Glasturm“ ein „Eben mal so zwischendurch“-Buch ist, was man innerhalb kürzester Zeit verschlingt. Nein, das würde diesen teils außergewöhnlichen Geschichten in keinster Weise gerecht werden. Eins sei noch angemerkt: die Geschichten sind teils gespickt mit schweizerischem Akzent und Wörtern; das ist aber insofern nicht weiter tragisch, da es zum Teil im Anschluss erläutert wird oder sich der Sinn durch den (weiteren) Text erschließt. Jedem, der sich auf ein langanhaltendes und nachhallendes Leseabenteuer einlassen will, sei „Der Heiland aus dem Glasturm“ ausdrücklich ans Herz gelegt. Mein Dank gilt dem Autor für das Rezensionsexemplar, die tolle Begleitung während der Leserunde und die Geduld!!!

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    • 2
  • Interessant, aber mehr für mich leider nicht

    Der Heiland aus dem Glasturm
    Gwennilein

    Gwennilein

    14. March 2017 um 12:42

    Mir haben zwei der Geschichten aus der Sammlung gut gefallen, der Rest war eher nicht nach meinem Geschmack eher zu abgedreht oder hatte ein eigenartiges Ende. Ich komme zu dem Ergebnis, dass ich wohl eher für Bücher mit einer Erzählung geschaffen bin und nicht für solche mit gesammelten Werken. Zudem hat mich die Regionalität ein wenig gestört.

  • Lieblingsgeschichten

    Der Heiland aus dem Glasturm
    lieberlesen21

    lieberlesen21

    17. January 2017 um 06:58

    „Der Heiland aus dem Glasturm“ vom Schweizer Autor Marc Späni ist eine Sammlung von 7 sehr verschiedenartigen Kurzgeschichten. *************************************************************** Inhaltlich werden verschiedene Themen angesprochen: Über Schuld und Sühne, über Sein oder Nichtsein, über Segen und Verdammnis der Liebe, über die Zeit, die unaufhaltsam verstreicht und als Spur die einzige wichtige Fragen hinterlässt - die Frage nach dem Sinn des Lebens. (Aus dem Klappentext) Da die Geschichten sehr unterschiedlich sind, manche sprachen mich mehr an als andere, findet wohl jeder seine Lieblingsgeschichte. *************************************************************** Ebenso verspricht der Klappentext eine klare und schnörkellose Sprache. Das habe ich auch so empfunden. Man kommt gut klar damit. Man ist als Leser, wie bei Kurzgeschichten meist, sofort in die Geschichte fast schon reingeworfen, denn so viel „Zeit“ bleibt einer Kurzgeschichten ja nicht, um Personen, Orte, Handlung langsam einzuführen. ************************************************************** Für mich war es ein Buch, das ich inhaltlich nicht einfach so lesen konnte, ich musste mich gut konzentrieren und mehr als eine Geschichte konnte ich nicht am Stück lesen. Aber das Lesen hat Spaß gemacht.

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  • 7 Geschichten

    Der Heiland aus dem Glasturm
    JessicaLiest

    JessicaLiest

    05. January 2017 um 16:01

    Die klare und schnörkellose Sprache der Erzählungen von Marc Späni erlaubt es den Lesern, sich ganz auf die Handlung zu konzentrieren. Sie finden sich in medias res und werden förmlich dazu gezwungen, über das Geschehene nachzudenken: über Schuld und Sühne, über Sein oder Nichtsein, über Segen und Verdamnis der Liebe, über Zeit, die unaufhaltsam verstreicht und als Spur die einzige wichtige Frage hinterlässt – die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens.Das Buch beinhaltet folgende Kurzgeschichten:Das ZwergenzimmerDie Gallus-KonferenzDer Mann im MondAbfallÜbungsstunde in norwegischer KonversationDer Heiland aus dem GlasturmDie HoniginselBei den Geschichten ist für jeden etwas dabei. Die unterschiedlichen Geschichten beinhalten eigenwillige und ausdrucksstarke Charaktere, die Orte wurden ebenfalls gut gewählt. Nicht jede Geschichte konnte mich überzeugen, aber überwiegend haben sie mir doch gefallen. Teilweise skurril und anders, eine gute Mischung von allem.Für Zwischendurch ist das Buch gut geeignet. 

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  • Leserunde zu "Der Heiland aus dem Glasturm" von Marc Späni

    Der Heiland aus dem Glasturm
    mospaeni

    mospaeni

    Nach acht Jahren Vorbereitung ist nun endlich mein erster Erzählband „Der Heiland aus dem Glasturm“ erschienen: sieben Erzählungen "über Schuld und Sühne, über Sein oder Nichtsein, über Segen und Verdammnis der Liebe, über Zeit, die unaufhaltsam verstreicht und als Spur die einzige wichtige Frage hinterlässt – die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens" (Klappentext).  Leser, die Spaß haben, sich auf spannende, verrückte, fantastische und alles andere als alltägliche Geschichten einzulassen, sind herzlich zu einer Leserunde eingeladen. Der Kameru-Verlag stellt freundlicherweise 10 Bücher zur Verfügung, die an Interessierte verlost werden.  Ich werde gern selber an der Leserunde teilnehmen, eure Fragen - so gut ich kann - beantworten und euch Hintergründe zu mir, zu den Texten, zum Schreiben allgemein geben. Ich freue mich auf einen spannenden Austausch!  Euer Marc Späni

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    • 115
  • Erzählungen - bunt gemischt

    Der Heiland aus dem Glasturm
    SaintGermain

    SaintGermain

    26. December 2016 um 11:48

    Die klare und schnörkellose Sprache der Kurzgeschichten von Marc Späni erlaubt es den Lesern, sich ganz auf die Handlung zu konzentrieren. Sie finden sich in media res und werden förmlich dazu gezwungen, über das Geschehene nachzudenken: über Schuld und Sühne, über Sein oder Nichtsein, über Segen und Verdammnis der Liebe, über Zeit, die unaufhaltsam verstreicht und als Spur die einzige wichtige Frage hinterlässt – die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens. Das Cover des Buches ist gut gemacht, das Format des Buches etwas zu groß geraten, sodass es nicht komfortabel zu halten ist. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, Orte und Protagonisten werden in diesen 7 unterschiedlichen Erzählungen sehr gut beschrieben. Die Geschichten selbst sind von unterschiedlicher Länger, aber auch unterschiedlicher Lesart. Meine Lieblingsgeschichte war definitiv "Die Galluskonferenz", die sehr kurzweilig geschrieben war, während mir  v.a. "Abfall" überhaupt nicht gefiel, da mir das ganze zu ernst und schwierig zu lesen war und mir auch der Sinn sich mir nicht immer erschloss. Insgesamt ist der Schreibstil des Autors sehr lyrisch geprägt und kein sehr einfaches Buch, sondern ein Buch zum langsam lesen und Nachdenken. Fazit: Da die Geschichten für mich von 1 - 5 Sterne gingen, aber letztendlich der positive Eindruck des Buches leicht überwiegte, vergebe ich 3,5 Sterne.

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  • Thematisch heterogene Sammlung mit einigen Perlen

    Der Heiland aus dem Glasturm
    tob82

    tob82

    20. December 2016 um 17:35

    "Der Heiland aus dem Glasturm" von Marc Späni ist Sammlung von sieben recht heterogenen Kurzgeschichten oder Erzählungen, die jeweils zwischen 15 und 70 Seiten lang sind. Insgesamt ist das Buch 294 Seiten dick (und nicht 200, wie häufig angegeben). Das ungewöhnliche Format mit einer Größe von ca. 23x14cm kannte ich bisher nur aus dem englisch-amerikanischen Raum. Die Geschichten stammen aus verschiedenen Genres und sind für mich auch in der Qualität sehr unterschiedlich. So konnte ich z.B. mit "Der Mann im Mond" sehr wenig anfangen, während mich "Abfall" wirklich begeistert hat. Hier eine Auflistung mit kurzer Inhaltsbeschreibung und meinem Eindruck (ohne Spoiler):1. Das ZwergenzimmerEine etwas "groteske" Geschichte über die Rückkehr eines Mannes im mittleren Alter in seinen Heimatort, wo ihn seine zwielichtige Vergangenheit einholt...Mit dem Setting konnte ich persönlich recht wenig anfangen, aber emotional war die Geschichte schon recht dicht und ein ganz guter Einstieg.2. Die Gallus-KonferenzEin Geschichtswissenschaftler reist mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit, um die wahre Geschichte von St. Gallus zu erforschen...Enthält ein interessantes Paradox und Ironie. Solide erzählt, aber für mich wohl etwas zu kurz, um wirklich einen Bezug zu den Personen entwickeln zu können.3. Der Mann im MondEine Fantasiereise zum Mond4. AbfallEin Journalist auf der Suche nach Inspiration für seinen ersten Roman...Meine Lieblingsgeschichte der Sammlung. Der Protagonist war mir auf Anhieb sympathisch und eine Identifizierung mit ihm war leicht möglich. Die Schilderung der Suche des Protagonisten nach Inspiration bei gleichzeitiger Notwendigkeit, für das eigene Überleben zu sorgen, finde ich sehr gelungen.5. Übungsstunde in norwegischer KonversationEin Schweizer besucht zum ersten Mal seine fernen Verwandten in Norwegen und muss sich mit der Sprache und dem seltsamen Verhalten seiner Gastgeber rumschlagen...Die Geschichte ist sehr interessant konstruiert. Der Protagonist war mir wieder sympathisch. Seine Schwierigkeiten mit dem Verständnis der Sprache fand ich sehr gut geschildert. Das Gefühl der Isolation (durch Sprache/Ort/Verhalten der Verwandten) wirkte auf mich auch authentisch.6. Der Heiland aus dem GlasturmEine Geschichte über einen hochrangigen Polizeibeamten kurz vor der Pensionierung und seine Ermittlungen im Fall einer verschwundenen Touristengruppe...Auch diese Geschichte hat mir gut gefallen. Vom Titel her hatte ich eher an etwas Religiöses oder Sinnsuchendes gedacht und war daher überrascht, eine Art Kriminalgeschichte vorzufinden. Die riesigen Höhlensysteme scheinen mir sehr faszinierend und ich könnte mir auch gut einen kompletten Roman zu diesem Thema vorstellen. Der Tagebuch-Bericht hat bei mir da auf jeden Fall Lust auf mehr geweckt. Generell hätte ich mir hier mehr Handlung in den Höhlensystemem gewünscht und auch eine konsequentere Zuwendung zu Spannungselementen. So erschien mir die Geschichte letztendlich en bißchen "weder Fisch noch Fleisch".7. Die HoniginselEin junger Mann reist nach Malta, weil er sich dort das Leben nehmen möchte und erzählt ausführlich über seine Erlebnisse...Die Geschichte ist für meinen Geschmack etwas zu langatmig und ausschweifend, beinhaltet aber einige Passagen mit sehr interessanten Reflektionen und Gedanken. Die Stimmungslage des Protagonisten kann ich persönlich sehr gut nachvollziehen.Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Die ersten Geschichten trafen noch nicht ganz meinen Geschmack. Ab "Abfall" änderte sich das dann komplett. Die Geschichten enthalten emotionalen und teilweise philosophischen Tiefgang und sind unterhaltsam und ansprechend geschrieben. Die Protagonisten sind meist sympathisch und ich konnte mich gut mit ihnen identifizieren. Insgesamt war es eine interessante Leseerfahrung.

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