Michel Ruge Bordsteinkönig

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Inhaltsangabe zu „Bordsteinkönig“ von Michel Ruge

Michel wird 1969 auf Sankt Pauli geboren. Der Vater: Zuhälter, abgehauen. Die Mutter: Blutjung, Kellnerin in einer Bar – oder so was. Seine Jugend ist wild. Den ersten Sex hat er mit 12 – in einem Bordell. Und kurz darauf geht es nicht um die Frage, ob er sich einer Gang anschließen sollte, sondern: welcher … Um Respekt geht es hier, auch um Männlichkeit und das Gefühl dazuzugehören. Und schließlich steht er vor der Kernfrage, auf die alles zuläuft: Werde ich Zuhälter oder nicht? "Bordsteinkönig" ist ein beeindruckendes und ungeschminktes Bekenntnis zur eigenen Herkunft.

"So authentisch kann nur jemand schreiben, der dort war. Ich muss es wissen, denn ich bin noch da." Thomas 'Karate Tommy' Born

"Ein ehrlicher Einblick in den Alltag eines jugendlichen Gangmitglieds auf dem Hamburger Kiez, aber auch eine Hommage an das St. Pauli der 80er Jahre. Lesenswert!" Philipp Grütering, Deichkind

"Man kann St. Pauli verlassen, St. Pauli verlässt einen aber nie. Eine Über-Lebensgeschichte". Hans-Peter Junker, Stern

"Irgendwo zwischen Milieu-Protokoll einer Christiane F. und der Selbstsuche eines Fängers im Roggen, betrachtet mit der Ehrlichkeit eines Klaus Lemke, besitzt das Buch hohe Authentizität und die Getriebenheit der Adoleszenz selbst." Cee Cee

Packend und nah erzählt. Hat mir gut gefallen.

— jiijii

Hätte mir mehr erwartet. Weichgespühlter Egotrip.

— PoerpleOehring

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  • eBook Kommentar zu Bordsteinkönig von Michel Ruge

    Bordsteinkönig

    Klaus Schlehuber

    via eBook 'Bordsteinkönig'

    tolle Darstellung der drogenaehnlichen Struktur von Ehre und Gewalt, die viele Opfer fordert.

    • 2
  • Kindheit und Jugend auf dem Kiez

    Bordsteinkönig

    Cloodia

    05. October 2013 um 21:52

    Die Story in Kürze: Michel Ruge berichtet aus seiner Kindheit, die er auf St. Pauli verbracht hat. Er wuchs auf dem Kiez auf, seine Vorbilder waren Zuhälter, seine Freunde fand er innerhalb einer Straßengang. Michels ganze Familie verdiente ihr Geld auf unterschiedliche Art und Weise im Milieu. Da ist es kaum verwunderlich, dass Michel seinen ersten Sex mit 12 Jahren hatte, die Schule schwänzte und sich mit seinen Fäusten beweisen wollte. Rezension: Das Buch lässt sich sehr leicht lesen; es bedarf keiner großen Konzentration. Ruge schreibt in einer Umgangssprache und auch der für Hamburg typisch norddeutsche Schnack kommt insbesondere in den Dialogen zur Geltung. Es gibt es im Buch keine Längen - die Geschehnisse sind schlüssig aneinander gereiht. Ruge verdeutlicht sehr ansprechend, wie Kids aus St.Pauli, dessen Eltern Ihnen kein gesundes boten, zur damaligen Zeit Anerkennung unter Gleichaltrigen suchten.  Einige von Michels Freunden sind den Drogen oder der Prostitution verfallen. Warum gerade Michel es schafft, sich gegen Drogenkonsum zu positionieren, wird leider nicht ausreichend themtisiert. Fazit: Lesern, die mehr über das St.Pauli der 80er Jahre, die damals dort herrschenden Regeln und über das Miteinander in einer Straßengang, erfahren wollen, kann ich dieses Buch empfehlen. Wer tiefgründige Gedankengänge erwartet, wird hier nicht bedient.

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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    • 1362
  • Eine Jugend auf St. Pauli

    Bordsteinkönig

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    18. March 2013 um 16:07

    Auf die Frage, was Michel, in Hamburg auf Sankt Pauli geboren, mal werden möchte, würde er immer mit Zuhälter antworten. Er kennt es nicht anders. Sein Vater ist Zuhälter und verdient sich sein Geld damit. Viel Geld. Michels Meinung über Frauen - sie sind da, um benutzt zu werden. Michels Kindheit besteht im Umgang mit Huren, wo er sich Süßigkeiten holt und die ihn niedlich finden.  Als er das Alter hat, in eine Gang einzutreten, kommt ihm mehr der Zufall zu Hilfe, denn er wird förmlich von Ümet, einem Gangboss, eingeladen. Seinen ersten Sex hat er mit 12, von nun an ist er ein Mann. Michel Ruge erzählt in seiner Biographie nicht nur über seine Kinder- und Jugendzeit auf St. Pauli, sondern er zeigt die Verhältnisse auf, die seinerzeit dort vorzufinden waren, in denen er aufwuchs. Die Gewaltbereitschaft, die heute vorherrscht, war zu seiner Zeit noch nicht so stark ausgeprägt wie heute, dass man sich Sorgen um seine Kinder machen musste, wenn man sie sich selbst überließ. Michel war so ein Kind, dass sich eher auf der Straße aufhielt, als zu Hause oder gar in der Schule. Wer kann über den Kiez mehr berichten, als der, der dort lebte. Michel berichtet schonungslos über seine Kindheit, über seine Mitgliedschaft in einer Straßengang und über seine Erfahrungen mit Frauen. Es war keine Zeit des Friedens und der Harmonie. Er war schon von klein auf gezwungen, sich zu behaupten, dazuzugehören und sich verteidigen zu können, denn es herrschte eine harte und gewaltbereite Sprache auf der Straße.  Diese Welt, die der Autor hier zeigt, ist mir völlig fremd, ich habe keinerlei Bezug dazu. Umso interessanter ist es, mit Michel in seine Vergangenheit einzutauchen und alles mit seinen Augen zu sehen. Das Denken und Fühlen eines Jungen, der keine Eltern hat, die zu den besser gestellten zählen, sondern eher ein Junge, der das Gegenteil ist. Er zählt zu den "Problemkindern", den sozial niederen Schichten.  Michel Ruge ist durch eine harte Schule gegangen, die Schule des Lebens auf St. Pauli. Er zeigt dem Leser nicht nur die gewaltbereite Seite auf St. Pauli, er zeigt auch die der Drogen, die die Menschen vernichten und letztendlich töten. Er berichtet von Frauen, die für ihn auf den Strich gehen wollen, also genau das tun wollen, was sein eigentliches Lebensziel war, er als Zuhälter. Warum genau das nicht passieren wird, will ich hier nicht verraten, das solltet ihr selbst lesen. Es ist ein lesenswertes Buch aus einer Welt, die anders war als heute, aus einer Welt, die nicht jedem zugänglich war und ist.  Das Coverbild finde ich sehr gelungen, zeigt es einen kleinen Jungen, Zigarette im Mund, Arme in die Seite gestützt, als würde er sagen wollen: Hier bin ich, was kostet die Welt.

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