Rainer M. Schröder Die Medici-Chroniken (2). Der Pate von Florenz

(27)

Lovelybooks Bewertung

  • 30 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 2 Leser
  • 6 Rezensionen
(13)
(6)
(7)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die Medici-Chroniken (2). Der Pate von Florenz“ von Rainer M. Schröder

Marcello ist im Herzen der Macht aufgewachsen - als Spielkamerad der Medici-Brüder Lorenzo und Giuliano. Das große Glück seines Lebens bleibt ihm allerdings gerade deshalb versagt: Seine Liebe zur einfachen Handwerker-Tocher Fiora muss unerfüllt bleiben. Dann kommt der Tag des blutigen Pazzi-Aufstands gegen die Medici. Marcello ahnt nicht, dass einer seiner nächsten Verwandten in das feige Komplott verwickelt ist. Und die Rache Lorenzos ist gnadenlos.

Stöbern in Jugendbücher

No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

Warmherzige Familiengeschichte um das Tabuthema „Samenspenderkinder“. Es hat mein Herz erwärmt & mir Lachfältchen ins Gesicht gezaubert! <3

Tini_S

The Sun is also a Star.

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt hat mir um einen Tick besser gefallen. Warum, erfährt ihr in meiner ausführlichen Rezension!

BeautyBooks

Was andere Menschen Liebe nennen

Konnte mich leider nicht begeistern, fand es richtig langweillig. Schade

Evebi

Aquila

Ein psychologisch spannender Krimi, der zum Miträtseln einlädt und mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte!

Smilla507

Verlorene Welt

Der finale Band hat mir richtig richtig gut gefallen!

Shellan

Myriad High - Was Hannah nicht weiß Band 1

Futuristes Teenie-Schul-Spektakel, das man lesen muss!

diebuchrezension

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken (2) Der Pate von Florenz" von Rainer M Schröder

    Die Medici-Chroniken (2). Der Pate von Florenz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2012 um 21:50

    Was dem Autor im ersten Band der Medici-Chroniken so vortrefflich gelungen ist - den Leser mit Geschichte prima zu unterhalten -, ist ihm mit diesem zweiten Teil vollkommen misslungen. Hier wurde eine faszinierende Geschichte um eine der bedeutendsten Familien der Renaissance regelrecht mit geschichtlichen Fakten vollgestopft und erstickt. Ich fand es mehr als schade, dass Rainer M. Schröder mit Der Pate von Florenz offensichtlich vom erfolgreichen und unterhaltsamen Konzept des ersten Romans abgewichen ist und nur einen Durchschnittsroman abgeliefert hat. Die drei Sterne verdankt das Buch auch nur der Tatsache, das die Liebesgeschichte zwischen Marcello Fontana und Fiora Bellisario mich so schön unterhalten und berührt hat.

    Mehr
  • Leserunde zu "Der Fluch des Mechanicus" von Alf Leue

    Der Fluch des Mechanicus
    aleue

    aleue

    Ich lade alle, die ineressiert sind, ganz herzlich zu einer Leserunde zu meinem vor kurzem erschienenen Historischen Roman "Der Fluch des Mechanicus" ein. Die Leserunde startet am Montag, den 28. November 2011. Mein Verlag, der Societäts-Verlag, hat sich freundlicherweise dazu bereit erklärt, 6 Freiexemplare zu dieser Leserunde bereitzustellen, wofür ich mich an dieser Stelle bedanken möchte. Diese Freiexemplare werden unter denjenigen Teilnehmern verlost, die sich bis zum 21. November 2011 zur Leserunde unter "Bewerbung" anmelden. Die Bücher werden von mir signiert und dann an die Gewinner verschickt, sodass sie pünktlich zum Leserundenstart bei Euch sind. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf eine rege Teilnahme, viele, viele Fragen und Eure Meinungen. Herzliche Grüße, Alf Leue Nachtrag vom 8.11.: Mein Verlag hat die Zahl der Freiexmplare freundlicherweise von 6 auf 10 aufgestockt! :-)

    Mehr
    • 357
  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken (2) Der Pate von Florenz" von Rainer M Schröder

    Die Medici-Chroniken (2). Der Pate von Florenz
    mabuerele

    mabuerele

    17. September 2011 um 18:11

    Es sind 50 Jahre vergangen. Cosimo de Medici ist tot. Das Imperium liegt in der Hand seines Enkels Lorenzo. Auch in der Familie Fontana gab es Änderungen. Sandro hat nach dem frühen Tod von Tessa wieder geheiratet. Der gemeinsame Sohn ist ebenfalls schon verstorben. Der Enkelsohn Silvio wächst zusammen mit den Zwillingsbrüdern Alessio und Marcello aus Sandros zweiter Ehe auf. Als in Mailand Herzog Maria Sforza ermordet wird, werden die Karten in Italien neu gemischt. Maria Sforza war ein Verbündeter der Medici. Nun sehen ihre Gegner, an der Spitze Papst Sixtus, ihre Zeit für gekommen. Sie schmieden ein Mordkomplott … Mit dem zweiten Teil der Medici-Chronik ist dem Autor ein beeindruckendes Zeitdokument gelungen. Gut herausgearbeitet wurden die Ränkespiele zwischen den herrschenden Gruppen in Italien. Die Charaktere der Hauptpersonen sind deutlich gezeichnet. Speziell Lorenzo als historische Person lernen wir mit seinen Stärken und Schwächen kennen. Am Beispiel Fioras, einer jungen Handwerkstochter, wird mir als Leser klargemacht, dass es für Frauen zum Teil lebensgefährlich war, einen Beruf zu erlernen. Andererseits konnte nur diejenige auf eine Heirat in reiche Häuser hoffen, die den Brautpreis aufbringen konnte. Fioras ältere Schwester war durch Heirat gesellschaftlich aufgestiegen, aber für Fiora war kein Geld mehr da. Interessant war für mich an dieser Stelle, dass es die Krankheit Parkinson schon zu dieser zeit gab. Machtspiele und Habgier sind die tragenden Elemente des Romans. Selten wurde in einem Buch so umfassend dargestellt, was es bedeutet, der nachgeborene Sohn zu sein. Das kennzeichnet das Verhältnis Lorenzos zu Giuliano, seinen jüngeren Bruder, aber auch Marcello muss damit leben. Dem Autor bleibt das Verdienst, nicht nur Lorenzos Leben, sondern auch Giulianos ausführlich dargestellt zu haben. Wie sich die Rivalität zwischen beiden im Buch abspielt, dürfte genauso seiner dichterischen Freiheit entsprungen sein wie die Darlegungen zu Giulianos Liebschaft. Es könnte sich aber so abgespielt haben! Sandro lernt in seinen letzten Lebensjahren schmerzhaft kennen, welchen Preis Macht und Ruhm haben. Für mich ist das Buch ein erstklassischer, spannender historischer Roman. Es gibt so viele Feinheiten und Informationen im Text zur Beschreibung des Lebens in Florenz und Rom, dass deren Aufzählung hier den Rahmen sprengen würden.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken (2) Der Pate von Florenz" von Rainer M Schröder

    Die Medici-Chroniken (2). Der Pate von Florenz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. June 2011 um 17:24

    Da ich mit den Büchern von Rainer Schröder aufgewachsen bin, ist er in meinem Kopf eng mit eben diesen Kinderbüchern verbunden und sicherlich wird es vielen ähnlich gehen. Dennoch sollte man sich davon nicht täuschen lassen, auch nicht von der einfachen Sprache, deren sich der Autor bedient, denn die Medici Chroniken und hier bei allem der zweite Band sind auch sehr spannend für Erwachsene. Zuerst war ich vom Zeitsprung innerhalb der Geschichte vom 1. zum 2. Band nicht begeistert. Immerhin hatte ich den jungen Sandro in Band 1 sehr liebgewonnen. Aber der Sprung in der Zeit war genau das Richtige. Er brachte Dynamik durch neue Figuren, er brachte eine Sympathieverschiebung und zeigte, wie sich wer entwickelt hatte. Und auch die Geschehnisse im zweiten Band enttäuschten nicht. Durch eine erneute Verschwörung herrschte Spannung pur, bis zum bitteren Ende. Auch private Tragödien beherrschten die Familien Fontana und Medici- alles verpackt in den unvergleichlichen Schreibstil Schröders. Wie immer ist seine Sprache zwar einfach verständlich, trotzdem aber wahnsinnig bildhaft. Auch fügen sich die italienischen Fachtermini besonders toll ins Buch ein und geben der Geschichte eine feste Verbindung zu Florenz. Toll ist, dass sich die Medici Chroniken nicht scheuen, die historische Grausamkeit anzupacken. Vor allem am Ende des zweiten Bandes schlägt diese voll zu, aber nur wenige Bücher für Kinder und Jugendliche verklären diese Zeit nicht. Der Pate von Florenz ist eines dieser Bücher, das kein Blatt vor den Mund (oder besser: das Wort) nimmt. Desweiteren ist auch die Wichtigkeit des Vatikans in der Politik gut dargestellt. Ein perfekt inszeniertes Buch- ähnlich einer zur Zeit der Medici perfekt inszenierte Ehe, die ebenso im Buch thematisiert wird. Eine erneute Erwähnung müssen auch die Illustrationen finden: Wie bereits bei Band 1 ziert das Deckblatt des Buches ein Bild von Florenz zur Zeit des Romans. Und auch Zitate werden erneut zentriert, die zu den Geschehnissen passen wie keine anderen. Die Medici Chroniken 2- Der Pate von Florenz ist sicher kein Buch, das nur für Geschichtsfreaks verfasst wurde. Im Gegenteil, mit Leichtigkeit bringt es vor allem Kindern den Zauber der Geschichte vor und lehrt, wie durchdacht viele historische Geschehnisse waren. Doch auch als Erwachsener kann man sich diesem Roman nicht entziehen, und einmal darin gefangen, möchte man ihn nie wieder aus der Hand legen, bis zum letzten Wort. Habe ich bei Band 1 noch einmal die Alterseinstufung bewusst gemacht, kann ich dieses Mal getrost sagen: Vergesst diese! Das Buch ist auch für Erwachsene spannend! Dank Herrn Schröder weiß ich wieder, wieso ich Geschichte so toll finde, dass ich es als zweites Studienfach gewählt habe. Und was noch wichtiger ist: Ich weiß, wieso ich meinen zukünftigen Schülern diese Spannung der Geschichte vermitteln möchte. Vielen Dank an den Arena Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

    Mehr
  • Frage zu "Die Teeprinzessin" von Hilke Rosenboom

    Die Teeprinzessin
    CamCam

    CamCam

    Hallo ihr Lieben, in Geschichte nehmen wir grade die mittelalterlichen Handelsfamilien durch - wie z.B. die Fugger. Mich interessiert das sehr und ich würde gerne wissen, ob ihr vllt Bücher kennt, historische Bücher, am Besten noch Jugendbücher (muss aber nicht unbedingt sein) in denen es um die Fugger oder sonstige Handelsfamilien im Mittelalter geht. Es soll einfach irgendwas mit Kaufleuten o.ä. zu tun haben, mich interessiert das nämlich sehr. Am Besten sowas im Stile von "Die Teeprinzessin". Danke schon im Voraus! Liebe Grüsse, CamCam.

    Mehr
    • 13
    _Lotusblume_

    _Lotusblume_

    05. April 2011 um 14:14
  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken (2) Der Pate von Florenz" von Rainer M Schröder

    Die Medici-Chroniken (2). Der Pate von Florenz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. March 2011 um 16:34

    Ganz geschickt schafft es rainer M. Schröder mal wieder seine Leser (oder zumindest MICH!) ins 15. Jahrhundert nach Florenz zu beamen!! und das mit einem unvergleichlichen Geschick und Feinfühligkeit. Nach dem ich den ersten Teil gelesen haben (der mich leider ein winziges kleines bisschen enttäuscht hat), war ich froh, dass mich der 2. Teil wieder so fansziniert hat. Er ist weitausbesser als der 1.! Das Buch hat einen gepackt und nicht mehr losgelassen - mir schwirren immer doch die verschiedensten Medici durch die Köpfe und obwohl mal sehen konnte, mit was für harten und unfairen Mitteln auch die Medici gekämpft hatten, hat man Respekt vor dieser so einflussreichen Familie!! Ich denke, ein ganz besonderes Gefühl hat das Buch dadurch vermittelt, dass Sondro Fontana (der ja im 1. Teil süße 17 jahre war und nun auf ca. 60 geältert ist!) immer noch allgegenwärtig war und man sich gleich mit ihm verbunden gefühlt hat! Ich empfehle das buch auf jeden Fall für alle, die den ersten teil gelesen haben, aber auch für die, die ihn nicht gelesen haben, aber an der Vergangenheit, der Medici oder der italienischen Politik interessiert sind! Es lohnt sich! :) (nur noch eine kurze Bemerkung - zwischen zeitlich sollte man nicht dem Mut verlieren, wenn die die politische lage zu (!!) kompliziert wird. ich verspreche euch, man versteht das buch auch wenn man nicht alle detailierten Verbände und Päkte und was weiß ich nachvollziehen kann!" Viel Spaß beim beamen!! ;)

    Mehr
  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken (2) Der Pate von Florenz" von Rainer M Schröder

    Die Medici-Chroniken (2). Der Pate von Florenz
    Lerchie

    Lerchie

    19. January 2011 um 14:44

    Sandro Fontana war Consigliere der Medici. Seine Frau Tessa war inzwischen verstorben, ebenso sein Sohn Jacopo mit Ehefrau. Zurückgeblieben war deren Sohn Silvio, den er wie ein Vater aufzog. Er hatte wieder geheiratet, und Carmela seine Gattin hatte ihm zwei Söhne geschenkt: Alessio und Marcello. Mit Silvio gab es immer wieder Probleme, er spielte gerne und verlor. So schickte ihn Sandro zu seinem Geschäftspartner nach Pisa. Doch auch das ging schief und er holte ihn zurück, um ihn in seiner, neu aufzubauenden Ziegelei, arbeiten zu lassen. Auch Marcello arbeitete dort. Zu Anfang meuterte er nur, doch irgendwann begann er, zusammen mit zwei Arbeitern, Geld für sich abzuzweigen. Und er geriet auf eine noch schiefere Bahn. Fiora, die Tochter eines Goldschmiedes hatte – verbotenerweise – bei ihrem Vater das Handwerk gelernt. Doch jetzt erwies sich das als gut, denn der Vater war krank, und konnte nicht mehr arbeiten. So machte Fiora die Arbeiten für ihn. Auch die Brosche, die Marcello für seine Mutter bei ihr bestellt hatte. Früher einmal waren die Fontanas Nachbarn des Goldschmiedes gewesen, und Marcello kannte Fiora. Inzwischen stellte er fest, dass er sich in sie verliebt hatte, doch das durfte nicht sein. Nie würde sein Vater mit dieser Verbindung einverstanden sein! War Fiora doch nur eine einfache Handwerkertochter! Marcello war mit den Medici-Söhnen Giuliano und Lorenzo aufgewachsen. Giuliano traf er verkleidet in einer Kneipe. Auf dem Heimweg retteten sie Fiora vor zwei Halunken. Als Giuliano sich dann sehr intensiv nach ihr erkundigte, wusste Marcello, dass er ein Auge auf sie geworfen hatte. Doch das durfte nicht sein. Nicht Fiora! Dann musste Marcello von heute auf morgen für vier Monate weg, um bei einem Bekannten seines Vaters in dessen Ziegelei zu arbeiten. Und in dieser Zeit passierte es dann, dass sich Giuliano sehr intensiv um Fiora kümmerte. Früher einmal waren die Medici die Bank für den Vatikan gewesen. Das war heute nicht mehr der Fall. Jetzt waren es die Pazzi! Und der Papst mit Gefolge hasste die Medici. Gemeinsam heckten sie einen Mordplan aus, der den Ostersonntag zu einem blutigen Alptraum werden ließ… Die Pazzi wollten die Medici ermorden. Ist ihnen das gelungen? Haben sie die wichtigsten Personen von Florenz umbringen können? Konnten sie die Macht übernehmen? Rainer M. Schröder hat eine spannende Fortsetzung des ersten Bandes dieser Trilogie geschrieben. Auch wenn ich das Buch dann und wann aus den Händen legen konnte, es hat mich trotzdem gefesselt., und ich wollte wissen, wie es weitergeht. Ich bin sehr gespannt auf den dritten Teil dieser Trilogie. Das Buch ist jederzeit empfehlenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken (2) Der Pate von Florenz" von Rainer M Schröder

    Die Medici-Chroniken (2). Der Pate von Florenz
    leseratte...

    leseratte...

    15. September 2010 um 01:07

    Florenz, 15. Jahrhundert. Marcello liebt Tessa. Doch er wird sie nie heiraten können, denn er ist zusammen mit Lorenz und Giuliano de‘ Medici aufgewachsen. Sie ist jedoch nur die Tochter eines Goldschmiedes. Doch die tragische Liebe wird von Ereignissen überschattet, die die ganze Republik Florenz in große Gefahr bringen… „Die Medici- Chroniken: Der Pate von Florenz“ ist der zweite Teil der atemberaubenden Trilogie Rainer M. Schröders über das Leben und Wirken der mächtigen Familie Medici in Florenz. Diesmal wird das Leben Lorenzo de‘ Medicis beschrieben, dem Enkel Cosimos, der im ersten Band eine wichtige Rolle gespielt hat. Aber es wird weder aus seiner Sicht berichtet, noch ausschließlich über ihn. Was meiner Meinung nach der Geschichte viel mehr Spannung verleiht und es dem Leser leicht macht, sich mit den wirklichen Hauptpersonen zu identifizieren: Marcello Fontana, der Enkel Sandros, der Protagonist des ersten Bandes und Fiora Bellisario, die Tochter eines Goldschmiedes. Es wäre sehr schwer gewesen Gemeinsamkeiten mit solch außergewöhnlicher, begabter und politisch geschickter Person wie Lorenzo zu finden. Doch mit den beiden jungen Leuten hat der Autor etwas Abstand und „normale“ Personen geschaffen, mit denen man sich sehr gut identifizieren kann. Nach einem etwas beschwerlichen Anfang, ich musste mich erst in die Geschichte hineinlesen und die vielen Fußnoten, die aber notwendig für das Verständnis sind, störten auch ein wenig, entwickelt sich eine äußerst atmosphärisch dichte und sehr spannende Geschichte. Rainer M. Schröder schafft es auch in diesem Buch wieder den Leser zu fesseln. Er stellt die Schicksale so mitreißend und authentisch dar, dass man einfach nur mit dem Personen mit fiebert, leidet und mitfühlt. Die Schicksale sind mir besonders gegen Ende des Buches sehr nahe gegangen, denn auf den 600 Seiten, die beim Lesen einfach verfliegen, wachsen einem die Figuren sehr ans Herz. Man steht zwar auf der Seite der Medici, doch trotzdem zeigt der Autor, dass sie nicht nur gütige Menschen waren, sondern auch ihre Schattenseiten hatten. Eine Darstellung, die Objektivität beweist, auch wenn man ihnen mehr zugewandt ist, als beispielsweise den Pazzi, was ja schon der Titel deutlich macht. Dem erzählerischen und mitreißenden Aspekt gegenüber, steht die Vermittlung von unglaublich viel Wissen. Viele Details werden erzählt, italienische Wörter eingebaut, viele Sachverhalte, die damals üblich waren werden erklärt. Aber es wird nicht langweilig, ganz im Gegenteil während man liest wächst die Begeisterung und Interesse für die Geschichte der Medici immer mehr, so dass selbst das Nachwort, das nur Fakten erzählt, spannend ist. Zudem wirkt es auch gar nicht so, als wolle der Autor dem Leser viele Fakten aufzwingen, sondern sie passen einfach in die Geschichte, untermauern sie und verleihen ihr durch die zum großen Teil vorhandene Authentizität noch mehr Spannung. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Unter Rainer M. Schröders liebevollen Beschreibungen wird das Florenz des 15. Jahrhunderts lebendig. Den Florentiner Maskenball konnte ich vor meinem inneren Auge deutlich sehen, wie auch die engen Straßen, Gässchen und prunkvollen Palazzi. Wer Geschichte langweilig findet, der sollte „Die Medici- Chroniken“ von Rainer M. Schröder lesen, denn wenn er erzählt, wird Geschichte lebendig! Und alle die Geschichte schon spannend finden, werden nicht enttäuscht sein, von dieser faszinierenden Geschichte!

    Mehr