Roland Adloff Der Advocatus

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Inhaltsangabe zu „Der Advocatus“ von Roland Adloff

Legt die anglo-amerikanische Horrorliteratur ihren Schwerpunkt oft auf die Schrecken des Übernatürlichen und Jenseitigen, so geht es dem Berliner Roland Adloff in seinem Roman <i>Der Advocatus</i> um die historische Realität menschlicher Grausamkeit.<p> Der junge Advocat Herzfeld beendet sein Studium der Rechtswissenschaft in Halle, um zu seinem Onkel, dem einflussreichen Geheimrat Avenarius nach Berlin zu ziehen. Dieser verhilft ihm auch schon bald zu seinem ersten Fall. Er soll vor Gericht die Verteidigung eines angeblichen Diebes übernehmen. Herzfeld stellt fest, dass der Mann unschuldig ist, doch der scheinbar einfache Fall erweist sich als weitaus komplizierter als angenommen.<p> Kurze Zeit nach seiner Ankunft in Berlin überwirft sich Herzfeld mit seinem Onkel, der über die neumodische, aufgeklärte Rechtsauffassung seines Neffen nur die Nase rümpfen kann. Avenarius glaubt fest an die althergebrachten Lehren Carpzovs, nach denen die Folter das einzig wahre Instrument der Justiz ist. Der junge Herzfeld setzt sich für seine Überzeugungen ein, muss jedoch feststellen, dass er buchstäblich mit dem Feuer spielt. Die Lösung eines einzelnen Falles wird zum verbissenen Kampf des mittelalterlichen Justizwesens gegen die Verfechter von Erneuerung und Menschlichkeit.<p> Adloffs umfangreiche Kenntnis des Justizwesens der Barockzeit beeindruckt ebenso wie seine große sprachliche Virtuosität. Das Berlin des ausgehenden 17. Jahrhunderts erwacht mit all seiner Sinnenfreude und Grausamkeit zum Leben. Dabei gelingt es dem Autor hervorragend, die überschwängliche Genusssucht des königlichen Hofes mit den Lebensverhältnissen in den Gassen Berlins zu kontrastieren.<p> Überaus realistisch beschreibt der Roman die unmenschliche Prozedur von Kerkerhaft, Folter und Hinrichtung, wie sie zu jener Zeit üblich war. Die Hauptfiguren des Romans sind gefangen in einer Maschinerie aus Machtmissbrauch und Rechtswillkür, deren Logik sich auf beinahe kafkaeske Weise in sich selbst dreht und aus der kein Entkommen möglich scheint. Faszinierend und spannend bietet Roland Adloff in seiner teilweise auf historischen Begebenheiten beruhenden Geschichte einen Einblick in eines der düstersten Kapitel des deutschen Rechtswesens. <i>--Sara Schade</i>

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