Heilige Pracht

von Scot McKendrick und Kathleen Doyle
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Heilige Pracht
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Inhaltsangabe zu "Heilige Pracht"

Schönheit, Reichtum und Wert illuminierter Handschriften sind einmalig. Auf dem Höhepunkt mittelalterlicher Buchkunst entstanden in allen Teilen der christlichen Welt prächtige Bibeln, Psalter und Evangeliare. Für diesen edel in Halbleinen gebundenen Band öffneten berühmte Bibliotheken in London, Rom und New York ihre Tore. Scott McKendrick und Kathleen Doyle lassen uns eintauchen in die mehr als tausendjährige Geschichte der mittelalterlichen Bibelillustration und erklären Entstehung, Bedeutung und Besonderheit der kunstvollen Codices. Großzügige Bildstrecken und plastische Details erwecken die Aura der Originale. Vorgestellt werden auch das Evangeliar von Lindisfarne, die Arnsteiner Bibel und der Queen Mary Psalter.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783806236170
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Erscheinungsdatum:01.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    SeilerSeitevor einem Jahr
    prächtiges Buch über prachtvolle Bücher

    Schon zu Beginn erhält der Leser nützliche Informationen zum Gebrauch des Buches. Es finden sich Angaben zur Zitation der abgebildeten Handschriften, ein Abkürzungsverzeichnis und Hinweise zur Literatur. Damit entfällt das lästige Suchen und Nachschlagen dieser Dinge in einem Anhang irgendwo am Ende des üppigen Bandes. Das sehr ausführliche Vorwort gibt einen Überblick über den Inhalt des Werkes und bietet interessante Hintergrundinformationen. Es erklärt die Entstehung des biblischen Kanons und früher Übersetzungen und führt in das Handwerk des Schreibens und der Kunst der Illumination (= Illustration) ein.

    Nach einem Überblick über die Entstehung der vorgestellten Handschriften wird zudem erklärt, warum gerade Bibeln so prachtvoll illustriert wurden und daher so gut erhalten sind. Die vertiefenden Hinweise zu Materialien, Zweck und Typen der Illumination runden die Einführung in den kunsthistorischen Hintergrund der nun folgenden Handschriften ab. Den einzigen Störfaktor dieser Einführung bildet die etwas durcheinandergewürfelte deutsche Grammatik.

    Die 45 vorgestellten Bibeln sind chronologisch geordnet, beginnend mit den Kanontafeln des Eusebius aus dem 6./7. Jh., den Abschluss bildet eine Schrift auf Äthiopisch aus dem 17. Jahrhundert. Ein Anliegen der beiden Autoren, die in der renommierten British Library tätig sind, besteht darin, die seltenen Schriften einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Bisher waren die Manuskripte vorwiegend im Archiv oder in einzelnen Ausstellungen zu sehen. Zudem wird auf die Internetseite der Library verwiesen, auf der immer mehr Schriften digitalisiert eingesehen werden können.

    Die geografische Bandbreite der illuminierten Texte reicht vom Evangeliar von Lindisfarne im Norden Englands über London, Paris, Aachen, Rom u.v.a bis nach Konstantinopel und Jerusalem im Osten. Somit sind die wesentlichen Zentren des Christentums in der Zeit des Mittelalters abgedeckt. Jede Handschrift begleitet eine Beschreibung, die den Titel, die sowohl Sprache, den Abfassungszeitraum, den Umfang und die Maße angibt. In den Artikeln werden sowohl die Hintergründe der Entstehung und wichtige Persönlichkeiten erläutert, als auch Hinweise auf stilistische Besonderheiten der Illustrationen gegeben. Eine knappe Literaturangabe rundet jede Bibelvorstellung ab.

    Doch nun zum Wichtigsten: Was wäre ein epischer Bildband über Prachthandschriften ohne seine Bilder? Hier kann sich die Arbeit der British Library in Bezug auf die Visualisierung der Dokumente wirklich sehen lassen. Die hochauflösenden Scans zeigen auch kleinste Details messerscharf. Die durchgehend farbigen Abbildungen sind vorwiegend seitenfüllend, zuweilen werden Ausschnitte in einem kleineren Format präsentiert. Das Buch leistet damit zugleich einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der prächtigen Illustrationen, da die Originalpergamente als organisches Material auch bei bester Aufbewahrung dem Verfall preis gegeben sind.

    Mit der gelungenen Auswahl an handgeschriebenen Bibeln, den brillanten Abbildungen und interessanten Erklärungen avanciert dieser kunsthistorische Bildband zu einem neuen Schatz im Bücherregal.

    Originaltitel: "The Art of The Bible. Illuminated Manuscripts in The Medieval World"
    Seitenzahl: 336
    Format: 26,2 x 31,8, gebunden
    Verlag: Theiss

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