Teddy Podgorski Geschichten aus dem Hinterhalt

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Inhaltsangabe zu „Geschichten aus dem Hinterhalt“ von Teddy Podgorski

Die Fernseh-Legende Teddy Podgorski erzählt wahre und erfundene Geschichten, Erlebtes und Erdachtes, Geschichten, in denen das Komische und das Tragische nahe beisammen liegen. Mit ironischem Blick porträtiert er skurrile Gestalten und Sonderlinge: unter anderem einen Bestatter, der nicht verstehen kann, warum man sich in einem Raum voller Särge nicht wohl fühlen sollte, und der sich mit dem Bau seines eigenen Mausoleums ruiniert; einen ehemaligen Offizier, der auf dem Rücken der Pferde nicht nur alles Glück, sondern auch seinen Untergang findet; einen Mann, der im Wohnzimmer ein Segelflugzeug baut; und einen Oldtimer-Freak, der endlich sein lange gesuchtes Traumauto findet - allerdings wie ein Ikea-Möbel in alle Einzelteile zerlegt.
Podgorski mischt leichtfüßige Anekdoten und Geschichten voll schwarzem Humor und gibt so einen Einblick in die viel zitierte und oft missverstandene österreichische Seele. Dabei erweist Podgorski sich als begnadeter Erzähler, als liebevoller und scharfzüngiger Beobachter aus dem Hinterhalt - und als grandioser Entertainer.

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  • Rezension zu "Geschichten aus dem Hinterhalt" von Teddy Podgorski

    Geschichten aus dem Hinterhalt

    gurke

    28. February 2011 um 22:12

    Teddy Podgorski ist eine Fernseh-Legende aus Wien und weiß viele Anekdoten zu erzählen. 32 Stück sind in "Geschichten aus dem Hinterhalt" auf 164 Seiten zusammengefasst. Alle Geschichten sind mit viel Charme aus Österreich gewürzt und gleichzeitig sehr liebenswert geschrieben. Es klingt auf jeden Fall richtig typisch für den Leser. Alles klingt amüsant und aus dem Leben gegriffen. Ein amüsanter Schmöker für zwischendurch. Dieser Band voll Kurzgeschichten, hat man in rasanter Geschwindigkeit durchgelesen. Die Anekdoten sind recht kurz und schnell gelesen. Allerdings ist es oft recht schwierig sich in das Geschehen reinzudenken, wenn man so gar keine Ahnung vom Wiener Slang hat. Aus diesem Grund konnte ich das Buch trotz aller Kürze auch nicht in einem Rutsch durchlesen, sondern musste es immer wieder bei seite legen. Manche Episoden sind richtig toll und amüsant geschrieben, während man mit anderen Anekdoten so gar nichts anzufangen weiß. Der Titel "Geschichten aus dem Hinterhalt" verwirrt Anfangs etwas. Man erwartet hinterhältige und niederträchtige Erzählungen, was aber so gar nicht der Fall war. Positiv muss noch erwähnt werden, dass die meisten Geschichten entweder zum Nachdenken angeregt haben, oder zumindest eine Moral hatten. Im Großen und Ganzen, war das Buch amüsant und herzallerliebst. Richtig schön, wenn man nur wenige Minuten Zeit für eine Kurzgeschichte hat. Einige Anekdoten haben mich aber so gelangweilt, weil ich mit den Insidern aus Österreich so gar nichts anzufangen wusste. Für Leser, die aus diesem Land kommen oder auch sonst voll involviert sind, sicherlich ein gutes Buch. Mir haben leider nur wenige Anekdoten gefallen.

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  • Rezension zu "Geschichten aus dem Hinterhalt" von Teddy Podgorski

    Geschichten aus dem Hinterhalt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. February 2011 um 18:37

    Die "Wirklichkeit" des Fernsehens ist nicht zu ergründen. Künstler versuchen nicht selten, die Wirklichkeit zu ändern, um uns die "Wahrheit" präsentieren zu können. Im Fernsehen ist das natürlich umgekehrt, denn dort existiert eine andere Wirklichkeit. Teddy Podgorski kann ein Lied davon singen, insbesondere wenn ihn hin und wieder längst vergessene Peinlichkeiten, "die man nach dem Prinzip der Vergangenheitsverklärung längst gelöscht hat", auf grausame Art und Weise einholen. So die ihn ansprechende ältere Dame, die ihn nach seinen musikalischen Ambitionen befragt und sich sehr sicher ist, dass sie ihn schon Klavier spielen gehört hat. Sicher war sie sich ebenfalls, unverkennbare Ähnlichkeiten mit ihrem Bruder ausmachen zu können und sie wisse natürlich auch, dass er der "Herr Nidetzky" sei! In diesem Zusammenhang erfahren wir auch, was es mit dem "Mannswörther Syndrom" auf sich hat. Genauer gesagt geht es um den Unterschied des äußeren Erscheinungsbildes von Herrn Kulenkampff privat und in "Wirklichkeit" ... Herrlich sind diese "Geschichten aus dem Hinterhalt", wobei der Titel im Nachhinein eher verwirrt, denn Podgorski erzählt keineswegs aus einer hinterhältigen Position. Vielmehr faszinieren ihn die zahllosen Geschichten in unserer Geschichte, die alle gar nicht erzählt werden könnten, weil dafür schlicht der Platz fehlt. Deshalb greift er gut dreißig Episoden mitten aus dem Leben heraus und skizziert diese auf ebenso einfache, wie ausdrucksstarke Weise. Hierbei hebt er aber nicht, wie eine schwarze Gestalt, die in einer dunklen Ecke kauert, mahnend den Zeigefinger, sondern erfreut sich und uns an den kleinen aber eindrucksvollen Anekdoten, die das Leben täglich in mannigfaltigen Farben diktiert. Geht es in "Liebestod" um die traurigste aller Geschichten, gelangt der Autor in "Die Geschichte meiner Schreibmaschine Olympia International Ser.Nr. 6849" zu erstaunlichen Erkenntnissen, was die grundsätzliche Geräuschentwicklung beim Schreiben betrifft. Als Mitbesitzer des geschichtsträchtigen Wiener Innenstadtlokals "Gutruf" dürfen natürlich einige Episoden aus der Qualtinger-Zeit, in welcher das Lokal von Hannes Hoffmann geführt wurde, nicht fehlen. Helmut Qualtinger kommt selbstverständlich persönlich zu Wort und beweist sich als genialer Konfliktlöser am Telefon! Den Traum vom Fliegen kann man sich auch in einer kleinen Wohnung realisieren, denn wenn die Mittel für eine entsprechende Halle fehlen, müssen eben die Möbel etwas beiseite gerückt werden. Ob eine gute Ehe solche Aktivitäten aushält, erfahren wir in "Airborn" ebenso wie das Ergebnis mangelhafter Vorbereitungen und Planungen, was die Größe der fertigen Bauteile des Flugzeugs betrifft. Die genauen Maße der Fensterrahmen sowie die entsprechenden Gegebenheiten im Treppenhaus sollten unbedingt vorab berücksichtigt werden. Österreich soll das Land der Provisorien sein, was mir bis dato noch gar nicht bekannt war. Teddy Podgorski liefert in "Provisorium" den ebenso kurzen wie bündigen Beweis. Welch Ungemach in diversen Lokalitäten durch überhöhten Alkoholgenuss entstehen kann, erläutert er in "Olympia" sowie in "Tabucco mit Spitz", und so ganz nebenbei erhalten wir Aufklärung darüber "Warum in manchen Zeitungsredaktionen Boxer arbeiten". "Standard Steel" und "Der Auto-Autist" erlauben tiefe Einblicke in ausgeprägte Leidenschaften des Autors, was ausgefallene Automobile betrifft. Sind es nun die fahrbaren Untersätze der feineren englischen Art oder italienische Rostlauben ohne Bodenfreiheit! Sehr gelacht habe ich auch über den Herrn Generalmusikdirektor, der preisgibt, weshalb er ein solcher überhaupt geworden ist; ebenfalls über die Abgründe, die sich zwischen bronzenen, silbernen und goldenen Auszeichnungen befinden, sowie einer der größten Katastrophen, die Österreich jemals heimgesucht hat. Traumatische Erinnerungen wecken der Einmarsch der deutschen Truppen 1938, die Einführung des Euro und der Ausverkauf der österreichischen Wirtschaft an deutsche Banken. Weitaus schlimmer gestaltete sich allerdings der Einmarsch des deutschen Humors ...! Tragische Komödien sind das, zusammengetragen von einem aufmerksamen Beobachter, der Realität und Fiktion gekonnt zu mischen weiß und dabei die Schatten nicht vergisst, die seine Protagonisten mitunter überspringen (wollen) ... © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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