Trix Niederhauser Denn vom Trauern kommt der Tod

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Inhaltsangabe zu „Denn vom Trauern kommt der Tod“ von Trix Niederhauser

Brunhilde Schwarz ist über achtzig und sieht aus wie eine nette alte Dame. Sie lebt im Heim, strickt Socken, erfreut sich an den monatlichen Vorträgen der Flötengruppe, singt mit Inbrunst Kirchenlieder und lauscht der sonntäglichen Predigt. Gelegentlich wirkt sie leicht verwirrt. Wenn Sie ihr helfen, lächelt sie dankbar – aber Vorsicht! Im Kostüm der Harmlosigkeit steckt eine erfahrene Mörderin.
Sorgsam aufbewahrt in ihrem roten Heft, hat Brunhilde all ihre Geheimnisse gesammelt. Hinter den eingeklebten Todesanzeigen und Nachrufen steckt mehr, als Sie ahnen. Nicht jeder stirbt eines natürlichen Todes, auch wenn es so aussieht.
Doch selbst die Tage eines Racheengels sind gezählt. Zeit, die alten Geschichten zu erzählen, die Opfer zu nennen, die Hintergründe auszuleuchten.

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  • „Und ich sah alles an, was ich gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut."

    Denn vom Trauern kommt der Tod

    Taluzi

    10. December 2013 um 15:32

    „Und ich sah alles an, was ich gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Mord“, Seite 142. Dieser ungewöhnliche Kriminalroman erzählt in der Ich-Perspektive von Brunhilde Schwarz. Hilde ist mittlerweile über 80ig Jahre alt und lebt im „Gefängnis“. In ihren letzten Tagen lässt sie ihr Leben von der Kindheit bis jetzt Revue passieren und erinnert sich an die ein oder andere Tat, die sie in ihrem Leben begangen hat: „die Rache ist mein, ich will vergelten zur Zeit...“ (5. Buch Moses32, Vers35) Seite 54. Der Erzählstil ist sarkastisch erzählt und der Text immer wieder mit Bibelzitaten bestückt. Obwohl viele Bibelzitate vorhanden sind, hat man als Leser nicht das Gefühl, dass es ein sehr christliches Buch ist. Wer will, kann die Zitate auch überlesen. Sie passen einfach gut zur Geschichte, da Brunhildes Familie jeden Sonntag in die Kirche ging, weil der Großvater der Dorfpastor war. Als Hildes Großvater starb war sie 14 Jahre alt und nur Hilde wusste, dass ihr Großvater nicht eines natürlichen Todes gestorben ist! Auch wenn die Spannung nicht so groß ist wie bei einem Krimi, so lässt sich dieser Kriminalroman flüssig lesen und nimmt den Leser mit in die Erinnerungen einer nach außen netten alten Dame. Die Erinnerungen sind chronologisch. Es erfolgt ab und zu mal ein Zeitenwechsel, in dem Erlebnisse aus Hildes jetzigem Leben berichtet werden, von ihren Mitbewohnerinnen und dem Pflegepersonal, dass sie oft an der Nase herumführt. Ihre Erinnerungen und Geheimnisse sind in einem kleinen roten Heft dokumentiert. Ihr Leben war wenig Selbstbestimmt, erst bestimmte ihr Vater, dann ihre Mutter und schließlich ihr Mann. Die Rache aber bestimmte Hilde!Sorgfältig hat Hilde Todesanzeigen und Zeitungsausschnitte in ihr rotes Heft eingeklebt. Nicht jeder Tod ist ein natürlicher! Das Cover von „Vom Trauern kommt der Tod“ gefällt mir nicht. Es ist hauptsächlich schwarz und in der Mitte vom Cover liegt auf einer weißen Matratze ein Engel. Der Engel ist eine junge Frau mit wirren Haaren. Hätte der Klappentext mich nicht neugierig gemacht, am Cover wäre ich vorbei gelaufen. Diesen ruhig erzählten Kriminalroman kann man gemütlich auf dem Sofa lesen. Mir hat er gut gefallen! 

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