Was haltet ihr von Genremix?

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Gea

vor 3 Jahren

Da meine Romane nie wirklich allein in ein Genre passen, würde es mich interessieren, wie wichtig es euch ist, dass ein Buch in genau einem Regal in der Buchhandlung zu finden ist. Gibt es Mixturen, die ihr bevorzugt? Gibt es Elemente eines Genres, ohne das ihr einen Roman dieses Genres nicht lesen mögt?

Sardonyx

vor 3 Jahren

Also, meine Meinung heißt - die Mischung machts! Ich mag es, wenn verschiedene Genre aufeinanderprallen, obwohl manche Mischungen willkürliche Kreuzungen sein können. So könnte ich mir z. B. kein Horrorbuch vorstellen, wo geflügelte Einhörner Boten von märchenhafter Fantasie sind und zwei Zombies eine unsterbliche Liebe füreinander entdecken und dabei in eine thrillermäßige Verschwörung gezogen werden. Und am Ende ein goldenes Happyend im Zombieland.
Aber, hey, das wäre eine Idee vielleicht für einen Autoren irgendwo auf der Welt!

Gea

vor 3 Jahren

@Sardonyx

Das ist ja mal eine Idee, Sardonyx. Zombies in love. Ich muss da an den Film From dusk till dawn denken, erst Thriller, dann Horrorfilm und als Schnittstelle zwischen beidem ein Schlangentanz. Der Fantasie sollten wirklich keine Grenzen gesetzt werden.

Wedma

vor 3 Jahren

Genremix ist inOrdnung. Die Aufteilung in die Genres ehe weniger. Eine Erfindung der Verkäufer, nicht der Autoren. Und nun richten sich auch die Leser danach, obwohl denen dadurch viele lesenswerte Geschichten verwehrt bleiben, da nicht in eine bestimmte Schublade passen und dem Leser erst gar nicht zugänglich gemacht werden.
Für mich kommt es auf das Wie an. Wenn perfekt umgesetzt worden, dann steht dem Glück nicht viel im Wege 😃.

Gea

vor 3 Jahren

@Wedma

Stimmt, Wedma, das denke ich auch - dem Leser wird so manche Geschichte vorenthalten. Andererseits verstehe ich auch die Händler, die Probleme haben, ein Genremixbuch passend zu vermarkten und zu verkaufen. Vielleicht würde ein Extratisch helfen - Vermischtes. Oder dass man die Genres weniger streng auslegt.
Perfekt umgesetzt - das ist ja auch so eine Definitionsfrage. Mir fällt dazu spontan eine Tütensuppe ein, die Jedermanns Geschmack trifft, aber perfekt ist sie trotzdem nicht.

Wedma

vor 3 Jahren

@Gea

Nun zumindest zufriedenstellend umgesetzt. Gutes Handwerk sieht man und sollte es zu schätzen wissen.
Und Tütensuppen sind längst nicht jedermanns Sache. Bei mir darf man mit so etwas nicht ankommen, egal, ob der Begriff sich auf die Texte oder speiseähnliche Substanzen bezieht.

widder1987

vor 3 Jahren

Gea schreibt:
Da meine Romane nie wirklich allein in ein Genre passen, würde es mich interessieren, wie wichtig es euch ist, dass ein Buch in genau einem Regal in der Buchhandlung zu finden ist. Gibt es Mixturen, die ihr bevorzugt? Gibt es Elemente eines Genres, ohne das ihr einen Roman dieses Genres nicht lesen mögt?

Find´s irretieren, wenn nur "Roman" drauf steht und in ist Krimi oder Thriller...

Ich wünsche mir, dass auf den Buchdeckel neben den Gerne auch eine weitere Zusatz steht, aus welchen Thematiken oder/und Zeitepochen der Inhalt des Werkes stammt...Es gibt 'histrorische Romane', die gleichzeitig auch Kriminalramone sind oder wo einfach keine Hinweis auf den Inhalt zufinden ist und daraus ein 'Sammelung' von Kurgeschichten von mehren Autoren/innen einen erwartet.

Sowas find ich sehr traurig, wie soll der "Verbraucher" dann die "richtige Ware" finden, die er sucht????

Gea

vor 3 Jahren

@Wedma

Lach, Tütensuppen sind auch nicht das, was ich favorisiere, aber ihr Geschmack ist als kleinster gemeinsamer Nenner perfekt abgestimmt. Perfekt gemixt, gewissermaßen, anders als eine individuell gekochte Suppe aus - sagen wir - Kohlrabi.
Beim 'guten Handwerk' stimme ich dir zu, obwohl ich auch hier vermute, dass dank unterschiedlicher Geschmäcker selbiges unterschiedlich beurteilt wird. Manche lieben z.B. Adjektive, andere mögen es stringent.

Gea

vor 3 Jahren

@widder1987

Da stimme ich dir zu. Evtl. hilft es ja, solche Romane in Haupt- und Untergenre einzuteilen. HR mit Krimitendenz z.B.
Roman steht wohl oft nur als Notlösung drauf, um ihn vom Sachbuch abzugrenzen.

widder1987

vor 3 Jahren

@Gea

Es lang ja zu, wenn es einfach in Klammer gesetzte Hinweis sind:

"Histroischer (Kriminal)Roman" oder Roman als Hauptgerne und kleingedruckt Horror bwz. Love usw.

Das wär schon ein großere Schritt der Verlage und die Buchhändler können ihrer Regal wie bei Reiseführer in der Hauptgerngruppe in Thematikrubriken untergliedern, die wiederum nach national und international -eventuelle auch Länder- und Kontientenstypisch-...

Aber hat der Verfasser/in des Werkes da ein Einfluss, was das Schriftwerk für einen "Eingleiderung" in der (moderne)cLiteratuer bekommt oder verpasst der Verläger dem Werk eine Rubrik, wo das Buch am besten vermarktet wird????

Gea

vor 3 Jahren

@widder1987

Manchmal haben Autoren Einfluss, meistens nicht. Manchmal staune ich - wie wohl viele Leser - über die Rubrik, in die ein Roman vom Verlag gesteckt wurde.
Da die Genreeinteilung die Lesererwartung schürt, sollte man sich oft mehr Mühe damit geben, einen Roman einzusortieren, finde ich. Wenn ein Roman aber etwa einfach als Krimi gehandelt wird, wie das z.B. bei meinem Zündstoff der Fall ist, dann sollte ein Leser drauf gefasst sein, dass die Bandbreite der Krimis eben von ... bis ... geht.
Insofern finde ich es sehr gut, dass man sich anhand von Rezensionen, auf den Autorenseiten und aus anderen Quellen zusätzlich informieren kann.

Aber wer weiß, vielleicht kommt ja irgendwann die Roman-Ampel: rot für Spannung, grün für Gefühl und gelb für 'intellell' ;)

widder1987

vor 3 Jahren

Gea schreibt:
Aber wer weiß, vielleicht kommt ja irgendwann die Roman-Ampel: rot für Spannung, grün für Gefühl und gelb für 'intellell' ;)

Cool...da wär ich total dafür und trotzdem kann der Buchdeckel noch zusätzlich inhaltliche Kurzwissen aufweisen...;)

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