Alexandra Walczyk Die Gesichter der Steine - Bloß kein Indianer sein

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Inhaltsangabe zu „Die Gesichter der Steine - Bloß kein Indianer sein“ von Alexandra Walczyk

“…Nur weil ich wie ein Indianer aussehe, heißt das noch lange nicht, dass ich einer sein will. Und ich will keiner sein. Ich will James Powell sein. Was ist falsch daran?“ Diese Fragen beherrschen das Denken des vierzehnjährigen James, der seit seinem zweiten Lebensjahr das behütete Leben eines ganz normalen amerikanischen Jungen führt. James möchte nichts weiter sein als eben James, doch gerade das scheint immer unmöglicher. Als Kind von seiner indianischen Mutter zur Adoption freigegeben, hat James sich bisher strikt geweigert, etwas über seine tatsächliche Familie wissen zu wollen. Mehr und mehr zieht er sich in sich selbst zurück und wird immer öfter Opfer seiner ohnmächtigen Wut und längst vergessen geglaubter, verletzter Gefühle. Bis er tatsächlich auf die Reservation geschickt wird, um seinen indianischen Vater zu treffen. Doch das Treffen läuft anders als erwartet…

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  • Rezension zu "Die Gesichter der Steine - Bloß kein Indianer sein" von Alexandra Walczyk

    Die Gesichter der Steine - Bloß kein Indianer sein
    Thunderdreamer

    Thunderdreamer

    14. December 2012 um 18:21

    Der vierzehnjährige James wächst als Adoptivkind weißer Eltern in einem wohlbehüteten Zuhause auf... Oftmals überkommen ihn unbestimmte Ängste, er empfindet eine für ihn unerklärliche Wut. Doch dann schicken ihn seine Eltern dorthin, wo er seinen richtigen Vater, seine eigentlichen Verwandten, seine leibliche Familie, treffen soll...nach South Dakota, zu den Lakota...einem Indianerstamm! Und genau das ist es doch eigentlich, was er nicht sein will. Ein Indianer! Auch wenn er, rein äußerlich, einer ist, das lässt sich nicht verleugnen. Anfangs nur widerwillig reist er in den Westen...und dort passiert dann etwas, was er selbst nie für möglich gehalten hätte. Er mag seine "neuen" Verwandten, lernt seinen Vater nach und nach kennen und respektieren, beginnt sich für die Kultur und das Land, mit dem sie verbunden ist, zu interessieren. Seine "Wut" verfliegt immer mehr, er begreift sich langsam als Teil eines Ganzen, etwas, was er so noch nie zuvor empfunden hat...findet zum Schluss des Buches zu sich selbst und seiner Identität. Als Indianer und als Kind seiner Adoptiveltern. Kein Widerspruch, sondern Teil seines Lebens! Ein sehr schön geschriebenes Jugendbuch, ein sicher etwas heikles Thema wird dem Leser verständlich und ohne "um den heißen Brei" herumzureden nahegebracht. Wer bin ich? Für viele Jugendliche eine zentrale Frage. Das Leben der Indianer heute, oftmals am Rande der amerikanischen Gesellschaft, Alkoholismus, Arbeitslosigkeit, aber auch das Besinnen auf die alte Kultur des Volkes, ihre Werte und Sprache, ihre Liebe und den Respekt gegenüber der Natur. Sehr lesenswert, sicher auch für Schulklassen geeignet, bietet viel Diskussionsstoff über das Leben und die Kultur der "Indianer" heutzutage. Einziger "Kritikpunkt" hierbei wäre für mich vielleicht die Einstufung des Buches als Lektüre ab 12 Jahre. Ich denke, angesichts der hier behandelten Thematik, dass es eher für Leser ab etwa 14 Jahren zu empfehlen wäre. Sehr lesenswert, man kann auf weitere Bücher der Autorin gespannt sein!

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  • Rezension zu "Die Gesichter der Steine - Bloß kein Indianer sein" von Alexandra Walczyk

    Die Gesichter der Steine - Bloß kein Indianer sein
    KleinerVampir

    KleinerVampir

    12. December 2012 um 13:14

    Buchinhalt: „Bloß kein Indianer sein.“ Der 14jährige James steckt in einer tiefen Sinnkrise. Mit zwei Jahren wurde er von seiner indianischen Mutter zur Adoption freigegeben und wuchs behütet und geliebt bei seinen Adoptiveltern, den Powells auf, wo er das Leben eines ganz normalen amerikanischen Teenagers lebt. Doch nicht ganz – in seinem Inneren staut sich eine Wut, die stärker als jedes Feuer brennt. Denn der Junge, der ihn morgens aus dem Spiegel anschaut, kann seine offensichtlichen indianischen Wurzeln nicht verleugnen. Eines Tages zu Beginn seiner Sommerferien trifft seine Mutter Catherine eine schwerwiegende Entscheidung: James soll ein paar Wochen im Reservat seiner Vorfahren verbringen – und seinen leiblichen Vater kennen lernen. Der Junge ist alles andere als begeistert, willigt aber schließlich in das Experiment ein. Mit dem Flugzeug macht er sich auf den Weg von Chicago nach Sioux Falls. Abgeholt von Verwandten und nach stundenlanger Autofahrt ins Nirgendwo kommt James schließlich im Land der Lakota an. Sein Vater, Frank Stands Alone, saß im Gefängnis wegen kleinerer Delikte, James erfährt schließlich die Wahrheit über seine leibliche Mutter und er scheint immer mehr in „Indianerland“, wie er es nennt, anzukommen. Sein Vater hat wieder geheiratet – plötzlich hat James zwei jüngere Schwestern und jede Menge Verwandte, die ihn mit offenen Armen empfangen. Als er am Wochenende zu seinem ersten Powwow, einem indianischen Fest mit Tanz und Gesang, geht, empfindet er immer mehr die Verbindung zu seinem Lakota-Ursprung. Aus James Powell wird James Stands Alone. Doch erst, als James seine Großmutter, eine Schamanin und Medizinfrau, kennen lernt und durch die Schwitzhüttenzeremonie ganz in die Familie aufgenommen wird, akzeptiert er seine Wurzeln und kommt wirklich an. Persönlicher Eindruck: Alexandra Walczyk, die selbst einen Sommer lang das Leben in einer indianischen Großfamilie zwischen Reservat und Stadt, zwischen Armut und Tradition erleben durfte, hat aus den Aufzeichnungen in ihrem Reisetagebuch einen wunderbaren, berührenden Jugendroman geschaffen. Die Sprache ist wundervoll und plastisch, die Orte und Personen lebendig und authentisch. Man fühlt sich sofort ins Land der Lakota versetzt, meint, die Trommeln und Gesänge der Powwows zu hören, wenn man die Augen schließt. Die Zerrissenheit von James Powell-Stands Alone ist nachvollziehbar und die Handlung voller Tiefgang, so dass die Seiten einfach so dahin fliegen und man auch am Ende seiner Sommerferien gerne wüßte, wie es weiter geht. Das Buch gibt einen authentischen und spannenden Einblick in das Leben der heutigen Indianer, der Ureinwohner Amerikas. James‘ Entwicklung von der Ablehnung über Akzeptanz hin zur Identifikation mit seinen Wurzeln ist prima ausgearbeitet und das Flair einer indianischen Großfamilie, die Gastfreundschaft und Herzlichkeit machen den Roman zu einem absoluten Lesevergnügen!

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