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Rezension zu "Eine Träne hat mich gerettet" von Angèle Lieby

Unterschätzt Kopfschmerzen mal besser nicht
TanteGhostvor 6 Monaten

Erst starke Kopfschmerzen dann Koma und der schwere Weg zurück, in ein normales Leben.

Inhalt:
Erst verlässt die Protagonistin ihre Arbeitsstelle. Doch zu Hause werden ihre Kopfschmerzen nicht besser und ihr Mann bringt sie ins Krankenhaus. Doch dort gehen die Leiden erst richtig los. Erst will man ihr gar nicht helfen und dann liegt sie mit vollem Bewusstsein im Bett, kann sich nicht wehren oder bemerkbar machen und muss einiges erleben.
Als sie dann wach ist, muss sie alles komplett neu lernen. Doch auch jetzt kommt es vor, das man sie nicht ernst nimmt. Ihr steht ein schwerer Weg bevor, wenn sie ins Leben zurück will.

Der erste Satz:
„Wo bin ich?“

Der letzte Satz:
„Ja, ich gebe es gern zu: Ich bin ein Glückskind.“

Fazit:
Erst eine Zeitreise und jetzt Schicksal. Die Zusammenstellung auf meinem SuB lässt sogar mich den Kopf schütteln.
Obwohl die Lektüre zu diesem Zeitpunkt nicht gerade aufbauend war, habe ich mich daran gemacht. Die Hoffnung war, dass ich mitbekomme, wie schlecht es anderen geht. Schlechter als mir... - Nicht weiter dazu.
Es hat nicht funktioniert. Das lag zum einen daran, dass der Schreibstil nicht wirklich einfach war. Die Frau hat sich einfach so gewählt ausgedrückt, dass Unmengen an Schachtelesätzen entstanden sind. Somit war das Verstehen schon etwas anstrengend für mich und Mitgefühl hat sich leider nicht eingestellt.
Die teilweise notwendigen Fachbegriffe waren aber nicht so tragisch. Die wurden spätestens einen Satz später erklärt. Allerdings nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder. Ich habe keine Ahnung, für welches Klientel das Buch gedacht war, aber ich kam mir dann schon leicht veralbert vor.
Die Frau hat einen zweifellos schlimmen Schicksalsschlag durchlebt. Und die Zeit im Krankenhaus war sicher auch alles andere als einfach. Aber für meinen Geschmack ging es hier schon stellenweise zu sehr ins Detail. Gerade die Stellen, wenn sie sich entwürdigt gefühlt hat, haben bei mir auch ein sehr unangenehmes Kopfkino hervor gezaubert. Stellenweise habe ich mich selber in dieser Situation gewähnt. - Wenn sie mit diesem Buch „nur“ aufklären wollte, dann ist sie an diesen Stellen weit über das Ziel hinaus geschossen. Ich brauchte dann jedenfalls eine Pause vom Buch.
Ich habe für die 269 Seiten auf meinem Reader, schon extrem lang gebraucht. Es ist auf jeden Fall Stoff, den man nicht mal eben so weg liest.

Komplett überzeugt hat mich das Buch nicht. Die Ausdrucksweise habe ich als übertrieben, gestelzt empfunden. Dem entsprechend gering war dann auch der Drang, weiter zu lesen. - Der krasse Gegensatz dann die Stellen, wo sie noch auf die Tränendrüsen gezielt hat.
Ich habe keine Ahnung, ob ich das Buch weiterempfehlen soll. Denn irgendwie scheint das Schreiben nur so eine Selbsttherapie gewesen zu sein. Mich persönlich hat die Handlung leider nicht mitgenommen. - Schade!

(Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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Buchbahnhofs avatar

Rezension zu "Eine Träne hat mich gerettet" von Angèle Lieby

Erschreckend, aber auch Mut machend - Hut ab vor einer starken Frau
Buchbahnhofvor 4 Jahren

Über einen Tatsachenbericht eine richtige Rezension zu schreiben ist schwierig, aber, ich will euch dieses Buch unbedingt ans Herz legen. Von der ersten Seite an hatte mich diese Geschichte, dieser Schicksalsschlag, gefangen genommen. Angele schildert sehr eindrucksvoll ihre Erfahrungen, als sie mit starken Kopfschmerzen in die Notaufnahme eingeliefert wird und dann beim aufwachen in ihrem Körper gefangen ist. Sie kann sich nicht rühren, nicht äußern, sich nicht bemerkbar machen. Viele der Ärzte und Schwestern sehen sie eigentlich schon als tot an und so gehen sie zum Teil auch mit ihr um. Sie fügen ihr unsagbare Schmerzen zu und sie kann sich nicht wehren. Grausam! Aber, natürlich gibt es auch viele andere, die sich sehr gut und herzlich um sie kümmern. Vor allem die Familie gibt ihr die Kraft sich ins Leben zurück zu kämpfen.

Mich hat stark beeindruckt, mit welcher Kraft sich Angele dafür eingesetzt hat, sich ihr Leben zurück zu erobern, obwohl die Ärzte sie schon aufgegeben hatten. Ich weiß nicht, wieviele Menschen diese Kraft hätten und nicht vorher verrückt geworden wären. Das Problem ist wahrscheinlich, dass man einfach keine Wahl hat. Dadurch, dass sie sich nicht äußern kann, muss sie alles einfach über sich ergehen lassen. Ein ums andere Mal habe ich mich gefragt, wie lange man das wohl aushalten kann... Tage? Wochen? Jahre? Aber auch hier geht es nicht ums aushalten können, sondern müssen, denn sie hatte ja keine Chance sich bemerkbar zu machen.

Dieses Buch führt sehr eindringlich vor Augen, dass das Leben von einer Sekunde auf die andere (vorübergehend) zu ende sein kann. Außerdem zeigt es, dass wir noch lange nicht so weit sind, wirklich ermessen zu können, was im Körper vor sich geht, wenn jemand im Koma liegt.

Von mir gibt es 5 Sterne für ein erschreckendes, aber auch gleichzeitig mutmachendes Buch.

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makamas avatar

Rezension zu "Eine Träne hat mich gerettet" von Angèle Lieby

Eingesperrt!!!!!!!!!!!!!!
makamavor 4 Jahren

Angéle Lieby geht wegen starker Kopfschmerzen in die Notaufnahme eines Krankenhauses - danngeht plötzlich gar nichts mehr. Sie kann nicht mehr  sprechen  - verliert das Bewusstsein.
Man versetzt sie in ein künstliches Koma, aus dem sie scheinbar nicht mehr aufwacht.  Die Ärzte und Schwestern halten sie für hirntot.
Doch sie ist längst wieder da, aber in ihrem Körper gefangen und kann sich nicht äußern....

Was für eine grausame Vorstellung.....

Sie raten den Angehörigen die Beerdigung vorzubereiten. Die ORGANE sollen gespendet werden...
Angéle bekommt dasalles mit und kann sich nicht bemerkbar machen....
Als ihre Tochter an ihrem Krankenbett bitterlich weint, rollt eine einzige Träne  über ihre Wange...
Der Beginn eines neuen Anfangs.
Angéle kämpft sich Schritt für Schritt, von Rückschlägen begleitet ins Leben zurück.
Ich arbeite selbst in der Pflege und war oft schockiert, wie lieblos oder gedankenlos Paienten wie Angéle behandelt werden....
Ich habe mich mich manchmal für meine Berufskolegen (Ärzte und Schwestern) geschämt. So geht man nicht mit Menschen um....
Allerdings sind die meisten Pfleger und Schwestern und Therapeuten schon sehr liebevoll und fürsorglich gewesen --- und im Stress einer Intensivstation geht einiges unter ---- TROTZDEM !!!!
Es hat mich nachdenklich gemacht.
Das Buch hat mir gut gefallen und es zeigt mal wieder wie man man mit Mut, starken Willen und der nötigen Unterstützung schwere Krisen überwinden kann.
Angéle hat es mit Hilfe ihrer Familie geschafft.
Ich gebe diesem Buch 4 Sterne



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