Antonie Magen Die Pfarrerstochter

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Inhaltsangabe zu „Die Pfarrerstochter“ von Antonie Magen

1632. Nach dem Abzug der Schweden ist auf Usedom wieder Frieden eingekehrt. Doch die Ruhe trügt. Während der Abwesenheit des Herzogs regiert sein Stellvertreter das Land, und seltsame Ereignisse häufen sich: Eine Mühle steht im Ruf, ein Spukhaus zu sein, der Müller wird als Hexer verbrannt. Ein fahrender Buchhändler kommt ums Leben, und die junge Pfarrerstochter Irene Schweigerin wird als Mörderin angeklagt. Ein Rechtsgelehrter ist sich sicher, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann …

Atmosphärisch dichtes und ausdrucksstarkes Romandebüt mit kleinen Schwächen, die den Lesegenuss nicht stark beeinflussen.

— Svanvithe

Vielseitiger historischer Kriminalroman, der die Willkür der Justiz und das Buchdruckwesen um 1630 eindrücklich schildert!

— sommerlese

eine Naiv übergebene Macht zum Missbrauch der Gesetze und Ungerechtigkeit

— Postbote

Sehr viele Informationen wurden in diesem Roman verarbeitet. Leider kommt dadurch die Spannung etwas zu kurz.

— ChattysBuecherblog

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  • Atmosphärisch dichter Kriminalroman zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges

    Die Pfarrerstochter

    Krimine

    02. January 2015 um 23:20

    Als im Jahr 1632 auf Usedom Frieden einkehrt, haben die Bewohner von Koserow noch lange mit den verheerenden Folgen der Plünderung durch die schwedischen Truppen zu kämpfen. Höfe sind verwüstet, Felder abgebrannt und Menschen ermordet. Eine schlimme Zeit, in der auch der Dorfpfarrer Adam Schweiger vor dem Ruin seines Lebenswerkes steht. Grund genug für seine Tochter Irene sich in Wolgast umzusehen und eine Anstellung zu suchen, von der sie in Zukunft leben kann. Doch anstatt wie geplant in einem Druckverlag unterzukommen, landet die gebildete Pfarrerstochter in einem Verlies und wird des Mordes an einem fahrenden Buchhändler angeklagt. Nur der Rechtsgelehrte Friedrich von Trostberg ist überzeugt, dass Irene einer heimtückischen Verschwörung zum Opfer gefallen ist, und versucht mit allen Mitteln, nach Beweisen für ihr Unschuld zu suchen. Eine Mühle, die zum Spukhaus verkommen ist, ein suspekter Buchhändler, der ermordet wird und zwei Menschen, die gegen Dummheit und Verrat ankämpfen. Antonie Magens historisches Krimi-Debüt geht mit einer spannenden Mischung an den Start und versteht es, seine Leser in eine Zeit zu entführen, in der Hunger und Leid an der Tagesordnung sind. Mit einem gut zu lesenden Stil und geschickt verpacktem Hintergrundwissen sorgt sie dafür, die vorherrschenden Ereignisse der damaligen Epoche mit Leben zu füllen und erzählt eine Geschichte, die von Aberglaube und Missgunst getragen ist. Dabei bestimmen vor allem das Schicksal von Irene und der Kampf Friedrichs um den Beweis ihrer Unschuld den Hauptteil der Geschichte. Und obwohl Friedrich als körperlich unscheinbarer und besserwisserisch auftretender Gelehrter zunächst nicht der Figur eines typischen Helden entspricht, nimmt er es schon bald einen gebührenden Platz im Herzen des Lesers und dem der eingekerkerten Pfarrerstochter ein. Fazit: Atmosphärisch dicht, gut recherchiert und wunderbar erzählt tritt der historische Kriminalroman „Die Pfarrerstochter“ in Erscheinung und versteht es den Leser auch ohne atemberaubende Spannung in seinen Bann zu ziehen.

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  • Leserunde zu "Die Pfarrerstochter" von Antonie Magen

    Die Pfarrerstochter

    AntonieMagen

    Liebe Leserinnen, liebe Leser, herzlich Willkommen in der Leserunde zu „Die Pfarrerstochter“, meinem ersten Roman. Wenn Ihr gemeinsam mit mir und den Romanhelden das 17. Jahrhundert erkunden wollt, seid Ihr hier genau richtig, denn es wird so einiges geboten. 1632 – Während im Rest des Reiches der Dreißigjährige Krieg tobt, ist auf der Insel Usedom schon wieder Frieden eingekehrt, die Schweden sind abgezogen, aber die Ruhe trügt. Es geschehen mysteriöse Dinge: Eine Mühle steht im Ruf, ein Spukhaus zu sein, der Müller wird als Hexer verbrannt und ein fahrender Buchhändler kommt gewaltsam zu Tode. Irene, die Heldin des Romans, wird zu Unrecht als seine Mörderin angeklagt. Begleitet sie bei ihrem Kampf für Gerechtigkeit. Erlebt mit, wie sie sich gegen Verleumdung wehrt und erfahrt ganz nebenbei noch einiges über das Buchwesen der Frühen Neuzeit. Ich freue mich auf Eure Bewerbungen und bin gespannt auf Eure Meinung! Eure Antonie Magen

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  • Debütautoren 2014 - neue Bücher entdecken, lesen & empfehlen!

    Daniliesing

    Bereits zum dritten Mal wollen wir in diesem Jahr gemeinsam deutschsprachige Debütautoren und ihre Bücher entdecken. Fast 200 Leser haben sich 2013 beteiligt und die Bücher von über 170 vielversprechenden Debütautoren gelesen. Im Jahr 2014 möchten wir diese schöne Aktion fortführen und Debüts gemeinsam entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Das soll auch im neuen Jahr unsere Mission sein. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es gerade die deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestsellerautoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen und wir möchten das gemeinsam mit euch ändern. Bestimmt werden wir gemeinsam wieder besondere Buch-Perlen entdecken können - vielleicht sind unsere Autoren ja sogar die Bestsellerautoren von morgen. Aktuelle oder demnächst startende Aktionen: Leserunde zu "Auf zwei Flügeln zum Glück" von Dr. Andrea F. Polard Leserunde zu "Endlich selbstbestimmt Frau sein! Erst mutig, dann glücklich!" von Martina Nachbauer Leserunde zu "Glasgesichter" von Cordula Hamann Leserunde zu "Bluterben - Nachtahn 2" von Sandra Florean Leserunde zu "Prozentrechnen" von Tina Weng Leserunde zu [identität] von Christian Lorenz Leserunde zu "Weggetrieben" von Johannes Möhler Leserunde zu "Tödliche Flaschenpost" von Susanne Limbach Leserunde zu "Ex & Mops" von Tina Voß Leserunde zu "LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel" von Eva Siegmund Leserunde zu "Katerfrühstück mit Aussicht" von Jennifer Wellen Leserunde zu "Die Heilerin vom Strahlenfels" von Antonia Salomon Leserunde zu "Der tote Schatten" von Susanne Ferolla Leserunde zu "Tote Väter" von Andrea Weisbrod Leserunde zu "Essenz der Götter I" von Martina Riemer Leserunde zu "Das Vermächtnis des Unbekannten" von Marc Weiherhof Leserunde zu "Josh & Emma: Soundtrack einer Liebe" von Sina Müller Leserunde zu "Die Offenbarung des Frühlings" von Elisabeth Koll Leserunde zu "Verloren in der grünen Hölle" von Ute Jäckle Leserunde zu "Die Quintessenz von Staub" von Nora Lachmann Leserunde zu "Die Schlangenmaske" von Annabelle Tilly Leserunde zu "Mord im Viertel" von Cord Buch Leserunde zu "MC Blutige Engel" von Wolfgang Quest Leserunde zu "Dunkellicht" von Martin Ulmer Leserunde zu "Die ummauerte Stadt" von Jan Reschke Buchverlosung zu "The Rising - Neue Hoffnung" von Felix Münter Leserunde zu "In den Straßen von Nizza" von Robert de Paca Leserunde zu "Meine Trauer traut sich was!" von Andrea Riedinger Leserunde zu "Die Lichtung" von Linus Geschke Leserunde zu "Im Zentrum der Lust" von Alissa Stone Leserunde zu "Meine inoffizielle Selbsthilfegruppe" von Mathilda Kistritz Leserunde zu "Hummeln im Herzen" von Petra Hülsmann Leserunde zu "Das Gesternberg-Haus" von Charlotte Schroeter Leserunde zu "The Rising 2 - Das Gefecht" von Felix A. Münter Leserunde zu "Liebe, Sünde, Tod" von Monika Mansour Leserunde zu "Hotline" von Jutta Maria Herrmann Leserunde zu "Flamme der Seelen" von Melanie Völker Leserunde zu "Goodbye, Jehova!" von Misha Anouk Leserunde zu "Ohne Erbarmen" von P.M. Benedict Leserunde zu "Die Verborgene" von Sarah Kleck Leserunde zu "Ivory - Von Schatten verführt" von Regina Meißner Leserunde zu "Brombeerblut" von Cornelia Briend Leserunde zu "Alia: Der magische Zirkel" von C.M. Spoerri Leserunde zu "Zeit für die Liebe" von Anna Herzig Leserunde zu "Auf Freiheit zugeschnitten" von Margret Greiner Leserunde zu "Die Chroniken der Seelenwächter - Band 1: Die Suche beginnt" von Nicole Böhm Leserunde zu "Hotline" von Jutta Maria Herrmann (14.10.2014) Leserunde zu "Das mit dir und mir" von Sabine Bartsch (20.11.2014) -- Leserunde zu "MC Blutige Engel" von Wolfgang Quest Leserunde zu "Das Lächeln der Leere" von Anna S. Höpfner Leserunde zu "Hollywood Hills - Crazy, Sexy, Cool" von Kerstin Steiner Leserunde zu "Hollywood Hills - Sex, Laughs & Rock 'n' Roll" von Kerstin Steiner Leserunde zu "Augustas Garten" von Andrea Heuser Leserunde zu "Götternacht" von Anna Bernstein Buchverlosung zu "Du bist mein Sonnenstrahl" von Ani Roc Leserunde zu "Aqualove" von Nola Nesbit Leserunde zu "Sturmschatten" von Franziska B. Johann Leserunde zu "Survive" von El Sada Leserunde zu "Sekundensache" von Alexej Winter Leserunde zu "Die Karte" von Thomas Dirk Meye Leserunde zu "Flammenwüste" von Akram El-Bahay Leserunde zu "Strawberry Icing" von Daniela Blum Leserunde zu "Piagnolia" von Matthias von Arnim Leserunde zu "Die Tochter von Rungholt" von Birgit Jasmund Leserunde zu "Der algerische Hirte" von Wolfgang Haupt Leserunde zu "Heilbronn 37°" von Henrike Spohr Leserunde zu "Flocke und Schnurri" von Lady Grimoire Leserunde zu "Elf Meter" von Kathrin Schachtschabel Leserunde zu "Dead Man's Hand" von Nina Weber Leserunde zu "Das Simpsons-Syndrom" von Bettina Balbutis Leserunde zu "Narradonien - Die Rückkehr des Drachenjungen" von Merlin Monzel Leserunde zu "Hallo Japan" von Lucinde Hutzenlaub Leserunde zu "Sibirischer Wind" von Ilja Albrecht Leserunde zu "Kiellinie" von Angelika Svensson Leserunde zu "Mächtiges Blut - Nachtahn 1" von Sandra Florean Leserunde zu "Ein dunkler Sommer" von Thomas Nommensen Leserunde zu "Elchscheiße" von Lars Simon Leserunde zu "Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt" von Akram El-Bahay Leserunde zu "Hexenliebe" von Marita Spang  Leserunde zu "Ich dache, die Kleine wäre bei dir?!" von Sara Timothy Leserunde zu "Rabenschwester" von Monja Schneider Leserunde zu "Als Gott schlief" von Jennifer B. Wind Leserunde zu "Der Kaufmann von Lippstadt" von Rita Maria Fust Leserunde zu "Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht" von Jenny Bünnig Leserunde zu "Leichrevier" von Regina Ramstetter Leserunde zu "Das stumme Kind" von Michael Thode Leserunde zu "Die Krieger des Seins" von Ralph Gawlick Leserunde zu"Schorle für dich" von Sandra Grauer Leserunde zu "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" von Marie Pellissier Leserunde zu "Zum Glück gibt's die Liebe" von Felicitas Brandt Leserunde zu "Irrtum 5,8: Trümmer von L'Aquila" von Sara More Leserunde zu "Greifbar" von Melanie Stoll Leserunde zu "Verschmähte Träume" von Mina Urban Leserunde zu "Chronik eines Grenzgängers: Lucys Verwandlung" von Darius Buechili Leserunde zu "Das Geheimnis der Feentochter" von Maria M. Lacroix Leserunde zu "Tribunal" von André Georgi Leserunde zu "Mama, sind wir bald da?" von Pia Volk Leserunde zu "Aber sowas von Amore" von Christina Beuther Leserunde zu "Mord & Schokolade" von Klaudia Zotzmann-Koch Leserunde zu "Schuld war nur der Tee" von Emma Grey Buchverlosung zu "Farben der Dunkelheit" von Marion Hübinger Leserunde zu "Tod in der Hasenheide" von Connie Roters Leserunde zu "Die Reise des Guy Nicholas Green" von Diana Feuerbach Leserunde zu "Heimflug" von Brittani Sonnenberg Leserunde zu "Das Geheimnis des Spiegelmachers" von Antoinette Lühmann Leserunde zu "Die Pfarrerstochter" von Antonie Magen Leserunde zu "Möwenfraß" von Klara Holm Leserunde zu "Die Rache des Sidhe" von Leann Porter Leserunde zu "Das Liebesleben der Suppenschildkröte" von Theresia Graw Leserunde zu "Kobrin - Die schwarzen Türme" von Caroline G. Brinkmann Buchverlosung zu "Was will Sissi hier?" von Birgit Huspek Buchverlosung zu "Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen" von Franziska Wilhelm Leserunde zu "Als der Sommer eine Farbe verlor" von Maria Regina Heinitz Buchverlosung zu "Kaktus Kid und die brennende Geisterkutsche" von Bradley Buxbaum Leserunde zu "Das Herz des Sternenbringers" von Priska Lo Cascio Leserunde zu "Chroniken eines Pizzalieferanten" von Tinka Wallenka Leserunde zu "Das vermisste Mädchen" von Bettina Lausen Leserunde zu "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" von Sebastian Niedlich Fragefreitag zu "Und auch so bitterkalt" mit Lara Schützsack Leserunde zu "Liebe kann man nicht googeln" von Julia K. Stein Leserunde zu "Ausgeweidet" von Brigitte Lamberts Leserunde zu "Am Ende schmeißen wir mit Gold" von Fabian Hischmann Leserunde zu "Des einen Freud, des anderen Tod" von Emlin Borkschert Leserunde zu "Ella - Ein Hund fürs Leben" von Daniel Wichmann Fragefreitag zu "Es wird keine Helden geben" mit Anna Seidl Leserunde zu "Das letzte Polaroid" von Nina Sahm Leserunde zu "Teufelsgrinsen" von Annelie Wendeberg Leserunde zu "Hanna und Sebastian" von Thomas Klugkist Leserunde zu "Dachdecker wollte ich eh nicht werden" von Raul Krauthausen Leserunde zu "Mindfuck Stories" von Christian Hardinghaus Leserunde zu "Wo der Hund begraben liegt" von Beate Vera Leserunde zu "Das Lachen der Hyänen" von Johannes Zacher Ablauf der Debütautoren Aktion: Es geht darum im Jahr 2014 möglichst viele Debüts deutschsprachiger Autoren zu lesen. Unsere Partnerverlage vermitteln uns diejenigen Debütautoren, die erstmalig ab 24. Dezember 2013 bis Ende 2014 ein Buch / einen Roman veröffentlichen und gerne bei der Aktion mitmachen möchten. Ihr dürft aber selbst auch sehr gern Autoren vorschlagen - am besten schickt ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen des Autors und einem direkten Kontakt. Wir stellen euch alle Debütautoren hier vor - wenn ihr dem Thema folgt, könnt ihr nichts verpassen. Pro Monat gibt es dann verschiedene Leserunden und Aktionen an denen ihr teilnehmen könnt, es werden dazu immer einige Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, wobei sich natürlich alle Autoren freuen, wenn ihr das Buch erwerbt und damit teilnehmt :-) Die Leserunden werden von den Autoren begleitet, dann können wir diese gleich persönlich kennenlernen und ihnen Löcher in den Bauch fragen. Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 15. Januar 2015 zu lesen und zu rezensieren. Wenn ihr das schafft, bekommt ihr nicht nur den Titel 'Lovelybooks Debütautoren Trüffelschwein' ;-) für einen ganz besonderen Riecher für gute Bücher verliehen, sondern dazu noch ganz viele Punkte auf euer Karmakonto. Lasst uns gemeinsam großartige neue Autoren und Bücher entdecken! 'Debüt' bedeutet, dass der Autor bisher noch kein deutsches Buch in einem Verlag veröffentlicht hatte und im Jahr 2014 sein erstes Buch in einem Verlag erscheint. Auch Romandebüts sowie das erste Buch unter eigenem Namen zählen. Wichtig: Wir können leider keine Ausnahmen machen, wenn der Erscheinungstermin vor 2014 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint! Wie kann man mitmachen? Schreibt einfach hier einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann diesen Beitrag unter eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt euren Anmeldebeitrag auch, um euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten - ihr müsst nicht jede Rezension extra posten, sondern es reicht diesen Sammelbeitrag aktuell zu halten. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werden aber nur alle paar Wochen, in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Weitere Informationen Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich! Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts im Jahr zu lesen und rezensieren, wird am Ende eine tolle Überraschung verlost, die natürlich zur Aktion passen wird und garantiert für Lesenachschub sorgt. Was genau es sein wird, bleibt aber bis dahin geheim! Auch ein späterer Einstieg lohnt sich, weil es im Rahmen der Debütautoren Aktion monatlich mehrere Leseaktionen wie z.B. Leserunden zu den Debüts und mit den Autoren geben wird. Dabei kann man mit etwas Glück regelmäßig Bücher gewinnen. Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen. Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den unten angehängten Büchern auf. Wenn ihr ein Buch entdeckt, von dem ihr denkt, dass es auch zählen müsste, so schreibt mir eine Nachricht und ich überprüfe das dann. Bitte listet erst auf meine Zusage hin ein solches Buch auf. Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & Freude! Für Autoren: Du bist Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen! Auch Leser können selbstverständlich Autoren vorschlagen. Bitte schickt mir dazu eure Nachricht mit Vorschlägen und ich versuche dann, etwas mit dem jeweiligen Autor zu organisieren. PS: Natürlich darf hier auch geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt)Autoren herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde zu dieser Aktion einladen oder auch Autorenkollegen :-) Teilnehmer: 19angelika63 (15/15) Alchemilla (0/15) anastasiahe (5/15) anell (0/15) Annilane (0/15) Anniu (0/15) Antek (23/15) anushka (15/15) Arizona (4/15) babsl_textblueten (1/15) bluebutterfly222 (0/15) Blutengel (0/15) bookgirl (17/15) Brilli (17/15) Buchrättin (29/15) Bücherwurm (0/15) Caress (0/15) Cellissima (9/15) Chiawen (1/15) Christlum (0/15) clair (6/15) Clairchendelune (0/15) coala_books (0/15) conny (3/15) Curin (2/15) DaniB83 (7/15) dany1705 (0/15) danzlmoidl (7/15) Darayos-von-Wichelkusen (0/15) dieFlo (57/15) Donauland (17/15) DonnaVivi (6/15) dorli (13/15) Dreamworx (46/15) duceda (4/15) elane_eodain (3/15) Eskarina* (8/15) eskimo81 (11/15) Floh (21/15) Franzis2110 (2/15) Frejana (0/15) Gela_HK (20/15) Gelinde (39/15) Gruenente (16/15) Gulan (8/15) Hanny3660 (4/15) HeartLand (0/15) hexe2408 (12/15) Hikari (7/15) Ignatia (0/15) janaka (18/15) janschina (0/15) Jaq82 (2/15) Jarin12 (0/15) jennifer_tschichi (0/15) JennyBrookeA (0/15) JessSoul (0/15) JoKaSoS (0/15) Kaisu (1/15) Kerstin_Lohde (5/15) Kidakatash (0/15) kolokele (2/15) Krimine (48/15) LaDragonia (0/15) LadySamira091062 (12/15) laraundluca (15/15) lesebiene27 (15/15) LeseMaus (0/15) Letanna (16/15) LibriHolly (5/15) Lilli33 (15/15) LimaKatze (16/15) LimitLess (11/15) Line1984 (0/15) Literatur (1/15) Loony_Lovegood (0/15) Looony (10/15) Lua23 (0/15) mabuerele (26/15) Marcuria (0/15) MarkusDittrich (0/15) Marlis96 (1/15) martina400 (16/15) Matalina85 (6/15) Mausezahn (8/15) mecedora (0/15) Meduza (1/15) MelE (23/15) Melpomene (0/15) merlin78 (14/15) Mikki (7/15) Mira123 (0/15) missmistersland (4/15) moorlicht (13/15) Moosbeere (9/15) Mrs_Nanny_Ogg (0/15) Nicki-Nudel (0/15) Nova7 (0/15) Pascal_Trummer (0/15) raven1965 (0/15) robberta (17/15) Rockmaniac (0/15) roseF (0/15) saskia_heile (1/15) Sassi123 (0/15) schafswolke (18/15) schlumeline (15/15) SchwarzeRose (15/15) Seelensplitter (7/15) Simona1277 (0/15) SmilingKatinka (0/15) Solifera (0/15) solveig (1/15) sommerlese (22/15) Sonnenwind (5/15) Spatzi79 (2/15) Starlet (1/15) steffchen3010 (0/15) steppenwoelfin (0/15) Stjama (0/15) Strickliesel22 (0/15) sursulapitschi (13/15) TanjaJasmin (0/15) Themistokeles (0/15) thora01 (22/15) Tiana_Loreen (15/15) tineeey (0/15) Tinkers (15/15) vielleser18 (9/15) villawiebke (0/15) Waldschrat (0/15) Wildpony (1/15) ZauberFeder (1/15) Zsadista (16/15) Zweifachmama (0/15) Zwerghuhn (15/15) Es zählen ausschließlich die Bücher, die später an diesem Beitrag angehängt sein werden:

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    • 1096
  • Recht interessanter Roman in "moderner historischer" Sprache

    Die Pfarrerstochter

    Sonnenwind

    16. August 2014 um 18:11

    Kurz nach 1630. Irene ist die Tochter eines Dorfpfarrers auf Usedom. In gewisser Weise ist sie der Ersatz für den Sohn, den ihr Vater nie hatte. Weil auch die Mutter früh gestorben ist, lehrt der Vater das Mädchen die Dinge, die er selbst kann: Griechisch und Latein - und die klassische Bildung. Im Haushalt kennt Irene sich nicht aus, aber die beiden haben eine alte Magd, die sie vorbildlich versorgt. Das geht solange gut, bis sie nach den Verwüstungen, die die Dänen und die Schweden anrichten, Besuch von einem fahrenden Buchhändler haben: Er bietet dem bibliophilen Pfarrer ein altes, kostbar eingebundenes Buch zum Kauf an, kommt dann aber nicht wieder, um es abzuholen. Irene versucht nun, gleichzeitig das Buch - eine alte englische Bibel - seinem Besitzer zurückzugeben und für sich eine auskömmliche Stellung zu finden, was sie mit einer Reise nach Wolgast zu erreichen hofft. Doch sie kommt niemals dort an. Stattdessen wird sie gefangengenommen und des Mordes angeklagt. Die Handlung ist recht interessant, man könnte die Geschichte für historisch halten. Leider ist die Sprache dem nicht ebenbürtig. Man spürt zwischendurch, daß die Autorin wohl in der Lage wäre, einen farbigen Text zu formulieren, aber offensichtlich fühlt sie sich an die aktuelle Mode im Sprachgebrauch historischer Romane gebunden, und das tut dem Text leider gar nicht gut. Wie im Bereich der historischen Romane leider häufig, wird die Ausdrucksweise der gehobenen Schicht des 19. Jahrhunderts projiziert, was das Lesen ungemein erschwert und trocken macht. Die ganze erste Hälfte des Buches habe ich mit dem Text gekämpft. Sowas ist eigentlich Aufgabe des Lektors, die Korrektur unterbleibt aber leider häufig. Ein erfahrener Lektor formulierte mal: "... Daher sei nur erwähnet, dass er die ganz und gar unnütze Neigung zeigte, die altmodische Sprache nicht nur in den Dialogen, sondern gleich noch für das gesamte Werk zu gebrauchen. Gar mancher Zehennagel hat sich mir darob aufgerollt." Es ist schade, daß nicht alle so aufmerksam arbeiten. Eine "Übersetzung" soll nicht die sprachlichen Formen der Vergangenheit abbilden, sondern sie in eine zeitgemäße Sprache übertragen, die der heutige Leser richtig versteht. Gute Formulierung in moderner Sprache hätte das Buch zu einem Genuß werden lassen können.

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  • Die Pfarrerstochter

    Die Pfarrerstochter

    Blaustern

    06. June 2014 um 10:57

    Usedom im Jahre 1632: Endlich herrscht Frieden im Land, nachdem die Schweden abgezogen sind. Doch momentan regiert der Stellvertreter des Herzogs das Land, und das verheißt nichts Gutes. Seltsame Vorgänge häufen sich. Um die Mühle, die ein jeder meidet, scheint es zu spuken. Der Müller wird als Hexer verbrannt. Ein Buchhändler lässt dort sein Leben, wobei die junge intelligente Pfarrerstochter Irene verdächtigt und angeklagt wird, da sie die Leiche entdeckt und vor ihr in Ohnmacht gefallen ist. Allein der Rechtsgelehrte Friedrich glaubt an ihre Unschuld und beginnt zu ermitteln. Anfangs ist es etwas schwierig, ganz ins Geschehen einzutauchen. Auch ist das Buch vom Schreibstil her nicht so einfach zu lesen. Man muss schon gut konzentriert herangehen. Es lohnt sich aber dennoch, denn der historische Krimi ist außerordentlich gut recherchiert, und man erfährt sehr viel über das Leben in diesem Jahrhundert. Oftmals ist es sehr schaurig, wie es halt um diese Zeit auch war, so ist die Atmosphäre auch überwiegend düster gehalten. Die Hungersnot der Leute kann man richtig nachfühlen, so gut und detailliert wurde alles beschrieben. Irene bleibt als Charakter leider etwas blass, da kaum Dialoge mit ihr geführt werden. Deshalb findet man nicht die rechte Nähe zu ihr. Ganz anders Friedrich. Ihn lernen wir viel besser kennen, und für mich war er die Hauptfigur in diesem Roman.

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  • Rezension zu "Die Pfarrerstochter" von Antonie Magen

    Die Pfarrerstochter

    LaDragonia

    05. June 2014 um 17:57

    Zum Inhalt (aus dem Buch): Nachdem die Schweden das Dorf Koserow im Dreißigjährigen Krieg auf ihrem Durchmarsch verwüstet hinterlassen haben, gibt es für die Pfarrerstochter Irene Schweigerin an diesem Ort keine Zukunft mehr. Sie b erschließt, in die Stadt Wolgast zu gehen, um als Buchdruckerin zu arbeiten. Doch dort kommt sie nie an. Auf dem Weg findet sie bei einer alten Mühle die Leiche eines fahrenden Buchhändlers. Noch bevor sie sich von dem Schreck erholen kann, wird sie niedergeschlagen und verschleppt. Als sie zu sich kommt, findet sie sich in einem Verlies wieder und erfährt, dass sie im Verdacht steht, eine Mörderin zu sein. Der Rechtsgelehrte Friedrich von Trostberg übernimmt ihre Verteidigung und ist schon bald von ihrer Unschuld überzeugt. Aber wird er sie auch beweisen können? Es beginnen ein spannender Wettlauf mit der Zeit und eine leidenschaftliche Liebesgeschichte. Meine Meinung: Mit „Die Pfarrerstochter“ legt uns die Münchner Autorin Antonie Magen ihren Debütroman vor. Der historische Kriminalroman spielt zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges auf Usedom. Mit diesem Roman beschwört die Autorin die dunkle Zeit des Krieges und die Auswirkungen dieser Zeit auf ganze Landstriche und deren Bevölkerung herauf. Man kann sich durch ihre äußerst lebhaften Schilderungen regelrecht vorstellen, wie es damals ausgesehen haben mag. Vor allem Irenes Zeit im Verlies und die äußerst detailreichen Schilderungen über die Foltermethoden ließen bei mir das Kopfkino nicht zur Ruhe kommen. Irene, ebenso wie der Rechtsgelehrte Friedrich von Trostberg waren mir vom ersten Moment ihres Auftauchens im Buch zwei sehr symphatische Charaktere. Wohingegen vor allem der Herr Amtsrichter, mir direkt gleichermaßen unsymphatisch war. Mit diesem Mann hat Frau Magen wirklich den perfekten Antagonisten geschaffen. Das Buch lässt sich bis auf die ersten ca. 40 Seiten, die ich etwas langatmig fand, wirklich sehr gut lesen und hat einen spannenden und fesselnden Schreibstil, der einen vor allem in der zweiten Hälfte das Buch, dieses kaum noch aus der Hand legen lässt. So sehr fiebert man mit Irene und Friedrich dem Ende entgegen. Ich für meinen Teil hoffe, dass wir noch einige weitere historische Bücher aus der Feder der Autorin lesen dürfen. Dieser historische Kriminalroman, ist für mich persönlich auf jedenfall ein absoluter Fünf-Sterne-Debütroman.

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  • Die Pfarrerstochter

    Die Pfarrerstochter

    Svanvithe

    Als sich Irene, die Tochter des Pfarrers Adam Schweiger, von Koserow auf der Insel Usedom auf den Weg nach Wolgast macht, um in der Buchdruckerei Ratdoldt und Speyer hinsichtlich einer Stellung vorzusprechen, glaubt sie noch daran, dass sich alles zum Positiven wenden wird, die Zeit der Veränderungen begonnen hat, sich endlich etwas bewegt in ihrem Leben. Sie muss jedoch erfahren, dass sie sich hierin grausam getäuscht hat, als sie sich als angeklagte Mörderin vor Gericht wiederfindet... Irene ist 19 und wurde von ihrem Vater, der einst über eine ansehnliche Bibliothek verfügte, mit umfangreichen Wissen ausgestattet. Die Zeiten sind hart. Es ist das Jahr 1632, und nach langen Jahren voller Gewalt, Entbehrungen und Hunger, die der (später genannte Dreißigjährige) Krieg mit sich gebracht hat, schöpft die Usedomer Bevölkerung Hoffnung. Denn mit der Landung der Schwedischen Truppen des Königs Gustav II. Adolph im Juni 1630 ist nach dem Sieg über Wallensteins Truppen auf der Insel so etwas wie Frieden eingekehrt. Etwa zeitgleich mit der jungen Frau befindet sich der Rechtsgelehrte Friedrich Consulator Junker zu Trostberg ebenfalls auf dem Weg nach Wolgast. Zurück in seine alte Heimat, die er vor Jahren mit dem festen Vorsatz verlassen hat, sie niemals wiederzusehen. Irene und Friedrich treffen in einem Gasthaus erstmals aufeinander, und der gelehrte Junker sieht in der jungen Frau eine verständige Gesprächspartnerin, mit der es sich zu unterhalten lohnt. In Ermangelung seiner Studenten scheint Irene die beste Alternative zu sein, Konversation zu betreiben. Allerdings hält Friedrich zunächst eine Vorlesung und deklamiert im Monolog, wenn auch mit minimalen Pausen. "Er unterbrach sich und sah Irene, deren Gesicht sich von der linken Schläfe bis zum rechten Mundwinkel in eine tadellose und ordentlich berechnete Sinuskurve verwandelt hatte, eine Sekunde lang aus zwei schwarzen Augen aufmerksam an..." (Seite 72) Ihre nächste Begegnung steht dann unter keinem glücklichen Stern, Irene bedarf des Rechtsbeistandes bei ihrem Mordprozess... Mit "Der Pfarrerstochter" legt Antonie Magen einen überwiegend sprachlich ausgefeilten Roman vor, in den die Umstände der Epoche gelungen in die Geschichte eingewoben werden. Sie bedient sich gekonnter Ausdrucksmittel, zeigt, welche Möglichkeiten mit unserer Muttersprache in der Literatur gegeben sind und bleibt dabei der zeitlichen Einordnung treu. Dabei verwendet sie neben kurzen und prägnanten Sätzen besondere Formulierungen "Ihr Rufen konnte der Stille nichts anhaben und wurde sofort von einer dicken, dämpfenden Schicht aus Himmelblau und Sonnenwärme verschluckt, gleich nachdem sie die Lippen geöffnet hatte." (Seite 93) "Er wusste immer weniger, woher er das Schwert nehmen sollte, mit dem er das Dickicht der Ereignisse und Gerüchte, die sich zunehmend undurchdringlicher um die Mühle rankten, zerschlagen konnte." (Seite 217) "Zu dieser Einsicht brauchte es nicht erst die Antwort des Druckers, die dann in ihrer glasklaren Eindeutigkeit das alte Herz des Pfarrers traf wie ein scharfes Messer." (Seite 228) und biblische Gleichnisse, "Sie konnte das Verlies ebenso wenig verlassen wie Daniel seine Löwengrube oder Joseph den Brunnen, in den ihn seine Brüder hinabgeworfen hatten. Die Finsternis war ägyptisch". (Seite 113) "Seine Augen funkelten vor Zorn. Es schlugen schwefelgelbe Feuerflammen wie Blitze aus ihnen heraus." (Seite 235). die das Geschehen atmosphärisch verdichten. Antonie Magen vermittelt uns auch Gefühle ihrer Protagonisten. Allerdings bleibt sie hier hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar wird die Unsicherheit von Irene spürbar, nachdem sie den getöteten Buchhändler an der Mühle, in der es spuken soll, entdeckt hat und sich im Kerker in völliger Dunkelheit wiederfindet, und die Situation ist nicht nur für sie beängstigend. Gleichfalls nimmt man die Bedrohung durch Folter als die eigene Hilflosigkeit war. Jedoch dadurch, dass Irene sich in Gefangenschaft befindet, rückt sie aus dem Mittelpunkt des Geschehens, und Friedrich wird einmal mehr Hauptperson. Er ist ein sogenannter Kopfmensch, und man entwickelt auf Grund seiner zur Schau gestellten geistigen Überlegenheit nicht sofort Sympathie für ihn. Denn er redet gern und viel, und ebenso an seinen Gedankengängen lässt er uns ausführlich teilhaben. Da hätte es das ein oder andere Mal etwas weniger sein können, um mehr Platz den Empfindungen, insbesondere auch zwischen Irene und Friedrich einzuräumen. Die Charakterisierung des bösartigen Parts der Protagonisten ist durchweg gut. Von Anbeginn baut sich Abneigung auf, die sich bis zum - zugegeben - nicht überraschenden Ende hält. Hier liegt jedoch ein weiteres kleines Manko des Romans. Der Schlussteil ist nicht ausgewogen. Das letztendliche Geschehen entwickelt sich rasant und kommt zu gerafft daher. Der Verbleib einer Person wird beispielsweise lediglich in einem Satz abgehandelt. Da wären ein paar Seiten mehr für den Roman von Vorteil gewesen. Alles in Allem verabschiede ich mich von Irene und Friedrich mit leichtem Wehmut, ihre emotionale Entwicklung zu beobachten, wäre mir eine Freude. Und dann würde ich auch gern dem reitenden Boten Georg Drach wiederbegegnen, einer der interessantesten Figuren des Romans. Er ist ein einfacher, weniger gebildeter Mann und wagt es, der Rhetorik und dem geschulten Wissen eines Junkers zu Trostberg Paroli zu bieten. Er ist ehrlich und geradlinig, kann ironisch und schlagfertig sein "Ihr seid wohl auch einer von denen, unter denen permanent der Boden schwankt, weil sie sich einbilden, dass sich die Erde dreht. Nach allem, was man hört, ist dieser Irrglaube vor allem in Italien weit verbreitet. - Na, wohl bekomme es. Seht nur zu, dass Ihr dabei nicht eines Tages auf dem Kopf steht oder Euch im Erdinneren wiederfindet, wo Euch dann getrost der Teufel holen mag." (Seite 78) und lässt ein charakterliches Potential erkennen, das es sich auszubauen lohnt... Für das Debüt von Antonie Magen vergebe ich 3,5 Sterne.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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  • 1632 : Bewegte Zeiten auf Usedom und in Wolgast

    Die Pfarrerstochter

    elisabethjulianefriederica

    1632. Nach dem Abzug der Schweden ist auf Usedom wieder Frieden eingekehrt. Doch die Ruhe trügt. Während der Abwesenheit des Herzogs regiert sein Stellvertreter das Land, und seltsame Ereignisse häufen sich: Eine Mühle steht im Ruf, ein Spukhaus zu sein, der Müller wird als Hexer verbrannt. Ein fahrender Buchhändler kommt ums Leben, und die junge Pfarrerstochter Irene Schweigerin wird als Mörderin angeklagt. Ein Rechtsgelehrter ist sich sicher, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann …(Klappentext) Die Autorin: Antonie Magen wurde in München geboren. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten München und Augsburg, wo sie mit einer Arbeit zum historischen Roman des 19. Jahrhunderts zum Dr. phil. promovierte. Seitdem arbeitete sie an verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen: von 2004 bis 2007 an der Universität Augsburg, seit 2008 an der Bayerischen Staatsbibliothek in München, wo sie bis heute in der Abteilung für Handschriften und Alte Drucke tätig ist.(Quelle: Lovelybooks) Mein Leseeindruck: Ein gut recherchierter historischer Kriminalroman, allerdings habe ich ein wenig gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen. Man erfährt sehr viel Wissenswertes über Bücher, Buchhandel und Verlagswesen zu dieser Zeit 1632, auch wie schnell es gehen konnte zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und mit drakonischen Strafen bedroht zu werden.Eine gebildete Frau in dieser Zeit hatte es schwer. Ein lesenswerter Debütroman für Buch- und Geschichtsinteressierte mit noch etwas Luft nach oben, was die Spannung betrifft.

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    Sabine17

    26. May 2014 um 22:05
  • Die Pfarrerstochter

    Die Pfarrerstochter

    Solengelen

    04. May 2014 um 20:49

    Rezension Usedom 1632, die Schweden sind abgezogen, eigentlich herrscht Friede. Eine geheimnisvolle Mühle in der es spuken soll und ein Buchhändler, der dort auf mysteriöse Weise zu Tode gekommen ist. Verdächtigt wird Irene, eine junge gebildete Frau, Pfarrerstochter. Sie hat die Leiche gefunden und wird eingesperrt. Aber Friedrich glaubt an ihre Unschuld und hilft ihr. Der bildhafte Schreibstil lässt den Leser sofort in die Geschichte eintauchen, die Beschreibungen lassen beim Lesen den ein oder anderen kalten Schauer über den Rücken laufen. Hungersnot, Machtgier, die Probleme der damaligen Zeit werden sehr detailliert dargestellt. Man fühlt sich in die Zeit versetzt. Auch wenn man "genauer" lesen muss, so passt die Sprache doch zum Buch. Es ist keins zum nebenher lesen, sondern man muss es erspüren, sich darauf einlassen. Insgesamt hat mir das Buch, ein historischer Krimi, mit, wie ich finde, gut recherchiertem Hintergrund, gut gefallen. Allerdings ist Irene, die eigentliche Titelfigur, für mich nicht die wirkliche Hauptperson, sondern Friedrich. 

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  • Eine Mühle auf Usedom und ihre Geheimnisse

    Die Pfarrerstochter

    lesebiene27

    04. May 2014 um 16:33

    Die Geschichte handelt von Irene, die, obwohl unschuldig, des Mordes an den fahrenden Buchhändler Melchior Lechter beschuldigt und angeklagt wird. Der Rechtsgelehrte Friedrich zu Trostberg versucht ihr mit Hilfe von Georg Drach zu helfen, doch der Amtshauptmann Urian ist bemüht, ihr die Schuld zu beweisen. Kann Friedrich ihr helfen und nebenbei noch seine ursprüngliche Aufgabe - das Geheimnis um die Mühle aufzudecken - zu Ende bringen? Denn auch dort tragen sich seltsame Dinge zu, die den Rechtsgelehrten erst nach Usedom gelockt haben. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich dadurch auch wunderbar leicht lesen. Anschaulich und detailliert werden die Probleme der damaligen Zeit geschildert, die von Hungersnot und Krieg, von Missgunst und Machtfragen geprägt ist und den auf Usedom lebenden Menschen das Leben erschweren. Auch wird deutlich, dass die Gerichtsprozesse von damals nicht das waren, was wir aus dem heutigen Deutschland kennen: Folterwerkzeuge waren ein beliebtes Mittel, um den Angeklagten ein für sie endgültiges Geständnis zu entlocken. Grade diese Aspekte und die Beschreibung der Inhaftierung und der Szene mit der Mühle fand ich im Ansatz durchaus gelungen, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Handlungen die dort stattgefunden haben, und die Gedankengänge der Personen ein bisschen ausführlicher beschrieben worden wären. Die Details der einzelnen Orte wurden hingegen gut ausgearbeitet, sodass man sich ein Bild von der Umgebung von Usedom im 17. Jahrhundert machen konnte. Allerdings fand ich die Beschreibungen der kleinen Details manchmal ein bisschen zu ausführlich, sodass ich schnell ein wenig ungeduldig wurde, wie es denn mit der Geschichte weitergehen würde. Dies spricht dann wiederum auch für die Geschichte, die mit viel Spannung vorgestellt wird, sodass einem inhaltlich nicht langweilig wird. Die Charaktere machen auf mich einen interessanten Eindruck, weil sie alle so vielfältig sind, doch so richtig warm geworden bin ich insbesondere mit der Protagonistin Irene gar nicht, weil sie zu unnahbar erschien. Allgemein dreht sich die Geschichte zwar um Irene und ihren Mordprozess, wird aber in erster Linie aus der Sicht von Friedrich geschildert, wodurch dieser einen viel größeren Raum bekommen hat. Das Cover gefällt mir persönlich gut, auch wenn es mich wahrscheinlich nicht zum Kauf des Buches bewogen hätte. In der jungen Frau und dem Mann erkennt man mit ein bisschen Fantasie die junge Irene und Friedrich, wie sie sich über Schriften unterhalten. Das Ende des Buches kam mir leider ein bisschen zu plötzlich. Natürlich konnte da auch nicht mehr so viel Inhalt eingebracht werden, doch der Spannungsbogen wurde nicht vollständig ausgefüllt und das Geschehen wirkte nicht mehr ganz so authentisch. Daher fand ich den ersten Teil des Buches durchaus gelungen, das letzte Drittel war aber nicht richtig abgerundet, wodurch die Geschichte leider ein bisschen abgeflacht ist. Fazit: Mit „Die Pfarrerstochter“ ist Antonie Magen ein durchaus gelungenes Debüt gelungen, das grade Liebhaber von historischen Kriminalromanen gefallen könnte. An manchen Stellen muss man sich als Leser jedoch darauf gefasst machen, dass zu ausführlich beschrieben wird, in manchen Szenen wünscht man sich ein wenig mehr Details. Alles in allem gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.

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  • Angenehm anders - gut recherchierter historischer Krimi vor dem Hintergrund des 30jährigen Krieges

    Die Pfarrerstochter

    Julena

    02. May 2014 um 15:38

    Mit dem 30jährigen Krieg hat Antonie Magen für ihr Debüt „Die Pfarrerstochter“ bewegte Zeiten als Hintergrund für eine spannende Krimininalgeschichte gewählt. Handlungsort ist die Insel Usedom, die 1632 gerade von den Schweden verlassen wurde. Doch Frieden ist noch immer nicht eingekehrt, denn dunkle Gestalten treiben in der Abwesenheit des Herzogs nicht nur in einer Mühle am Strand ihr Unwesen. Irene, gebildete Pfarrerstochter, wird unschuldig zur Mordverdächtigen. Zum Glück steht ihr der Rechtsgelehrte Friedrich zur Seite. Detailreich und bunt lässt die Autorin vergangene Zeiten wiederauferstehen, ohne es zu übertreiben. Dass es ihr wichtig ist, historische Realitäten so genau wie möglich darzustellen, bemerkt der Leser an vielen Stellen des Romans. Man erfährt einiges Wissenswertes und hat dabei immer das Gefühl, sich auf die Fakten verlassen zu können. Der Schreibstil verzichtet auf große Schnörkel, was sich gut auf die Lesbarkeit auswirkt und mit dafür sorgt, dass die Spukgeschichte rund um eine Mühle die Klischeeklippe sicher umschifft. Dazu passen die unaufgeregt geschilderten Charaktere. Diese haben mir besonders gefallen, sie sind nicht ganz so glatt und somit authentischer als sonst oft in historischen Romanen. Irene ist zwar tapfer und nimmt ihr Leben selbst in die Hand, zeigt sich aber während ihrer Gefangenschaft sehr menschlich in ihrer Angst. Und Friedrich ist zwar intelligent, dafür aber sonst nicht gerade fehlerfrei. Deshalb entwickelt sich zum Glück auch keine kitschige 08/15-Liebesgeschichte, sondern alles läuft unter Anbetracht der schwierigen Umstände ihres Kennenlernens sehr zurückhaltend ab, ohne gleich in die Vollen zu gehen. „Die Pfarrerstochter“ empfiehlt sich als spannende historische Lektüre für alle, die sich beim Lesen gerne in vergangene Zeiten versetzen lassen und dabei historische Genauigkeit schätzen. Trotzdem kommt auch die Spannung keinesfalls zu kurz, eine Mühle, in der es spukt sowie eine Unschuldige im Verlies in stürmischen Zeiten lassen nicht viel zu Wünschen übrig.

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  • Düsteres Usedom im 17. Jahrhundert

    Die Pfarrerstochter

    Dreamworx

    26. April 2014 um 11:35

    1632 kommt Usedom nach dem Rückzug der Schweden nach dreißig Kriegsjahren endlich wieder etwas zur Ruhe und Normalität zurück. Doch im Hintergrund werden schon wieder Ränke geschmiedet. Die Menschen werden durch unwirkliche mysteriöse Begebenheiten in Atem gehalten. Eine Mühle wird zu einen Spukhaus, ein Müller als Hexer verbrannt. Zu dieser Zeit verlässt Irene Schweigerin ihr Heimatdorf Koserow und macht sich auf den Weg nach Wolgast, wo sie sich eine Zukunft erhofft. Aber auf dem Weg dorthin findet sie die Leiche eines Buchhändlers und von Jetzt auf Gleich verändert sich ihr ganzes Leben. Sie wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der Rechtsgelehrte Friedrich von Trostberg will nicht glauben, dass Irene diesen Mord begangen hat und beginnt die Umstände zu recherchieren. Friedrich ist Irenes einziger Fürsprecher, wird es ihm gelingen, Irene aus ihrer misslichen Lage zu befreien? Antonie Magen hat mit ihrem historischen Kriminalroman „Die Pfarrerstochter“ ihr Debüt vorgelegt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen, auch wenn hier Konzentration gefordert ist. Der geschichtliche Hintergrund der damaligen Zeit wurde von der Autorin sehr gründlich recherchiert und in ihre Handlung eingeflochten. So bekommt der Leser düstere und atmosphärische Einblicke über die damalige schwierige Situation nach dem Krieg, die gesellschaftlichen Probleme und das kaum vorhandene Rechtssystem. Die Protagonisten, von denen die Handlung ja lebt, sind hingegen leider sehr farblos und ohne jegliches Gefühl. Es fehlt der Zugang zu den einzelnen Charakteren. Sicher, man findet jemanden, der einem irgendwie sympathisch ist, aber so wirklich ins Herz schließen kann man niemanden richtig. Irene, um deren Leben es hauptsächlich gehen soll, tritt in großen Bereichen des Romans in den Hintergrund. Man kann sie gar nicht wirklich charakterisieren, dadurch fühlt man sich ihr auch nicht verbunden und sie bleibt einem fremd. Auch das Ende des Romans ist so vorhersehbar, dass es irgendwie unwirklich erscheint. Alles wird in Null-Komma-Nichts aufgeklärt, das wirkt zu glatt und unglaubwürdig. Ein sehr atmosphärischer und spannender historischer Kriminalroman, der einem viele Informationen zur damaligen Zeit liefert. Auch die Geschichte an sich ist spannend, jedoch ist die Ausführung nicht so ganz gelungen. Ein sehr gut recherchiertes und respektables Debüt, von der Autorin ist sicher noch einiges zu erwarten.  

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  • Anspruchsvolles Debüt

    Die Pfarrerstochter

    bookgirl

    24. April 2014 um 11:32

    Inhalt 1632 – Die Pfarrerstochter Irene gilt als Täterin eines Mordes, nachdem sie neben einer Leiche gefunden wird. Bei dem Toten handelt es sich um einen Buchhändler, der sich bei einer Mühle, in der es spuken soll und die daher gemieden wird, befindet. Nur Friedrich, ein Rechtsgelehrter ist von ihrer Unschuld überzeugt und unternimmt alles um dies zu beweisen. Meine Meinung "Die Pfarrerstochter" von Antonie Magen ist ein historischer Kriminalroman, der gut recherchiert, über weite Strecken spannend geschrieben, aber auch nicht ganz einfach zu lesen ist. Eine gewisse Konzentration ist unabdingbar, um dem Geschehen folgen zu können. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es evtl. auch an der kleinen Schrift und den wenigen Dialogen liegt, dass ein flüssiges lesen nur schwierig möglich war. Dennoch hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und teilweise Momente der Spannung und auch leichtem Grusel erzeugt. Die Grundstimmung ist durchweg eher düster, was jedoch sehr gut gepasst hat. Insbesondere um den Spuk rund um die Mühle zu unterstreichen und die Angst die davon ausgeht, sich in ihrer Nähe zu befinden. Schade finde ich, dass Irene, die Pfarrerstochter, so selten zu Wort kam. Die Geschichte dreht sich zwar um sie, aber sie kommt nur in kurzen Einschüben in Erscheinung. So konnte man nur wenig Zugang zu ihr finden und die Figur selber blieb eher blass. Auch das Ende war mir ein wenig zu abrupt und zu vorhersehbar. Sehr gut hingegen hat mir gefallen, dass die Autorin ganz offensichtlich sehr ausführlich recherchiert hat. So erfährt der Leser vieles über das 17. Jahrhundert und wie die Menschen damals lebten. Diese Details und Informationen wurden gut und stimmig in die Geschichte eingeflochten. Fazit "Die Pfarrerstochter" ist ein anspruchsvoller historischer Kriminalroman und ein gelungenes Debüt, welches von mir 4 von 5 möglichen Sternen erhält

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  • Die Spukmühle auf Usedom

    Die Pfarrerstochter

    sommerlese

    Mit dem Buch *"Die Pfarrerstochter"* hat die Autorin Antonie Magen ihr gelungenes Debüt geschrieben. Der historische Kriminalroman erscheint im Gmeiner - Verlag. 1632. Nach dem Abzug der Schweden ist auf Usedom wieder Frieden eingekehrt. Doch die Ruhe trügt. Während der Abwesenheit des Herzogs regiert sein Stellvertreter das Land, und seltsame Ereignisse häufen sich: Eine Mühle steht im Ruf, ein Spukhaus zu sein, der Müller wird als Hexer verbrannt. Ein fahrender Buchhändler kommt ums Leben, und die junge Pfarrerstochter Irene Schweigerin wird als Mörderin angeklagt. Ein Rechtsgelehrter ist sich sicher, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann ... Antonie Magen hat mich mit ihrer flüssig zu lesenden und anschaulichen Sprache direkt in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges hineingeführt. Sie macht die großen Probleme der Menschen damals deutlich: die Hungersnot, ein mangelndes Rechtssystem und Plündereien durch Soldaten und marrodierende Banden sind im Roman gut beschrieben. Das damals vorherrschende Rechtssystem war alles andere als gerecht und die Folterwerkzeuge wurden grausam zur Erzwingung von Geständnissen angewandt. Hinrichtungen waren damals die gängige Art von Strafvollzug. Der Roman veranschaulicht diese Zeitzeichen in einzigartiger Weise. Die Charaktere sind in der ihrer Handlung gut ausgearbeitet, mir bleiben sie allerdings etwas unnahbar und nicht mit Gefühlen gefüllt. Denn im vorderen Klappentext wird eine leidenschaftliche Liebesgeschichte angekündigt. Die hat mir persönlich zwar nicht gefehlt, aber durch die Ankündigung habe ich sie dann doch vermisst. Das Ende war ein von mir erwartetes und daher fehlte der Überraschungseffekt. Das Cover möchte ich noch lobend erwähnen: die Abbildung des Gemäldes von Johannes Vermeer ist wunderschön und stellt den historischen Bezug zum Buch perfekt dar. Auch die Protagonisten sind durch die beiden abgebildeten Personen gut im Roman zu finden. Mit diesem spannenden historischen Kriminalroman ist Antonie Magen ein sehr unterhaltsames und informatives Debüt gelungen. Sie läßt den Leser eintauchen in eine fiktive Geschichte auf der kriegsgebeutelten Insel Usedom um 1632.

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