Benjamin Markovits Manhattan Love Story

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Inhaltsangabe zu „Manhattan Love Story“ von Benjamin Markovits

Eine Privatschule im Norden Manhattans. Ein enges Geflecht von Beziehungen verbindet einige der Schüler und Lehrer. Alle sind sie auf der Suche nach Liebe, nach Glück und Erfolg, ersehnen die Veränderung und sind doch gefangen in familiären Bindungen und festen Vorstellungen vom Leben und von der Welt. Kunstvoll verknüpft Benjamin Markovits unterschiedliche Lebensgeschichten und Schicksale zum Porträt einer Gruppe von Menschen im heutigen New York. Da ist Amy, eine junge Biologielehrerin aus dem ländlichen Indiana, die der Einsamkeit in New York durch die Flucht an die Seite eines weltgewandten Juristen zu entrinnen versucht. Aber dessen Welt und die Welt ihrer Herkunft kollidieren schmerzhaft. Da ist ein älterer homosexueller Lehrer, der sich plötzlich der Existenz einer eigenen Tochter gegenübersieht und sich abrupt aus der Beziehung zu seinem Freund löst. Stuart, ein anderer Lehrer, träumt vom Ausbruch aus langjähriger Ehe – wie er einem seiner Kollegen scheinbar gelungen ist – mit einer seiner Schülerinnen. Diese, konfrontiert mit dem bevorstehenden Tod des geliebten Vaters, scheint sich zunächst auf seine Avancen einzulassen… Mit genauen Beobachtungen und psychologischem Scharfsinn nähert sich Markovits seinen Figuren. Aus wechselnder Perspektive erscheint dieselbe Person in ganz unterschiedlichem Licht; die Liebe bringt Selbstbilder ins Wanken und läßt Lebensläufe außer Kontrolle geraten – bis sich Lösungen anbahnen, mit denen die Figuren des Romans selbst am allerwenigsten gerechnet haben.

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  • Rezension zu "Manhattan Love Story" von Benjamin Markovits

    Manhattan Love Story
    emeraldeye

    emeraldeye

    21. November 2011 um 14:04

    Und wieder einmal muß ich einen gänzlich unpassenden deutschen Titel bemängeln. "Manhattan Love Story" trifft nun wirklich nicht den Inhalt von Markovits Episodenroman. Der Originaltitel "Either side of winter" (Beide Seiten des Winters) stellt zumindest den Bezug zu den Epsoden, die jeweils nach Jahreszeiten benannt sind, her. Warum der Roman "Beide Seiten des Winters" heißt, bleibt allerdings ein Rätsel, ebenso wie die Handlungsmotive der Hauptfiguren. Sie wirken unentschlossen, gelangweilt, gleichgültig und lebensunlustig. Vergeblich habe ich nach einer Spannung, einem echten Verlangen, Sehnsucht oder Verzweiflung gesucht. Amy, Peasbody, Stuart und Rachel leben. Sie sind da, sie handeln, sie denken und trotzdem erscheinen sie manchmal wie Geister. Warum läßt sich Amy mit einem Mann ein, den sie eigentlich nicht mag? Warum stößt Dr. Peasbody alle Menschen von sich? Warum löst sich Stuart nicht aus seiner unbefriedigenden Ehe? Warum kann Rachel sich nicht entscheiden, das Erbe ihres Vaters anzunehmen? Diese Fragen umschreibt Benjamin Markovits ausgesprochen wortreich, kunstvoll, manchmal unverständlich und langatmig. Die Antworten bleiben vage oder gleich ganz verborgen. Auf Dauer ist es sehr anstrengend, den verworrenen Wegen der Protagonisten zu folgen, die ohne Ecken und Kanten bleiben. Ob es das plötzliche Auftauchen einer Tochter oder der qualvolle Tod des Vaters ist, keine dieser doch dramatischen Begebenheiten vermag den Panzer aus Distanziertheit, Selbstbezogenheit und Langeweile aufzubrechen. Dass Markovits mit seinen Hauptfiguren exemplarische Beispiele für die Persönlichkeiten und das Verhalten vieler Menschen in unseren heutigen Gesellschaften geschaffen hat, ist eine unbequeme Wahrheit, die auch ich nicht gerne schwarz auf weiß sehe. Nichtsdestotrotz ist sie real. Diese Wahrheit in Worte zu fassen, ohne den mahnenden Zeigefinger zu erheben, dafür gebührt "Either side of winter" Ehre.

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  • Rezension zu "Manhattan Love Story" von Benjamin Markovits

    Manhattan Love Story
    Clari

    Clari

    02. June 2010 um 16:19

    Manhattan, seine Einwohner und der ganz normaler Alltag. Ein sonderbares Völkchen rückt da im heutigen New York in den Fokus: Lehrer, Unternehmensberater, ein schwuler Lehrer mit seiner plötzlich aufgetauchten Tochter, Ergebnis der kurzen Begegnung einer Nacht, die Frau und Mutter dieser Tochter und sein Freund Tomas..... Die Personen bewegen sich im Dunstkreis einer teuren Privatschule. Amy ist Lehrerin dort und hat zu thanksgiving, einem amerikanischen Erntedankfest, ihre Familie eingeladen. Die Atmosphäre ist gespannt, und alle scheinen das Treffen unterschwellig als peinlich zu empfinden. Man ist verlegen in Gegenwart der anderen. Amy hat einen gut verdienenden Freund, Charles Conway, aber so recht nahe kommen sie sich nicht. Man spürt die Unruhe und Melancholie, die über Freundschaften und Familienbanden liegt, denn Amy weint viel. Sie fühlt sich einsam. Das erste Kapitel dieses Erzählbandes ist mit „Herbst“ überschrieben. Es folgen der Winter, der Frühling und der Sommer. Im Winter begegnet man Howard Peasbody, der seinen homosexuellen Alltag mit dem jungen Tomas teilt. Howard wird eines Tages mit einer dicklichen und nicht sehr anziehenden Tochter konfrontiert, die er in einer verwegenen Nacht mit Annie gezeugt hat. Annie hat vergeblich versucht, ihn schon früher auf seine Tochter aufmerksam zu machen. Hin und her gerissen zwischen dem neuen Verhältnis und seinem bisherigen Leben, scheint alles in die Brüche zu gehen. In einer Aneinanderreihung von Geschichten aus dem Alltag sich wenig berührender Protagonisten gilt es, einzelne Ausschnitte zu betrachten. Fast jeder ist in seinen Verhaltensnormen, in den Wünschen und Erwartungen erstarrt. Frühe Prägungen haben die Weichen vorherbestimmt, in denen die einzelnen Protagonisten ihren Weg machen. Auf unterschiedliche Weise sind alle auf der Suche nach dem Glück, nach Erfolg und Anerkennung. Vom Glück beseelt ist jedoch keine der Figuren. Erwartungen zerschellen an der äußeren Realität, und schlecht und recht sieht jeder zu, wo er bleibt. Der schöne Goethespruch fällt einem dazu ein“ Eines schickt sich nicht für alle! Sehe jeder, wie er’s treibe, sehe jeder, wo er bleibe, und wer steht, dass er nicht falle!“ So ist das Leben, und so beschreibt es Markovits: Höhepunkte sind nicht die Regel, sondern das gewöhnliche Allerlei bestimmt die Tage und die Nächte. Fluchtversuche enden zumeist in der Wiederholung des schon einmal gelebten Lebens, und so lebt jeder sein Leben ab. Es ist eine melancholisch gefärbte Geschichte, die mit psychologischer Tiefenschärfe die kleinen und großen Miseren des Alltags beschreibt. Die Gesellschaftsstudie ist reflektierend und beobachtend. Auf einen Spannungsbogen, der die einzelnen Schicksale zusammenführt, wartet man vergeblich.

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