Bernhard Aichner Schnee kommt

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Inhaltsangabe zu „Schnee kommt“ von Bernhard Aichner

Tag für Tag sitzt Ruben in seinem Sessel und starrt aus dem Fenster. Tag für Tag sieht er den Geldtransporter, der vor der Bank gegenüber hält. Eines Tages steht er auf, geht über die Straße, nimmt einen der unbewachten Geldkoffer und macht sich davon – auf in ein neues Leben. Auf seiner Flucht durch die Nacht gerät er in einen Unfall mitten in einem Tunnel. Während draußen der Schnee fällt und die Straßen gesperrt werden, sind im Tunnel fünf Menschen von der Außenwelt abgeschlossen. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, jeder sein dunkles Geheimnis – ein tödliches Drama nimmt seinen Lauf.
In seinem Roman 'Schnee kommt' inszeniert Bernhard Aichner ein packendes Kammerspiel menschlicher Abgründe – virtuos komponiert, temporeich und bis zur letzten Seite fesselnd.

Sehr originelle und überraschende Handlung ! Absolut lesenswert !

— Newcomer

Ich mag den Schreibstil sehr, die Geschichte hat mich allerdings nicht mitgenommen.

— ClaraOswald

Im Tunnel kreuzen sich die Lebenswege, aber sie kreuzten sich auch schon in der Vergangenheit. Abgründe, Schicksalge und Emotionen.

— Taluzi

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  • Rezension zu "Schnee kommt" von Bernhard Aichner

    Schnee kommt

    leserin

    Diese Geschichte entführt einem in eine zutiefst psychologisch verstrickte und spannende Welt. Ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Personen in einem Tunnel, ein LKW quergestellt, verkeilte PKWs, sodaß kein Fahrzeug mehr durchfahren kann, zwei Tote und ein Schwerverletzter entfachen das ganze Drama. Die Menschengeschichten werden einzeln aufgerollt und verweben sich dann zusammen. Fast jedes Personenbild birgt ein dramatisches Schicksal in sich. z.B. Valentin, der seine Frau bei einem Stromunfall in der Badewanne verlor. Dieter, der als Mautner arbeitet und immer schon "weg" wollte. Melih, den Dina in der Türkei kennengelernt hatte, der Kinder wollte - Dina aber unbedingt aufgrund ihrer Lebensgeschichte ein schönes Haus wollte ..... Maurice, ein Schwarzer, der mit Suza einer "Blinden", die nicht blind war, liert war...... Diese Schicksale treffen hier aufeinander. Der Schriftsteller zeigt diese Charaktere sehr interessant auf. Teilweise kommt es zu dramatischen bis manchmal grausamen Szenen. Für den Leser gibt es aber immer mehr Aufklärung, sodaß man teilweise für die Personen, trotz manchem Unverständnis ihrer Handlungen, Mitgefühl entwickeln kann. Manches in fiktionär, aber doch mit sehr viel Realität verwoben. Ich mag den Schreibstil von Aichner sehr. Keine langen Sätze und die sehr verständlich ausgedrückt. Der Ort der Handlung ist düster und dunkel, macht daher alles noch dramatischer. Auch die immer wieder einflechtende Beschreibung "Schneefall, Schneeflocken" passen gut in die Gesamthandlung des Geschehens. Eine sehr spannende Lektüre mit Tiefgang.

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    • 3

    leserin

    07. January 2015 um 19:46
  • Menschen im Tunnel

    Schnee kommt

    WinfriedStanzick

    09. December 2014 um 10:33

      "Schnee kommt" ist der dritte Roman des österreichischen Schriftstellers und Fotografen Bernhard Aichner. Schauplatz der Handlung seines Romans ist ein Autotunnel. Zwei voneinander unabhängige Unfälle lassen den Verkehr im Tunnel zu  Erliegen kommen. Den einen Unfall verursacht Valentin, der mit einem LKW voller Wein auf der schneeglatten Fahrbahn direkt vor der Einfahrt in  den Tunnel ins Schleudern gerät. Der umgekippte LKW macht den Tunnel für lange Zeit unpassierbar. Doch zur gleichen Zeit kollidieren im Inneren des Tunnels weitere Fahrzeuge miteinander. Der farbige Kunsthändler Maurice, Fahrer des ersten Autos, ist sofort tot. Im zweiten findet sich der Arzt Bertram eingeklemmt. Handys haben keinen Empfang, auch die Notrufsäulen funktionieren nicht. Keine Hilfe von außen. Unter Schock, mit Schmerzen und alleingelassen, nehmen die Menschen im Tunnel miteinander Kontakt auf. Das funktioniert aber nicht sehr gut, denn persönliche Dinge und Gefühle drängen sich nach vorne und verhindern eine gegenseitig nötige Hilfe. Die Situation spitzt sich zu, Gefühle nehmen überhand, Gemeinheiten dominieren, bis am Ende sogar ein Mord passiert.   Der Roman erzählt in kurzen Abschnitten vom Leben der Menschen im Tunnel, ihren Geheimnissen, ihren Träumen, ihrer Schuld. Bernhard Aichner spielt gekonnt mit allerlei Details aus ihrem Leben, bis sich letztendlich das Puzzle stimmig aneinanderfügt, nachdem der gebannte Leser mehrfach in die Irre geführt wurde.   Zunächst erscheint Aichners Stil etwas schwierig, doch schon bald hat man sich eingelesen und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen.       .

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  • Schnee kommt, aber danach?

    Schnee kommt

    Taluzi

    23. November 2014 um 12:48

    Fast zeit- und ortgleich passieren zwei Verkehrsunfälle in den Bergen. Vor dem Tunnel rast ein Lastwagen ins Pförtnerhäuschen und bleibt vor dem Tunneleingang liegen, während im Tunnel bei einem Wagen der Reifen platzt und es zu einem Unfall mit drei beteiligten Autos kommt. Während die Verletzten auf Hilfe warten, schneit es draußen unaufhörlich. Auf Grund einiger Verknüpfungen und gemeinsamer Vergangenheit der Unfallbeteiligten, kann das Drama seinen tödlichen Verlauf nehmen. „Schnee kommt“ ist mein zweites Buch vom Autor Bernhard Aichner das ich gelesen habe. Daher war mir der ungewöhnliche Schreibstil schon vertraut. Für mich wirkt der Schreibstil wie ein Tagebuch, da er aus kurzen Sätzen und Dialogen in Stichpunkten besteht. Die einzelnen Kapitel sind ein oder auch zwei Charakteren im Buch gewidmet. Der Leser lernt so die Personen Stück für Stück näher kennen. Anfangs fand ich das sehr verwirrend in jedem Kapitel das Leben und die Persönlichkeit einer anderen Person kennen zu lernen, aber nach und nach werden diese Personen im Tunnel zusammengeführt. Und nicht nur im Tunnel kreuzen sich ihre Lebenswege, sondern sie kreuzten sich auch schon in der Vergangenheit. Teilweise war es spannend zu lesen wie verstrickt das Leben miteinander sein kann, auf der anderen Seite waren es auch zu viele Verstrickungen. Am Ende schaffen es zwei Personen ihren eigenen Weg aus dem Tunnel zu finden und starten wohl in ein gemeinsames neues Leben. Bei einigen anderen Personen hat man schon vorher durch kleine Ausblicke mitbekommen, was ihr Leben nach dem Tunnel aussieht. Aber alle Fragen wurden für mich nicht geklärt. Auf Seite 213 steht: „Walters Brustkorb lag am Lenkrad.“ und 6 Seiten weiter steht: „Er saß auf dem Beifahrersitz, auf der Windschutzscheibe war Blut, sein Auto verbeult“. Das lässt mich stutzen. Ein Fehler? Oder hat der Autor das mit Absicht getan? Ich würde sagen, dass es Aichner nicht um einen runden Ablauf geht, sondern um die Abgründe, um die Schicksale und die Emotionen der Charaktere. Will der Autor den Leser berühren / nachdenklich machen durch die übertriebene Konstellation seiner Charaktere? Für mich steckt in diesem Buch viel Potential, was aber noch ausbaufähig ist.

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  • Düster, spannend und psychologisch raffiniert

    Schnee kommt

    dark_angel

    02. September 2014 um 08:44

    Ein Auffahrunfall in einem Tunnel. Eingeschlossenen, von der Außenwelt abgeschnitten. Dies ist die Ausgangslage von Bernhard Aichners neuem Roman "Schnee kommt". Fünf Menschen kommen auf unerwartete Weise zusammen und jeder hat eine Geschichte zu erzählen. Wie reagieren sie darauf, eingeschlossen zu sein? Wer sind diese Menschen? Was für eine Geschichte haben sie zu erzählen? Welches dunkles Geheimnis haben sie zu verbergen? Der Erzählstil ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Denn es gibt in diesem Sinne keine wörtliche Rede. Es ist eine Aneinanderreihung von Ereignissen, Handlungen und Eindrücken. Manchmal wirkt es abgehackt, doch es verfehlt seine Wirkung nicht und bald schon steckt man mittendrin im Geschehen. Stück für Stück lernt der Leser diese fünf Menschen kennen. Und wenn man glaubt, das gesamte Puzzle zu überblicken, wird man erneut überrascht. Und nein, man muss diese fünf Menschen nicht sympathisch finden. Denn darum geht es nicht. Bernhard Aichner zeigt uns, was sich hinter der menschlichen Fassade verbergen kann. Damit ist ihm ein psychologisch subtiler Roman gelungen, in dem man in die menschlichen Abgründe eintaucht. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Und diese bleibt zum Glück konstant, da der Leser immer wieder häppchenweise neue Informationen erhält und so das Puzzle zusammengefügt werden kann.

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  • Rezension zu "Schnee kommt" von Bernhard Aichner

    Schnee kommt

    SonnenBlume

    10. December 2009 um 14:05

    Da ich mich mit dem Sprachstil des Autors absolut nicht anfreunden konnte, habe ich das Buch nach ein paar Seiten schon wieder weggelegt. Vielleicht hätte es mir ja ganz gut gefallen, aber schade ...

  • Rezension zu "Schnee kommt" von Bernhard Aichner

    Schnee kommt

    Binea_Literatwo

    25. March 2009 um 12:17

    Gleich vorab möchte ich sagen, dass ich Herrn Aichner seine Lesung auf der Buchmesse in Leipzig besucht habe. Schon dort war ich gefesselt von seiner Stimme und seinen Worten, so dass sich große Vorfreude auf sein Buch in mir breit machte. Endlich hielt ich es in meinen Händen, dass Buch mit dem außergewöhnlichen Cover und der schwarzen Rückseite. Aus der Lesung und anhand des Klappentextes war mir klar, dass es in Bernhard Aichner seinem Roman um einen Verkehrsunfall in einem Tunnel geht. Bei diesem wurden sämtliche Fluchtmöglichkeiten versperrt und vorhandene Notrufsäulen waren ohne Funktion. Menschen in Panik. Verletzte Menschen, tote Menschen und verbogenes Blech. Jeder Beteiligte ein Protagonist der ganz besonderen Art. Fünf Menschen, fünf Geschichten, fünf Geheimnisse. Mein erstes aber bestimmt nicht letztes Buch von Aichner. Ich schlug das Buch auf und dachte: Oh nein, jedes Kapitel trägt die Überschrift eines Namens, hoffentlich kann ich mir alle merken. Und ich habe mir alle gemerkt und jedem Leser wird es genauso gehen. Die gewählten Personen sind einmalig, skurril, besonders und vor allem nicht fehlerlos. Ob Valentin, Dieter, Suza, Mehli, Dina, Ruben, Claudia, Maurice, Uschi, Bertram oder Walter, jeder ist speziell und verbirgt Geheimnisse die man nie vermutet hätte. Im temporeichen Verlauf des Romans beginnt Bernhard Aichner die Personen miteinander zu verknüpfen, spinnt ein erst lockeres Netz aus Fäden welches fester und fester wird. Dieses feste Netz bildet den perfekten Abschluss und lässt nur jene Protagonisten übrig, die ihr Leben noch nicht ausgelebt haben und gibt denen die Chance es unter Beweis zu stellen. Bis sich jedoch der Kern herauskristallisiert, wird jede Figur eingehend betrachtet, jedes Schicksal hervorgehoben und die vorgehaltenen Masken heruntergerissen. Ungewöhnliche Charaktere, skurill und sicher nicht alltäglich, finden Platz in diesem spannenden Roman. Gegenwart und Vergangenheit werden in jedem Kapitel verknüpft und deckten verblüffende Tatsachen auf. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die gerade 214 Seiten habe ich verschlungen und die atemberaubende Intensität des Buches hat mich angetrieben. Ein faszinierender Roman, sprachlich schlicht gestaltet mit vielen Überraschungseffekten, unabsehbaren Wendungen und vor allem mit einem Ende was nicht vorhersehbar ist. Empfehlenswert für Leser, die Romane mit Auszügen und Eigenschaften aus sämtlichen Genres mögen. Endlich hielt ich es in meinen Händen, dass Buch mit dem außergewöhnlichen Cover und der schwarzen Rückseite. Aus der Lesung und anhand des Klappentextes war mir klar, dass es in Bernhard Aichner seinem Roman um einen Verkehrsunfall in einem Tunnel geht. Bei diesem wurden sämtliche Fluchtmöglichkeiten versperrt und vorhandene Notrufsäulen waren ohne Funktion. Menschen in Panik. Verletzte Menschen, tote Menschen und verbogenes Blech. Jeder Beteiligte ein Protagonist der ganz besonderen Art. Fünf Menschen, fünf Geschichten, fünf Geheimnisse. Mein erstes aber bestimmt nicht letztes Buch von Aichner. Ich schlug das Buch auf und dachte: Oh nein, jedes Kapitel trägt die Überschrift eines Namens, hoffentlich kann ich mir alle merken. Und ich habe mir alle gemerkt und jedem Leser wird es genauso gehen. Die gewählten Personen sind einmalig, skurril, besonders und vor allem nicht fehlerlos. Ob Valentin, Dieter, Suza, Mehli, Dina, Ruben, Claudia, Maurice, Uschi, Bertram oder Walter, jeder ist speziell und verbirgt Geheimnisse die man nie vermutet hätte. Im temporeichen Verlauf des Romans beginnt Bernhard Aichner die Personen miteinander zu verknüpfen, spinnt ein erst lockeres Netz aus Fäden welches fester und fester wird. Dieses feste Netz bildet den perfekten Abschluss und lässt nur jene Protagonisten übrig, die ihr Leben noch nicht ausgelebt haben und gibt denen die Chance es unter Beweis zu stellen. Bis sich jedoch der Kern herauskristallisiert, wird jede Figur eingehend betrachtet, jedes Schicksal hervorgehoben und die vorgehaltenen Masken heruntergerissen. Ungewöhnliche Charaktere, skurill und sicher nicht alltäglich, finden Platz in diesem spannenden Roman. Gegenwart und Vergangenheit werden in jedem Kapitel verknüpft und deckten verblüffende Tatsachen auf. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die gerade 214 Seiten habe ich verschlungen und die atemberaubende Intensität des Buches hat mich angetrieben. Ein faszinierender Roman, sprachlich schlicht gestaltet mit vielen Überraschungseffekten, unabsehbaren Wendungen und vor allem mit einem Ende was nicht vorhersehbar ist. Empfehlenswert für Leser, die Romane mit Auszügen und Eigenschaften aus sämtlichen Genres mögen.

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