Planetenwellen

von Bob Dylan 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Planetenwellen
Bestellen bei:

Zu diesem Buch gibt es noch keine Kurzmeinung. Hilf anderen Lesern, in dem du das Buch bewertest und eine Kurzmeinung oder Rezension veröffentlichst.

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Planetenwellen"

In seinen frühen Jahren verstand Bob Dylan sich sowohl als Songwriter als auch als Lyriker. Seinen Schallplatten gab er komplette Gedichtzyklen und lyrische Prosa bei, Langgedichte erschienen in Zeitschriften der Folk- und der Beat-Szene, das Poem "Last Thoughts On Woody Guthrie" rezitierte er im Konzert. Die Lyrik war seine Ideenwerkstatt, sie gab ihm die Möglichkeit zu Selbstkommentaren gegenüber Freund und Feind, sie verband die Poesie seiner Songs mit den literarischen Traditionen Rimbauds, Brechts, der Beat Poets.
Dieser Band bietet zum ersten Mal eine zweisprachige Auswahl aus Dylans Gedichten und Prosagedichten von den Anfängen bis 1974, ergänzt um einige programmatische Texte aus den letzten Jahren. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Dylan-Kenner Heinrich Detering.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455001181
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Hoffmann und Campe
Erscheinungsdatum:11.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne0
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    M
    michael_lehmann-papevor einem Jahr
    Ein stückweit die andere Seite Dylans

    Ein stückweit die andere Seite Dylans

    Dylans „Song for Woody“ von 1962 dauert nur etwas über zweieinhalb Minuten.

    Dylans „Lang-Gedicht“, munter vorgetragen bei einem Auftritt, kommt locker über sieben Minuten Lesezeit.

    Natürlich ist Dylan einfach ein Dichter, weitgehend in der Form von Songs, aber darüber hinaus liegt einiges Material rein lyrisch ohne Vertonung vor. Dieses „schriftstellerische, lyrische“ Seite Bob Dylans bringt dieser Band, zweisprachig (links das englische Original, rechts je die deutsche Übersetzung) dem Leser in bester Weise nah. Und wer Dylan bisher nur als Sänger und Musiker kannte, der versteht nach der Lektüre der Gedichte noch besser, warum er den Nobelpreis als Schriftsteller zugesprochen bekommen hat.

    Nebenbei, im Blick auf dieses Thema, im Buch findet sich ebenfalls die respektvolle und ebenso sprachlich bestens mit den Worten spielende Dankesrede Dylans an das Nobel-Komitee im Rahmen von Dylans „Tischrede“.

    Dies führt das Werk als Teil des zweiten Teiles des Buches neben vielfach anderen, anregenden Texten, in denen Dylan Themen, teils auch persönliche Ereignisse seiner Laufbahn als Künstler reflektiert.

    Wie Dylan zum Tod Johnny Cashs spricht, den er als „Polarstern“ bezeichnet, ist dabei ebenso bewegend und lässt ein wenig in Dylans Inneres Blicken, wie seine Erläuterungen zu einigen Gemälden, die ebenfalls nicht einen „ausgetretener Pfad“ darstellen, wie die Liedtexte, Gedicht, das Gesamtwerk dieses wohl einflussreichsten Liedermachers und Dichters der Moderne.

    „Wenn ich nicht allen gefallen kann, kann ich genauso gut überhaupt niemandem gefallen (es sind so sehr viele Leute und ich kann einfach nicht allen gefallen)“.

    Da mag man sich persönlich streiten, ob die lange Dauer der Entgegennahme des Nobelpreises respektlos war oder ob es einfach nur Arroganz ist, aufgrund derer Dylan weitgehend jeden Kontakt zum Publikum auf Konzerten nicht stattfinden lässt.

    Sich aber der Figur Bob Dylan zu nähern, wenn auch keine Einblicke in sein Privatleben gegeben werden (was an sich nie passiert bei Dylan), bietet dieser Band einen sehr guten Überblick.

    Woody Guthrie und Joan Baez mit tiefen Einblicken in das Empfinden Dylans.

    „Und ich ging meinen Weg und sang meinen Song. Wie ein trauriger Clown im Zirkus meiner eigenen Welt“.

    Einer, der als junger Mann durchaus mit Zorn meinte: „Schönheit ist nur in den Rissen“. Und wie das biographisch vonstattenging, das kann der Leser mühelos zwischen den Zeilen herauslesen.

    Eine komplexe, differenzierte, assoziationsreiche Sprache, die allein vom Klang und dann vom Inhalt her den Leser auch emotional immer mit hineinnimmt in die vielfachen Orte und Themen, dafür stehen die „Lang-Gedichte“ Dylans.

    Und wofür das alles, oder, mit Dylan zu sagen: „Welt, schiefgegangen. Über die Songs (worum es geht), auch das erläutert Dylan auf knapp 14 Seiten im Buch.

    Nicht nur für Fans, sondern für jeden, der Bob Dylan von einer anderen Seite her (neu) kennenlernen möchte, ist diese Gedicht- und Textsammlung wärmstens zu empfehlen.

    Kommentieren0
    8
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks