Britta Bolt Der Tote im fremden Mantel

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Inhaltsangabe zu „Der Tote im fremden Mantel“ von Britta Bolt

Pieter Posthumus liebt Amsterdam und will an keinem anderen Ort der Welt leben – und das, obwohl die große Wirtschaftskonferenz mit ihren Horden von Delegierten und zahlreichen Gegendemonstrationen gerade nichts als Unruhe verbreitet. Immerhin geht im »Büro der einsamen Toten« alles seinen gewohnten Gang. Bis zu dem Tag, an dem Posthumus den Tod eines Junkies untersucht, der einen viel zu vornehmen Kamelhaarmantel trägt … Bald gibt es noch einen Toten: einen Teilnehmer der Konferenz – und anscheinend hängen die beiden Todesfälle miteinander zusammen. Haben die Taten einen ideologischen Hintergrund? Oder gibt es doch ein persönliches Motiv? Die Ermittlungen führen Posthumus zurück in seine eigene Vergangenheit als Student mit radikalen politischen Überzeugungen. Tiefer und tiefer gerät er hinein in ein Netz aus politischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen.

Trotz guter Idee irgendwie zäh! Leider hatte das e-book auch ziemlich viele Fehler...

— Pippo121
Pippo121

Amsterdam-Krimi mit sehr viel Flair!

— tardy
tardy

Ein gelungener Krimi aus einer Reihe, die alleine schon mit einem außergewöhnlichen "Ermittler" und einem interessanten Schauplatz punktet

— tinstamp
tinstamp

Amsterdam zeigt sich von seiner charmanten und durchaus gefährlichen Seite

— Eternity
Eternity

Toller Fall einer faszinierenden Krimiserie aus Amsterdam! Sehr zu empfehlen! Bitte mehr davon. :-)

— Talitha
Talitha

Eher ruhiger Krimi mit einem außergewöhnlichen Ermittler und viel Atmosphäre

— luv_books
luv_books

Der außergewöhnlichen Schreib- und Erzählstil und das interessante Setting macht diesen Krimi zu etwas Besonderem.

— Flaventus
Flaventus

Auch der dritte Band hat wieder meine Erwartungen erfüllt, sehr stimmiger Krimi mit aktuellen Bezügen

— Bibliomarie
Bibliomarie

Erneut guter Krimi aus Amsterdam!

— vronika22
vronika22

Mein erster Band der Reihe - gemütlicher Krimi.

— krimielse
krimielse

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  • Der Tote im Fremden Mantel

    Der Tote im fremden Mantel
    CarmenM

    CarmenM

    25. April 2017 um 14:01

    In Amsterdam findet gerade die große Umweltkonferenz Earth 2050 statt. In der ganzen Stadt herrscht Unruhe und Verkehrschaos und auch im „Büro der einsamen Toten“, dem Arbeitsplatz von Pieter Posthumus muss ein ungewöhnlicher Fall bearbeitet werden. Ein Junkie ist an einer Überdosis gestorben, allerdings trägt er einen sehr teuren Mantel, der gar nicht zu ihm passt. Posthumus findet heraus, dass der Besitzer des Mantels schwer verletzt im Krankenhaus liegt, und schon ist er mitten in einem neuen Fall und fängt an zu ermitteln. Pieter Posthumus ist ein sympathischer Holländer, der sein Amsterdam sehr liebt. Und obwohl es ungewöhnlich ist, dass ein Angestellter des städtischen Bestattungsteams als Ermittler auftritt, hat gerade das seinen besonderen Charme. Schön ist auch, dass sich Kommissar de Boer so gut mit Pieter versteht und sich ihre Recherchen ergänzen. Der Krimi hat einige interessante Personen zu bieten, die erst nicht ganz durchschaubar waren. Die Handlungsstränge sind eher ruhig, auch wenn Pieter in eine bedrohliche Situation gerät fehlt mir ein bisschen mehr Spannung. Es hat mir Spaß gemacht diesen Krimi zu lesen. Er hat mich gut unterhalten und besonders gefallen haben mir die Schauplätze in Amsterdam. Ich möchte auf jeden Fall mehr von dem scharfsinnigen Protagonisten Pieter Posthumus, der sich an jedes kleinste Detail erinnern kann, lesen und werde mir die ersten beiden Bände demnächst vornehmen.

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  • Der Tote im fremden Mantel

    Der Tote im fremden Mantel
    tardy

    tardy

    20. April 2017 um 14:11

    Pieter Posthumus, kurz PP, arbeitet im "Büro der einsamen Toten" und kümmert sich dort um eine würdevolle Bestattung unbekannter Leichen. Nebenbei betätigt er sich liebend gern als Hobby-Ermittler. Als ein toter Junkie, bekleidet mit einem teuren Kamelhaarmantel, eingeliefert wird, ahnt er sofort: Hier stimmt etwas nicht. Zeitgleich findet in der Stadt die große Umweltkonferenz "EARTH 2050" statt und Amsterdam wimmelt nur so von Menschen. Da lässt ein zweiter Toter natürlich nicht auf sich warten. Und es scheint, dass beide Fälle auch noch zusammenhängen. Die Fälle um Pieter Posthumus, dies ist Band drei dieser Reihe, für mich allerdings das erste Buch, werden von Britta Bolt verfasst. Hierbei handelt es sich um das Autorenpaar Britta Böhler und Rodney Bolt, die wunderbar einheitlich und harmonisch schreiben, als wäre alles aus einem Guss.Zu Beginn des Buches schleicht die Spannung noch ein wenig dahin, man erfährt allerdings schon mal sehr viel von den einzelnen Charakteren und taucht tief ein in die wundervolle Atmosphäre Amsterdams. Erfährt einiges über PP und seine Lebensumstände, seinem Hang zu teurer Kleidung und guter Küche. Anfangs hatte ich kleinere Probleme mit den vielen Namen, den vielen, mir noch unbekannten Protagonisten, die noch dazu nicht allein unter ihren Klarnamen auftauchen, sondern oft mit Spitz- und Kosenamen betitelt werden, so dass die Zuordnung nicht unbedingt einfach war. Aber das hat sich im Laufe der Lektüre schnell gegeben. Die Autoren vermitteln nach und nach immer mehr Einzelheiten aus der Vergangenheit und so lässt sich das Buch auch als eigenständiger Fall gut lesen. Allerdings befürchte ich, dass es den meisten Lesern doch so gehen wird wie mir. Ich wurde unheilbar infiziert und musste mir auch noch die ersten beiden Bände kaufen. Zum Ende zu wird aus dem Roman dann doch noch ein spannender Krimi, der sich wunderbar leicht und flüssig lesen lässt. Er endet in einem furiosen Finale, das perfekt in die Kulisse passt und für mich logisch nachzuvollziehen war. Es war faszinierend anzusehen, wie PP kombiniert. Er bemerkt wirklich die kleinsten Details und erinnert sich an Dinge, die auf den ersten Blick unrelevant scheinen.Das Schönste für mich aber an diesem Buch ist die wundervolle und detailgetreue Milieustudie der niederländischen Stadt. Die einzigartige Atmosphäre Amsterdams  wurde in meinen Augen exakt getroffen und sehr lebendig und realistisch wiedergegeben. Ich war vor der Lektüre des Buches erst da, weil wir unsere Tocher besucht haben, die seit kurzem dort lebt und wurde sofort wieder zurück katapultiert. Ich ging wieder durch die selben Gassen, wie einige Tage vorher und hatte das Gefühl da zu sein. Lernte PP und seine Freunde kennen, die mir alle sofort vertraut waren. Herrlich skurille Charaktere waren da dabei, manche unsympathisch, die meisten jedoch liebenswert, Wie gute Freunde eben. So wie mir Amsterdam auch sofort vertraut war, ich fühlte mich angekommen und sofort heimisch. Es ist mir ein großes Rätsel, wie mir diese Reihe bislang verborgen bleiben konnte, aber wahrscheinlich hatte ich Amsterdam vorher einfach nicht auf meinem Schirm.Unbedingt lesenswert!

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    • 2
  • Ein neuer Fall für Pieter Posthumus

    Der Tote im fremden Mantel
    Simi159

    Simi159

    15. April 2017 um 12:26

    Pieter Posthumus ermittelt wieder. In seinem dritten Fall bekommt er in seinem Büro der einsamen Toten, einen toten Junkie zur Beerdigung überstellt, der einen sehr teuren Mantel trägt. Da der Mantel keine Gebrauchsspuren ausweißt, wundert sich Pieter und untersucht diesen näher. Im Innenfutter findet er eine Visitenkarte von Ben Olssen. Er ist Berater, der für verschiedene Umweltorganisationen wie Greenpeace und die EU arbeitet, und Teilnehmer an dem in Amsterdam gerade stattfindenden Kongress Earth 2050. Als Posthumus dies herausfinden möchte, ob er auch der Besitzer des Kamelhaarmantels ist,  stellt er fest, daß Ben im Krankenhaus liegt.  Er wurde überfallen und vergiftet. Auch sein Hotelzimmer wurde verwüstet und eine liegende acht an die Wand gesprüht. Stecken Umweltaktivisten hinter Bens Überfall und Vergiftung, oder ist jemand hinter ihm aus einem ganz anderen Grund her? Fazit: Wie auch in den beiden ersten Fällen nimmt das Autorenduo Britta Böhler & Rodney Bolt den Leser wieder mit nach Amsterdam. In diese quirlige Stadt und die überschaubare Welt von Pieter Posthumus.  Das macht Spass und schon  nach wenigen Seiten  ist man drin in Amsterdam, den Grachten, egal ob man die beiden ersten Bände kennt oder hier erst in die Krimireihe einsteigt. Es gibt Berührungspunkte und Personen, die schon in den beiden letzten Fällen eine kleine oder größere Rolle gespielt haben, das ist für Kenner der Reihe ein bisschen wie nach Hause kommen. Denn Pieters Welt ist klein, voller bekannter Freunde und Orte. Wieder einmal sind es seine Fragen, die er sich bezüglich des Toten im Mantel stellt, und zum Teil an die falschen Personen weiter leitet. Alle Charaktere sind gut beschrieben, wirken authentisch und lebensnah. Pieter mag man sofort und es macht einfach nur Spass mit ihm den Fall zu lösen, gleichzeitig Amsterdam zu erkunden und ein paar Hintergründe über die Stadt und die Menschen dort zu erfahren. Überraschende Wendungen, Spannung  und falsche Fährten werden für den Krimileser selbstverständlich mitgeliefert. Für Eingefleischte Ermittler mag diesmal die Lösung nicht so gut verdeckt sein, wie in den beiden Fällen zuvor, den Lesespass tut  dies nicht schmälern…eher steht mehr und mehr die Frage nach dem Motiv im Vordergrund. Ich bin gespannt auf den nächsten Fall von Pieter Posthumus. Für diesen gibt es von mir 4 Sterne.

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  • Posthumus und die Wirtschaftskonferenz

    Der Tote im fremden Mantel
    tinstamp

    tinstamp

    13. April 2017 um 15:03

    In Britta Bolts dritten Krimi begleiten wir wieder Pieter Posthumus durch die Straßen und Grachten von Amsterdam. Dem Mitarbeiter des Amtes für Katastrophenschutz und Bestattungen der Stadt, kurz genannt "Das Büro der einsamen Toten", mangelt es nie an neuen Fällen, für die er den Nachlass regeln und ein würdiges Begräbnis organisieren soll.Dieses Mal findet in Amsterdam die Wirtschaftskonferenz "Earth 2050" statt und es wimmelt nur so von Delegierten und Demonstranten aus der ganzen Welt. Und bald hat auch Pieter wieder einen Fall zu bearbeiten. Frans Kamp, ein Junkie, für den er den Nachlass regeln soll, wurde in einem teuren Kamelhaarmantel mit einem Packen Geldscheinen gefunden. Das Geld hat ihm wohl zum "Goldenen Schuss" verholfen, der ihn schlussendlich zu Pieter brachte. Doch woher hatte der Junkie den teurenMantel und die große Geldsumme? Pieter findet außerdem noch in einer kleinen Seitentasche die Vistenkarte des Konferenzteilnehmers Ben Ollsen, der schwer verletzt auf der Intensivstation im Krankenhaus liegt. Kommissar de Boer und PP versuchen den Tathergang und eine Verbindung zwischen den beiden Männern zu finden, doch das ist schwieriger, als sie denken....Nachdem ich bereits Band 1 und 2 aus der Reihe rund um Pieter Posthumus gelesen habe, fühlt man sich nach den ersten Seiten sofort wieder wie zuhause. Ich traf alte Bekannte wie Anna, die Besitzerin des "Dolle Hond", dem Stammlokal von Posthumus, als auch Cornelius, PPs Freund, der die Grabreden für die unbekannten Toten spricht und auch Pieters Nichte Merel kam im dritten Band wieder öfters vor und bescherte den Lesern einen kleinen Cliffhanger auf den letzten Seiten.Ich liebe das besondere Flair dieser Reihe, die sich von anderen Krimis abhebt. Auch wenn Britta Bolt eher den ruhigen Schreibstil bevorzugt und das Autorenpaar des öfteren durch kleine Nebensächlichkeiten vom eigenen Fall abschweift, punktet der Krimi gerade durch seine Eigenheiten.Die verschiedenen Handlungsstränge, die diesmal nicht ganz so zahlreich sind, wie im zweiten Band, sind wieder äußerst komplex aufgebaut und verknüpfen sich am Ende hin zu einem Ganzen. Der Fall ist diesmal äußerst brisant und kaum durchschaubar. So beginnt Kommissar de Boer Pieters Denkweise und Recherchen immer mehr zu schätzen und bindet Posthumus viel mehr als bisher in den Fall ein. Tina, die nun bei Anna im Lokal aushilft, nimmt ebenfalls in "Der Tote im fremden Mantel" eine größere Rolle ein und wird wohl ab diesem Krimi zu den "Stammfiguren" gehören.Das Privatleben, sowie Posthumus Kollegen aus dem Büro der einsamen Toten, spielen diesmal nur eine Nebenrolle. Der Fokus liegt hier eindeutig beim Fall.Schreibstil:Der Schreibsstil des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt, die gemeinsam unter dem Pseudonym Britta Bolt schreiben, ist eher ruhig und detailliert. Wie schon in den Vorgängerbänden gibt es viele Charaktere und die Beschreibung der Figuren, und vorallem von Amsterdam, ist sehr bildgewaltig und lebendig. Der Plot ist dicht gewebt und erst am Ende führen alle Handlungsstränge zu einem Einzigen zusammen.Fazit:Ein weiterer gelungener Krimi aus der Reihe, die alleine schon mit einem außergewöhnlichen "Ermittler" und einem interessanten Schauplatz punkten kann. Das aktuelle umweltpolitische Thema und der interessante Plot ließen mich ein Auge zudrücken und die kleine Hänger im ersten Drittel vergessen. Wie immer ist der Krimi eher ruhig und detailverliebt. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall und auf ein Wiedersehen in Amstersdam!

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    • 2
  • Leserunde zu "Der Tote im fremden Mantel" von Britta Bolt

    Der Tote im fremden Mantel
    Hoffmann_und_Campe_Verlag

    Hoffmann_und_Campe_Verlag

    Der dritte Fall für Pieter Posthumus! Nach »Das Büro der einsamen Toten« und »Das Haus der verlorenen Seelen« ist nun der dritte Band der gefeierten Krimireihe erschienen. Der sympathische Ermittler Pieter Posthumus ermittelt wieder in Amsterdam im Rahmen einer großen Energiekonferenz ... und wird tief hineingezogen in die langen Schatten der Vergangenheit. Britta Bolt: »Der Tote im fremden Mantel« Pieter Posthumus liebt Amsterdam und will an keinem anderen Ort der Welt leben - und das, obwohl die große Wirtschaftskonferenz mit ihren Horden an Delegierten und zahlreichen Gelegenheitsdemonstrationen gerade nichts als Unruhe verbreitet. Immerhin geht im »Büro der einsamen Toten« alles seinen gewohnten Gang. Bis zu dem Tag, an dem Posthumus den Tod eines Junkies untersucht, der einen viel zu vornehmen Kamelhaarmantel trägt ... Bald gibt es noch einen Toten: einen Teilnehmer der Konferenz - und anscheinend hängen die beiden Todesfälle miteinander zusammen. Haben die Taten einen ideologischen Hintergrund? Oder gibt es doch ein persönliches Motiv? Die Ermittlungen führen Posthumus zurück in seine eigene Vergangenheit ls Student mit radikalen politischen Überzeugungen. Tiefer und tiefer gerät er hinein in ein Netz aus politischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen. Das Autorenduo Britta Bolt ist das Pseudonym des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt. Britta Böhler, in Freiburg im Breisgau geboren, hat viele Jahre als Anwältin gearbeitet. 1991 zog sie in die Niederlande und wurde dort berühmt durch ihre strafrechtlichen Mandate und ihre Haltung zur Anti-Terror-Gesetzgebung. Seit 2012 ist sie Professorin an der Universität von Amsterdam. Rodney Bolt, in Südafrika geboren, ist Autor mehrerer Biografien, Dramatiker und Reisejournalist. Nach Stationen in Cambridge und London lebt er seit den 90er Jahren in Amsterdam.Gemeinsam mit dem Autorenduo möchten wir mit euch diskutieren und auf Spurensuche gehen. Wir verlosen 20 Exemplare von »Der Tote im fremden Mantel« unter allen Fans von kniffeligen Krimis und ungewöhnlichen Ermittlern. Schlägt euer Herz für das schöne Amsterdam? Dann solltet ihr euch unbedingt bewerben und mit uns gemeinsam diesen Fall lösen.Die Autoren werden die Leserunde begleiten und stehen für eure Frage zur Verfügung. Ihr müsst übrigens beide Vorgängerbände nicht gelesen haben, um diesem Fall folgen zu können!Ihr könnt euch bis zum 12.03. um eins der 20 Exemplare bewerben, indem ihr uns verratet, was euch an Amsterdam besonders gefällt oder warum ihr es gerne einmal erkunden würdet! Wir drücken euch die Daumen und freuen uns auf eine anregende Leserunde!

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    • 317
  • Toller Fall einer faszinierenden Krimiserie aus Amsterdam!

    Der Tote im fremden Mantel
    Talitha

    Talitha

    05. April 2017 um 17:25

    Pieter Posthumus hat einen neuen Fall als privater Ermittler. Er arbeitet eigentlich für das so genannte "Büro der einsamen Toten", dem Bestattungsteam von Amsterdam, das Verwandte von anonym Verstorbenen ausfindig machen und die Beerdigung planen muss. Doch nur den Fall abzuwickeln, wie es seine Kollegen machen, reicht Pieter nicht. So wundert er sich als Einziger, warum ein toter Junkie einen feinen und teuren Kamelhaarmantel trägt und kommt tatsächlich einer Verbindung zum Mord an einem Teilnehmer der in Amsterdam stattfindenden Umweltkonferenz auf der Spur.Dieses Mal ist auch der Kommissar De Boer für Pieters private Ermittlungen erstaunlich aufgeschlossen, so dass beide fast Hand in Hand ermitteln, eine sehr faszinierende und unerwartete Entwicklung in der Serie...Der Krimi ist sehr spannend, dieses Mal auch sehr dramatisch und actionreich. Pieter begibt sich in Lebensgefahr, auch eine völlig neue Situation für den eher an ein ruhiges Puzzlespiel gewohnten Leser der Reihe.Ich finde es super, dass die Reihe mich immer wieder überraschen kann und nicht in einem festen Schema bleibt. So gibt es immer Neues zu entdecken, was die Serie wirklich sehr lesenswert macht.Mein Fazit: Mir hat der Krimi sehr gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band. Von mir gibt es eine vollste Leseempfehlung! 

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    • 2
  • Amsterdam zeigt sich von seiner charmanten und durchaus gefährlichen Seite

    Der Tote im fremden Mantel
    Eternity

    Eternity

    05. April 2017 um 09:36

    Wenn man an Amsterdam denkt, denkt man an Giebelhäuser, an Grachten und Brücken, an Marihuana-Geruch und natürlich auch an das Rotlichtviertel mit seinen Schaufensterdamen. Dass das Rotlichtmilieu verrucht ist und mehr Gefahren und illegale Machenschaften in sich birgt als Sicherheiten, ist wohl jedem bewusst. Trotzdem ist dieses Amsterdamer Viertel ein Publikumsmagnet und strahlt seinen Reiz aus. Natürlich nur um zu gucken!Die verborgenen und geheimen Machenschaften in den dunklen Ecken und Kneipen, die Illegalität und das Verbotene werden in diesem Roman bestens genutzt. Das Wissen oder auch das Nichtwissen über den Ablauf und die Vernetzung im Rotlichtviertel kann ganz schön gefährlich werden!Dies ist mittlerweile der dritte Roman um die Figur Pieter Posthumus, ein absolut charmanter, cleverer Mann, der ein bisschen ungewöhlich, aber sehr, sehr liebenswert ist. Wer ihm einmal begegnet ist, möchte nur noch mit ihm und keinem anderen durch Amsterdam ziehen.Ich glaube, von der Handlung und der Spannung her, ist dies der beste Teil der Reihe. Man fiebert und rätselt mit, man trifft altbekannte und neue Charaktere und fragt sich, ob man sich in den bekannten Figuren irrt oder sie doch so sind, wie man sie bisher erlebt hat...Ein Lesevergnügen in den Gassen und Vierteln von Amsterdam!

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    • 2
  • Der dritte Fall für Pieter Posthumus

    Der Tote im fremden Mantel
    luv_books

    luv_books

    Pieter Posthumus (kurz PP) arbeitet im Amsterdamer „Büro der einsamen Toten“, d.h. er kümmert sich um die Bestattung von Leuten, die keine Angehörigen mehr haben. Sein aktueller Klient ist ein Junkie, der an einer Überdosis gestorben ist. Als Pieter dessen Sachen abholt, wundert er sich über den teuren Kamelhaarmantel, den sich ein Junkie wohl kaum hätte leisten können. In einer versteckten Tasche des Mantels findet er eine Visitenkarte, die vermutlich dem wahren Besitzer gehört hat. Wie sich herausstellt, liegt selbiger mit einer schweren Vergiftung im Krankenhaus. Dazu kommt, dass es sich um den Bekannten einer Bekannten handelt. PPs Neugier ist geweckt, warum sollte man jemanden auf diese Art umbringen wollen? Er beginnt „zu ermitteln“ – wieder einmal, sein Gerechtigkeitssinn (und seine Neugier) lässt ihm keine Ruhe. Glücklicherweise ist Kommissar de Boer offen für Posthumus‘ Gedanken, da dieser ihm erst kürzlich bei einem anderen Fall geholfen hat. Dabei wird Pieter auch mit seiner eigenen Vergangenheit als Hausbesetzer und Aktivist konfrontiert, da der Mordversuch mit der gerade in Amsterdam stattfindenden Umweltkonferenz „Earth 2050“ zusammen zu hängen scheint. Das war der zweite Band den ich von der Reihe gelesen habe, eine Kenntnis der Vorgängerbände ist nicht unbedingt nötig. Die Figuren sind so liebevoll und lebendig beschrieben, dass man schnell mit ihnen warm wird. Pieter Posthumus ist eine Art Antiheld, der abends gerne mit seinen Freunden in der familiären Atmosphäre seiner Stammkneipe „ Dolle Hond“ zusammensitzt. Viele dieser Freunde gehören zu den Alteingesessenen des Viertels  die Familien leben schon seit Generationen in Amsterdam. Dies macht einen großen Teil des Reizes dieses Romans aus, genauso wie die Beschreibung der Stadt selbst. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem das Lokalkolorit so gekonnt in die Geschichte eingebunden wird. Die Stadt spielt eine stille Hauptrolle in dem Buch. Die Handlung selbst kommt eher ruhig daher, auch wenn es am Ende noch richtig brenzlig für PP wird. Fazit: Ein eher ruhiger Krimi mit einem außergewöhnlichen Ermittler und viel Atmosphäre. Absolut lesenswert!

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    • 2
  • PPs dritter Fall

    Der Tote im fremden Mantel
    tweedledee

    tweedledee

    30. March 2017 um 18:44

    "Der Tote im fremden Mantel" ist der dritte Fall für Pieter Posthumus, kurz PP genannt, der sich in Amsterdam der namenlosen und einsamen Toten annimmt. Er arbeitet im Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen, sein Team kümmert sich um die Nachlassregelung, und um ein würdiges Begräbnis. Momentan ist in Amsterdam die Hölle los, eine Wirtschaftskonferenz findet statt, Demos sind an der Tagesordnung und Posthumus bekommt den Fall eines Junkies auf den Tisch, der in einem teuren Mantel einer Edelmarke aufgefunden wurde. Das lässt Posthumus stutzen, er versucht mehr über den Mann herauszufinden. Ein Kongressteilnehmer wird verletzt aufgefunden, gibt es eine Verbindung zu seinem Mordfall? Schneller als er sich versieht ist er wieder einmal in einen Mordfall verwickelt und kann der Polizei wertvolle Hinweise geben. Ich habe alle Teile der Reihe gelesen, deswegen war es für mich wie ein Wiedersehen mit alten, liebgewonnenen Freunden. Auch wenn die Krimis gut einzeln gelesen werden können, würde ich trotzdem empfehlen, alle Teile der Reihe nach zu lesen, denn so lernt man PP und seine Freunde, Kollegen, sein ganzes Umfeld und die Schauplätze in Amsterdam von Anfang an kennen. Das Autorenduo hat mit PP und seinen Freunden authentische, liebenswerte Protagonisten geschaffen, die unverwechselbare Typen sind. Auch die Nebenfiguren sind sehr schön beschrieben, so dass man sich die einzelnen Personen gut vorstellen und sich in sie hinein versetzen kann. Der Fall führt PP an verschiedene Orte in Amsterdam, die Kneipe "De dolle Hond", die für PP zur zweiten Heimat geworden ist kommt auch in diesem Teil wieder vor, hier finden diverse Treffen mit seinen Freunden statt. Für mich besticht der Krimi mit viel Niederländischem Flair, die Stadt ist so detailliert beschrieben dass ich die Szenerie bildlich vor Augen hatte, hilfreich ist dazu auch der Plan von Amsterdam, der sich im Buch findet. Der Fall in den Pieter geschlittert ist ist brisant und bis zum Ende nicht zu durchschauen. Er ist komplex aufgebaut und bietet viel Raum für Spekulationen. Die Auflösung hat mich dann doch überrascht, obwohl ich einen vagen Verdacht hatte. Pieters Privatleben wird in diesem Krimi nur kurz angerissen, den meisten Raum nimmt der Fall ein. Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderbar locker und lässt sich flüssig lesen, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Ich habe den Krimi innerhalb kurzer Zeit verschlungen, freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

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    • 2
  • Außergewöhnlicher Krimi

    Der Tote im fremden Mantel
    Flaventus

    Flaventus

    30. March 2017 um 09:46

    Ein Bestatter, der als Ermittler auftritt. In Amsterdam scheint das nicht so abwegig. Pieter Posthumus ermittelt im Falle unbekannter Verstorbener in deren Nachlass, um mehr über die Personen herauszufinden, die ihm zur Beisetzung überlassen werden. In seinem dritten Fall stolpert er bei seiner Recherche über einen edlen Kaschmir-Mantel, den ein Drogenjunkie getragen hatte, als er verstarb. Mit dieser ersten Ungereimtheit beginnt dieser außergewöhnliche Krimi, der über einige interessante Details verfügt. Vorkenntnisse Der Einstieg in die Geschichte wird vermutlich denen leichter fallen, die die ersten beiden Fälle von PP kennen, wie er von seinen Freunden genannt wird. Für mich war dies der erste Fall und schon auf den ersten Seiten wurde ich mit Details konfrontiert, die ich nicht direkt zuordnen konnte. Für das Gesamtverständnis dieses Buches ist es allerdings im Nachhinein betrachtet nicht notwendig, die ersten beiden Teile zu kennen. Dieses Buch funktioniert auch alleine, so dass der Erstleser die Anspielungen getrost als Tatsache hinnehmen kann. Der passende Kontext wird sich im Laufe des Buchs finden. interessante Charaktere Wie schon erwähnt ist PP ein Ermittler, der für das städtische Bestattungsamt arbeitet. Daneben treten selbstverständlich noch andere Charaktere auf, die teils aus den ersten Bänden bekannt sind, teils neu auf der Bühne auftreten. Der Fokus dieses Buchs liegt nicht in der Darstellung der Charaktere, sondern vielmehr darin, wie die Personen miteinander agieren und wie die Puzzleteile dieses Falls von den unterschiedlichen Personen miteinander kombiniert werden. Dabei konzentriert sich die Geschichte durchaus auf PP und den Kommissar de Boer, die jeweils auf ihre eigene Art die Sache betrachten und jeder für sich auf ganz andere Möglichkeiten zurückgreift. Konstrukt Damit diese Geschichte funktioniert, müssen ein paar Elemente vorhanden sein, damit PP als quasi Außenstehender überhaupt in die Polizeiarbeit eingreifen kann. Zuweilen kann das auf den Leser ein bisschen zu arg konstruiert wirken. Auf mich hat das allerdings nicht so störend gewirkt. Vielleicht weil ich durch den wunderbaren und durchaus eigensinnigen Erzählstil abgelenkt wurde. So dringt der Leser nicht nur den Amsterdamer Alltag ein, sondern auch in den Kopf des Ermittlers - zuweilen auch in einem steten Wechsel. Dieser Erzählstil gepaart mit den bildlichen Beschreibungen der Stadt, haben mir recht gut gefallen. Fazit Dieser Krimi mit zwei Ermittlern aus zwei unterschiedlichen Branchen ist sicherlich außergewöhnlich. Zuweilen wirkt der gesamte Plot ein bisschen zu sehr auf den Hauptprotagnisten herumgestrickt, aber der Leser wird durch den außergewöhnlichen Schreib- und Erzählstil entschädigt. Als Erstleser ist es durchaus möglich mit diesem dritten Fall in die Welt des Pieter Posthumus einzudringen, allerdings muss man dann in Kauf nehmen, dass so manche Anspielung eher Lust auf die ersten beiden Teile macht. In sich schlüssig bleibt dieser Teil dennoch allemal. Von daher kann ich diesen Krimi nur allen Genrefreunden ans Herz legen.Diese Rezi findet sich auch auf meinem Blog.

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  • Pieter Posthumus in seinem dritten Fall!

    Der Tote im fremden Mantel
    TochterAlice

    TochterAlice

    30. March 2017 um 08:20

    Ein unkonventioneller Typ mit klaren Wertvorstellungen: das ist Pieter Posthumus, der Protagonist dieses ausgesprochen ungewöhnlichen Krimis aus den Niederlanden, der bereits in seinem dritten Fall ermittelt. Auch diesmal steht die Atmosphäre an erster Stelle, danach kommt erst die Spannung - wobei diese auf ganz eigene Art übermittelt wird. Brutalität hingegen kommt in diesem Buch eher wenig vor, auch wenn es diesmal ein bisschen härter zugeht - aber nur im Vergleich zu den vorherigen Fällen. Vergleichen mit anderen Krimis und Serien geht es immer noch recht sanft zu, auch wenn dieser Krimi wie so viele nicht ohne Tote auskommt. Das Setting ist ein ungewöhnliches: Posthumus arbeitet in einem Büro der Stadt Amsterdam, das sich um "einsame" Tote, um Leichen ohne Angehörige, kümmert. Dabei ist des Öfteren Ermittlungsarbeit vonnöten, denn es geht darum, möglichst viel über ihr Leben, ihr Umfeld, ihre Hinterlassenschaften in Erfahrung zu bringen - und dabei geraten Pieter und seine Kollegen immer mal wieder in die ein oder andere ungewöhnliche, prekäre oder gar gefährliche Situation. Diesmal hat er einen Obdachlosen in einem schicken Mantel "vorliegen" und es stellt sich heraus, dass das edle Teil einem Bekannten um mehrere Ecken gehörte - dieser wurde in der vorherigen Nacht schwer verletzt und liegt nun im Krankenhaus im Koma. Überhaupt spielt Pieters Bekanntenkreis eine nicht geringe Rolle in diesem wie auch in den vorherigen Krimis - und genau das macht eine Menge vom Charme der Reihe aus, denn die Figuren sind nicht minder originell und liebevoll gestaltet als Pieter selbst - jede auf eine ganz eigene Art! Genauso liebevoll wird auch die Stadt Amsterdam, in diesem Falle: Pieters Amsterdam geschildert. Ich habe mich gleich wieder gefragt, wie ich einer so faszinierenden Stadt so lange Jahre fernbleiben konnte, jetzt muss ich unbedingt wieder da hin. Allerdings hoffe ich, dass ich nicht in einen Kriminalfall wie den hier geschilderten gerate, denn da geht es um Mord und Totschlag in spannenden Milieus - sowohl im Rahmen einer Umweltkonferenz als auch unter den Kleinkriminellen der Umgebung tauchen mögliche Verdächtige auf. Wen ich aber sehr gern treffen würde, ist Pieter Posthumus selbst, gerade weil er so ist, wie er eben ist: eine Art linker Intellektueller, jedoch kein Althippie, sondern ein Mann mit einer Vorliebe für edle, hochwertige Kleidung und ebensolches Essen, auf seine Art jedoch ein durchaus unkonventioneller Typ, wenn auch mit vielen Wertvorstellungen, darunter auch althergebrachten sowie einigen sehr persönlichen Zwängen behaftet. Und er hängt an seinem Umfeld, vor allem an der Kneipenbesitzerin Anna und der jungen Tina. Wenn Sie wissen wollen, wie genau das alles zusammenhängt, müssten Sie sich die Geschichte aneignen, ja gönnen, denn es ist ein wahrer Lesegenuss, der hier auf sie wartet: Pieter Posthumus, der jüngere Bruder von Miss Marple, Dr. Siri und der große Bruder bzw. Onkel von Flavia de Luce gibt sich in seinem dritten Fall die Ehre!

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    • 3
  • Schatten der Vergangenheit

    Der Tote im fremden Mantel
    esposa1969

    esposa1969

    29. March 2017 um 01:04

    Klappentext:Pieter Posthumus liebt Amsterdam und will an keinem anderen Ort der Welt leben – und das, obwohl die große Wirtschaftskonferenz mit ihren Horden von Delegierten und zahlreichen Gegendemonstrationen gerade nichts als Unruhe verbreitet. Immerhin geht im »Büro der einsamen Toten« alles seinen gewohnten Gang. Bis zu dem Tag, an dem Posthumus den Tod eines Junkies untersucht, der einen viel zu vornehmen Kamelhaarmantel trägt … Bald gibt es noch einen Toten: einen Teilnehmer der Konferenz – und anscheinend hängen die beiden Todesfälle miteinander zusammen. Haben die Taten einen ideologischen Hintergrund? Oder gibt es doch ein persönliches Motiv? Die Ermittlungen führen Posthumus zurück in seine eigene Vergangenheit als Student mit radikalen politischen Überzeugungen. Tiefer und tiefer gerät er hinein in ein Netz aus politischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen.Leseeindruck:Mit "Der Tote im fremden Mantel" des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt - ergibt das Pseudonym Britta Bolt- liegt dem Leser ein spannender Krimi vor und gleichzeitig auch der dritte Fall für Pieter Posthumus. Da ich erst vor kurzem "Das Büro des einsamen Toten" (Fall 1) gelesen hatte, war ich schnell wieder vertraut mit dem Schreibstil des Autorenduos, sowie mit dem Protagonisten Pieter Posthumus. Allerdings kann jeder Fall für sich eigenständig gelesen werden, man muss nicht zwingend die Vorgängerbände kennen, mir fehlt auch Fall 2 "Das Haus der verlorenen Seelen". Wer aber bereits Band 1 gelesen hat, weiß, dass Pieter im "Büro der einsamen Toten" angestellt ist. Seines Zeichens Bestatter der armen Menschen eine würdige Bestattung zukommen lässt. Wie man im Klappentext bereits lesen kann, geht es hier um den Tod eines Junkies, der einen edlen Kamelhaarmantel trägt. Und da der Buchtitel ja bereits verrät, dass es ein fremder Mantel ist, in dem der Tote steckt, erfahren wir, dass dieser Mantel Ben Olssen gehört, der bald auch nicht mehr unter den Lebenden weilt und Pieters Spürnase auf dem Plan ruft....Die Idee, dass Privat- und Hobby-Ermittler immer mehr die Falllösung in Kriminalromanen übernehmen ist inzwischen bewährt und verbindet eben den eigentlichen Fall als Rahmenhandlung mit dem jeweiligen Protagonisten und deren Privatleben als angenehme Nebenhandlung. So hier geschehen. Die Charaktere werden gut vorstellbar beschrieben.Der niederländische Lokalkolorit wird schon auf dem Cover mit dem Delfter Blau deutlich. Insgesamt las sich dieser Krimi lesenswert und unterhaltsam. Ich vergebe gerne 4 Sterne.© esposa1969

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    • 2
  • Pieter Posthumus und die einsamen Toten

    Der Tote im fremden Mantel
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    28. March 2017 um 14:10

    Pieter Posthumus vom städtischen Amsterdamer „Büro der einsamen Toten“ nimmt seine Aufgabe sehr ernst. Ob Obdachlose, Junkies oder vereinsamte Alte, er versucht Angehörige zu finden, den Nachlass zu regeln und vor allem den Toten eine würdevolle Bestattung zu geben. Schon öfters ist er bei seinen „Klienten“ auf Ungereimtheiten gestoßen und das lässt ihn dann nicht ruhen, bis er das Geheimnis gelüftet hat.So auch bei Frans Kemp, er hat sich eine Überdosis verpasst, doch woher hatte er das ganze Geld? Dazu einen edlen Kaschmirmantel von Armani, in dessen Seitentasche noch eine Visitenkarte steckt, wenigstens sind damit die Beerdigungskosten gedeckt, denkt PP, doch schon bald interessiert sich die Polizei für den Mantel. Es findet eine große internationale Umwelttagung statt, begleitet von Demos und Ausschreitungen diverser Gruppierungen. Ein Tagungsteilnehmer wird halb tot unter einer Brücke gefunden, ihm gehörte der Mantel. Haben die beiden etwas miteinander zu tun?Das Amsterdamer Viertel De Wallen, nicht ganz bürgerlich, aber auch noch nicht zum Rotlichtbezirk gehörend, ist der Lebensumkreis von Pieter. Dort in der Nähe hat er seine Wohnung und sein Stammlokal, den „Dolle Hond“, das seiner Freundin Anna gehört. Dort steckt er seine Fühler aus und hat bald Indizien, die ihn auch zurück in seine Vergangenheit als Aktivist und Hausbesetzer führen.Die Amsterdam-Krimis vom Autorenduo Britta Bolt sind ruhig und abgeklärt. Auch dieses Buch kommt ganz ohne Action- und reißerische Szenen aus, ihre Spannung beziehen aus einer genauen Kenntnis der menschlichen Natur und ihrer Abgründe. Dazu kommt die Atmosphäre der Stadt, die so lebendig beschrieben ist, dass ich als Leser mich wie selbstverständlich durch die Straßen und Grachten bewege. Pieter ist ein Ermittler eher wider Willen, ihn treibt sein Gerechtigkeitssinn an und damit wird er zu einer sympathischen, toll charakterisierten Hauptfigur. Alle Protagonisten des Buches – manche kennt man schon aus den Vorgängerbüchern – sind so lebensnah gezeichnet. Die Handlung ist realistisch und politisch aktuell, Umweltschutz in den Händen von Konzernen oder großen Lobbyverbänden ist eine zweischneidige Sache, der Kampf dagegen kann, wie engagiert auch immer, leicht ins Gegenteil verkehren.Das Finale ist überraschend temporeich und ich habe den neuen Fall von Pieter Posthumus wieder sehr gern gelesen, wobei allerdings keine Kenntnis der Vorgängerbände nötig ist, um sich schnell im Kosmos des Ermittlers zurechtzufinden.      

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  • Britta Bolt - Der Tote im fremden Mantel

    Der Tote im fremden Mantel
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    26. March 2017 um 17:04

    Pieter Posthumus ist Amsterdams Mann für einsame Bestattungen. Im „Büro der einsamen Toten“ kümmert er sich um die Hinterlassenschaften derjenigen, die einsam und verlassen aus der Welt scheiden und ermöglich ihnen so einen würdevollen Abschied. Mitten in das große Chaos der globalen „Earth 2050“ Konferenz, die sowohl Globalisierungsgegner wie Umweltaktivisten und Experten in die Stadt gelockt hat, kommt Posthumus nächster Fall: Ein Junkie mit einem viel zu teuren Mantel. Eigentlich Routine, wenn nicht im Mantel die Visitenkarte eines Konferenzteilnehmers gefunden wurde. Und just dieser liegt mehr tot als lebendig im Krankenhaus. Auch in Posthumus Stammkneipe Dolle Hond spürt man die Stimmung der Stadt, Gabrielle Lanting empfängt eine alte Schulfreundin anlässlich der Konferenz; diese ist mit den Großen und Mächtigen der Welt per Du und lässt Gabi am internationalen Flair teilhaben.„Der Tote im fremden Mantel“ ist bereits der dritte Fall für den extrovertierten Privatermittler Pieter Posthumus (PP). Wie auch schon in den vorausgegangenen Bänden besticht der Roman vor allem durch die kreative und liebevolle Figurenzeichnung. Im Zentrum der Handlung steht PP, der seinen Hang für schöne Kleidung und leckeres Essen gar nicht erst versucht zu verbergen, sondern unvergleichlich auslebt. Sein scharfer Verstand und vor allem seine Erinnerungsfähigkeit lassen ihn schnell die Fakten kombinieren und bisweilen schneller als die Polizei auf die richtige Spur kommen. Diese wird glücklicherweise fernab der Klischees nicht als unfähig oder überfordert dargestellt, sondern hat mit Kommissar De Boer ebenfalls einen intelligenten, sympathischen und überzeugenden Gegenpol (wobei er das eigentlich nicht ist, denn er schätzt PP als ebenbürtigen Ermittlungspartner).Der aktuelle Fall bleibt für mich jedoch etwas hinter den Erwartungen zurück. Das Hauptmotiv ist mir zu weit weg von der Handlung und wird erst ganz am Ende in den Fokus gerückt. Nebenhandlungen nehmen viel Raum ein und so fehlt mir ein wenig die stringente Verfolgung des Falles. Es werden Spuren angelegt, aber aufgrund der begrenzten Figurenmenge ist recht schnell offenkundig, wer in den Fall verwickelt und möglicher Drahtzieher ist. Die im Klappentext versprochenen „politischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnisse“ werden rasch abgehandelt und nur oberflächlich ausgeführt, da hätte für mein Empfinden das gewählte Thema viel mehr Potenzial gehabt und auch die angelegten Figuren mehr in Erscheinung treten können.Gelungen wird einmal mehr das typische Amsterdamer Flair eingefangen. Die Handlung ist nicht zufällig in der niederländischen Hauptstadt, sondern wird geschickt mit den örtlichen Gegebenheiten verwoben und diese erstklassig in den Roman integriert. Dies kann über die etwas zu gering ausfallende Spannung hinwegtrösten.

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  • Pieter Posthumus ermittelt zum dritten Mal

    Der Tote im fremden Mantel
    Bella5

    Bella5

    26. March 2017 um 13:04

    Toller Amsterdam - Krimi „Der Tote im fremden Mantel“ ist der dritte Band der Reihe um den Ermittler aus Amsterdam,  Pieter Posthumus.  „Das Büro der einsamen Toten“  heißt Band eins und „Das Haus der verlorenen Seelen“ ist der Titel von Band zwei. Ich habe alle Bände gelesen, aber ich finde, dass man den „Tote(n) im fremden Mantel“ auch gut als stand alone lesen kann, da die Autoren sehr routiniert und logisch erzählen. „Britta Bolt“ ist das Pseudonym eines wunderbaren Autorenduos. Worum geht’s in Band drei? -          „Pieter Posthumus liebt Amsterdam und will an keinem anderen Ort der Welt leben - und das, obwohl die große Wirtschaftskonferenz mit ihren Horden an Delegierten und zahlreichen Gelegenheitsdemonstrationen gerade nichts als Unruhe verbreitet. Immerhin geht im Büro der einsamen Toten alles seinen gewohnten Gang. Bis zu dem Tag, an dem Posthumus den Tod eines Junkies untersucht, der einen viel zu vornehmen Kamelhaarmantel trägt ... Bald gibt es noch einen Toten: einen Teilnehmer der Konferenz - und anscheinend hängen die beiden Todesfälle miteinander zusammen. Haben die Taten einen ideologischen Hintergrund? Oder gibt es doch ein persönliches Motiv? Die Ermittlungen führen Posthumus zurück in seine eigene Vergangenheit als Student mit radikalen politischen Überzeugungen. Tiefer und tiefer gerät er hinein in ein Netz aus politischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen…“   Die Geschichte startet mit einem interessanten Aufhänger, die Energiekonferenz „Earth 2050“ verleiht der story Aktualität und gesellschaftliche Relevanz. Das setting ist natürlich wieder unschlagbar toll – Amsterdam! Das kosmopolitische und sehr besondere Flair der Metropole wird wunderbar eingefangen. Ich habe mich beim Lesen auch sehr über das Wiedersehen mit lieb gewonnenen Figuren gefreut. Pieter Posthumus, der Protagonist, wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Die Figurenzeichnung und die Evolution des Helden finde ich sehr stimmig. Toll ist auch die Stammkneipe, der „Dolle Hond“. Es wird nicht nur ein bestimmtes Milieu seziert – Menschen vom Rand der Gesellschaft spielen ebenso eine Rolle wie eine gebildete, internationale und nationale upper class. Das Autorenduo hat mit „Der Tote im fremden Mantel“ einen lesenswerten Amsterdam – Krimi verfaßt, der nicht vorhersehbar ist. Die Geschichte wird langsam und stimmig entwickelt, woraus folgt, dass der Spannungsgehalt der story variiert, was jedoch gut zum plot passt. Reißerische Passagen oder Spannung um der Spannung willen findet man nicht, wohl aber ein temporeiches Finale, das keine Wünsche offen lässt. Als Vielleserin habe ich leider oft das Gefühl, immer wieder das Gleiche in abgewandelter Form zu lesen. Nicht so hier! Die Reihe um Pieter Posthumus ist meines Erachtens aber wirklich originell. Band drei hat mich wieder klasse unterhalten. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!

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