Burkhard Schade

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Burkhard SchadeFarben des Verfalls
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Farben des Verfalls
Farben des Verfalls
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Erschienen am 01.02.2014

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Rezension zu "Farben des Verfalls" von Burkhard Schade

Vergangenheit und Gegenwart ins Bild gesetzt
SeilerSeitevor einem Jahr

Die Lost-Places Fotografie übt beständig Anziehungskraft auf Fotografen aus. Einstmals bedeutende Orte sind nun verlassen und teilweise von der Natur zurück erobert. Diese Spannung zwischen ehemaliger Anmut und Würde und gegenwärtigem Verfall im Bild festzuhalten, hat sich der Fotograf Burkhard Schade zum Ziel seiner Arbeit gemacht.

Sein Bildband zeigt elf prägnante Orte zwischen Dresden und Meißen. Sie besaßen früher strategische Bedeutung, übten beträchtlichen Einfluss auf die Region aus oder prägten das Landschaftsbild durch ihr imposantes Erscheinen. Heute werden sie zum Teil als Wohnraum genutzt oder sind dem Verfall anheim gefallen.

Zu jedem Gebäude findet sich ein kurzer Einführungstext von Thomas Gerlach, der bauhistorische Merkmale und architektonische Besonderheiten beschreibt. Die darauf folgenden Fotografien zeigen die Facetten des verlassenen Ortes sowohl im Detail als auch in der Totalen oder im Weitwinkel. Dabei will Schade vor allem die vielfältigen Farben seiner Motive herausstellen. Dies unterscheidet seine Bilder von der übrigen, häufig in s/w gehaltenen Lost-Places Fotografie. Burkhard Schade arbeitet dabei mit dem natürlichen vorhandenen Licht und ist mutig genug, auch sehr dunkle Fotografien zuzulassen. Eindrücklich sticht das Spiel mit den Farben vor allem bei abblätternden Farbschichten hervor, die neue Farben auf dem Untergrund hervortreten lassen. Sehr gelungen werden Gegensätze miteinander in Szene gesetzt, wie bsw. auf Seite 76/77 oder 134/135, wo der Kontrast zwischen Gelb und Blau bzw. hell und dunkel ins Auge fällt.

Durch das Zusammenspiel von technischem Können und künstlerischer Freiheit gelingt es, die Vergänglichkeit dieser Bauwerke aufzuzeigen und dabei dem Betrachter eine Ahnung von dem einstigen Glanz, dem Ingenieurgeist und der Handwerkskunst der früheren Epoche zu geben.

Interessant wäre noch gewesen, zu erfahren, in welchem Jahr oder Zeitraum die Bilder gemacht wurden. Zuweilen beschreibt der einführende Text die Geschichte des Bauwerks nur bis in die 90er Jahre oder erwähnt wage, dass dort "heute" gewohnt wird. Daher stellt sich die Frage, der Zustand welchen Zeitpunktes in den Fotografien zu sehen ist.

Seitenzahl: 160
Format: 22 x 25 cm, gebunden
Verlag: Mitteldeutscher Verlag

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